Reliance Globalcom Weitverkehrsnetz kosteneffizient

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Zentralisierung, Konsolidierung und Virtualisierung: Was bedeutet das für Ihr Weitverkehrsnetz?

Global agieren – lokal profitieren

Was müssen global aufgestellte Unternehmen bei der Realisierung eines leistungsfähigen und dennoch kosteneffizienten Weitverkehrsnetzes beachten? In jedem Land den besten lokalen Anbieter auswählen und dennoch nur einen Ansprechpartner haben – ein Ansatz mit enormen Sparpotenzial.

 

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ntwicklungen wie Zentralisierung, Konsolidierung und Virtualisierung sorgen für eine Vielfalt neuer Ansprüche an Unternehmensnetzwerke. Damit Wirtschaftlichkeit und Skalierbarkeit gewahrt werden, ist der richtige Mix an Netzwerktechnologien nötig. Denn die traditionellen, langfristigen Festverträge und Legacy-Technologien mögen zwar sicher erscheinen, sind aber keine zukunftsfähige Option für global aufgestellte Unternehmen, die in zahlreichen Ländern aktiv sind.

Um von den besten Anbietern, der besten Technologie und dem besten Preis in jedem dieser Länder zu profitieren ist ein hohes Maß an Know-how des gesamten globalen Marktangebots notwendig. Der Einsatz nationaler und regionaler Anbieter spielt hier eine wichtige Rolle, weil sie ihre Technologieplattformen und Servicequalität rasch ausweiten. Nicht umsonst geht der größte Teil weltweiter Investitionen im Telekommunikationsbereich an solche Anbieter.

Ein Blick zurück.

Die Zentralisierung von Ressourcen und Infrastrukturen in der Unternehmens-IT ist traditionell getrieben von der Konjunktur und der verfügbaren Technologie. Die Mainframe-Umgebungen der späten 80er Jahre waren höchst zentralisiert. Die zugehörigen Netzwerke waren einander sehr ähnlich und bestanden aus einer langsamen Serienverbindung vom leistungsstarken Zentralsystem bis zu den elementaren Clients.

Mit der steigenden Rechenleistung und Funktionsvielfalt von PCs wurden mehr und mehr Anwendungen und Services von Unternehmen in das lokale Netzwerk integriert. Inzwischen müssen IT-Abteilungen je nach Unternehmensgröße durchschnittlich zwischen 20 und 100 Netzwerkapplikationen betreiben und unterstützen. Jährlich kommen vier bis fünf neue Applikationen hinzu. Dies führte zum umfassenden Einsatz von lokalen Dateiservern und Fat-Client-Anwendungen. Diese stellten hohe Ansprüche an Bandbreite und Ressourcen, konnten jedoch über die relativ schnellen lokalen Netzwerke wirksam betrieben werden.

Mit der Zeit bereitete die Wartung Tausender von Clients den IT-Abteilungen von Unternehmen jedoch große Kopfschmerzen. Dies begünstigte eine neue Generation von Client-Server-Lösungen wie Citrix oder Terminal Server, mit denen Unternehmen die komplexeren Anwendungen in einer zentralen Umgebung belassen konnten, während die Clients im Wesentlichen aus einem Bildschirm bestanden. Unternehmen aller Größenordnungen weltweit griffen bald bevorzugt auf diese Vorgehensweise zurück.

Dennoch erwiesen sich Technologien wie Citrix für viele Anwendungen als zu limitiert. Rich-Media-Inhalte, komplexe 3D-Grafiken und Bildschirm-Reaktionszeiten können für jede Client-Server-Umgebung zum Schlüsselproblem werden. Um solche Engpässe zu überwinden mussten Unternehmen neue Lösungen einsetzen. Die meisten Großunternehmen arbeiten deshalb heute in einer Hybrid-Umgebung: Für bestimmte Funktionalitätsebenen oder Standortgrößen kommen Client-Server-Anwendungen zum Einsatz, während andere Anwendungen in einer Fat-Client-Umgebung laufen. Hilfsmittel von Anbietern wie Riverbed, Cisco, Juniper und Ipanema können die Nutzererfahrung an den Unternehmensstandorten in einem solchen Szenario optimieren. Dabei arbeiten die Lösungen mit unterschiedlichen Methoden, um die Transaktionszeiten zu verkürzen, Daten in den Cache-Speicher aufzunehmen, den Zugriff auf Dateiserver zu beschleunigen und die Nutzung der Bandbreitentransparenter zu machen.

Anforderungen an das Netzwerk.

Die hybride Infrastruktur mit ihren unterschiedlichen Anforderungen kann dazu führen, dass Unternehmen eine sehr komplizierte Netzwerkumgebung verwalten müssen. Ein Grund dafür ist nicht zuletzt die Entwicklung der Telekommunikationsbranche in den letzten 20 Jahren. Unternehmen haben heute die Wahl zwischen zahlreichen Technologien, von der neuesten Generation von MPLS-Netzwerken über Wimax und Hochgeschwindigkeits-FTTB und ADSL2+-Lösungen bis zu Ethernet-basierten Lösungen mit VPLS beziehungsweise 3G-Mobil-Breitband. Dazu kommt die Entscheidung zwischen einem einzigen Vertrag mit einem traditionellen, global agierenden Anbieter und Verhandlungen mit mehreren kleineren, nationalen oder regionalen Anbietern.

Für weltweit tätige Unternehmen stellt die große Auswahl an Netzwerken eine wahre Herausforderung dar. Während auf zentraler Ebene die Entscheidung für Rechenzentrums-Virtualisierung und Desktop-Anwendungsplattformen fallen kann, ist das für Netzwerklösungen kaum möglich: Kein Netzwerkanbieter ist in jedem Land der Welt die beste Wahl. Der Trend zum Outsourcing und die steigende Bedeutung vieler Schwellenländer für den Vertrieb haben dazu geführt, dass viele Unternehmen ihre Präsenz in diesen Märkten gewaltig verstärkt haben. Denn während nach einer Anfang 2010 vorgelegten Studie der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group die großen Industriestaaten bis 2015 nur geringe Wachstumsraten erzielen, wird die Wirtschaft in Schwellenländer weiterhin stark wachsen. China etwa erwartet 2010 ein Wirtschaftswachstum von 9,5 Prozent und wird auch in den kommenden Jahren 8 Prozent Wachstum erreichen, wohingegen sich die USA bis 2013 mit knapp ein Prozent zufrieden geben muss. Auch Unternehmen, die bislang nur in Industriestaaten agierten, mussten deshalb ihre Netzwerkinfrastrukturen etwa nach Indien, China, Südafrika oder Vietnam ausweiten.

Anbieterzersplitterung: Ein großer, heterogener Anbietermarkt.

Viele Unternehmen entschieden sich in einer solchen Situation zunächst für eine konsolidierte Netzwerklösung mit einem einzigen globalen Carrier. Gründe dafür sind die unübersichtliche, zersplitterte Anbieterlandschaft und die Kosten für die Verwaltung der unterschiedlichen Verträge und Provider. Von einem einzigen Vertrag erhoffen sich viele Großunternehmen eine Reduzierung der Kosten. Die traditionellen, globalen Carrier argumentieren außerdem mit ihrer Netzwerkreichweite und weltweiter Präsenz. Allerdings hält die übergangslose Lösung »aus einer Hand« für viele Unternehmen nicht, was sie verspricht. Lokale Anbieter bieten häufig bessere Leistungen, größere Bandbreite und schnellere Reaktionszeiten zu geringeren Preisen, so dass zahlreiche Unternehmen – auf Wunsch ihres regionalen Managements oder aus eigenem Antrieb – schnell nach solchen Alternativen suchten.

Optimal für global aufgestellte Unternehmen wäre jedoch eine Kombination aus beiden Lösungen: Ein Ansprechpartner für das gesamte globale Netzwerk und gleichzeitig von der Servicevielfalt und den günstigen Preisen lokaler Anbieter profitieren. Dies zeigt sich am Beispiel eines typischen Großunternehmens im Fertigungssektor mit 20 Standorten in den USA, 15 in Brasilien, 13 in China, 5 in Indien und 10 in Deutschland. Für einen globalen Carrier bedeutet dieses Netzwerkprofil eine große Herausforderung. So besteht möglicherweise eine NNI-Vereinbarung (Network to Network Interface) mit einem Anbieter in Deutschland für den Zugriff auf dessen Einwahlknoten (Point of Presence: PoPs). Diese Lösung kann jedoch bis zu dreimal so teuer sein wie der Preis, den der deutsche Anbieter lokal berechnen würde. Die 15 Standorte in Brasilien koppeln eventuell an ein oder zwei PoPs zurück, was zu Problemen mit der Netzwerkleistung im Fall einer Betriebsstörung führen kann. Die Folge sind gegenseitige Schuldzuweisungen bei Problemen, Widersprüche bei den Service Levels und langatmige Verzögerungen bei der Behebung selbst leichter Netzwerkstörungen. Es gibt kaum Erfolgsbeispiele für Partnerschaften zwischen Infrastruktur-basierten Anbietern oder weltweiten Konsortien. Denn die Betreuung von Drittbeziehungen spielt bei den globalen Netzwerkanbietern meist nur eine untergeordnete Rolle.

Virtuelle Netzbetreiber.

Schon seit Ende der Achtziger Jahre positionieren sich in Europa sogenannte virtuelle Netzbetreiber (Virtual Network Operators) im Telekommunikationsmarkt, die den Aufbau weltweiter Weitverkehrsnetze grundsätzlich anders angehen. In einem ersten Schritt wählen sie den besten Carrier in jedem Markt aus und integrieren diesen in das weltweite Netz, um den Verkehr von einer Region in die andere zu gewährleisten. So gibt es beispielsweise keinen Carrier in Deutschland oder den USA, der ein kostengünstiges Netzwerk für 13 Standorte in China liefern kann – die einzige realistische Option ist der Einsatz eines nationalen Anbieters wie China Telecom oder CPCNet. Und obwohl der Markt in Brasilien gut entwickelt ist, behindern dort zahlreiche Vorschriften darüber, welche Anbieter welche Technologien verkaufen dürfen, die Bereitstellung von Netzwerken. Von nationalen Anbietern wie Embratel oder Telefonica ist jedoch eine große Auswahl von Ethernet-, Standleitungs- und DSL-Technologien erhältlich. Wenn das Basisnetz steht, wird an jedem Standort dieses Netzwerks ein verwalteter Router eingesetzt, der rund um die Uhr überwacht wird. Im Falle einer Störung wäre der virtuelle Netzbetreiber die zentrale Anlaufstelle für das Unternehmen.

Dabei ist die gewissenhafte Beschaffung von Bandbreite keine einmalige Aufgabe, denn für global agierende Unternehmen ist es inzwischen ein wichtiger Erfolgsfaktor geworden, dass sie neue Technologien nutzen können, sobald diese erscheinen und marktreif sind. Virtuelle Netzbetreiber strukturieren ihre Verträge deshalb so, dass die zugrunde liegende Infrastruktur nur für eine kurze Laufzeit, meistens 12 Monate lang, unter Vertrag steht. Jährlich wird ein Neuangebot für das komplette Netzwerk erstellt, das Marktentwicklungen, neue Anbieter etc. einbezieht. Aktuell ist dies interessant, da viele Länder wegen der Wirtschaftskrise große Konjunkturprogramme aufgesetzt haben, die zu Verbesserungen der nationalen Infrastrukturen führen werden. So wurden beispielsweise allein in den USA acht Milliarden US-Dollar für Investitionen in Breitbandnetzwerke zugesagt. Unternehmen mit traditionellen Telekommunikationsverträgen, die einen Festkurs für drei oder fünf Jahre festlegen, können von diesen preisgünstigeren Angeboten nicht schnell profitieren.

Cloud-basierte Services.

Bislang standen Herausforderungen und Lösungen für Umgebungen im Mittelpunkt, deren Infrastruktur der Kontrolle des Unternehmens selbst untersteht. Derzeit allerdings wird das sogenannte »Cloud Computing« immer wichtiger für die IT. Einfach gesagt geht es dabei um den Zugriff auf Anwendungen und Services innerhalb des Netzwerks eines Service-Anbieters. Die IT-Industrie hat inzwischen eine Reihe von Services entwickelt, die Rechenleistung innerhalb einer Cloud-Umgebung zur Verfügung stellen. So können Unternehmen ihre eigenen Anwendungen schreiben und diese auf der Cloud-basierten Plattform starten. Prozessorleistung und Festplattennutzung können dabei schnell nach der jeweiligen Anforderung skaliert werden. Die Auswirkungen solcher Cloud-Services auf Unternehmensnetzwerke sind signifikant: »Private« Weitverkehrsnetze lassen sich nur noch verschwommen abgrenzen, da viele Services über Internet-basierte Verbindungen zugänglich sind. Sicherheit auf der Anwendungsebene wird dabei – wie beim privaten Internet-Banking – mit Hilfe von SSL-Verschlüsselung bereitgestellt. Für Unternehmen, die traditionell private MPLS- oder ATM-Netzwerke mit genauen SLAs bezüglich Schaltkreis-Instandhaltung, Umlaufverzögerungszeiten (RTD-Zeiten) und Datenpaketlieferung gekauft haben, bedeutet eine solche Umgebung komplettes Neuland. Dieser Mangel an Kontrolle und klaren Zuständigkeitsabgrenzungen war für viele Unternehmen bislang die größte Hemmschwelle für den Einsatz von Cloud-basierten Anwendungen.

Allerdings ist hohe Transparenz für Unternehmen heute wichtiger als je zuvor, da Cloud-basierte Anwendungen häufig in einer Drittumgebung laufen. Gefragt sind deshalb beispielsweise Netzwerk-basierte Application-Aware-Networking-Lösungen, die Echtzeitberichte über die Leistung jeder Anwendung bereitstellen, einschließlich der Reaktionszeit der Anwendungsserver. Eine Analyse der verschiedenen Elemente in jedem Verkehrsstrom hilft bei der Fehlerbehebung. Falls beispielsweise eine zentralisierte Internetschnittstelle zu einem Tier-1-ISP übermäßige Datenpaketverluste verursacht, ist dies erkennbar und es können entsprechende Lösungsmöglichkeiten gesucht werden. Auf der Ebene des Netzwerkaufbaus werden außerdem auch andere Optionen in Betracht gezogen, um die Leistung von Cloud-basierten Anwendungen zu verbessern. Ein virtueller Netzbetreiber hat beispielsweise Zugriff auf die Bandbreite der wichtigen globalen Tier-1-ISPs und kann für jeden einzelnen Teil des Netzwerks den besten Anbieter auswählen, um die Peering-Punkte zu verringern und Umlaufzeiten zu reduzieren. Um den Anteil des Datenstroms im unkontrollierten Internet zu verringern, können Internet-basierte Infrastrukturen mit privatem MPLS-Transport verbunden werden. Für wichtige globale Internetzentralen können direkte Peering-Punkte mit Cloud-basierten Anbietern eingerichtet werden. Diese Maßnahmen verringern die Ungewissheit in Bezug auf die Internetinfrastruktur und steigern das Erfolgsniveau für den Zugriff auf Cloud-basierte Anwendungen.

Hohe Servicequalität für komplexe Anforderungen.

Insgesamt sind die Anforderungen, die Unternehmen an Netzwerke stellen, weitaus größer und komplexer als je zuvor. Die Zusammenarbeit mit einem Netzwerkanbieter, der flexibel die angemessene Lösung für jeden Standort und jede Anwendung identifiziert, ist entscheidend für ein gutes Nutzererlebnis. Der wesentliche Faktor dabei ist die notwendige Servicequalität. Außerdem sollte der Netzwerk-Service-Anbieter in der Lage sein, alle wichtigen neuen Technologieentwicklungen zu identifizieren, und diese aus eigener Initiative vorschlagen, wenn sie für das Unternehmen sinnvoll sind. Aktuelle Netzwerktrends wie Zentralisierung, Konsolidierung und Virtualisierung versprechen spürbare Einsparungen bei den Gesamtkosten. Eine Vorgehensweise, bei welcher der jeweils beste Anbieter ausgewählt wird, um das Weitverkehrsnetz auszugestalten und zu implementieren, trägt dazu bei, dass diese Einsparungen tatsächlich Realität werden.

Ingo Wupper

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Ingo Wupper, Director Solutions Consulting, Central Europe Reliance Globalcom

 

»Für weltweit tätige Unternehmen stellt die große Auswahl an Netzwerken eine wahre Herausforderung dar.«

 

»Ideal: Ein Ansprechpartner für das gesamte globale Netzwerk und gleichzeitig von der Servicevielfalt und den günstigen Preisen lokaler Anbieter profitieren.«

 

»Für global agierende Unternehmen ist es ein wichtiger Erfolgsfaktor geworden, dass sie neue Technologien nutzen können, sobald diese erscheinen und marktreif sind.«

 

 
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