Datensicherung Archivierung Verfügbarkeit

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Konzepte für die Sicherung, Archivierung und Verfügbarkeit von Daten

Schwimmhilfe für die Datenflut

Die Datenflut kennt kein Erbarmen. Gnadenlos bricht sie über uns herein, reißt Firewalls nieder und überschwemmt Speicherstacks. Und das Schlimmste: Es ist kein Ende der Regenfälle in Sicht. Besser, die Unternehmen lernen schnell schwimmen.

 

D

ie Prognose verheißt nichts Gutes. Laut den Wetterfröschen von IDC und ihrem Digital Universe Report wächst das weltweite Datenaufkommen bis zum Jahr 2020 auf 35 Billionen Gigabyte. Eine unvorstellbare Zahl, die durch eine bildhafte Übersetzung der Forscher vom Global Information Industry Center (GIIC) an der Universität von Kalifornien nicht unbedingt leichter verständlich wird: Könnte man die Informationen in Bücher übersetzen und die Folianten aufeinanderstapeln, würde der Turm im Jahr 2024 bis zu unserem Nachbarsternsystem Alpha Centauri ragen – mehr als vier Lichtjahre von der Erde entfernt.

Nun könnte man behaupten, angesichts fallender Preise für Speicherhardware wäre diese Entwicklung bei Weitem nicht so dramatisch, wie oft behauptet wird. Zu einem gewissen Teil stimmt das sogar. Allerdings nur dann, wenn man annimmt, dass die Mehrheit der Daten strukturiert vorliegt. Und wieder machen die Experten von IDC einen Strich durch die Idealrechnung: Laut deren Analyse machen unstrukturierte Daten bereits mehr als 90 Prozent der Gesamtmenge aus, Tendenz steigend. Die Herausforderung besteht also nicht darin, die Speicherseen tief genug auszubaggern, sondern auch noch – um bei dem Bild zu bleiben – aus der abgestandenen Brühe ein paar Liter Frischwasser zu extrahieren.

Und hier trennt sich schnell die Spreu vom Weizen, wenn es um erfolgreiche Konzepte für die Datensicherung, -archivierung und -verfügbarkeit geht. Statt in eigene Infrastruktur zu investieren, kann es für Unternehmen durchaus sinnvoll sein, IT als Service zu beziehen, zumindest in Teilen:

·                     Mit einer Storage-Virtualisierungslösung in der Public oder Private Cloud oder einer Mischform (Hybrid Cloud) können Unternehmen die Auslastung ihrer Storage-Systeme um 20 Prozent und mehr erhöhen.

·                     Deduplizierung ist ein weiterer Aspekt, mit dem sich der Bedarf an Festplattenkapazität um bis zu ein Drittel senken lässt. Bei verteilten Datenkonzepten, beispielsweise zwischen einer Zentrale und mehreren Niederlassungen, erweist sich Deduplizierung als besonders effektiv.

·                     Ein effektives Storage Resource Management stellt laut dem Marktforschungsinstitut Gartner einen wichtigen Punkt bei der Eindämmung der Datenmengen dar. Solche Tools identifizieren beispielsweise ungenutzte Speicherkapazität und nichtkritische Daten, die sich auf weniger teure Storage-Systeme verlagern lassen.

·                     Ein Life Cycle Management erkennt Zugriffsmuster und verschiebt die Daten auf entsprechende Datenspeicher. Denn welche Daten »gut« sind, und welche »weg« können, lässt sich nicht ohne weiteres feststellen. Häufig sind in Unternehmen »manuelle« Strategien anzutreffen, die Speicherklassen in Tier 1, Tier 2 oder Tier 3 unterteilen und dann Anwendungsdaten nach bestimmten Kriterien zuweisen. Diese Methode ist in aller Regel aber weder performant noch effizient. Zudem ist die Kategorisierung oft statisch, also unabhängig davon, wie oft die Datei tatsächlich benötigt wird.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es in Zukunft entscheidend, nicht nur die größenmäßig passende Storage-Lösung zu haben, sondern auch, die Daten richtig zu organisieren. An dieser Problematik werden auch Cloud Computing und Virtualisierung nichts ändern.

Hans Schramm

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Hans Schramm ist Field Product Manager Enterprise bei Dell in Frankfurt


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