20090910t T-Systems Multimedia Solutions Richtiges Training

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Vom Elfenbeinturm in die Praxis

Auf das richtige Training kommt es an

Bei der T-Systems-Tochter Multimedia Solutions versorgt ein spezielles Development Program Neustarter mit dem nötigen Werkzeug für ihre Karriere als Consultants.

 

S

taubige Universitätsbibliotheken, überfüllte Statistik-Vorlesungen, meterhohe Bücherberge und komplizierte Magisterklausuren: Wer einige Semester an einer Hochschule studiert hat, kann sich über mangelndes theoretisches Rüstzeug nicht beklagen. »Aber geht es dann ins Berufsleben, ist der Einstieg oft hart: Da gibt es vieles, auf das einen die Uni nicht vorbereitet hat«, erzählt Ricarda Köckler. Die 29-Jährige hat Wirtschaftsinformatik an der Universität in Halle an der Saale studiert. Seit März 2008 unterstützt sie das Beraterteam der T-Systems Multimedia Solutions als Business Analyst. Damit Berufseinsteiger wie Köckler neben der praktischen Arbeit in verschiedenen IT-Projekten auch das nötige Hintergrundwissen an die Hand bekommen, hat das Unternehmen im Sommer 2008 ein umfangreiches, vierjähriges Entwicklungsprogramm gestartet.

Immer mehr Unternehmen setzen auf ein solches Trainingsprogramm: Geschulte Mitarbeiter sind für sie die beste Investition in die Zukunft. Dafür möbeln sie das gesammelte Universitätswissen mit den für ihre Dienstleistungen und Produkte notwendigen praktischen Erfahrungen und Schulungen auf. Einige Zahlen des Statistischen Bundesamtes untermauern den Trend zu verstärkter Universitätsausbildung in Deutschland: 2007 bestanden insgesamt 286.391 Studierende eine Abschlussprüfung an einer deutschen Hochschule. Dies waren acht Prozent mehr als im Vorjahr. Zum zweiten Mal in Folge waren dabei mehr Studentinnen als Studenten erfolgreich. Rund 145.400 Abschlüsse wurden von Frauen erreicht, 141.000 von Männern. Eine rapide Zunahme gab es außerdem bei den vergleichsweise neuen Bachelor- und Masterabschlüssen. Die meisten Neustarter bei T-Systems Multimedia Solutions haben Fächer wie Wirtschaftsinformatik, BWL oder Geisteswissenschaften studiert, oder sie kommen aus einem anderen Unternehmen.

Vier Jahre Training

Die neuen Berater der MMS sind so wie Ricarda Köckler Ende 20 oder Anfang 30. Am aktuellen Young Professional Team Development Program des Unternehmens nehmen 17 Junior-Consultants teil. Steffen Mörbe, Senior Director der Business Unit Consulting und Initiator des Programms erklärt den Unterschied zu anderen Traineeships: »Unsere Young Professionals arbeiten von Anfang an konkret in Projekten mit. Daher dauert das Development Program vier Jahre – es flankiert den praktischen Arbeitsalltag als Consultant.« Eines der Hauptziele ist dabei die Stärkung des gemeinsamen Lernens: »Bevor wir dieses Programm hatten, lief die Ausbildung sehr individuell in Abstimmung mit den jeweiligen Führungskräften ab. In den Mitarbeiterjahresgesprächen wurden dann persönliche Karriereziele, Vorgaben und Pläne besprochen«, berichtet Mörbe. Durch das neue Training wird jetzt der Austauschgedanke forciert: Alle nehmen an einheitlichen Workshops und Schulungen teil, und die neuen Mitarbeiter freuen sich über einen längerfristig angelegten Fahrplan für ihre berufliche Zukunft, der über ein Jahr hinausgeht.

Dieser Vier-Jahres-Fahrplan besteht beim Internet-Experten T-Systems Multimedia Solutions aus einem mehrstufigen Seminarprogramm. Oberstes Ziel sind die zielgerichtete Förderung der Entwicklung des Young Professional Teams sowie der systematische Aus- und Aufbau der Consulting-Kompetenzen. »Wir achten dabei besonders auf eine Förderung des gegenseitigen Austauschs sowie einer Vernetzung im Team«, erläutert Mörbe. Es gehe zwar darum, die Grundlagen des Projekt- und Projektmanagement-Ansatzes bei T-Systems Multimedia Solutions kennen zu lernen: »Ein zweiter wichtiger Pfeiler ist aber die Steigerung der Kommunikationskompetenz im Umgang mit dem Kunden und im Projektmanagement. Nicht zu vergessen der sichere Einsatz der grundlegenden Techniken und Methoden des Consultings.«

Das Entwicklungsprogramm in der Praxis

Die einzelnen Module lassen sich in zwei Schwerpunkte unterteilen. Der erste schult die Methoden- und Fachkompetenz, der zweite die Sozialkompetenz. Steffen Mörbe führt aus: »Ein obligatorisches Seminar ist beispielsweise das Projektmanagement, und es gibt ein weiteres Training für den Bereich ‚Strategische Analyse und kreative Problemlösung’. Ein obligatorischer Workshop im Bereich der Sozialkompetenz ist das Moderations- und Präsentationstraining, optional bieten wir ein Seminar ‚Interkulturelles Kommunikationstraining’ an.« Insgesamt beläuft sich das Development Program innerhalb der vier Jahre auf rund 30 Schulungstage: Theorie und Training sind daher gut auf den Arbeitsalltag verteilt. Die Seminarleiter sind entweder externe oder auch T-Systems-interne Dozenten.

Die ersten Monate des neu gestarteten Projekts sind gut verlaufen. »Wir haben bereits viel positives Feedback erhalten, denn es wird immer wichtiger, in die Persönlichkeit des Mitarbeiters zu investieren. Lebenslanges Lernen heißt die Devise«, erklärt Mörbe. »Unternehmensberatungen leben von den Menschen, die für sie aktiv sind. Wir wünschen uns keine uniforme Company, sondern wollen Individualität im Sinne des Unternehmens stärken. Die fachliche Entwicklung findet dann im Projekt statt.«

Start up!« und »Jump in!«

Doch damit nicht genug: Seit Mai 2008 bietet die Deutsche Telekom außerdem mit »Start up!« und »Jump in!« konzernweit zwei neue Einstiegsmöglichkeiten für Hochschulabsolventen an. »Start up!« ist ein 15-monatiges Programm, das sich an Absolventen mit Unternehmergeist und Führungspotenzial wendet. »Jump in!« dient als erweiterter Direkteinstieg, der Absolventen mit exzellenten fachlichen Fähigkeiten und hoher Serviceorientierung ansprechen will. Erweiterter Direkteinstieg bedeutet, dass die Absolventen auf einen konkreten Arbeitsplatz als Fach- oder Führungskraft eingestellt werden. Innerhalb der ersten 24 Monate bei der T-Systems absolvieren sie weitere Elemente wie einen dreimonatigen Projekteinsatz, einen dreimonatigen Auslandseinsatz sowie individuelle Weiterbildungsmaßnahmen. Die Fachbereiche entwickeln gemeinsam mit den »Jump in!«-Kandidaten einen Qualifizierungsplan und generieren somit wichtiges Know-how im eigenen Fachbereich.

Junior-Beraterin Köckler resümiert: »Ich finde die Paarung aus Theorie und Praxis richtig gut. Das Studium an der Uni und das Development Program bei uns im Unternehmen: Beides zusammen bereitet mich gut auf meine Karriere vor. Wer erstmals nach dem Studium in einem richtigen Job anfängt, hat doch von der Praxis so gut wie keine Ahnung: Hier helfen die Projektarbeit und die Seminare.« Am wichtigsten für sie: »Ich möchte noch viel mehr über effektives Projektmanagement lernen und auch, wie ich am besten und überzeugendsten mit Kunden reden kann. Hinzu kommt, Antworten auf die Frage zu finden: Wie gehe ich mit Konfliktsituationen um?«

Susanne Collins

 

Software für Online-Bewerbungsgespräche:

Die T-Systems-Tochter Multimedia Solutions kümmert sich nicht nur intensiv um den eigenen Consulting-Nachwuchs, sie greift auch Personalabteilungen anderer Unternehmen unter die Arme. Mit dem neuen Tool »Job Interview Manager« (JIM) werden Bewerbungsgespräche im Internet per Webcam geführt. Das spart Zeit und Kosten bei der Vorauswahl – und im Vergleich zum Telefoninterview sieht das Unternehmen den Bewerber live. Gleichzeitig vermittelt das Tool einen Überblick über das Verhalten und die Reaktion des Kandidaten. So einfach funktioniert es: Der potenzielle neue Mitarbeiter erhält eine Einladungsmail mit Link und Login für das Interview. Vorschlag einfach bestätigen, und dann geht es zum gewünschten Termin los. Voraussetzung für beide Seiten ist nur ein Internet-fähiger PC mit Mikrofon oder Headset sowie eine Webcam mit installierter Treibersoftware. Der JIM beinhaltet umfangreiche Terminfunktionen, mit denen das Unternehmen Kandidaten einladen kann. Eine Erinnerungsfunktion sorgt dafür, dass beide Seiten auch wirklich pünktlich zum Online-Kennenlernen erscheinen. Während des Interviews können zudem Notizen gemacht, Dateien versendet und das gesamte Gespräch aufgezeichnet werden.

 

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