APM Dynatrace und Compuware

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Interview mit Bernd Greifeneder, CTO und Gründer von Dynatrace

Tiefgehende Einblicke in das Verhalten von Anwendungen

APM – eine Technologie, bei der das »M« lange nur als Monitoring gesehen wurde, hat sich rasant weiter entwickelt. Es tut sich etwas im Markt für Application Performance Management und »manage it« sprach über die aktuellen Entwicklungen mit Bernd Greifeneder, dem CTO und Gründer von dynaTrace.

 

 

»manage it«: Herr Greifeneder, Anfang Juli überraschte die Meldung, dass Dynatrace von Compuware aufgekauft wurde. Wie kam es dazu und was bedeutet das für die Zukunft des Unternehmens?

Bernd Greifeneder: Für uns kam es natürlich weniger überraschend zu diesem Zusammenschluss, der in meinen Augen nun ein neues Kapitel in der Firmengeschichte von Dynatrace einläutet. 2005 habe ich das Unternehmen in Linz gegründet mit dem Anspruch, neue Wege beim Application Performance Management (APM) zu gehen. Dieser Ansatz war sehr erfolgreich und Dynatrace wuchs schnell. So war der nächste logische Schritt, ein Standbein in den USA zu etablieren. Gemeinsam mit einem neuen CEO haben wir unser Engagement international ausgebaut und nach sechs Jahren schon 180 Mitarbeiter beschäftigt. Zudem können wir behaupten, die führende Technologie im APM zu bieten.

»manage it«: Und die Akquisition durch Compuware ist nun nur ein weiterer Schritt für das Unternehmen?

Bernd Greifeneder: Ich würde nicht sagen »nur«. Auch Compuware ist natürlich nicht entgangen, dass APM – und damit verbunden auch das Thema User Experience Management (UEM) – eine immer wachsende Bedeutung einnimmt. Nahezu jedes Unternehmen ist heute in einer Form von IT abhängig. Hinzu kommt, dass in stark umkämpften Märkten die Anbieter mehr leisten müssen ohne auf der anderen Seite den Aufwand aus den Augen zu verlieren. Performance ist also ein entscheidender Faktor. Die besten Chancen hat, wer seine User kennt und versteht. Kundenbindung beginnt schon bei dem Erlebnis, das der Benutzer auf der Website der Anbieter hat. Jeder von uns kennt das doch: wie schnell verlässt man eine Website, weil eine Suchanfrage zu lange dauert oder eine Unterseite gar nicht aufrufbar ist? Im Google-Zeitalter erwartet der Kunde nun mal Reaktionszeiten von ein bis zwei Sekunden – sonst wechselt er zur Konkurrenz.

»manage it«: Aber konnte Compuware hier nicht schon vorher Lösungen anbieten? Wozu nun noch weitere, teilweise überlappende, Technologie einkaufen?

Bernd Greifeneder: Die Technologie, die all unseren Lösungen zugrunde liegt, ist PurePath. Und die ist einmalig. Wir gehen den entscheidenden Schritt weiter und bieten mit PurePath tiefergehende und genauere Einblicke in das Verhalten von Anwendungen und deren Leistung unter Last. Und genau hier ergänzen wir das Angebot von Compuware. Zudem haben wir schon während der Verhandlungen gesehen, dass wir dasselbe Ziel verfolgen und deckungsgleiche Visionen haben.

»manage it«: Nochmals zurück zur Zukunft von Dynatrace. Die Branche hat schon viele Akquisitionen gesehen, bei der der kleinere Partner schnell völlig verschwunden ist.

Bernd Greifeneder: Fakt ist, dass Compuware das Unternehmen Dynatrace übernommen hat. Fakt ist aber auch, dass Compuware dies getan hat um einen bestehenden Geschäftszweig zu verstärken und fit für die Zukunft zu machen. Somit haben wir nun gemeinsam die Möglichkeit mehr zu erreichen, als wir es jeweils alleine geschafft hätten: mehr Kunden noch schneller erreichen, mit noch besseren Produkten. In welcher Form und unter welchem Namen wir letztendlich dieses Ziel erreichen, ist noch nicht entschieden und es wäre auch heute zu früh, der Entwicklung vorzugreifen. Sicher sagen kann ich aber, dass wir zum Beispiel den Standort Linz weiter ausbauen werden und bis Ende nächsten Jahres 40 neue Mitarbeiter einstellen werden um unsere Innovationen noch schneller dem Markt zur Verfügung zu stellen.

»manage it«: Und wie wird die technische Integration von Dynatrace in Compuware vorangehen?

Bernd Greifeneder: Wir haben gerade erst mit Dynatrace 4 (http://www.Dynatrace.com/de/whats-new.aspx ) eine neue Lösung auf den Markt gebracht, die einen entscheidenden Schritt nach vorn für das APM bedeutet. Eine erste Integration mit Gomez ist hier bereits realisiert, weitere Schritte werden folgen. Ich denke, der Markt darf gespannt sein. Auf jeden Fall bieten wir unseren Kunden schon jetzt einen erheblichen Mehrwert.

 

 

 

 


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