2011_6 Anwenderbericht evodion GlobeFuel PlanIT

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Anwenderbericht: evodion realisiert für GlobeFuel flexibles Fuel-Management-Softwareprodukt PlanIT

Für mehr Effizienz und Präzision am Boden

In der Luftfahrtbranche wird die Kosteneffizienz bei logistischen Prozessketten immer wichtiger. Es besteht ein anhaltender Druck, die Abläufe bei der Betankung von Flugzeugen und die damit verbundenen Prozesse wie Lagerhaltung, Fakturierung oder Reporting zu optimieren. Die GlobeFuel Systems & Services GmbH, weltweit führender Anbieter bei Softwarelösungen für Flugzeug-Betankungsunternehmen, traf deswegen die Entscheidung, sein bestehendes Fuel-Handling-System zugunsten einer Standardanwendung zu ersetzen, die die stetig steigenden Anforderungen der Kunden an Flexibilität, Konfigurierbarkeit und Skalierbarkeit deutlich besser erfüllen kann. Unterstützt wurde GlobeFuel bei der Entwicklung seines komplexen, modularen Softwareprodukts PlanIT durch die evodion Information Technologies GmbH.

 

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lobeFuel mit Hauptsitz in Hamburg betreut mit seinem Softwareportfolio für Flugzeug-Betankungsunternehmen derzeit mehr als 420 Airports auf der ganzen Welt, darunter so wichtige Hubs wie Frankfurt, Paris, Singapur oder Washington D.C. Das bestehende Fuel-Handling-System hatte nach über 20-jährigem erfolgreichen Einsatz das Ende seines Lebenszyklus erreicht. Eine Weiterentwicklung lohnte sich nicht mehr. »Unsere bestehende Anwendung ist aus dem Projektgeschäft heraus gewachsen«, erläutert Sigurd Meyer-Hess, Manager Software Engineering bei GlobeFuel. »Sie war deswegen schwer zu warten, recht unflexibel und eher auf die speziellen Bedürfnisse einzelner Flughäfen zugeschnitten. Was wir heute aber brauchen, ist ein wirkliches Produkt, das flexibel und einfach installierbar ist und das in Grundzügen für Flughäfen aller Größen passt.« GlobeFuel entschied deswegen, ein neues Fuel Management System namens PlanIT entwickeln zu lassen. Es musste sowohl kleinere Flughäfen mit wenig Flugbewegungen bedienen können als auch dem Bedarf großer Mineralölkonzerne entsprechen, die für Betankungen auf Hunderten Flughäfen unterschiedlicher Größe ein konsolidiertes System benötigen.

evodion überzeugt mit Java-Know-how.

PlanIT sollte modular alle logistischen und abrechnungsrelevanten Geschäftsprozesse rund um die Flugzeugbetankung optimal unterstützen und in verschiedenen Varianten vertrieben werden. Weitere Anforderungen waren Mandantenfähigkeit, also die Möglichkeit, mehrere Betankungsbetriebe auf einem System zu hosten, hohe Skalierbarkeit, einfache Bedienung, Mehrsprachen- und Mehrwährungsfähigkeit sowie Plattformunabhängigkeit. Angesichts der Komplexität des Projekts entschied sich GlobeFuel für die Zusammenarbeit mit einem anderen IT-Dienstleister. »Wir hatten nicht genug Manpower und Java-Know-how, um die Entwicklung dieses komplexen Produkts alleine zu stemmen«, schildert Meyer-Hess. »Deswegen wollten wir einen Großteil der Entwicklung extern vergeben.« Die evodion Information Technologies GmbH hat GlobeFuel schon bei der Erstellung der umfangreichen Ausschreibung unterstützt, in der technische Anforderungen beschrieben und Use Cases erarbeitet wurden. Nach einem intensiven Auswahlprozess mit Präsentationen von drei Dienstleistern fiel die Entscheidung schließlich auch bei der Software-Entwicklung auf den Hamburger IT-Dienstleister. Dabei hat uns nicht zuletzt das beachtliche Java-Know-how überzeugt«, so Meyer-Hess.

Mehrschichtige Software-Architektur.

Die Aufgaben von evodion lagen im Entwurf der mehrschichtigen Software-Architektur auf Basis der Java Platform, Enterprise Edition (JEE) und JBoss, der Erstellung der Systemspezifikationen, der Entwicklung der Anwendungssoftware sowie der Umsetzung des Qualitätssicherungsprozesses. Während sich das Hamburger Unternehmen um die Kernprozesse gekümmert hat, konzentrierte sich GlobeFuel um die Bereiche, die Kundenkontakt bedeuten, und steuerte zudem das fachliche Wissen zum Thema Flugzeugbetankung bei. Parallel zur Erstellung der Spezifikationen hat evodion mit der Implementierung der Software-Architektur begonnen. PlanIT besitzt eine mehrschichtige Architektur mit Client- und Server-Komponenten, die in der Programmiersprache Java entwickelt wurde. Es handelt sich um eine JEE-Anwendung, als Applikationsserver kommt JBoss zum Einsatz. Clientseitig wird für die Bedienoberfläche die Java-eigene Swing-Bibliothek verwendet. Weitgehende Unabhängigkeit zum eingesetzten Datenbanksystem wurde durch den Einsatz von Enterprise JavaBeans 3 (EJB 3.0) und Hibernate erreicht. Referenzsystem ist Oracle 10g, PlanIT läuft aber auch mit allen anderen gängigen Datenbanken. Auch das Betriebssystem ist frei wählbar. Als Referenzplattformen dienen Windows XP sowie Windows Server 2003. PlanIT kann in einem JBoss Applicationserver Cluster betrieben werden, was die Skalierbarkeit und Verfügbarkeit des Systems wesentlich erhöht. Fremdsysteme werden grundsätzlich über Java Messaging Service (JMS) angebunden, sodass auch Hochlastsituationen und Wiederanlauf optimal behandelt werden können. Dem Support steht eine eigene Client-Anwendung zur Verfügung, die verschiedene administrative Tätigkeiten wie Fehlerreporting, Monitoring oder Fehleranalyse unterstützt.

Komplette Stammdaten- und Vorgangsverwaltung.

Um den Systemkern von PlanIT, der die Infrastruktur für die Funktionalitäten der Fachanwendungen darstellt, sind die Module der einzelnen Produktlinien Basic, Professional und Enterprise gruppiert, die bedarfsgerecht lizenziert werden können. Zunächst wurden die Module der Basic-Variante entwickelt, die sich besonders für kleinere Flughäfen mit wenigen Flugbewegungen am Tag eignet. Zu den umgesetzten Basisfunktionalitäten gehört eine komplette Stammdatenverwaltung mit Informationen zu Kunden, Treibstoffen, Verträgen oder Betankungsgeräten. Basierend auf der Stammdatenverwaltung unterstützt PlanIT alle Vorgänge rund um die Flugzeugbetankung wie Anlieferung, Befüllung der Tanks, Betankung von Flugzeugen, Erstellung von Tickets, Bestandsführung und Mengenbuchhaltung, Inventur oder Tagesabschlüsse. Hinzu kommt eine durchgehende Historisierung, die erfasst, wer was wann im System geändert hat.

Dispositions-Modul vereinfacht Ressourcen-Einteilung.

Nach der Implementierung des Basissystems hat evodion Planungsfunktionalitäten entwickelt, die als Module der Professional-Variante lizenziert werden können. Das größte umgesetzte Planungsmodul ist die Disposition, die besonders für größere Flughäfen mit hohem Betankungsaufkommen und zahlreichen gleichzeitig stattfindenden Betankungen wichtig ist. Ohne Softwareunterstützung ist es sonst fast unmöglich, den Überblick zu behalten. Durch das Dispositions-Modul erhält der Disponent im Office-Management auf seinem PC die Betankungsvorgänge sehr übersichtlich grafisch auf der Zeitschiene dargestellt und kann die Vorgänge einfach per Drag & Drop verwalten. »Das Dispositionsmodul vereinfacht so die zeitgerechte und effektive Einteilung von Ressourcen wie Personal und Fahrzeugen«, so Sigurd Meyer-Hess von GlobeFuel. Umgesetzt wurden zudem ein Personalmodul zur Schichtenplanung und ein Flugplan-Modul. Mit dem Flugplan-Modul lassen sich Flugpläne in PlanIT importieren und Flüge automatisch im System anlegen. Der Vorteil: reduzierter Arbeitsaufwand und verringerte Fehlerquote. In den kommenden Monaten werden weitere Planungsfunktionalitäten hinzukommen.

Enterprise-Funktionalität für mandantenübergreifende Prozesse.

Als weiteren Meilenstein hat evodion die Enterprise-Funktionen von PlanIT geschaffen. Diese ermöglichen es, mehrere Installationen in einem Konzernverbund zu konsolidieren und zu steuern – für einen effizienten Rechenzentrumsbetrieb. Die Zentrale nimmt dabei eine übergeordnete Sicht ein: hier laufen alle Daten zentral zusammen. Die Enterprise-Funktionalität erweitert die Mandantenfähigkeit von PlanIT um übergreifende Funktionen wie betriebsübergreifendes Reporting. Führt ein Kunde beispielsweise Betankungen an mehreren Flughäfen durch, wo jeweils Tagesabschlüsse gemacht werden, erhält die Zentrale eine übergeordnete Sicht über alle Rechnungsstellen. Gleichzeitig kann die Zentrale Stammdaten zentral verwalten und bestimmte Daten wie Flughafen-Codes, die für alle Betankungsbetriebe gleich sind, vorgeben. »Werden den einzelnen Betrieben bestimmte unveränderbare Daten vorgegeben, vermeidet man Fehler in der Datenerfassung und vereinfacht die Konsolidierung der Daten«, hebt Meyer-Hess die Vorteile hervor.

Flexibles Reporting und Automatisierung.

Zusätzlich zu den Modulen der drei lizenzierbaren PlanIT-Varianten Basic, Professional und Enterprise entstanden sogenannte Interface-Module, auf deren Basis GlobeFuel verschiedene Fremdsysteme von Flughäfen an die neue Anwendung anbinden wird. Komplettiert wird PlanIT durch zahlreiche orthogonale Funktionen, darunter ein Reporting-Modul auf Betriebsebene, das auf einer Reporting Engine basiert. Es beinhaltet rund 20 Standard-Reports beispielsweise zur Bestandsübersicht, die von den Nutzern an die eigenen Bedürfnisse angepasst und dann als Template gespeichert werden können. Ein integrierter Job Scheduler sorgt zudem dafür, dass Anwender wiederkehrende Aufgaben automatisieren können. So lässt sich zum Beispiel definieren, dass jeden Tag um 24 Uhr ein Tagesabschluss durchgeführt und der entsprechende Report an eine bestimmte E-Mail-Adresse versendet wird. Umgesetzt wurde der Job Scheduler mit dem Produkt Quartz. PlanIT verfügt zudem über ein ausgefeiltes Lizenz- und Rechtekonzept, das mit Java Authentication und Authorization realisiert wurde.

Betrieb in verschiedensten Ausbaustufen.

»Der große Vorteil ist die Flexibilität«, resümiert Sigurd Meyer-Hess. »Die Systemarchitektur gewährleistet, dass PlanIT in verschiedensten Ausbaustufen betrieben werden kann – als Einzelplatz-Installation auf einem PC genauso wie als Server-Betrieb im Rechenzentrum für mehrere Flughäfen.« Meyer-Hess beschreibt die Einsatzmöglichkeiten: »Kunden, beispielsweise wie Petronas in Malaysia, die landesweit tätig sind, können für kleinere Flughäfen Basic erwerben, für größere Professional und PlanIT dann zentral in Kuala Lumpur im Backoffice hosten.« Ein weiterer Vorteil des Softwareprodukts ist das Look&Feel, das an Windows angelehnt ist und somit die Bedienung einfach und intuitiv erlernbar macht. Hinzu kommt die durchgehende Lokalisierung: PlanIT unterstützt nicht nur verschiedenste Sprachen, die bis auf Einzeluser-Ebene einstellbar sind, sondern auch diverse Währungen und Zeitzonen. Meyer-Hess skizziert einen zusätzlichen Mehrwert: »Das System kann ohne weitere Lizenzkosten komplett auf Open-Source-Basis betrieben werden – sowohl was Betriebssystem und Datenbank angeht als auch den Application Server.«

Die Mehrwerte von PlanIT sind auch zahlreichen Betankungsbetrieben und Mineralölgesellschaften nicht lange verborgen geblieben. Bereits seit mehreren Monaten setzt die Aviation Fuel Services GmbH (AFS), deutscher Marktführer im Bereich Flugzeugbetankungen und Flughafentanklager-Management, PlanIT in der Basic- und in der Enterprise-Variante auf verschiedenen deutschen Flughäfen ein: unter anderem in Dresden, Erfurt und Nürnberg sowie am Flughafen Wien. Allein bis Ende 2010 werden verschiedene Varianten des Softwareprodukts im Rahmen des globalen Rollouts an 120 weiteren Flughäfen in aller Welt implementiert. Der Erfolg ist nicht verwunderlich: PlanIT sorgt für die Effizienz und Präzision am Boden, die es braucht, damit Flugzeuge schneller wieder abheben.

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www.evodion.de

 

 

 

 

 

 

 


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