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10 Tipps für den erfolgreichen Aufbau eines Rechenzentrums Rechenzentrum Was sollte man beim Aufbau eines neuen Rechenzentrums alles beachten? 10 Tipps – angefangen bei den Anforderungen und dem Management über die Energiesparoptionen und Skalierbarkeit bis zu Virtualisierungen und Services ist der Bogen gespannt.
1. Anforderungen genau definieren Unklare Anforderungen an das Rechenzentrum können zu vermeidbaren Mehrkosten führen. So bedeutet eine fehlende Verfügbarkeit hohe Kosten oder sogar den Betriebsstillstand während einer IT-Störung. Umgekehrt explodieren die Investitionskosten für letztendlich totes Kapital, wenn eine erheblich höhere Verfügbarkeit realisiert wird als notwendig. Klare von der Geschäftsleitung vorgegebene Anforderungen an die IT Verfügbarkeit geben hier eine sichere Planungsgrundlage.
2. Management zentralisieren Energie- und Personalkosten stellen den größten Teil der Betriebskosten eines Rechenzentrums dar. Ein zentrales Management sorgt für eine effiziente Verwaltung und Überwachung der Ressourcen. Damit entfällt die sogenannte »Turnschuhadministration« ebenso wie Überstunden oder Kosten für zusätzliche externe Kräfte. IT-Mitarbeiter können sich auf die strategischen Aufgaben konzentrieren, um die Betriebsanforderungen bestmöglich zu unterstützen.
3. Strom sparendes Equipment einsetzen Der Strom, den ein Rechenzentrum aufnimmt, wird im Schnitt nur zu 30 bis 50 Prozent von der IT – dem eigentlichen Verwendungszweck – selbst genutzt. Der Rest wird für Kühlung, Beleuchtung, Sicherungsmaßnahmen, Notstromversorgung etc. verbraucht. Speziell bei der Kühlung kann durch eine gute Planung und viele einfache Möglichkeiten erheblich Energie gespart werden. Denn jede Kilowattstunde, die durch die Rechenzentrumsausstattung eingespart wird, muss nicht mit Strom versorgt oder gekühlt werden.
4. Modular erweiterbare Systeme verwenden In vielen Rechenzentren ist die Ausstattung überdimensioniert, um für künftige Anforderungen gewappnet zu sein. Wird von Anfang an auf modulare Systeme gesetzt, kann das Rechenzentrum mit den Anforderungen wachsen, ohne die Kosten für die »Reserven« mit zu tragen. Das gilt auch für die Stromversorgung und Kühlung.
5. IT-Umgebung überwachen Nur wenn der Verbrauch und die noch freien Kapazitäten überwacht werden, können Erweiterungsreserven sinnvoll geplant und genutzt werden.
6. Zentralen Storage einsetzen Viele »Datenspeicherinseln« bedeuten hohen Administrationsaufwand, ungenutztes Kapital, das in Form verteilter Reserven vorliegt, und mehrfach vorhandenen Redundanzen, die Investitions- und Betriebskosten hoch halten. Die Zentralisierung des Speichers schafft hier Abhilfe, senkt den Administrationsaufwand und steigert Effizienz und Verfügbarkeit.
7. Servervirtualisierung Aktuelle Serverhardware ist so leistungsfähig, dass mehrere Server auf einer Hardware untergebracht sein können. Mithilfe von Virtualisierungstechnologien können folglich viele Server abgeschaltet und durch einen einzigen ersetzt werden. Darüber hinaus bieten die Virtualisierungsanbieter auch günstige Möglichkeiten die Verfügbarkeit der Systeme zu steigern.
8. Desktopvirtualisierung Virtualisierung kann auch den Verwaltungsaufwand für die Arbeitsplatzrechner minimieren. Der eigentliche Arbeitsplatzrechner fungiert dabei nur noch als Zugriff auf das Computersystem, das im Rechenzentrum läuft. So kann die Administration zentral erfolgen und die wesentlich effizienteren Server für die Arbeitslast genutzt werden.
9. Thin Clients Die Desktopvirtualisierung erlaubt es außerdem, Arbeitsplatzrechner durch sogenannte Thin Clients zu ersetzten, da die eigentliche Rechenlast nun im Rechenzentrum liegt. Thin Clients verbrauchen deutlich weniger Energie, haben keine beweglichen Teile, weisen einen niedrigeren Verschleiß auf und sind zentral administrierbar. Mitarbeiter müssen nicht mehr auf IT-Administratoren warten, da das Problem ganz einfach vom Rechenzentrum lösbar ist.
10. Managed Services in Betracht ziehen Gegebenenfalls lohnt es sich für Unternehmen, einzelne Teilbereiche auszulagern. Ist etwa der Aufwand zur Erfüllung einer Anforderung zu hoch, kann es sinnvoll sein, einzelne, klar definierte Bereiche an externe Dienstleister zu vergeben. Verfügt ein Unternehmen beispielsweise über keinen zweiten Standort oder Brandabschnitt, bietet sich das Auslagern der Speicherung von direkt verfügbaren Datensicherungen an.
Bernward Anders __________________________________________ Bernward Anders, Geschäftsführer, Anders & Rodewyk
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