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Serviceorientierte Architekturen: Mit erfahrenen Partnern zum Erfolg Hand in Hand SOA verspricht eine flexible IT-Architektur, die sich an Geschäftsprozessen orientiert und Einsparungen ermöglicht. Dennoch zögern viele Unternehmen noch. Andere haben bereits festgestellt, welche Herausforderungen SOA-Projekte mit sich bringen. Wer den Einstieg schafft und die Chancen des Ansatzes nutzen will, braucht eine pragmatische Strategie und zuverlässige Partner und sollte die drei Faktoren Technologie, Mitarbeiter und Prozesse beachten.
OA ist eines der wichtigsten IT-Schlagworte der letzten zwei Jahre: Die Idee, Anwendungen als Dienste bereitzustellen und flexibel in neue Lösungen einzubinden, hat den Markt beflügelt. Denn das Konzept vereinfacht die Legacy- und B2B-Integration und ermöglicht Innovationen bei gleichzeitigem Investitionsschutz. Die Strategie bietet großes Potenzial: So erwarten beispielsweise die Analysten der Aberdeen Group, dass eine serviceorientierte Architektur die IT-Kosten um bis zu elf Prozent senkt, Forrester Research geht sogar von mindestens 30 Prozent aus. Trotz dieser viel versprechenden Aussichten ist SOA in Unternehmen erst wenig verbreitet. In einer Studie der Aberdeen Group gaben nur 16 Prozent der befragten Unternehmen an, länger als zwei Jahre mit SOA zu arbeiten. 23 Prozent setzen SOA seit ein bis zwei Jahren ein. Führend sind große Konzerne mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar: Von ihnen arbeitet bereits mehr als jedes Fünfte länger als zwei Jahre mit SOA. Bis die Strategie sich unabhängig von der Unternehmensgröße endgültig durchgesetzt hat, werden noch einige Jahre vergehen: Nach Auffassung der Experten wird dies nicht vor 2010 passieren. Sicherheitsrisiko SOA? Dass Unternehmen dem SOA-Konzept teils noch skeptisch gegenüber stehen, hat zahlreiche Gründe. So zweifeln viele an der Sicherheit der Projekte: Denn spätestens wenn ein Unternehmen über die Architektur externe Partner einbinden will, wird IT-Security zur entscheidenden Aufgabe. Die Bedenken sind unbegründet, denn Spezifikationen wie WS-Security und WS-Trust liefern Richtlinien, wie sich Dienste entwerfen, entwickeln und sicher nutzen lassen. Ein weiterer Anlass für Zweifel der Anwender ist die vermeintliche Komplexität von SOA-Projekten – das trifft vor allem auf Unternehmen hierzulande zu. Eine aktuelle Studie unter Entscheidungsträgern in deutschen Unternehmen ergab, dass rund ein Viertel der Befragten einen hohen Aufwand und entsprechende Projektkosten fürchtet. Auch die Frage, wie sich die Dienste in der entstehenden Architektur effizient verwalten lassen, hält viele davon ab, in SOA einzusteigen. Grund für diese Zweifel mag die Annahme sein, dass SOA-Projekte eine komplette Umstellung und Neuorganisation der IT voraussetzen. Sechs Irrtümer über SOA. Die Diskussion über SOA hat viele Missverständnisse hervorgebracht – das haben die Erfahrungen der »Early Adopter« gezeigt. So glauben viele Unternehmen, dass das Konzept ausschließlich Sache der IT-Abteilungen ist. Dabei basiert SOA gerade auf der Idee, die IT an den Geschäftsprozessen des Unternehmens auszurichten. Um Projekte erfolgreich umsetzen zu können, müssen Fachabteilungen und Management daher eng mit den IT-Verantwortlichen zusammenarbeiten, damit sie gemeinsam Prozesse abbilden und restrukturieren. Der zweite verbreitete Irrtum besteht in der Annahme, SOA sei ein völlig neuer, revolutionärer Ansatz. Im Gegenteil: Die SOA-Strategie ist lediglich ein weiterer Schritt in der Entwicklung von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mit eng gekoppelten, nicht wieder verwendbaren Daten hin zu einer RPC-basierten Integration, die offene Standards verwendet, wieder verwendbare Komponenten bereitstellt und sich auf Geschäftsebene realisieren lässt. Ein weiteres Missverständnis: SOA-Projekte lassen sich nur als »Big Bang« umsetzen. Alle Aspekte von SOA auf einmal realisieren zu wollen ist unrealistisch, ohne eine solide Strategie oder einen detaillierten Zeitplan sogar kurzsichtig. Stattdessen sollten Unternehmen schrittweise vorgehen und zunächst Geschäftsprozesse identifizieren und Governance-Fragen klären. Und: SOA ist nicht als Standardlösung verfügbar. Es handelt sich dabei vielmehr um eine komplexe Strategie, die vorhandenen IT-Anwendungen als standardbasierte, lose gekoppelte Dienste zur Verfügung stellt und sich eng an den Geschäftsprozessen des Unternehmens orientiert. Zudem glauben viele Unternehmen, sie könnten SOA realisieren, indem sie Web Services nutzen. Doch dies ist nur ein Weg, eine SOA-Strategie umzusetzen: SOA lässt sich auch ohne Web Services implementieren, beispielsweise auf Basis der Common Object Request Broker Architecture (CORBA). Gleichzeitig funktioniert nicht jeder Web Service nach SOA-Prinzipien. SOA mit Hilfe von Web Services umzusetzen, bietet allerdings einige Vorteile wie Plattformneutralität oder existierende Standards. Ein weiterer Irrtum besteht darin, dass es bei einer SOA ausschließlich darum geht, einen Enterprise Service Bus (ESB) zu entwickeln. Ein ESB ist wesentlicher Bestandteil einer SOA-Strategie, aber nicht der einzige. Er liefert die technische Plattform für SOA. Der erste Schritt besteht aber darin, Geschäftsprozesse und Anwendungen auszuwählen. Zuverlässige Partner helfen. Um die Herausforderungen zu meisten, die ein SOA-Einstieg mit sich bringt, vertrauen immer mehr Unternehmen auf externe Beratungspartner. Das zeigt auch eine aktuelle IDC-Studie: In ihrem »Worldwide SOA-Based Service 2006-2010 Forecast« erwarten die Analysten, dass die Ausgaben für SOA-basierte IT-Dienstleistungen im laufenden Jahr weltweit 8,6 Milliarden US-Dollar betragen werden. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 138 Prozent. Die Experten gehen davon aus, dass Unternehmen, die SOA-Projekte realisieren wollen, vor allem beim Consulting und bei der Systemintegration Unterstützung von externen Partnern brauchen. Diese Einschätzung bestätigen auch die Erfahrungen aus der Praxis. Viele Unternehmen sind noch wenig erfahren mit der neuen Technologie und daher unsicher, wie sie starten sollen und welche Anwendungen sich sinnvoll als Service bereitstellen lassen. Andere haben bereits ein SOA-Konzept formuliert, sind aber unsicher, ob sie auf dem richtigen Weg sind. Wieder andere haben bereits erste Projekte gestartet und benötigen Unterstützung bei der technischen Umsetzung. In vier Schritten zum SOA-Erfolg. In allen Fällen können erfahrene IT-Dienstleister helfen. Für Unternehmen, die noch am Anfang ihrer SOA-Umstellung stehen, entwickeln sie eine Strategie, die erste Projekte und Ziele festlegt und einen Zeitplan für die Umsetzung enthält. Zudem verdeutlichen sie anhand eines Business Cases die konkreten Vorteile der Technologie. In einem nächsten Schritt erstellen die Berater ein Governance-Modell, das Standards und Prozesse definiert, die Finanzierung festlegt und bestimmt, welche Abteilung innerhalb des Unternehmens für das jeweilige Teilprojekt verantwortlich ist. Vor der Umsetzung schätzen die Berater außerdem ein, inwiefern die Voraussetzungen für eine SOA gegeben sind und erarbeiten ein Bewertungsmodell, das die Erfolgskontrolle im Anschluss sicherstellt. Schließlich unterstützt der Dienstleister das Unternehmen dabei, Services (zum Beispiel aus Legacy-Anwendungen) zu erstellen und sinnvoll wieder zu verwenden. Die Berater testen die SOA-basierten Systeme und bereiten sie für den Betrieb vor. Der SOA-Ansatz bietet handfeste Vorteile, die überzeugen. Mit einem erfahrenen IT-Dienstleister an ihrer Seite können Unternehmen den Einstieg schaffen und von dem Trend profitieren. Dr. Srinivas Padmanabhuni, Sohel Aziz ___________________________________________________________ Dr. Srinivas Padmanabhuni, Principal Researcher, SETLabs, Infosys und Sohel Aziz, Chief Architect, Infosys.
»Web Services und ein ESB allein machen noch keine SOA.«
Die Lösung: Das SOA-Unternehmen Quelle: Infosys Das serviceorientierte Unternehmen baut sich in sechs Schichten auf.
Die Vorteile von SOA Quelle: Infosys
Diese Vorteile sollen sich durch die Einführung einer serviceorientierten Architektur ergeben.
Der Weg zu SOA Quelle: Infosys
Die prinzipielle Vorgehensweise bei der Einführung von SOA.
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