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Case Study Autosdistribution Losch: Intelligente Bestandsoptimierung Immer das richtige Autoersatzteil auf Lager Wenn mitten im Hochsommer die Klimaanlage ausfällt, kommt nicht nur der Autofahrer ins Schwitzen. Verzögert sich die Reparatur, weil der Zulieferer das richtige Ersatzteil nicht auf Lager hat, riskiert der Händler unzufriedene Kunden. Doch damit nicht genug: Treten solche Fehler gehäuft auf, steht sogar das Image der gesamten Automarke auf dem Spiel.
er Ausweg: kostspielige Expresslieferungen vom Hersteller, selbst für Standardteile. Szenarien wie diese waren bei der Autosdistribution Losch früher keine Seltenheit. Heute gehören sie dank intelligenter Bestandsoptimierung mit der Softwarelösung add*ONE der INFORM GmbH aus Aachen der Vergangenheit an. Falsche Lagerbestände bremsen den Unternehmenserfolg Die Autosdistribution Losch ist seit über 60 Jahren eigenständiger Importeur für die Volkswagengruppe in Luxemburg und beliefert 22 Händler mit Originalteilen und Zubehör der Marken VW, Audi, Seat und Skoda. Das Gesamtsortiment für Teile und Zubehör liegt bei rund 900.000 Positionen, die der Importeur in erster Linie über das europäische Zentrallager von VW in Kassel durch tägliche Nachtlieferungen bezieht. Zusätzlich werden Skoda-Teile aus Tschechien und Seat-Teile aus Spanien importiert. Dabei sorgen bei Losch rund 25.000 Standardteile für etwa 90 Prozent des Jahresumsatzes von 20 Mio. Euro. Das Bestandsmanagement erfolgte seit knapp dreißig Jahren über ein umständliches Bevorratungssystem von VW, das seine Daten über ein hauseigenes ERP-System bezog. Neuere Konzepte von VW waren jedoch nur auf den Einsatz in großen Märkten wie Deutschland, Frankreich oder Italien ausgelegt, in denen VW selbst bis zu 700 Händler beliefert. Für die eigenständigen Importeure in den kleineren Märkten wie Luxemburg waren die damit verbundenen Kosten jedoch nicht tragbar. Das größte Problem: »Mit unserem alten System haben wir Trends sowohl in Richtung Mehrverkauf als auch Verkaufsrückgang frühestens nach drei Monaten und damit immer viel zu spät erkannt«, erinnert sich Harald Fleck, Leiter des Bereichs Ersatzteile und Zubehör bei der Autosdistribution Losch. »Als Folge hatten wir ständig falsche Lagerbestände. Die unnützen Teile verursachten Mehraufwand bei Inventuren und mussten, falls sie mit Verfalldaten hinterlegt waren, teuer nach Kassel rückverkauft werden.« Das Maß war im wahrsten Sinne des Wortes voll, als die Lagerkapazität ihr Maximum erreichte. Der von VW vorgegebene Servicegrad von 96 Prozent konnte durch die falschen Bestände längst nicht mehr eingehalten werden. Auch die Kosten für Lagerhaltung und Expresslieferungen hatten ein Niveau erreicht, das nicht länger praktikabel war. add*ONE gewinnt das Rennen unter den Bestandsoptimierungslösungen Losch benötigte dringend ein ihrer Betriebsgröße angemessenes System zur Bestandsoptimierung, das innerhalb kürzester Zeit verlässliche Prognosen für Bedarfstrends aufzeigen konnte. Anzahl und Wert der Positionen im Lager sollten intelligent reduziert werden, so dass gleichzeitig die Verfügbarkeit gegenüber dem Handel steigt. Eines der wichtigsten Kriterien dabei war, dass für den Autoteilebereich spezifische Vorgänger-/Nachfolgersituationen, beispielweise bei der Weiterentwicklung von Einzelteilen, abgebildet werden können. Auf die in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund erarbeitete Ausschreibung meldeten sich sieben Anbieter, von denen INFORM und zwei weitere nach Luxemburg eingeladen wurden. Schnell stand fest: »INFORM war der einzige Anbieter, der wirklich auf unsere Wünsche einging und ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis bot. Die add*ONE Bestandsoptimierungslösung konnte die von uns geforderten Finessen am besten abbilden«, so Fleck. »Damit war der Grundstein für unsere partnerschaftliche Zusammenarbeit gelegt.« Bereits bei der Extraktion von Daten aus dem Altsystem zur Ermittlung des Optimierungspotenzials leisteten die INFORM Experten erste Hilfe. Es folgte ein Workshop bei INFORM in Aachen, in dem das Projektteam die Feinjustierung der Lösung erarbeitete. »add*ONE bietet viel mehr als eine reine Bevorratung, doch alle Möglichkeiten können und wollen wir bei unserer Lagergröße gar nicht nutzen«, sagt Fleck. »Schließlich sollte das neue System unseren Bedürfnissen als Importeur in einem kleinen Markt gerecht werden.« Die Implementierungsphase verlief samt Schnittstellenprogrammierung reibungslos. Harald Fleck, sein Team und INFORM standen in einem permanenten Dialog: »Die Kommunikation zwischen allen Beteiligten war hervorragend«, so Fleck. »Bei Fragen konnten wir uns jederzeit an die INFORM Experten wenden, die uns bei Bedarf natürlich auch heute noch tatkräftig zur Seite stehen.« 1,5 Mio. Euro freigesetzte Liquidität in nur sechs Monaten Bereits sechs Monate nach der Entscheidung war add*ONE produktiv im Einsatz. Die Anzahl der Bestellpositionen wurde seitdem von 23.000 auf 19.500 gesenkt, während der Bestandswert von 3,4 Mio. Euro auf knapp 2 Mio. Euro reduziert wurde. Die Lösung hat sich also nach kürzester Zeit amortisiert und erfreut durch das freigesetzte Kapital auch die Geschäftsführung. Außerdem hat sich der Servicegrad gegenüber dem Handel ernorm verbessert und liegt heute wieder bei den von VW geforderten 96 Prozent. Dank der hohen Benutzerfreundlichkeit und einer Schulung waren die Disponenten schnell in der Lage, die neuen Analysetools gewinnbringend einzusetzen. Über Nacht generiert add*ONE für jede einzelne Position Bedarfsentwicklungen und Bestellvorschläge, die für die Standardteile bereits nach kurzer Zeit von den Mitarbeitern ohne Änderungen übernommen wurden. Selbst auf die im Automobilmarkt typischen Saisonalitäten können die Disponenten schnell und zuverlässig reagieren. Manuelle Änderungen sind die Ausnahme, dadurch beträgt der Zeitaufwand für die Disposition nur noch eine halbe Stunde pro Tag und Mitarbeiter. Da bei Losch vier Mitarbeiter für den Gesamtablauf im Bereich Originalteile und Zubehör für je eine Automarke verantwortlich sind – vom Einkauf über Werbeaktionen bis hin zum Verkauf –, bedeutet das für sie eine enorme Arbeitserleichterung. »Teure Expressbestellungen von Standardteilen über Nacht gehören der Vergangenheit an«, so Fleck. Die Disponenten erhalten vom System Vorschläge für kostengünstige Volumenaufträge, die täglich angeliefert werden. Das spart Kosten und führt zu einer strafferen Vereinnahmungszeit der gelieferten Ware von maximal einem Tag, während früher bis zu acht Tage nötig waren. Im Vergleich zu früher reagiert add*ONE spätestens nach vier Wochen auf aussagekräftige Trends. Dies gilt auch für weiterentwickelte Teile, denn add*ONE übernimmt die Historie der Altteile und bevorratet Neuzugänge sofort in der richtigen Menge. Auch die Folgen vermehrt auftretender Schadensfälle bei einem bestimmten Modell können so durch einen Lagerpuffer abgeschwächt werden, bevor Kundenunzufriedenheit durch lange Lieferzeiten der Ersatzteile und dadurch gegebenenfalls ein Imageschaden für die jeweilige Automarke entsteht. add*ONE Bestandsoptimierung bald auch im gesamten Händlernetz im Einsatz »Aufgrund der großartigen Erfolge bei der Materialverfügbarkeit und den Bedarfsprognosen für den Teile- und Zubehörbereich wir bereits alles Notwendige in die Wege geleitet, um den gesamten Importeurbetrieb mit allen angeschlossenen Luxemburger Händlern auf add*ONE umzustellen«, blickt Fleck optimistisch in die Zukunft. n
DAS PROJEKT AUF EINEN BLICK
add*ONE BESTANDSOPTIMIERUNG
ÜBER DIE INFORM GMBH
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