20100708zd MHM - Mygate Operational Support System für Provisioning

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Schweizer Triple-Play-Anbieter Mygate nutzt Operational Support System für sein Provisioning

Kein Privatkundengeschäft ohne Automatisierung

Der Markt für Internet- und Telekommunikations-Provider ist umkämpft. Gerade mittelständische Anbieter brauchen einen hohen Grad an Prozessautomation, um kosteneffizient arbeiten zu können. Als mittelständische Firma bietet die schweizerische Mygate-Gruppe modernste Triple-Play-Dienste aus einer Hand. Durch die gezielte Zusammenführung von TV -, Telefon- und Internetservices ermöglicht Mygate individuelle Multimedia-Erlebnisse für Geschäfts- und für Privatkunden.

 

M

ygate ist als Triple-Play-Service-Provider heute europaweit tätig, wenngleich der Schwerpunkt der Aktivitäten derzeit in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich liegt. Büros und Rechenzentren unterhält Mygate in Zürich, Bern und Chur. Um ihre vielfältigen und individualisierbaren Dienste vom Internetzugang über Voice over IP bis hin zu IPTV weitgehend automatisiert erbringen zu können, hat Mygate im Jahr 2009 eine spezielle Provisioning-Plattform eingeführt. Diese Plattform basiert auf der pSuite der Service-Provisioning-Spezialisten MHM & Partner AG aus Rotkreuz am Zuger See südlich von Zürich. Die wichtigsten Prozesse bei Mygate – von der Bestellung durch den Kunden über die Zusammenstellung seiner Services bis hin zum Billing – sind heute alle durchgängig in der MHM-Provisioning-Lösung abgebildet und automatisiert.

Das Mygate Triple-Play-Angebot ging schon 2008 in den Testbetrieb. Zu dieser Zeit begannen die Verantwortlichen auch damit, sich nach einer geeigneten Provisioning-Lösung umzusehen. Dr. Andreas Danuser, Gründer und Kopf der Mygate-Gruppe sowie Präsident des Aufsichtsrats, erklärt dazu: »Für den Service-Anbieter im Privatkundengeschäft entscheidet die richtige Provisioning-Tool-Suite buchstäblich über Sein oder Nichtsein. Uns war darum an einer raschen und pragmatischen Lösung gelegen. Im Spätsommer 2008 haben wir mit der Suche begonnen und Ende 2008 haben wir mit der MHM & Partner AG den Vertrag gemacht. MHM war aus unserer Sicht die ideale Wahl. Ein ganz entscheidendes Kriterium war für uns damals die nötige Branchenerfahrung.«

Operational Support System

Im Jahr 2000 gegründet, ist die MHM & Partner AG in den letzten Jahren zu einem Spezialisten im Provider-Geschäft geworden: Vor rund vier Jahren entwickelte MHM aus einem Kundenprojekt heraus die eigene Provisioning-Lösung namens pSuite. Die pSuite Produktfamilie ist ein vollintegriertes Operational Support System, mit dem Internet-Service-, Telco- und SaaS-Provider ihr gesamtes Geschäft abwickeln können. Als State-of-the-Art Provisioning-Lösung für ISPs, Telco- und SaaS-Provider stellt die pSuite ein umfassendes Werkzeug für die essenziellen Geschäftsprozesse dar. Von CRM- und Projektmanagement über Order Management über Service Activation und Automation bis hin zu Customer Care und Billing liefert die pSuite dem Service Provider alles, was er für seinen Geschäftsprozess braucht.

Der erste Teil der pSuite von MHM ging bei Mygate bereits im Januar 2009 in Betrieb. »Gerade im Triple-Play-Geschäft sind sehr, sehr viele Details zu beachten – eine Standardlösung für das Provisioning im Triple-Play-Bereich gibt es darum gar nicht«, erklärt Andreas Danuser von Mygate. »Dennoch war die pSuite für uns eine sehr wertvolle Basis. Die pSuite war der Baukasten, den wir benutzen konnten, um unsere speziellen Triple-Play-Anforderungen gemeinsam mit MHM umzusetzen.« Die pSuite deckt zwar von Haus aus bereits alle Prozesse bei Internet-, Telco- und SaaS-Providern ab, aber das Triple-Play-Geschäftsmodell ist doch noch etwas anders gelagert – gerade im IPTV-Bereich ist der Variantenreichtum des kundenindividuellen Angebots sehr groß.

Individuelle Dienste mit hoher Parametrisierungstiefe

Der Endkunde von Mygate kann seinen individuellen Dienst auf verschiedenste Weise parametrisieren. Mancher Triple-Play-Kunde möchte vielleicht auch einen eigenen E-Mail-Account, ein anderer nicht. Internetzugang, Web-Hosting, IPTV, Radioprogramme, Musik, VoIP-Dienste und Video-on-Demand – die Möglichkeiten sind groß. »In gewissem Sinn liefern wir das Sandwich und unsere Kunden selbst können den Aufstrich definieren, den sie gerne hätten«, sagt Andreas Danuser. »Natürlich werden unsere Kunden dabei von unseren Mediaberatern vor Ort unterstützt. Neun von zehn Kunden sind nicht ausreichend IT-savvy, um wirklich alle Aspekte unseres umfangreichen Triple-Play-Angebots selbstständig parametrisieren zu können. Da sind wir gerne behilflich.«

Die Parametrisierungsdetails für jeden einzelnen Mygate-Kunden werden in der Provisioning-Lösung von MHM erfasst und anschließend entsprechend freigeschaltet. Mygate überträgt seine Dienste dann über die Glasfasernetzwerke von Elektrizitätswerken, Gemeinden und Telekommunikationsunternehmen an die Kunden. Auch die Rechnungsstellung erfolgt bei Mygate auf Basis der pSuite. Besonders viel Mühe haben Mygate und MHM darauf verwandt, das Kanalhandling im IPTV-Bereich in der Provisioning-Lösung zu hinterlegen. »Es ist eine der großen Stärken der pSuite, dass sie sehr erweiterungsfreudig ist«, sagt Alexander Zinniker, der CEO der MHM & Partner AG. »Wir haben eine sehr klare und gleichartige Architektur. Zusätzliche Produktbausteine des Kunden sind leicht zu erstellen und anzubinden. Dank unseres guten Frameworks sind wir dabei sehr schnell. Das Framework handhabt auch die ganzen Deployment-Schritte und liefert Aktualisierungen an die Clients aus«, sagt Alexander Zinniker. Die typische Zielgruppe der pSuite sind Dienste-Anbieter mit einem relativ breiten Portfolio, die ihre Angebote sinnvoll paketieren möchten. Als komplett durchgängige Lösung ist die pSuite auch preislich attraktiv. »Egal, wie stark ein Provider expandiert: Wir verdienen bei MHM nicht am Kundenvolumen des Service-Providers oder am Umfang der Services – unsere Lizenzgebühr richtet sich nur nach der Zahl der Mitarbeiter, die mit dem System arbeiten«, so Alexander Zinniker von MHM.

Geografischen Besonderheiten

Was für Mygate gerade das TV-Angebot via Internet Protokoll so komplex macht, ist seine geografische Bedingtheit: nicht alle in der Schweiz prinzipiell möglichen Programme dürfen auch tatsächlich überall in der Schweiz zur Verfügung gestellt werden – bei manchen Programmen ist nur eine strikt regionale Verbreitung erlaubt. Das IPTV-Angebot in Bern sieht darum etwas anders aus als beispielsweise das in Zürich. Ein Programm wie »Tele Züri« etwa darf in der Westschweiz gar nicht eingespeist werden, während andererseits Basis-TV-Programme wie SF 1 und SF zwei – und einige Dutzend weitere – in der ganzen Schweiz zu sehen sein müssen. Entsprechend mussten alle Soll-Pakete für die regional mögliche Programm-Versorgung eigens in der Provisioning-Lösung hinterlegt werden. In vielen Fällen sind die IPTV-Endkunden von Mygate große Immobilienbesitzer, die ihre Liegenschaften mit dem Mygate-Angebot technisch erschließen. Mit den Hauseigentümern hat Mygate dann Verträge bezüglich der Infrastruktur, während die Mieter Abonnenten für die diversen Triple-Play-Services von Mygate sind. Auch dies bildet die durchgängige Provisioning-Lösung heute ab.

Angenehmer Umgang

Der erste Teil der Provisioning-Lösung ging bei Mygate im Januar 2009 produktiv, seitdem gab es kontinuierliche Verbesserungen und MHM hat neue Produkte angebunden. Auch die Mygate Voicebox etwa, die die Endkunden mit Internet-Telefonie versorgt, wird jetzt automatisch und innerhalb von Minuten über die pSuite freigeschaltet. »Wir arbeiten mit MHM kontinuierlich zusammen und steigern dabei den Automatisierungsgrad in unserem Provisioning immer weiter«, schildert Andreas Danuser von Mygate. Das betrifft nicht nur die Auslieferung, sondern auch schon die Rücknahme von Settop-Boxen. »Die Settop-Box muss in unserer Middleware angemeldet und gegebenenfalls auch einmal wieder abgemeldet werden. Derzeit funktioniert auch diese Rücknahme bei uns schon in den meisten Fällen automatisch, durch die Provisioning-Lösung.« Die räumliche Nähe zum MHM-Standort Dietikon ist für Mygate ein wichtiger strategischer Faktor, aber auch ganz allgemein zeigt sich Andreas Danuser mit der Zusammenarbeit hochzufrieden: »Die Kompetenz von MHM ist ausgezeichnet, und ihr Engagement und ihr Commitment ist aus unserer Sicht kritiklos. Für uns ist der Umgang mit den Spezialisten von MHM einfach sehr angenehm.«

Wertschöpfungstiefe und –zyklen von Geschäftskunden

Vom automatisierten Provisioning profitiert Mygate nicht nur bei seinen Privat-, sondern auch bei seinen Geschäftskunden. »Wir haben auch viele Businesskunden, die uns dazu dienen, ganze Gebiete zu erschließen«, berichtet Danuser. »Geschäftskunden haben ganz andere Wertschöpfungszyklen und eine andere Tiefe – das macht sie für uns strategisch sehr wichtig.« Und das IPTV-Angebot dringt nach den Erfahrungen von Mygate immer weiter auch in die Geschäftswelt vor. »Etliche unserer Firmenkunden nutzen Triple-Play sehr gern«, so Danuser. Beflügelt wird die Triple-Play-Nutzung auch durch das wachsende Interesse an der Kombination von Internetzugang und Webhosting einerseits mit Voice-Services andererseits. »Telecommuting und Heimarbeitsplätze werden immer wichtiger«, sagt Andreas Danuser. »Dieselbe Office-Telefonnummer dank Voice over IP auch zu Hause im Homeoffice nutzen zu können, ist ein wichtiger Konvergenzfaktor in der Geschäftswelt.«

Auch territorial befindet sich Mygate mit seinen Triple-Play-Angeboten auf einem konsequenten Wachstumskurs. »Wir haben beispielsweise schon Testkunden in Ostdeutschland, in der Peripherie des Ruhrgebiets und um Frankfurt herum«, berichtet der Mygate Chef Danuser. »In der derzeitigen Phase konzentrieren wir uns bei der Expansion gewissermaßen auf den Speckgürtel der Metropolen. Mit unserer Provisioning-Lösung auf Basis der pSuite haben wir für die weitere Expansion jedenfalls schon eine optimale Voraussetzung geschaffen.«

Thomas Möller

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Thomas Möller, freier Journalist aus Offenbach

 

 


www.mhmpartner.com

 

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