Die richtige Storage-Strategie

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Storage im Mittelstand

Die richtige Storage-Strategie

Das exponentielle Datenwachstum auf breiter Front wird auch für mittelständische Unternehmen zunehmend zum Problem. Wie begegnet man den steigenden Anforderungen an die Storage-Kapazität am sinnvollsten und kostengünstigsten?

 

A

uch mittelständische Unternehmen haben in der Regel auf der einen Seite nur begrenzte IT-Budgets zur Verfügung und müssen auf der anderen Seite einen steigenden Speicherbedarf decken. Folglich sind sie gezwungen, dabei die Storage-Kosten im Griff zu behalten. Die Toshiba Europe Storage Device Division sieht hierbei vier zentrale Trends:

1. Tiered Storage

Ein dynamisch wachsender Mittelständler sollte mittel- oder langfristig zusätzlich eine Tiered-Storage-Lösung ins Auge fassen, die eine kostenreduzierende und effiziente Datenspeicherung auf unterschiedlichen Ebenen und Plattentypen ermöglicht. Zentraler Vorteil einer Tiered-Storage-Architektur ist, dass Daten im Hinblick auf Energieverbrauch und Speicherplatz kosteneffizient auf einem unterschiedlichen Tier gesichert werden.

Tier 3 eignet sich dabei für die Speicherung und Archivierung von Informationen, bei denen die Dauer für die Datenbereitstellung (Recovery Time Objective) unkritisch ist. Hier empfehlen sich Nearline-HDDs mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 7.200 rpm.

Tier 2 dient der Datenspeicherung für den direkten Zugriff. Es sollten schnelle SAS-HDDs mit 10.000 rpm und hoher Kapazität zum Einsatz kommen.

Tier 1 ist für die Daten geeignet, auf die häufig zugegriffen werden muss. Es empfehlen sich SAS-HDDs der High-End-Klasse mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 15.000 rpm.

Zu guter Letzt sollten dann auf Tier 0 neue Enterprise Solid State Drives (eSSD) eingesetzt werden, die Hochverfügbarkeit und eine sehr hohe Datendurchsatz-Performance bieten. Mit einer solchen Tiered-Storage-Architektur können Unternehmen ein optimiertes Datenmanagement realisieren. Sie profitieren dann gleichermaßen von den Vorteilen konventioneller HDD- und neuer SSD-Technologie, zum einen von der großen Festplattenkapazität und den geringen Kosten und zum anderen von der hohen Performance und Energieeffizienz.

2. Small-Form-Factor-Festplatten

Vor allem aus Kostengründen, aber auch aufgrund des geringeren Platzbedarfs sollte man auf Festplatten im Small-Form-Factor (SFF) setzen, das heißt auf 6,4 cm (2,5 Zoll) große Festplatten im Unterschied zu den im Storage-Bereich oft genutzten 8,9-cm (3,5 Zoll)-Laufwerken. Die Aspekte, die hier bisher gegen einen Einsatz von 2,5-Zoll-HDDs sprachen, gehören inzwischen der Vergangenheit an, denn sie bieten inzwischen die gleichen Features wie der größere Formfaktor 3,5-Zoll – auch im Hinblick auf die Speicherkapazitäten. Darüber hinaus sind aber die Vorteile der Small-Form-Factor-Festplatten weitreichend. Zu nennen sind insbesondere der geringere Energieverbrauch und niedrigere Platzbedarf.

Erhebliche Energieeinsparungen werden auf Komponentenebene zum Beispiel durch die 2,5-Zoll-Spindelmotoren erreicht, die einen geringeren Strombedarf haben. Zusätzliche Einsparpotenziale ergeben sich durch neue Energiesparmodi, welche die Umdrehungsgeschwindigkeit des Laufwerks reduzieren, wenn kein Zugriff erfolgt. Toshiba-Tests haben ergeben, dass SFF-HDDs eine bis zu 40-prozentige Senkung des Energieverbrauchs im Vergleich zu einer 3,5-Zoll-HDD mit gleicher Kapazität bieten. Da Small-Form-Factor-HDDs zudem im Betrieb nicht so viel Wärme entwickeln wie 3,5-Zoll große HDDs, reduziert sich auch der zur Kühlung erforderliche Energiebedarf. Durch die geringere physikalische Größe von SFF-HDDs kann zusätzliche Storage-Kapazität ohne steigende Betriebskosten integriert werden. Der Platzbedarf (Volumen) ist rund 70 Prozent niedriger als bei 3,5 Zoll-HDDs. Da eine größere Anzahl an 2,5-Zoll-HDDs in ein Durchschnitts-Rack integriert werden kann, steht auch mehr Storage-Kapazität pro m² zur Verfügung.

3. Konsolidierung und Virtualisierung

Nicht nur in großen, sondern auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen ist in den vergangenen Jahren durch das zunehmende Datenwachstum gerade im Storage-Bereich ein gewisser »Wildwuchs« entstanden – mit vielen isolierten Speicherinseln. Allein schon aufgrund des dadurch erforderlichen hohen Administrationsaufwands führt hier künftig kein Weg an einer Konsolidierung und Virtualisierung vorbei. Eine Virtualisierungslösung wird heute bereits von vielen Unternehmen im Server-Bereich eingesetzt, im Storage-Umfeld hingegen ist dies noch längst nicht an der Tagesordnung. Um die bereits vorhandenen Ressourcen besser nutzen und zusätzliche Investitionen in Speicherkapazität vermeiden zu können, sollte jedes Unternehmen die Implementierung von Virtualisierungstechnologien im Storage-Bereich kurzfristig auf die Agenda setzen.

4. Cloud-Storage

Auch die Themen Cloud Computing und Cloud Services werden im Storage-Umfeld künftig an Bedeutung gewinnen. Storage-as-a-Service ist ein zentraler Trend. Das Cloud-Storage-Angebot ist in letzter Zeit kontinuierlich gestiegen. Kleine und mittelständische Unternehmen sollten sich allein schon aus Kostengründen künftig mit dem Thema beschäftigen, weil dann zusätzliche Investitionen in Storage-Hardware überflüssig werden. Eine Cloud-Lösung macht für sie auch deshalb Sinn, weil sie im Unterschied zu großen Unternehmen in der Regel nicht die Möglichkeit haben, Daten zuverlässig in räumlich getrennten Bereichen zu sichern. Auch das spricht für eine Cloud-basierte Speicherung und Sicherung von Daten.

Insgesamt sind mittelständische Unternehmen mit dem Einsatz von Small-Form-Factor-HDDs, der Nutzung von Cloud-Services, der Konsolidierung und Virtualisierung ihrer Storage-Infrastruktur sowie der Implementierung einer Tiered-Storage-Architektur bestens gerüstet, um auch dem künftigen Datenwachstum effizient und kostengünstig zu begegnen.

Tim Wright

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Tim Wright, Technical Support Manager, Toshiba Europe Storage Device Division

 


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