20100304cg Riverbed WAN-Optimierung für die Cloud

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WAN-Optimierung: Unverzichtbar für die Cloud?!

Cloud und die Performance

Cloud Computing rangiert unter den Top IT-Trends des Jahres ganz vorn. Das ist nicht verwunderlich, denn Cloud Services haben enormes Potenzial, vor allem was die Senkung der Kosten für die IT-Infrastruktur angeht. Nach neuen Analysen von Merrill Lynch ist die Migration zur Cloud ein über mehrere Jahre anhaltender Prozess, durch den bis 2013 ein Markt mit einem Volumen von 100 Milliarden US-Dollar entstehen könnte.

 

A

ber wie bei den meisten neuen und gefeierten Technologien, gibt es auch beim Cloud Computing viele verschiedene Sichtweisen, Hoffnungen und Probleme. Die Cloud-Technologie befindet sich gerade in einem Stadium, in dem die oft zitierten Potenziale einem Realitäts-Check unterzogen werden.

Ist die Cloud eigentlich neu?

Schon der Versuch, eine allgemeingültige Definition für Cloud Computing zu finden, ist eine recht entmutigende Aufgabe. Selbst IT-Experten und Branchenanalysten liefern verschiedene Definitionen und betrachten den Trend aus unterschiedlichen Perspektiven. Klar ist jedoch, dass sich mit Hilfe der Cloud-Technologie die IT-Ressourcen und Anwendungen in ein skalierbareres und kosteneffizienteres Computing-Modell überführen lassen. Damit kann die Komplexität, mit der große Unternehmen heute zurechtkommen müssen, stark reduziert werden.

In vielerlei Hinsicht ist dieser Übergang jedoch nicht neu. Seit Jahren zentralisieren Unternehmen ihre IT-Ressourcen und versuchen dabei, eine private »Cloud« zu erzeugen, die eine größere Skalierbarkeit und eine einfachere Handhabung ermöglicht. Die Nutzer haben mit dieser Umstellung keine Probleme, solange sie ihre üblichen Aufgaben mit derselben oder einer höheren Produktivität erledigen können als in der Vergangenheit.

Die Cloud-Technologie ist allerdings insofern neuartig, da sie das Ziel verfolgt, aus der Infrastruktur ein Services-Modell zu machen, das sich womöglich sogar vom Unternehmen zum Provider verlagern lässt. Somit ließen sich neue Anwendungen spezifisch für die Cloud schreiben, ältere Anwendungen könnten zur Cloud migrieren und es würde sich ein kostengünstigeres Management ergeben. In der idealen Vorstellung der Anbieter von Cloud Services unterhält das Unternehmen folglich überhaupt keine Rechenzentren mehr. Der Cloud Provider stellt diese zur Verfügung und kann mit seinen Ressourcen verschiedene Unternehmen gleichzeitig versorgen.

Damit diese Vision wahr wird, müssen Cloud Provider jedoch eine ganze Reihe an Herausforderungen bewältigen. Vielfach erwähnt wurden rechtliche und Sicherheitsbedenken hinsichtlich sensibler Daten. Wenig beachtet wird in der aktuellen Debatte jedoch die Frage nach der Anwendungsperformance.

Wie beseitigt Cloud Computing die Engpässe in der Performance?

Viele Anwender, die sich mit Cloud Services beschäftigen, denken irrtümlicherweise, dass die Technologie automatisch Engstellen in der Performance beseitigt. Fakt ist jedoch: Die Cloud selbst beseitigt keine Performance-Probleme.

Dieser Denkfehler ist keineswegs neu: Viele Unternehmen, die ihre IT-Infrastruktur zentralisiert haben, glaubten aufgrund einer guten Netzwerkanbindung, keine Einbußen bei der Performance zu erleben. Allerdings hat sich das in der Praxis oft als Irrtum herausgestellt. Anwendungen aus den Cloud Services unterliegen, ebenso wie andere Applikationen, zwei grundsätzlichen Einschränkungen:

Zum Einen ist die Kapazität begrenzt. Jedes Netzwerk kann immer nur eine bestimmte Anzahl an Daten pro Zeiteinheit transportieren. Egal, ob die Daten aus internen oder externen Quelle kommen, sie konkurrieren stets mit allen anderen Daten, die der Anwender anfordert. Beanspruchen Unternehmen nun einen Cloud Service, so bedeutet das jedoch nicht, dass sie automatisch mehr Daten gleichzeitig verschicken können als die Leitungen fassen.

Die zweite Einschränkung entsteht durch Latenzzeiten. Da die Distanz zwischen dem Anwender und seinen Daten beim Einsatz von Cloud Computing größer wird, dauert der Zugriff auf diese Daten immer länger. Es treten dabei zwei Probleme gleichzeitig auf: Erstens Latenzzeiten und zweitens Inneffizienzen bei den Anwendungsprotokollen, die auch als Geschwätzigkeit bezeichnet werden. Die Cloud-Provider haben inzwischen einige Anwendungen neu geschrieben, um das HTTP effizient nutzen zu können. Tests beweisen jedoch, dass diese Anwendungen immer noch dieselben Probleme aufweisen wie ältere Anwendungen von Unternehmen.

Im Laufe der Zeit werden sich die Cloud Services zunehmend verbessern und Anwendungen werden immer interaktiver und umfassender. Während heute noch E-Mails, CRM und elementare Dokumente im Mittelpunkt stehen, werden es zukünftig die Anwendungen für komplexe Designgestaltung und ganzheitliches Dokumenten- und Produktions-Management sein. In der Folge werden immer größere Datenmengen über das WAN verschickt. Unternehmen können so zwar weiterhin dezentral arbeiten und Kosten sparen – sie laufen jedoch Gefahr, dass die Performance-Einbußen stark zunehmen könnten.

Cloud Services und WAN-Optimierung ergänzen sich

Probleme mit der Anwendungsperformance gibt es in vielen älteren Infrastrukturen. Cloud Provider können sich deshalb an neueren Anwendungsarchitekturen orientieren, um nachzuvollziehen, wie dort die Probleme bei der Performance gelöst wurden. Das bedeutet nicht, dass dieselbe Lösung beliebig übertragbar ist, sie kann aber in jedem Fall eine Hilfestellung leisten.

Für Unternehmen spielt die WAN-Optimierung bei der Beschleunigung von Anwendungen im WAN eine Schlüsselrolle. Mit dieser Technologie ist die Konsolidierung der Infrastruktur in einem oder mehreren Rechenzentren ohne Performance-Verlust möglich. WAN-Optimierung bietet Unternehmen drei wesentliche Vorteile:

Besonders spürbar ist die Erhöhung der virtuellen Kapazität. WAN-Optimierungslösungen deduplizieren redundante Informationen. So können mehr Daten bei gleicher Bandbreite verschickt werden.

WAN-Optimierung verbessert zudem die Anwendungsperformance spürbar. Applikationen arbeiten 5, 10 oder sogar 15 Mal schneller, weil Ineffizienzen in den Anwendungsprotokollen beseitigt werden. Diese Verbesserungen gelten für klassische Rich-Client-Anwendungen wie etwa E-Mail, aber auch für virtuelle Desktops und webbasierte Anwendungen.

Durch den Einsatz einer WAN-Optimierungslösung ist zudem ein flexibles Design möglich: Bei Unternehmen, die eine solche Technologie einsetzen, müssen die Cloud Provider nicht mehr gleichzeitig als Netzwerkexperten fungieren. Sie müssen die bestehenden Anwendungen, die aus dem Unternehmen ausgelagert werden, somit auch nicht mehr unbedingt bis ins kleinste Detail nachvollziehen können. Indes erhalten Cloud Provider und Unternehmen eine zusätzliche und einfach zu bedienende technologische Ebene, die ihnen dabei hilft, die Performance-Probleme im Unternehmen zu beheben, unabhängig davon, ob es sich um normale Client-, Thin Client- oder Cloud-basierte Anwendungen handelt.

Funktioniert WAN-Optimierung in der Cloud?

Da WAN-Optimierung schon seit langem bei der Beschleunigung von webbasierten Anwendungen gute Dienste leistet, ist diese Technologie für heutige Cloud Services bestens geeignet.

Ein Beispiel hierfür ist das Unternehmen Bechtel, das seine IT-Infrastruktur gerade auf ein Cloud-Services-Modell ausrichtet. Als Bechtel anfing eine interne Cloud einzurichten, stimmte das Unternehmen diese optimal auf die eigenen Bedürfnisse ab und verwendeten dabei die Steelhead Appliances von Riverbed. Diese Vorgehensweise funktioniert gleichermaßen mit Clouds, die sich außerhalb des Unternehmens befinden.

In der Zukunft wird die Produktpalette im Bereich WAN-Optimierung um zahlreiche Features erweitert werden. Diese unterstützen nicht nur Anwendungen, die für die Cloud geschrieben wurden, sondern auch ältere Anwendungen, die Unternehmen in die Cloud migrieren werden. Zukünftig können Unternehmen so einfach die Architektur wählen, die für ihr Unternehmen am besten geeignet ist – egal ob interne IT, interne Cloud, Cloud Provider – und sich dann auf ihre WAN-optimierte Infrastruktur verlassen. So gibt es auch im Cloud-Zeitalter keine Performance-Probleme.

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