|
|
|
»manage
it«
als
|
Datenlöschung, Server- und Storage-Abbau Reibungslose Abwicklung Wenn eine Institution wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) an 195 Standorten in ganz Deutschland eine große Zahl älterer Server und Storage-Systeme abbauen lässt – während der Betriebszeiten – ist ein Dienstleister gefragt, der die logistische Herausforderung flexibel bewältigen kann.
nerlässlich ist, dass qualifizierte Techniker sicherstellen, dass beim Ausbau der Server aus Racksystemen mit produktiven Betriebselementen der laufende Betrieb nicht beeinträchtigt wird. Und nicht zuletzt muss gewährleistet sein, dass die Server und Storagesysteme mit ihren Dateninhalten, die nach den Richtlinien des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) überwiegend erhöhten Schutzklassen entsprechen, gemäß der gesetzlichen Datenschutzrichtlinien gelöscht und entsorgt werden. Der Zeitrahmen, den die BA für Abbau, BSI-konforme Datenlöschung und umweltgerechte Entsorgung – einschließlich einer vollständigen schriftlichen Dokumentation – vorgegeben hatte, war zudem knapp bemessen: innerhalb von acht Wochen, zuzüglich einer vierwöchigen Planungsphase, sollte das gesamte Projekt abgewickelt werden. Den Auftrag erteilte die BA nach einer öffentlichen Ausschreibung dem Wiesbadener IT-Servicedienstleister K&P Computer. Mit über 120 Mitarbeitern sowie 23 Niederlassungen und Servicestützpunkten ist K&P Computer einer der führenden IT-Servicedienstleister in Deutschland. Seit fast fünfundzwanzig Jahren bietet K&P Computer seinen Kunden aus unterschiedlichsten Branchen vielfältige herstellerunabhängige Leistungen in den Bereichen Wartung, Hard- und Software an. 600 Midrange x86-Server mit insgesamt 5.500 Festplatten Nach der Auftragserteilung im Sommer 2009 plante K&P Computer den Projektablauf in Abstimmung mit der BA-Informationstechnik und deren 24 regionalen IT-Services (RITS). Der RITS bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BA-Dienststellen sowie den Benutzern in den ARGEn einen umfangreichen Vor-Ort-Service. Der RITS hat die Aufgabe, den Betrieb und die Administration der IT-Infrastruktur und der dezentralen IT-Systeme durchzuführen. Mit 11.500 Servern und 170.000 PC-Arbeitsplätzen ist die IT-Landschaft der BA eine der größten Deutschlands. Martina Schrott, Servicebereichsleiterin Industrie Standard Server im Geschäftsbereich Technical Service bei der BA, erläutert die Details: »Unsere Server werden regelmäßig erneuert, damit die Infrastruktur immer den Leistungsansprüchen genügt. Bei diesem Projekt ging es um den Abbau und die BSI-konforme Datenlöschung von File-, Exchange- und Domänencontrollerservern. Im Einzelnen waren das 600 Midrange x86-Server mit insgesamt 5.500 Festplatten.« Darüber hinaus existierte die Vorgabe, dass Typ und Seriennummer jeder Festplatte erfasst und die Übergaben schriftlich dokumentiert werden mussten. BA-spezifische Kennzeichnungen waren zu entfernen. Reibungsloser Abbau Aufgrund der regionalen Zuständigkeiten der RITS mussten alle Termine einzeln und mit festen Vorlaufzeiten mit den jeweiligen RITS abgestimmt werden. Die Projektkoordination seitens K&P Computer verantwortete Georgios Zervas, der die gesamte Administration sowie die Organisation und Terminabstimmung für die eingesetzten Techniker-Teams von K&P leitete. Zervas erzählt: »Um den engen Zeitrahmen einzuhalten, waren wir mit ein bis zwei Technikern jeweils eine Woche in einer Region unterwegs und haben an vier bis sechs Standorten pro Tag gearbeitet.« Die besondere Herausforderung für die Techniker war es, trotz Zeitdruck den Abbau während des normalen Tagesbetriebs mit allerhöchster Konzentration durchzuführen, da die Server- und Storage-Systeme teilweise in Racks verbaut waren, in denen gleichzeitig produktive Systeme liefen. Martina Schrott von der BA betont: »Das fachliche Know-how und die Bereitschaft der K&P Techniker vor Ort haben wesentlich dazu beigetragen, dass auch die Projektphase des Abbaus reibungslos und ohne Beanstandungen funktioniert hat.«
Nach dem Abbau der Einzelsysteme wurden diese anschließend in die Wiesbadener Zentrale von K&P Computer gebracht. Dort löschten die Spezialisten von K&P alle ausgebauten Festplatten durch mehrfaches Überschreiben gemäß BSI IT-Grundschutzkatalog M2.167, sodass die Daten nicht mehr replizierbar sind. Die Festplatten wurden von einem zertifizierten K&P Partnerunternehmen unter Beachtung der entsprechenden Datenschutzrichtlinien zerstört. Jeder RITS erhielt anschließend von K&P Computer innerhalb von vier Wochen entsprechende Abnahmeprotokolle und Nachweise der protokollierten Datenlöschung beziehungsweise Entsorgung. Zervas erklärt: »Die projektbedingten administrativ-organisatorischen Aufgaben waren umfangreich, da die bei uns eingegangenen Nachweise für jeden Stützpunkt der BA separat zugeordnet, geprüft und zusammen mit der jeweiligen Dokumentation versendet werden mussten. Dennoch haben wir alle Fristen und Termine ohne Verzögerungen eingehalten.« Bei der BA ist man mit der Ausführung und Abwicklung des Projekts rundum zufrieden. »Das gesamte Projekt wurde kompetent und innerhalb der vereinbarten Zeiten abgewickelt – zu unserer vollsten Zufriedenheit«, sagt Martina Schrott. n |