20091112zza SAS Business Analytics und BI - Der Markt

 Home | News | Hefte | Mediadaten | Online-Artikel | Kommentare | Trends | Wir-ueber-uns | Tipps | Impressum | CeBIT 2012

 

Home
News
Trends
Hefte
Online-Artikel
Kommentare
Service-Angebote
Feedback
Abonnement
Wir-ueber-uns
Tipps
Impressum
Veranstaltungen


»manage it« als

E-Paper  5-6 2011
E-Paper  3-4 2011
E-Paper  1-2 2011
E-Paper  11-12 2010
E-Paper  9-10 2010

E-Paper  7-8 2010
E-Paper  5-6 2010
 




 

 


 




 


 


 

 

 

Business Analytics und Business Intelligence

Nachhaltig steuern

Der Markt für Business-Intelligence- und Business-Analytics-Software wächst Analysten zufolge weiter kräftig. Kein Wunder: Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauchen Unternehmen Instrumente, um ihr Geschäft zuverlässig und vorausschauend zu steuern. Vor diesem Hintergrund lohnt sich ein Blick auf die aktuellen technischen und strategischen Trends in diesem Bereich.

 

T

rotz Krise? Oder gerade deswegen? Das diesjährige SAS Forum Deutschland konnte jedenfalls einen neuen Teilnehmerrekord verbuchen: Über 1.200 Teilnehmer aus Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen kamen für zwei Tage im Mannheimer Konferenzzentrum Rosengarten zusammen, um sich zu informieren und auszutauschen über das, was sich derzeit rund um Business Analytics (BA) und Business Intelligence (BI) tut.

Alle Dimensionen beobachten

Wie lassen sich Unternehmen nachhaltig steuern? Umfassend, aktiv und integriert? Dies war die zentrale Frage des Forums, die sich wie ein roter Faden durch das Konferenzprogramm zog. So machten die Mitglieder der deutschen Geschäftsleitung von SAS bereits in der Eröffnungsveranstaltung deutlich, wie wichtig es ist, alle Dimensionen des Geschäfts gleichermaßen zu beobachten und zu beeinflussen – also Finanzen, Kunden, Risiken und Prozesse. Dabei sind zudem die Kennzahlen aus sämtlichen Fachbereichen zu erheben und zu analysieren, um mögliche Wechselwirkungen zwischen ihnen erkennen zu können. Vor diesem Hintergrund steigt die Bedeutung integrierter Plattformen für Business Analytics und Business Intelligence weiter. Bauten Unternehmen in der Vergangenheit noch auf Einzellösungen und Patchwork-Systeme aus Komponenten mehrerer Hersteller, so kommt es heute darauf an, einen absolut durchlässigen Datenfluss im gesamten Unternehmen zu ermöglichen. Diesen Trend unterstrichen auf der BI-Konferenz nicht zuletzt verschiedene Praxisvorträge von Unternehmen, die ihre über Jahre gewachsenen heterogenen BA- und BI-Landschaften in letzter Zeit konsolidiert haben.

Blick in die Zukunft

Vor allem aber erwarten Unternehmen von BA und BI heute einen Blick in die Zukunft. Die Zeiten eines konventionellen Performance-Managements, das Unternehmensleistung allein rückwirkend misst, sind passé. Stattdessen sind Lösungen gefragt, die es erlauben, ins laufende Geschehen einzugreifen, um die Performance aktiv zu steigern. Dafür müssen Unternehmen bereits heute antizipieren können, was morgen kommt – um das Geschäft vorausschauend auf künftige Herausforderungen einstellen zu können. Hier helfen moderne Prognoselösungen, die heute mit einer Vielzahl an analytischen Verfahren die Zukunft äußerst zuverlässig vorhersagen und Entwicklungen simulieren können. So stellte SAS in Mannheim unter anderem SAS Forecasting for SAP vor – eine Lösung, mit der sich zusätzliche strategische Prognoseverfahren auf vorhandene SAP-Systeme aufsetzen lassen. Neu ist auch die mögliche Kombination von Financial Management und Demand Driven Forecasting Server – im Zusammenspiel eröffnen die beiden Lösungen bisher unbekannte Möglichkeiten der strategischen und operativen Ausrichtung.

Die aktuelle Krise hat deutlich gemacht, wie wichtig ein funktionierendes Risikomanagement für Unternehmen aller Branchen, ganz besonders aber für Banken und Versicherungen ist. Aus diesem Grund hat SAS zwei Branchenlösungen entwickelt, mit denen sich entsprechende Systeme schnell und effizient aufsetzen lassen: Risk Management for Banking und Risk Management für Insurance. Für die übergeordnete Gesamtsteuerung bietet SAS Banken und Versicherungen zudem ebenfalls speziell auf sie zugeschnittene Lösungen an. Vordefinierte branchenspezifische Datenmodelle helfen hier, den Aufwand für Planung und Aufbau eines solchen Systems zu reduzieren.

Besonders heiß brennt vielen Unternehmen derzeit das Thema »Betrugserkennung« unter den Nägeln. Vor allem Finanzdienstleistern und dem Handel entstehen jedes Jahr enorme Schäden. Unternehmen können solchen betrügerischen Aktivitäten mit dem Fraud Framework entgegentreten. Die Lösung fördert versteckte Zusammenhänge zwischen bestimmten Vorfällen zutage. So lassen sich beispielsweise komplexe Verflechtungen in Betrugsnetzwerken identifizieren. Die Lösung zeigt diese verborgenen Strukturen, bildet die chronologische Entwicklung des Netzwerks ab und zeigt, wo das Netzwerk anzugreifen ist, um es zu zerschlagen.

Datenanalyse als industrieller Prozess

Ohnehin wächst die Bedeutung analytischer Systeme in der Unternehmenssteuerung. Sie versorgen die Steuerungssysteme mit den strategischen Informationen, die verborgen in den operativen Daten liegen – und dies sind häufig genau die Informationen, die einen echten Wettbewerbsvorteil ausmachen. Im Kundenmanagement geschieht dies zum Beispiel durch eine Kombination von Customer Intelligence mit der Prognoselösung Profitability Management. Mit ihr lassen sich Marketingmaßnahmen mit Blick auf ihren Return on Invest optimieren. Und auch die Kombination von Risiko- und Kundenmanagement führt zum Erfolg: Sie schafft genauere Entscheidungsgrundlagen zur systematischen Anpassung der Kundenkontaktstrategie.

In der Vergangenheit eher Disziplin für Einzelabfragen, entwickelt sich die Datenanalyse vor diesem Hintergrund immer mehr zu einem industriellen Prozess. Analyseergebnisse fließen laufend in die Systeme zur Unternehmenssteuerung ein und sind für deren Leistungsfähigkeit maßgeblich verantwortlich. Unternehmen sind deshalb mehr denn je gefordert, Datenanalysen nachvollziehbar, steuerbar und wiederholbar zu gestalten. SAS unterstützt sie dabei unter anderem mit der neuen Version 6.1 des Enterprise Miner. Die Data-Mining-Lösung ist nun vollständig in das Business-Analytics-Framework 9.2 integriert. Funktionen für verbesserten Datenimport, für die Datenmodellierung und die Optimierung des Score-Codes sorgen für noch höhere Analysequalität und Nutzerfreundlichkeit. Ganz neu ist der Scoring Accelerator for Teradata. In-Database-Analysen mit SAS und Teradata lassen sich damit auf mehrere Millionen Datensätze pro Sekunde beschleunigen. Darauf kommt es zum Beispiel bei der Betrugserkennung an, wo innerhalb kürzester Zeit sehr viele Parameter zu analysieren sind, um in einer laufenden Transaktion schnell Entscheidungen zu treffen.

Paradedisziplin CRM

Im Kundenmanagement geht es Unternehmen derzeit vor allem um die Automatisierung und die Optimierung ihrer Kampagnen, wie verschiedene Vorträge auf dem SAS Forum Deutschland klar zeigten. Wie schon in der Vergangenheit erweist sich die Telekommunikationsbranche hier als Innovationstreiber: So präsentierte T-Home eine Kampagnenmanagement-Lösung, die einen Kundenwert-orientierten Ansatz verfolgt. Das Unternehmen ermittelt heute nicht mehr nur, welche Produkte zu einem Kunden passen und über welchen Kanal er effizient zu erreichen ist, sondern auch, welche Kunden überhaupt den größten Wertbeitrag für das Unternehmen versprechen. Zu diesem Zweck wird eine ganze Reihe unterschiedlicher Faktoren in die Waagschale geworfen, zum Beispiel Kundenumsatz, Annahmewahrscheinlichkeit, Kündigungswahrscheinlichkeit oder Vertragslaufzeit. Vodafone setzt in der Kundenansprache auf das Prinzip »Next Best Activity« – und dabei auf Batch Data Mining mit SAS. Dieses automatisierte Data-Mining-Verfahren erstellt laufend selbstständig neue, aktuelle Score-Modelle für die Kampagnenplanung und -steuerung. So ist Vodafone in der Lage, jedem Kunden das Angebot zu offerieren, das am besten zu ihm passt. Per Analyse identifiziert Vodafone dafür nicht nur produktspezifische Vorlieben der Kunden, sondern berücksichtigt auch ihre Präferenzen, was das Timing von Kampagnen angeht.

Sebastian Pauls

____________________________________

Sebastian Pauls, Autor in München

 

Folgen Sie »manage it«

auf Google+


 


 


 

 

 
Copyright © 2003-2012  ap Verlag GmbH