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Die strategische Bedeutung des Enterprise Information Management Datenqualität ist nicht alles, aber ohne Datenqualität ist alles nichts! Die Dateninfrastruktur spielt innerhalb der IT-Strategie der Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Datenqualität, Metadaten, Semantik unstrukturierte Daten – diese Schlagworte prägen derzeit die Diskussion über die Weiterentwicklung der IT-Landschaften in Unternehmen. Der wachsende Bedarf an Business-Intelligence Plattformen, die neben klassischen BI-Funktionalitäten auch über ein zukunftsorientiertes Konzept zum Management der Unternehmensdaten verfügen, speist sich dabei sowohl aus bereits bekannten Trends, als auch aus neuen Herausforderungen und Ansätzen.
as unkontrollierbare Wachstum der Datenmengen steht im direkten Widerspruch zu den Erwartungen der Endanwender. Sie benötigen eine »Data Quality Firewall« – wenige, integrierte strukturierte und unstrukturierte Daten, die einfach zu handhaben, aktuell, valide, visualisiert und personalisiert im Kontext der Arbeitsprozesse zur Verfügung stehen. Dies impliziert auch: jederzeitige Verfügbarkeit über alle relevanten Endgeräte und Front Ends. Darüber hinaus gibt es eine Reihe neuer Entwicklungen, welche die Infrastruktur auf die Agenda der CIOs bringen. Einerseits ist eine Trendwende von taktischen und abteilungsbasierten BI-Projekten zu strategischen Enterprise Performance Management Initiativen zu beobachten. Damit verschiebt sich der Fokus von Transaktionen hin zu analytischen Ansätzen, was mit einer konsequenten Informationsorientierung der Unternehmenslösungen der nächsten Generation verbunden ist. Diese Applikationen können nicht nur bestehende Standardabläufe abbilden, sondern komplexe Geschäftsprozesse unterstützen und strategische Initiativen vorantreiben. Um das zu gewährleisten, müssen diese Lösungen auf multiple Datenquellen und Systeme innerhalb und außerhalb der Organisation zurückgreifen. Die Öffnung der BI-Systeme für den Echtzeit-Zugriff auf externe Daten erfordert jedoch ein völlig neues Konzept für das Qualitätsmanagement der Daten. Auch die Notwendigkeit zur Standardisierung der BI-Systeme spielt eine wichtige Rolle. Derzeit haben große Unternehmen bis zu 20 BI-Systeme im Einsatz. Die Kosten dieser heterogenen Landschaften sind im Vergleich zu einer standardisierten BI-Umgebung extrem hoch: So geht Forrester davon aus, dass die Softwarekosten einer standardisierten BI-Architektur um bis zu 75 % und die Hardware- und Administrationskosten um bis zu 30 % niedriger als bei einem nicht integrierten System liegen. Des Weiteren ist nur eine standardisierte Architektur in der Lage, eine konsistente, bereichsübergreifende Unternehmenssicht und eine durchgängige Geschäftslogik zu gewährleisten. Damit das Potenzial der Standardisierung aber voll ausgeschöpft werden kann, muss das Konzept auf eine aktuelle, konsistente und valide Datenbasis aufsetzen. Schließlich stellt die zunehmende Einbindung der BI-Funktionalitäten in operative Prozesse und ihre Nutzung durch eine immer breitere Anwenderschicht die Skalierbarkeit, Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Lösungen für Datenintegration und Datenmanagement auf eine harte Probe. Denn Business Activity Monitoring und Operational BI erfordern einerseits eine extrem flexible und sensible Erfassung der Veränderung von Datenstrukturen. Andererseits führt die Einbeziehung der BI-Lösungen in operative Prozesse dazu, dass Unternehmen und IT-Anbieter sich mit dem Problem der Datenlatenz, bzw. der unterschiedlichen »Halbwertszeit« von Daten sehr viel stärker als bisher auseinandersetzen müssen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Handlungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zunehmend davon abhängt, ob es gelingt, konsistente Datenpools aufzubauen, robuste Lösungen für die Sicherung der Datenqualität und das Metadatenmanagement zu entwickeln und effiziente Prozesse für das Datenprofiling zu etablieren. Doch so sieht die Realität in den meisten Unternehmen heute noch nicht aus: Die Datenqualität ist – wie zahlreiche Studien belegen – erschreckend mangelhaft, die genutzten Information häufig inkonsistent und redundant und multiple Datenquellen kaum noch unter Kontrolle zu bekommen. Die Folgen sind schlechte Performance, verzögerte und unpräzise Entscheidungsprozesse und Vertrauensverlust in die Unternehmenssysteme und die Daten die sie liefern. Die Diskrepanz zwischen der zwingenden Notwendigkeit zum Aufbau zukunftsfähiger Informationsinfrastrukturen und dem tatsächlichen Status Quo in Unternehmen erklärt das wachsende Interesse am Konzept des Enterprise Information Management (EIM). Was ist EIM? Der Begriff Enterprise Information Management ist derzeit noch nicht einheitlich gefasst. So betrachtet Gartner EIM als eine semantische Schicht von immer verfügbaren sauberen Daten innerhalb und außerhalb der Organisation. Anders ausgedrückt ist EIM das Konsolidieren aller relevanter (Stamm)daten, so dass eine qualitätsgeprüfte, konsistente Informationsinfrastruktur entsteht. Laut IDC und Forrester setzt sich EIM aus den Bereichen Metadatenmanagement, Masterdatenmanagement, Datenqualität und Datenintegration zusammen.
Enterprise Information Management Folgerichtig arbeiten die BI-Anbieter bereits seit einigen Jahren an der Erweiterung der klassischen ETL-Tools durch Basisfunktionalitäten für das Management der Datenqualität, die Nachvollziehbarkeit von Datenbewegungen und Metadatenmanagement. Auf der anderen Seite treiben auch die Kunden die Entwicklung voran: Viele Unternehmen verfügen inzwischen über eine wesentlich umfassendere und konsistentere Vision für die Einsatz der ETL-Tools. Diese Veränderungen werden den ETL-Ansatz schon in naher Zukunft grundlegend verändern: Bereits in diesem Jahr, so die Analysten von Gartner, wird der Markt für ETL-Tools zum Markt für multimodale, flexibel einsetzbare Plattformen für Datenintegration. Für EIM-Lösungen heißt das, dass neben klassischen Anforderungen wie schneller ROI, umfassende Konnektivität und Plattformunabhängigkeit, Flexibilität, Skalierbarkeit oder Metadatenmanagement die Beantwortung neuer Fragen in den Vordergrund rückt: · Ist eine einheitliche Sicht der Organisation gegeben? · Lässt sich die operationale Komplexität reduzieren und die Prozesseffizienz steigern? · Lässt sich die Herkunft der Finanzzahlen nachvollziehen? · Existiert ein Qualitätssicherungsprozess, um Redundanzen und unsaubere Informationen auszufiltern? · Ist die gesetzlich geforderte Überprüf- und Nachvollziehbarkeit der Daten gegeben? · Kann man auf kritische Daten aus verschiedenen Quellen ohne weiteres zugreifen? · Lassen sich die Quellen aggregierter Daten einfach und sicher nachvollziehen?
Resümee Diese Fragen machen deutlich, dass eine effektive EIM-Strategie der Schlüssel zum Erfolg von BI- und Performance Management-Initiativen ist. Erst durch eine optimale Informationsinfrastruktur können Unternehmen gewährleisten, dass alle Mitarbeiter gemeinsame Metriken verwenden, konsistente Ziele und Strategien verfolgen, effiziente Entscheidungsprozesse initiieren und rechtzeitig Handlungsbedarfe erkennen. Vor diesem Hintergrund ist eine erfolgreiche EIM-Strategie auf eine detaillierte Kenntnis der Anwenderanforderungen in der Organisation angewiesen. Zu wissen, was die Anwender brauchen und wie sie ihre Aufgaben bereits heute lösen, ob sie Informationsanalysten oder Informationskonsumenten sind, welche Kommunikationsprozesse existieren und welche Kommunikationswege genutzt werden – ist kritisch für die Umsetzung einer EIM-Initiative. Eine umfassende Bestandsaufnahme der Tools, Ansätze und Verhaltensweisen ist notwendig, um die tatsächlichen Erfordernisse zu erkennen. Im Rahmen einer strategischen Planung muss die Organisation aus allen relevanten Perspektiven betrachtet und analysiert werden. Um einen langfristig tragfähigen Ansatz zu entwickeln, der den dynamischen Veränderungen der Strukturen und Systeme im Unternehmen stand hält und parallel eine konstant hohe Qualität der Daten garantiert, sollte das EIM-System von transaktionalen Systemen unabhängig und mit diesen lediglich lose gekoppelt sein. Michel Montandon ___________________________________________________________ Michel Montandon, Vice President Central Europe, Business Objects Quelle Bild: Business Objects |
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