20100910h Finanz Informatik Neue Netzwerkinfrastruktur bei den Sparkassen

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Neue Netzwerkinfrastruktur für Sparkassen: Kostensenkung und Effizienzsteigerung durch virtuelle Netzanbindung

Mehrstufiges Infrastruktur-Outsourcing

Die Zusammenführung von IT- und TK-Diensten in einheitlichen Kommunikationsnetzen schafft Spielräume für Kostensenkungen und die Bereitstellung bedarfsgerechter Services. Durch das neue Netzwerkkonzept können Sparkassen in Verbindung mit anderen Diensten einen Standardisierungsgrad bis zu 90 Prozent bei der Infrastruktur erreichen.

 

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it der flächendeckenden Einführung der Gesamtbanklösung OSPlus (One System Plus) sichern sich die Sparkassen seit Jahren wachsende Skaleneffekte durch ein hohes Maß an Standardisierung. Ein Großteil der Institute geht diesen Weg nun konsequent weiter und setzt auf das neue, strategische Netzwerkkonzept ihres IT-Dienstleisters, der Finanz Informatik. Diese führt in einer wachsenden Zahl von Sparkassen die IT- und TK- sowie Primär- und Sekundärnetze zu einheitlichen Kommunikationsnetzen zusammen, bei denen jede einzelne Filiale direkt mit dem Rechenzentrum verbunden ist. Die Standardisierung der Netzwerkinfrastruktur sorgt für Kostensenkungen. Gleichzeitig verbessert sie nochmals die Datensicherheit und Verfügbarkeit. Insgesamt werden allein im Jahr 2010 189 der rund 430 Sparkassen ihre Netzwerkinfrastruktur auf diesem Weg modernisieren. Viele davon nutzen sie auch als wichtigen Baustein im Rahmen einer mehrstufigen Outsourcing-Strategie.

300.000 Endgeräte.

Als IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe betreibt die Finanz Informatik hochverfügbare Netze für die rund 430 deutschen Sparkassen mit ihren fast 16.000 Geschäftsstellen. Etwa 300.000 Endgeräte sind an die Netzwerkinfrastruktur angebunden, darunter 57.000 SB-Geräte wie Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker. Unter den Arbeitsplatz-Rechnern befinden sich über 100.000 Thin Clients, die über das Netzwerk auf die zentralen Anwendungen der Finanz Informatik zugreifen. Zudem konsolidiert ein Großteil der Sparkassen ihre dezentralen Serverlandschaften in den Rechenzentren der Finanz Informatik auf Web- und Terminalservern. Höchste Sicherheit und Verfügbarkeit sind daher essenziell – insbesondere auch beim Netzwerkbetrieb.

Mit OSPlus verfügen die Sparkassen über eine Standardsoftware, die sämtliche Prozesse im Retailbanking – also dem Geschäft mit Endkunden und überwiegend mittelständischen Unternehmen – abdeckt. Nach Abschluss der derzeit noch laufenden Migration der Institute in Nord- und Ostdeutschland werden alle Sparkassen die Gesamtbanklösung nutzen. Durch ein hohes Maß an Standardisierung wurden in den letzten Jahren kontinuierlich Einsparungen von rund 100 Millionen Euro jährlich realisiert. Mit dem neuen, strategischen Netzwerkkonzept OSPlus-Netze (OSPN) hat die Finanz Informatik nun auch eine einheitliche Kommunikationsinfrastruktur mit standardisierten Betriebsprozessen als Trägermedium für den Betrieb der Gesamtbanklösung geschaffen. Sprach- und Datendienste werden dabei auf einer IP-Netzplattform zusammengeführt und über das WAN (Wide Area Network) der Finanz Informatik bei höchster Sicherheit und Verfügbarkeit bereitgestellt.

Große Nachfrage, hohes Tempo.

Bisher waren lediglich die Hauptstellen der verschiedenen Sparkassen direkt mit den Rechenzentren der Finanz Informatik verbunden. Die Datenversorgung der Filialen erfolgte über Sekundärnetze, die in der Verantwortung der Sparkassen lagen. Es existierten zwar bereits unterschiedliche Outsourcing-Modelle in Zusammenarbeit mit der Finanz Informatik oder Dritten. Dennoch blieben separate Verantwortlichkeiten und Betriebsmodi für Primär- und Sekundärnetze sowie für den Telefoniebereich.

Anfang 2009 begann die Finanz Informatik, das neue Netzwerkkonzept in ersten Sparkassen zu realisieren. Der Roll-out in der Fläche begann zunächst mit einer Zahl von rund 45 Filialen in der Woche. Die Nachfrage in den Sparkassen stieg allerdings stetig. Insbesondere Institute, die bereits andere Outsourcing-Dienste der Finanz Informatik nutzten, sahen in OSPN eine wertvolle Komponente bei der Realisierung ihrer Outsourcing-Strategie. Aufgrund der rasch wachsenden Nachfrage setzte der IT-Dienstleister daher im September 2009 ein Großprojekt auf, um den flächendeckenden Roll-out zu beschleunigen. Mittlerweile werden pro Woche 150 Filialen auf OSPN überführt. Insgesamt ist die Migration von 189 Instituten allein für 2010 geplant. Bis 2013 wird erwartet, dass etwa 60 bis 70 Prozent der Sparkassen ihre Netzwerke auf OSPN umstellen werden.

Vorreiter bei der Netzwerkmodernisierung sind die bayerischen Sparkassen. 65 von 73 Instituten haben sich dort bereits für OSPN entschieden. 2009 haben die Sparkassen in Nord- und Ostdeutschland sowie dem Saarland die Migration auf OSPlus begonnen. Die letzten von ihnen werden im kommenden Jahr in Serien von bis zu 20 Instituten auf die Gesamtbanklösung wechseln. Viele haben sich im Vorfeld der OSPlus-Migration auch für die Umstellung auf OSPN – meist im Zusammenspiel mit weiteren Outsourcing-Diensten – entschieden. In den übrigen Verbandsgebieten erfolgt der Roll-out sukzessive nach Bedarf.

Synergien durch Standardisierung.

Das neue Netzwerkkonzept der Finanz Informatik ersetzt kaskadierte, baumartige Netzwerkstrukturen durch gleichberechtigte Anschlusspunkte. Anstelle von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen werden die Filialen über virtuelle, verschlüsselte Netzanbindungen direkt mit dem Rechenzentrum verbunden, ohne den Umweg über die Hauptstelle. Dabei kommt wo immer möglich DSL-Technologie zum Einsatz. Im Ergebnis erhalten die Sparkassen mehr Stabilität und Bandbreite bei geringeren Kosten.

Das Netzwerkkonzept verschiebt die Fertigungstiefe im Netzwerkbetrieb in Richtung der Carrier. Dreh- und Angelpunkt sind dabei die IP-MPLS-Plattformen (MPLS = Multiprotocol Label Switching) der verschiedenen Anbieter. Damit liegt die Pflege der Schnittstellen beim Carrier selbst. Neben dem reduzierten Pflegeaufwand kann dadurch in den Filialen auch auf einen der bisher zwei erforderlichen Router verzichtet werden.

Die Zusammenführung von IT- und TK-Diensten in einheitlichen Kommunikationsnetzen schafft zusätzliche Spielräume für Kostensenkungen und die Bereitstellung bedarfsgerechter Services. Die gesamte Netzwerkinfrastruktur ist durchgängig für den Betrieb von OSPlus optimiert. Durch skalierbare Bandbreiten kann die Finanz Informatik präzise Service Level für den Netzwerkbetrieb definieren.

Mit dem neuen Netzwerkkonzept führt die Finanz Informatik ihren Weg einer größtmöglichen Standardisierung der Infrastrukturen konsequent fort. Durch die Nutzung von OSPN können Sparkassen in Verbindung mit anderen Diensten einen Standardisierungsgrad von bis zu 90 Prozent bei der Infrastruktur erreichen.

Mehr-Carrier-Strategie geht auf.

Ein zusätzlicher Garant für Stabilität und Verfügbarkeit der Netze besteht in der Mehr-Carrier-Strategie. Derzeit arbeitet die Finanz Informatik mit der Deutschen Telekom und ihrer Tochter T-Systems, O2 und Versatel zusammen, ohne auf bestimmte Anbieter festgelegt zu sein. Jede Sparkasse ist mit OSPN über zwei verschiedene Carrier redundant an das Rechenzentrum angebunden. Damit sorgt der IT-Dienstleister für maximale Ausfallsicherheit. Die Einbindung von UMTS als ergänzende Zugangstechnologie zu DSL und Ethernet ist derzeit in Planung.

Die Finanz Informatik übernimmt mit ihren OSPN-Dienstleistungen nicht nur den Betrieb der Netze, sondern arbeitet auch direkt mit dem Carrier zusammen. Dadurch bekommen die Sparkassen Netzwerkdienstleistungen aus einer Hand mit einem festen Ansprechpartner.

Elementarer Baustein der Outsourcing-Strategie.

OSPN stellt einen elementaren Baustein innerhalb der Outsourcing-Strategie der Finanz Informatik dar. Zusammen mit der IT-Konsolidierung und den Thin-Client-Services ermöglicht sie den Sparkassen ein mehrstufiges Infrastruktur-Outsourcing, durch das sie erheblichen Aufwand für Anschaffung, Pflege und Betrieb einsparen. Die einzelnen Dienste sind optimal aufeinander und auf den OSPlus-Betrieb abgestimmt

Insbesondere die IT-Konsolidierung, bei der die Sparkassen dezentrale Server-Infrastrukturen an die Finanz Informatik auslagern, wird durch die direkte Anbindung der Filialen an das Rechenzentrum noch wirtschaftlicher. Auch der Betrieb von Thin Clients in den Filialen, die über eine zentrale, Linux-basierende Plattform bei der Finanz Informatik administriert werden, gewinnt durch die optimale Abstimmung der einzelnen Infrastrukturkomponenten nochmals an Effizienz.

Im Rahmen eines Full-Service-Angebots übernimmt die Finanz Informatik bei Bedarf die Gesamtverantwortung für das Netzwerk einer Sparkasse inklusive First-Level-Support, Incident- und Problemmanagement, Konfiguration von Netzwerkkomponenten sowie das Performancemanagement. Die viel beschworene Konzentration auf das Kerngeschäft kommt in dem Konzept an erster Stelle. Durch ein Pauschalpreismodell können die Sparkassen den zu erwartenden ROI leicht kalkulieren.

Lothar Gras

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Lothar Gras, Bereichsleiter Infrastruktur und Produktplanung Nord, Finanz Informatik

 

 

Aus IT-Forum wird FI-Forum

Die Hausmesse der Finanz Informatik geht unter einem neuen Namen an den Start. Vom 16. bis 18. November präsentiert sich das IT-Forum in diesem Jahr erstmals als FI-Forum.

Mit mehr als 9.500 Besuchern aus ganz Deutschland an vier Messetagen im November 2008 zählt die Hausmesse der Finanz Informatik zu den großen Events in der IT-Branche. Alle zwei Jahre lädt der IT-Dienstleister zu seiner traditionellen Hausmesse ein, abwechselnd mit dem Management-Kongress.

Nun erneuert die Finanz Informatik den Messeauftritt. Unter dem Namen »FI-Forum« wird die fünfte Auflage der Hausmesse erneut zum Treffpunkt rund um die IT von Banken und Sparkassen. Der neue Veranstaltungsname unterstreicht den Anspruch der Finanz Informatik, auf ihrer Hausmesse nicht nur technische IT-Lösungen zu präsentieren sondern vielmehr komplette Lösungswelten aus Kundensicht darzustellen. Dies soll auch das neue Veranstaltungslogo zum Ausdruck bringen.

Eine weitere Neuerung in 2010: Erstmals findet das FI-Forum in der Halle 11 der Messe Frankfurt statt und bietet dort ausreichend Raum für fachlichen Austausch und intensive Gespräche. Auf dem FI-Forum erwarten die Besucher drei Tage lang umfassende Informationen zu bankfachlichen Herausforderungen und zukunftsorientierten IT-Produkten rund um die Gesamtbanklösung OSPlus (One System Plus).

Praxisorientiert präsentiert die Finanz Informatik ihr Leistungsspektrum und die Schlüsselfaktoren für einen erfolgreichen Einsatz der OSPlus-Anwendungen. Ferner werden zahlreiche Partnerunternehmen ihre Lösungen ausstellen. Aufgrund der Themenvielfalt empfiehlt es sich, für den Messebesuch zwei Tage einzuplanen.

Das FI-Forum richtet sich an die Fach- und Führungsebene der Sparkassen, Landesbanken und Verbundpartner aus ganz Deutschland sowie an weitere Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe. Interessierte Besucher aus der Banken- und IT-Branche sind ebenfalls herzlich willkommen.

 


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