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Performance Management von Anwendungen in der Cloud Leistungsstarke Wolken Cloud Computing war und ist weiter eines der großen Hype-Themen in der Unternehmenswelt. Je stärker die Cloud in der Branche akzeptiert und adaptiert wird, desto einflussreicher wird alles, was mittel- und unmittelbar mit ihr im Zusammenhang steht. Doch gerade die Performance der Anwendungen ist ein kritischer Aspekt beim Cloud-Einsatz.
xperten sagen Cloud Computing eine rosige Zukunft voraussagen: die Marktforschungsinstitute Gartner und IDC zeigen auf, dass der Markt für Cloud Computing weltweit weiter anzieht. IDC zufolge werden sich die weltweiten Ausgaben für Cloud Services verdreifachen und bis 2013 ein Volumen von 44,2 Milliarden Dollar erreichen. Laut einer weltweiten Umfrage von Gartner machen Cloud Computing Services von externen Dienstleistern in diesem Jahr bereits 10,2 Prozent aller Ausgaben für externe IT Services aus. Die Cloud ist für etwa 40 Prozent der Unternehmen eine der wichtigsten IT-Initiativen, der entsprechende Budgets zugewiesen werden und fast die Hälfte der Unternehmen, die ein eigenes Budget für Cloud Computing haben, planen künftig noch stärker auf Cloud Services von externen Anbietern zurückzugreifen. Auch in Deutschland löst sich die anfängliche Skepsis gegenüber der Wolke langsam auf. Der Branchenverband BITKOM erwartet für dieses Jahr alleine in Deutschland ein Marktvolumen von 388 Millionen Euro und mittlere jährliche Zuwachsraten von knapp 40 Prozent. So sollen die Ausgaben für Cloud Software Services wie Cloud-Anwendungen, -Plattformen und -Infrastrukturen in Deutschland zwischen 2009 und 2014 von 245 Millionen auf 1,38 Milliarden Euro wachsen. Schlechte Performance sorgt für Enttäuschung. Ohne Zweifel ist Cloud Computing im Markt angekommen und immer mehr Unternehmen nutzen die Möglichkeit, Teile ihrer IT-Infrastruktur auszulagern und Rechenleistung, Speicherplatz und Software als Service über das Internet zu beziehen. Trotz aller Euphorie ist jedoch auch ein gegenläufiger Trend zu beobachten. So reduzieren bereits viele Großunternehmen wieder ihre Cloud-Computing-Anstrengungen oder stellen diese aufgrund von performancebedingten Problemen bei Anwendungen aus der Cloud völlig ein. Laut einer Umfrage vom Compuware gehen deutschen Großunternehmen dabei durchschnittlich 560.000 Euro im Jahr verloren. Und bei fast der Hälfte der deutschen Umfrageteilnehmer geht die Enttäuschung sogar so weit, dass sie deshalb auf die Einführung weiterer Cloud-basierter Anwendungen vorerst verzichten oder die Einführung verlangsamen wollen, bis die Performance-Probleme der derzeit genutzten Anwendungen gelöst sind. Neuer Management-Ansatz. Gerade bei Cloud-Services von externen Anbietern ist es oft undurchsichtig, welche Technik, Sicherheitsfeatures und Softwarefähigkeiten zur Verfügung stehen und wie es um die Performance bestimmt ist. Ursprünglich hatte die IT-Abteilung die vollständige Kontrolle über Anwendungen, die sich im unternehmensinternen Rechenzentrum befanden und konnte entsprechende APM-Strategien (Application Performance Management) anhand der internen Infrastruktur ausrichten. Setzt ein Unternehmen Cloud Computing ein, so befinden sich Anwendungen und Daten nun in einem virtuellen Raum außerhalb der schützenden Firewall und der Kontrolle der Unternehmens-IT. Konkret besteht das Problem mit der schlechten Performance also im fehlenden Performance-Management in der Cloud. Ein neuer integrierter Ansatz, der über organisatorische und geografische Grenzen hinweg greift, muss deswegen die komplette Anwendungslieferkette umfassen und interne und externe Komponenten über physische, virtuelle und Cloud-Umgebungen hinweg zuverlässig verwalten. SLAs für die Cloud. In diesem Zusammenhang müssen auch Service Level Agreements (SLAs) für die Cloud neu definiert werden. So legen viele Public Cloud Provider einheitliche SLAs fest. Beispielsweise legt Amazon für seinen Infrastrukturdienst EC2 generell Server-Verfügbarkeiten von mindestens 99,95 Prozent innerhalb von 365 Tagen fest. Microsoft bietet für seine SaaS-Dienste Exchange Online oder Sharepoint Online ein Uptime-Service-Level von 99,9 Prozent. Auf den ersten Blick hohe Werte, doch vernachlässigt diese reine technische Verfügbarkeitsangabe zwei entscheidende Punkte – nämlich, ob die Anwendung überhaupt schnell genug beim Endanwender ankommt und dass der Cloud Provider nur ein Teil der komplexen Anwendungswertschöpfungskette ist. Es ist notwendig, sich in die Perspektive des Endanwenders hineinzudenken. Eine schlechte technische Performance oder Nichtverfügbarkeit einer Anwendung sorgt für Unzufriedenheit und Frustration und wirkt für den Nutzer immer gleich, unabhängig davon, wo das Problem liegt. Darüber hinaus können auch die geografische Lage, die »Letzte Meile« und der Internet Service Provider an sich sowie die Tageszeit mit eventuellen Lastspitzen die Performance von Cloud-basierten Anwendungen beeinflussen. Denn obgleich Anwendungen in einer individuellen Instanz des Service Providers agieren, so operieren sie nicht in einem luftleeren Raum und werden von verschiedensten Faktoren beeinflusst. Ohne eine detaillierte Fehler- und Ursachenanalyse ist es jedoch schier unmöglich, Performance- und Verfügbarkeitsprobleme zu identifizieren und zu lösen, bevor der Endanwender die Auswirkungen davon mitbekommt. Bewusstsein schärfen. Unabhängig von ihren physischen, virtuellen oder Cloud-basierten Attributen müssen Anwendungen also entsprechend kontrolliert und verwaltet werden, um eine gleichmäßig starke Performance zu gewährleisten. Laut der Compuware-Studie können allerdings mehr als zwei Drittel der Unternehmen bei Services aus der Cloud die Einhaltung von SLAs nicht immer garantieren, da herkömmliche APM-Tools nicht die Tiefe an Informationen bieten, die für eine effiziente und unternehmensübergreifende Administration von Cloud-basierten Anwendungen notwendig sind. Darüber hinaus fordern Unternehmen strengere SLAs, die über das reine technische Verfügbarkeitsversprechen wie bei Amazon EC2 oder Microsoft hinausgehen und an den tatsächlichen Erfahrungen der Endanwender in Bezug auf die Antwortzeiten einer Anwendung ausgerichtet werden. Resümee. Cloud Computing macht ein Umdenken hinsichtlich des Performance Managements von Anwendungen notwendig, da Cloud Services bereits jetzt einen festen Platz im IT-Sourcing-Mix einnehmen und auch von der Geschäftsführung forciert werden. Dabei muss eine Balance zwischen der Nutzung von eigener IT, Outsourcing und Cloud Services angestrebt werden, wodurch sich auch die Komplexität des Application Managements erhöht. Nur eine holistische Sicht auf die Application Performance über die komplette Anwendungslieferkette hinweg ermöglicht das Identifizieren und Lösen von performancebedingten Problemen über die reine technische Verfügbarkeit hinaus. Lösungen, wie zum Beispiel von Compuware unterstützen ein ganzheitliches Performance Management. Darüber hinaus bietet die kostenlose CloudSleuth-Community Anbietern von Cloud Services sowie Nutzern die Gelegenheit, Cloud-Anwendungen zu entwickeln oder zu verwalten und die Zuverlässigkeit von Cloud-Services nachzuweisen. Saskia Stolper
Einfluss der Cloud Quelle: Compuware
Für den Endanwender ist es egal ob sein Service aus der Public oder der Private Cloud kommt. Die Performance muss stimmen.
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