Individuallösung mit Standardsoftware

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Individuallösung mit Standardsoftware

Der Königsweg für zukünftige Geschäftsanwendungen

Die Entwicklung von Geschäftsanwendungen ist ein mehrstufiger Produktionsprozess, analog der Herstellung eines Industrieproduktes. Im Ansatz gibt es zwei typische Gestaltungswege: Standardsoftware einzusetzen, die Qualität sichert, aber eine Anpassung individueller Anforderungen in kleinem Umfang zulässt oder alternativ eine kundenspezifische Eigenentwicklung, die jedoch Qualitäts- und Projektrisiken mit sich bringen kann. Kombiniert man über eine besondere Produktionsmaschine die Vorteile beider Ansätze, entsteht eine individuelle, agile Lösung mit Geschäftsanwendungen, die dem Qualitätsanspruch einer Standardlösung gerecht wird.

 

 

I

T-Lösungen für vielschichtige Geschäftsanwendungen werden in ihrem Lebenszyklus in der Regel kontinuierlich weiterentwickelt. Über diese Anpassungen entstehen früher oder später komplexe Strukturen. Oft gehen damit Funktionseinschränkungen durch heterogene Strukturen mit zu vielen Schnittstellen einher oder es kommt zu Limitierung der Leistungsfähigkeit durch Begrenzung der Ausbaufähigkeit. Veränderte Anforderungen an Geschäftsprozesse, die zur Weiterentwicklung führen, resultieren beispielsweise aus Modifikationen der Unternehmensstrategie, dem Handlungsbedarf für den Einsatz moderner Methoden, aber auch durch Unternehmenszukäufe bedingt. Bei Letzterem müssen Systeme konsolidiert und möglichst zielführend integriert werden. Der Prozess bringt Risiken und Funktionsrestriktionen mit sich. Die Softwaredokumentation ist oft schon bei der Erstimplementierung problematisch. In Folge der Weiterentwicklung kommt es zu Defiziten bei der Synchronisation zwischen Fachspezifikationen, den Anwendungen und deren Dokumentation.

Ist eine Erweiterung des existenten Systems nicht mehr möglich oder funktional oder wirtschaftlich gesehen nicht sinnvoll, muss ein ersetzendes System designt und implementiert werden. Die erforderliche Datenmigration aus Altsystemen auf die neue Plattform verläuft oftmals in einem langwierigen Prozess und ist fehlerbehaftet. Die Service Oriented Architecture (SOA) soll hier als Ansatz Abhilfe schaffen. Bestehende Anwendungen auf dieses Modell zu transferieren ist aber alles andere als trivial in der Umsetzung. Um dies zu tun, müssen die über die Software implementierten Funktionen separiert und gekapselt abrufbar sein.

Für neu zu implementierende Geschäftsanwendungen stellt sich bisher in Bezug auf die Ansprüche und spezifischen Anforderungen die Grundsatzfrage: Welchen der beiden Ansätze verfolgt man, Standardsoftware, die es soweit möglich, anzupassen gilt oder eine Eigenentwicklung? Daraus abgeleitet, gilt es abzuwägen, welche Vorteile greifen, was für Einschränkungen in Funktion und Anspruch sind zu akzeptieren. Auch müssen etwaige Risiken evaluiert werden – vor allem auf die Zukunft betrachtet – wenn ein System fortentwickelt wird, die man als Unternehmer und Organisation in Kauf nehmen muss. Hier ist die Bedeutung der Applikationen für den Geschäftsbetrieb ein wichtiger Punkt.

 

Abwägen von Standardlösung versus Eigenentwicklung

Der meist beschrittene Weg ist der Einsatz von Standardsystemen, die technisch eine gute Qualität bieten. Die implementierten Anwendungen sind im Praxiseinsatz erprobt, in der Regel technologisch als Standardlösungen ausgereift und stabil in der Leistung. Das sind aus Sicht des Anwenders wichtige Voraussetzungen, jedoch können Standardsysteme nur begrenzt kundenspezifische Anforderungen der Geschäftsanwendungen erfüllen.

Ein Standardsystem einzusetzen bedeutet, entweder muss sich der Kunde an die herstellerseitig vordefinierten Prozesse anpassen oder das System wird übermäßig angepasst. Bei diesem Bemühen liegt die Gefahr darin, eine Lösung, fast wie eine eigene Entwicklung daraus machen zu wollen. Das System ist in dem Procedere dann nicht mehr release-fähig. Neue Anforderungen durch evolvierende Unternehmensprozesse werden nur schwer und unflexibel implementierbar.

Grenzen der Anpassungsmöglichkeiten können umgangen werden, wenn ein Unternehmen von Anfang an ein passendes anforderungskonformes System für die Geschäftsanwendungen entwickelt. Bei einer Eigenentwicklung entsteht eine speziell den Bedarf an Geschäftsprozessen und die Kundenanforderungen weitgehend abbildende Lösung. Diese Methode impliziert allerdings auf das Projekt bezogene Risiken, wie Termintreue in der Umsetzung und Budgeteinhaltung. Erfahrungsgemäß kommen aus Fachabteilungen über ein Basispflichtenheft hinaus immer noch weitere Ideen und Wünsche auf, die es für den Hersteller und Programmierer umzusetzen gilt. Das ursprünglich gesetzte Budgetziel kann völlig aus dem Ruder laufen. Klare Ziele gemeinsam zu definieren und auch die Grenze bei der wachsenden Wunschliste aus den Fachabteilungen im Produktionsprozess zu ziehen, sind eine Führungsaufgabe des Projektmanagements.

Eine entscheidende Rolle bei der Eigenentwicklung spielt das Qualitätsrisiko! Werden die Geschäftsprozesse das in vollem Umfang und hoher Verfügbarkeit unterstützen, was das Unternehmen braucht? Hier geht es im Gegensatz zur Standardsoftwarelösung nicht um eine bereits im Vorfeld erprobte Technologie. Zu beachten ist auch das Risiko, dass dieser Ansatz eine teilweise hohe Abhängigkeit des Unternehmens von dem Softwareentwickler selbst mitproduziert. Auch in dem Modell kann die Umsetzung von Anpassungen an die Grenze des technisch Machbaren kommen, wenn ein Modell Driven Architecture (MDA) Ansatz verfolgt wird.

 

Das Beste aus beiden Welten für Geschäftsprozesse kombiniert

Aus den Anforderungen und den Geschäftsmodellen heraus wird im Idealfall eine Softwareanwendung weitgehend maschinell – also automatisiert – erstellt, die in ihrer Funktionalität analog einer Standardsoftware funktioniert. Die über die SW ProEngine produzierte individuelle Lösung bietet dem Anwender hohe Flexibilität, ein offenes System, das die fortlaufenden bedarfskonformen Entwicklungen und auch eine Integration anderer Systeme und Schnittstellen zulässt. Von Vorteil ist hier, der Kunde hat über den Lebenszyklus der Lösung selbst die Kontroll- und Steuerungshoheit – auch bei seinen Anwendungen – inne.

Wesentliche Kriterien, die ein Unternehmen für seine Geschäftsprozesse ansetzt:

Hohe Qualität und Zuverlässigkeit, Bedienerfreundlichkeit, Geschwindigkeit in der Produktion des Systems an sich und Zugriff auf die Anwendungen, Flexibilität und Freiraum für Anpassungen, eine Homogenität in der Weiterentwicklungsphase und möglichst geringe Initial- und Folgekosten.

Werden diese Kriterien von einer neu zu entwickelnden und zu implementierenden Lösung, die beide Welten verbindet, erfüllt, hat der Unternehmer eine Investitionssicherheit in Bezug auf das Funktionieren seiner zukunftsfähigen Geschäftsanwendungen. Eine durchgängige Einhaltung der Programmiervorgaben führt zu Qualität und geringem Wartungsbedarf.

Im Ansatz ist auf ein homogenes Fortschreiben der Softwarequellcodes zu achten. Die Code-Wiederverwendung ist sinnvoll mit einem modularen Aufbau für eine Service Orientierte Architektur (SOA).

Ein System für heute typische Geschäftsanwendungen sollte, basierend auf den Rechenkernen folgende Detailfunktionen und optionale Möglichkeiten bieten:

 

·                     Mandantenfähigkeit

·                     Multisprachlichkeit

·                     Multiuser-Anwendungen und Locking-Mechanismen

·                     Verwaltung von Usern, Rollen und Rechten

·                     Berichtswesen und Reports

·                     Prozessorientierte Bedienung

·                     Migrationsprogramme, Schnittstellen und Batchprozesse

·                     Business Grafiken

·                     Dokumenten-Management

 

Das leistungsfähige Verfahren der SW ProEngine

Im Endprodukt, die Vorteile aus beiden Ansätzen kombinierend und ohne die benannten Kompromisse akzeptieren zu müssen, produziert diese spezielle SW Process Engine (SPE) mit dem dahinterstehenden Tool und Verfahren kundenspezifische Anwendungen, die qualitativ anspruchsvoll sind und großen Freiraum für Anpassungen zulassen. Sie lässt es zu, mehrschichtige Anwendungen in einem einheitlichen Konzept für Anwendungen mit WEB oder Windows (Java Swing) zu integrieren. Als dahinter liegende Datenbanksysteme werden alle gängigen Engines unterstützt, wie beispielsweise Oracle, DB2, MSSQL oder MySQL.

Eine hohe Produktivität ist dadurch gewährleistet, dass über 90 % des Codes mit einem besonderen Verfahren maschinell erzeugt werden. Der Rest wird von Hand geschrieben. Trotz hohem Anteil an maschineller Produktion ist ein großer Individualisierungsgrad der Geschäftsanwendungen gegeben. Ein auf einem Tool basierender Verfahrensweg fertigt anhand eines Bauplans mit den Definitionen der Geschäftsprozesse und zur Verfügung stehenden Bauteilen (Templates und Framework) die gewünschten Geschäftsanwendungen. In einem automatischen Verfahren werden der Präsentations Layer, die Geschäfts- und Datenbank Logik simultan produziert. Der daraus resultierende Code ist vollständig dokumentiert und steht für die Testphase seitens der Anwender zur Verfügung. Werden zusätzliche Funktionen gebraucht, wird das Business Modell aktualisiert und die Maschine von neuem gestartet. Anstelle eines mehrköpfigen Programmierer-Teams übernimmt die Maschine die Produktion und Codegenerierung.

Dadurch, dass definierte Fachanforderungen in einem iterativen Verfahrensweg und vor allem in einem sehr kurzen Zeitraum als Anwendung so weit wie möglich maschinell produziert werden, stehen sie für einen realen Test, keine Dummy Version, in einem frühen Stadium bereit, um in ihrer Eignung für die Anwendung von den Fachabteilungen verifiziert werden zu können. Somit sind interaktive und iterative Abstimmungszyklen mit den Fachabteilungen, basierend auf einer lauffähigen Basisanwendung in kurzer Zeit machbar. In diesem Teilprozess vervollständigt sich die Applikation bis zum Endprodukt. Der gesamte Produktionsprozess, von der Design-Phase, der Programmierung, über die Implementierung bis zum Funktionstest ist so verkürzt, dass bei der Ablösung eines alten Systems als wirtschaftlicher Vorteil deutlich geringere Kosten aufgrund der reduzierten Projektlaufzeiten anfallen. Als Produktionsergebnis sind die implementierten Prozesse und Geschäftsanwendungen maßgeschnitten, um die speziellen Anforderungen des Kunden zu erfüllen und stehen in Bezug auf den Qualitätsanspruch, mehrfach erprobt, einer Standardsoftware in keiner Weise nach.

Victor Bodnarescu

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Victor Bodnarescu, Geschäftsführer und Gründer der VBO Services GmbH

 

 

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