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Multikanalvertrieb, Kundenbindung und SEO

E-Commerce – Zukunft und Entwicklung

E-Commerce prägt heute einen eigenständigen und multidimensionalen Wirtschaftszweig mit hohen Zuwachsraten, aber auch mit immer härter werdendem Wettbewerb. Welche Maßnahmen müssen Online-Händler ergreifen um Kunden zu binden, die Wertschöpfung zu erhöhen und sich vom Wettbewerb abzusetzen?

 

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ie Möglichkeiten des Internets haben in wenigen Jahren die Lebensgewohnheiten von unzähligen Menschen revolutioniert und nachhaltig verändert. Neben neuen Kommunikationswegen formten sich vor allem neue Absatzwege, welche starken Einfluss auf das Kaufverhalten der Endverbraucher genommen haben. Während E-Commerce anfangs als logische Fortführung der analogen Wirtschaftslogistik in einer virtuellen Welt zu betrachten war, prägt es heute einen eigenständigen und multidimensionalen Wirtschaftszweig. Um als Händler in diesem Markt erfolgreich bestehen zu können, bedarf es eines spezifischen Wissens über die schnelllebigen Reglements und stetigen Veränderungen.

Kunden erreichen – Multi-Channel-Marketing

Mittels Multi-Channel-Marketing erreichen Unternehmen Kunden über verschiedene Kanäle, welche sich aus Leistungs-, Kommunikations- und letztendlich Vertriebswegen zusammensetzen. Zum einen ist dies für die Gewinnung von neuen Kundengruppen und somit dem Ausbau des Kundenstamms interessant. Zum anderen dient es aber auch dazu, bestehenden Kunden mehr Komfort bei Transaktionen und Warenbestellungen zu bieten.

Vor allem der Onlinehandel erhält oftmals zu wenig Beachtung, was letzen Endes wachstumshemmend wirkt. »Die Umsätze der deutschen Shoppingportale im Jahr 2010 werden signifikant steigen. Daher sollten Händler auf professionellen Online-Handel und somit weitere umsatzstarke Vertriebskanäle setzen. Eine klar definierte Strategie in Bezug auf den Kanal, der sich in einem Wachstumsmarkt befindet, ist entscheidend für den individuellen Erfolg eines Händlers«, erklärt Jan Griesel, Geschäftsführer der Plenty Systems GmbH.

Wachstumsmarkt Online-Handel

Laut dem amerikanischen Marktforschungsinstitut Forrester Research Inc. und ihrer Studie »Western European Online Retail Forecast, 2009-2014«, sollen 2014 insgesamt 114 Milliarden Euro im westeuropäischen Online-Handel umgesetzt werden. Dabei setzen Deutschland, Frankreich, Italien, Schweden, Spanien, United Kingdom und die Niederlande allein 85 Prozent des Umsatzes im E-Commerce um. Die gesamten Ausgaben im Jahr 2009 betrugen im Vergleich laut Studie nur 68 Milliarden Euro, wodurch die positive Entwicklung des Online-Handels deutlich wird. Forrester-Analysten spekulieren, dass im Jahr 2014 westeuropäische Konsumenten im Schnitt für 601 Euro online einkaufen werden, während in 2009 nur 483 Euro ausgegeben wurden (http://www.forrester.com/rb/Research/western_european_online_retail_forecast%2C_2009_to/q/id/56543/t/2).

Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) bestätigte bereits in der Vergangenheit stetig wachsende Umsatzzahlen im E-Commerce. Denn trotz der globalen Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise kann positiv in die Zukunft gesehen werden. Im Durchschnitt wird laut Studie der E-Commerce-Umsatz in Westeuropa jährlich um ungefähr 11 Prozent steigen. In Deutschland selbst bestellte jeder Bürger durchschnittlich für 354 Euro Artikel per Internet oder Telefon nach Hause, während es 2008 noch 346 Euro waren. Die Nutzerzahl des Online-Einkaufs dehnte sich in Deutschland im vergangenen Jahr um gut 1,1 Millionen auf nunmehr 32,5 Millionen Internet-Konsumenten aus. »Auf Grund der starken Zuwächse im E-Commerce, wird sich die positive Branchenentwicklung auch in 2010 weiter fortsetzen. Innovationen rund um Social-Media-Plattformen und neue Angebotsformen wie etwa Applikationen im Mobilebereich, dürften den Online-Versandhandel weiterhin wachsen lassen«, erläutert Jan Griesel. Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels rechnet sogar mit einer zweistelligen Umsatzzunahme im Internet und insgesamt mit zwei Prozent Branchenwachstum im Versand- und Online-Handel im Jahr 2010.

Wertschöpfungskette mit innovativen Applikationen erweitern

Um Konsumenten mit attraktiven E-Shops zu erreichen und langfristig zu binden, bieten Online-Händler sowohl Transparenz als auch persönliche Beratung. Zukünftig könnte dies über ein reflektives E-Commerce-System erfüllt werden, welches auf individuelle Kundenwünsche reagiert und entsprechend bedürfnisorientiert agiert. Unterschiedliche Informationen des Kunden können dann von zukünftiger Software in Relation gestellt und verarbeitet werden, um noch realitätsnäher auf den Konsumenten zu reagieren. Diese Teilidee des Web 3.0 – das semantische Web – schafft einen enorm hohen individuellen Bezug zum einzelnen Interessenten. Neben den bisher eher einseitigen Kommunikationsaktivitäten seitens des Kunden, tritt ein direkter Dialog zwischen Web-Shop und Käufer.

Dieser Kommunikationsbedarf erschließt sich bereits in Mobile-Shopping-Applikationen, welche es ermöglichen, Produkte direkt über das Handy zu suchen und zu bestellen. Hier erfährt der Kunde alles über Produktdetails, Informationen über Versionen, Verfügbarkeit, Preis und Bestellmöglichkeit. Dies erfüllt sowohl die zeitgemäßen Bedürfnisse der Konsumenten, als auch die langfristigen Ziele der Händler.

Umsätze durch SEO-Möglichkeiten erhöhen

Suchmaschinenoptimierung ist für die Entwicklung eines Webshops eines der wichtigsten Themen überhaupt, um auf einem mittlerweile stark umkämpften Absatzmarkt zu überleben. Ein verbesserter Aufbau der URLs von Kategorie-, Produkt- und Content-Seiten sowie auch Blogs, sorgt für das gezielte Erscheinen relevanter Inhalte in der URL. Hier gilt es, individuell Keywords zu generieren und einzelne Shopseiten mit relevantem Inhalt zu füllen.

Ebenfalls dienen Onpage-Optimierungen, wie entsprechende Formatierung der Webseite mit Headlines, Anpassung des Webseitentitels, Alternativtexte für Fotos und Grafikdarstellungen und optimale Formulierungen des Contents, der Suchmaschinenoptimierung. Eine Trennung des Inhalts und des Layouts mittels CSS dient ebenfalls der Auslese des Quelltextes und somit einer Verbesserung des Rankings.

SEO-Maßnahmen

Eine erfolgreiche Nutzung eines Multi-Channel-Vertriebs erfolgt durch die Verwendung eigener Produktbeschreibungen, sogenannter Unique-Content. Einerseits bewertet Google Unique-Content positiv mit einem verbesserten Listenplatz, andererseits bieten eigene Texte Möglichkeiten zur Verwendung wichtiger Keywords und Keyword-Kombinationen sowie zur Strukturierung durch Zwischenüberschriften und Absätze. Ebenfalls von Bedeutung ist es, Keywords zu markieren und intern zu verlinken. Dies erleichtert den Webcrawlern und Searchbots die Durchsicht der Seiten und verbessert die Suchergebnisse. Artikelbeschreibungen im Internet informieren nicht nur, sondern übernehmen auch die Aufgabe eines Verkäufers. »Eine Produktbeschreibung muss daher übersichtlich, aufschlussreich und ansprechend sein. Mit diesen simplen Maßnahmen optimieren Online-Händler die Konversionsrate ihrer Marktplatzangebote und erhöhen gleichzeitig deren Wertigkeit«, erklärt Jan Griesel.

Optimierung der Produkttexte

Grafiken, Videos, Fotos und Animationen erzeugen einen hohen Attraktivitätsgrad beim Kunden. Standard-Produkttexte entzaubern jedoch oftmals die gewünschte Darstellung bestimmter Artikel. Ebenfalls wirkt sich dies vehement auf das Google-Ranking aus. »Mit gutem Textcontent sprechen Händler zum einen gezielter und erfolgreicher Kunden an und positionieren sich damit zum anderen besser in den Suchmaschinen«, erklärt Jan Griesel. Faktoren wie die Anforderungen der verschiedenen Suchmaschinen und auch Usability spielen daher eine gewichtige Rolle. Interne Links, Keywords, Meta Tags und alternative Texte zu Grafiken runden nach wie vor das SEO ab.  

Kundenbindung durch Transparenz

Im deutschsprachigen Raum vertrauen Konsumenten immer mehr auf Gütesiegel und Bewertungssysteme, welche mit effektiver Bewertungsfunktion für Online-Käufer ausgestattet sind. Online-Käufer geben über ein öffentliches Bewertungsformular ihre Bewertung des genutzten Webshops ab. Mittels dieser überprüfbaren Kritiken erhalten Verkäufer parallel eine Einsicht in das, was die Kunden wirklich von ihrem Webshop halten und wie zufrieden sie mit dem Einkaufserlebnis sind.

Je öfter ein Kunde in einem Online-Shop kauft, desto wertvoller wird er für den Shopbetreiber. Die Wiederkäuferrate zu steigern, sollte daher eine zentrale Aufgabe in der Prozessoptimierung sein. Solche vertrauensbildenden Maßnahmen sind eine Voraussetzung zum Erfolg im E-Commerce. »Auch der offene Dialog und Kritikfähigkeit gehören im Web 2.0 heute zwingend dazu«, erklärt Griesel. Käufer nutzen immer stärker das Internet als Informationsquelle vor einem Kauf. Gute Bewertungen können sich hier nur zum Positiven auswirken und Kunden langfristig binden.

Ausblick

Eine Ausweitung der Marketingprozesse in den Social-Media-Bereich wird immer wichtiger. Kunden müssen langfristig gebunden und über verschiedene Kanäle erreicht werden. Längst ist dies kein Geheimnis mehr, denn aktuelle Entwicklungen offenbaren deutlich, dass sich jedes Unternehmen damit beschäftigen sollte.

In der schnelllebigen Zeit des E-Commerce werden jeden Tag neue Ideen und Visionen zum Trend erklärt. Was allerdings zu anhaltendem Erfolg führt, erfordert sowohl ein Gespür für lukrative Konzepte, als auch ausgezeichnete Branchenkenntnis. Kommunikation mit dem Kunden und Transparenz bleiben dabei nach wie vor als wachstumstreibende Katalysatoren bestehen.

Lars Kämmerer

 

www.plentymarkets.de

 

 

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