200604-BI-Cognos

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Interview mit Uwe Richter, Area Vice President Central & Eastern Europe bei Cognos

 

»Organisationen dürsten nach Informationen, aber ertrinken in Daten.«

 

 

Herr Richter, wie helfen Business-Intelligence-Lösungen, die Geschäftsprozesse zu optimieren und die Unternehmensperformance zu verbessern?

Cognos ist seit langem bewusst: Organisationen dürsten nach Informationen, aber ertrinken in Daten. Unsere Antwort war und ist daher Business Intelligence für Performance Management. Mit einer einfachen und durchgängigen BI-Plattform wie Cognos 8 Business Intelligence werden aus Daten Informationen oder, um im Bild zu bleiben, der »Durst gelöscht«. BI-Software und -Lösungen kommen zum Einsatz für die Entscheidungsfindung, für die Erstellung von Balanced Scorecards und Reporting unter Einbeziehung von CRM-, SCM- und verschiedenen ERP-Datenquellen.

Was macht eine optimale BI-Lösung aus?

Die Grundlagen der Entscheidungsfindung sind uneingeschränkter Datenzugriff, eine einheitliche Sicht auf Daten und übergreifende Abfragemöglichkeiten. Eine BI-Lösung sollte alle Daten unabhängig von ihrer Quelle in einer standardisierten Plattform integrieren und Zugriff auf alle Daten im Unternehmen bieten – ob aus relationalen Datenbanken, OLAP oder anderen Quellen. Sinnvoll ist zudem, wenn die Lösung alle BI-Funktionen zur Verfügung stellt. Cognos 8 Business Intelligence beispielsweise ermöglicht das ganze Spektrum von Reporting und Analyse über Dashboarding und Scorecarding bis hin zum Ereignismanagement.

All diese Funktionen helfen jedoch wenig, wenn der Anwender nicht mit der Software umgehen kann. Wichtig ist deshalb, dass er die Lösung einfach installieren und anwenden kann. Eine Web-browser-basierte Benutzeroberfläche ist dabei hilfreich. Zudem verfügt Cognos 8 BI über eine Zero-Footprint-Oberfläche, das heißt, auf dem Client sind weder Code noch Plug-ins notwendig, so dass sich die Software effizient in die vorhandene Umgebung integrieren lässt. Ein weiterer Vorteil bietet sich durch die Web Service-basierte, Service-orientierte Architektur. Eine serviceorientierte Architektur (SOA) ist die kostengünstigste und effizienteste Möglichkeit, Lücken durch heterogene Informationssysteme zu schließen. Die vollständige Integration von Daten aus sämtlichen Quellen sorgt also nicht nur für eine Version der Wahrheit. Sie senkt auch die Kosten durch geringeren Aufwand an Wartungs- und Entwicklungsarbeiten. Unternehmen brauchen Vorwärtsdenker, Vorwärtsdenker wiederum brauchen eine solide Entscheidungsgrundlage. Diese liefern unsere Lösungen.

Wie unterstützen BI-Systeme Unternehmen dabei, gesetzliche Vorschriften wie SOX oder Basel II zu erfüllen?

BI-Lösungen ermöglichen den Zugriff auf alle offenlegungspflichtigen Informationen sowie die Finanzergebnisse von Unternehmen. Damit ist die Grundlage für deren effiziente Verarbeitung geschaffen. CFOs und Finanzexperten schlagen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Geschäftszahlen können zuverlässig vorgelegt und externe Berichtspflichten befolgt werden. So bieten die Cognos BI-Lösungen beispielsweise Banken im Rahmen von Basel II die Möglichkeit, Daten aus vorhandenen Systemen zu extrahieren, sinnvoll zu verdichten und allen relevanten Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise können Bankiers verschiedene Risiken mittels Reporting und Scorecarding überwachen, hinsichtlich relevanter Gesichtspunkte analysieren und sogar Szenarien modellieren. Gleichzeitig – und hierauf sollte die Priorität liegen – können Banken mit den Reporting-Werkzeugen, Risiken gegenüber externen Aufsichtsbehörden offen legen und dokumentieren.

Ab welcher Unternehmensgröße können BI-Solutions sinnvoll eingesetzt werden?

BI-Lösungen eignen sich nicht nur für große Unternehmen, sondern bieten auch dem Mittelstand wertvolle Unterstützung. Dabei sind mittelständische Unternehmen ganz besonders darauf angewiesen pflegleichte, Nutzer-freundliche und effiziente Lösungen einzusetzen. Das erklärte sich unter anderem aus den geringeren Personalressourcen im Vergleich zu Großkonzernen. Der IT-Abteilung fehlt in der Regel die Zeit, aufwändig Wartungs- oder Anpassungsaufgaben zu realisieren. Wichtig ist weiterhin: Anwender in den Fachabteilungen sollten die IT ohne großen Schulungsaufwand und ohne kontinuierliche Unterstützung der IT-Abteilung nutzen können. Wie lässt sich das nun für Business Intelligence realisieren? Wichtig ist eine Entkoppelung der Informationen von den täglichen Aufgaben. Das Tagesgeschäft wird durch unterschiedliche Systeme wie ERP oder CRM abgewickelt. Hierbei entsteht eine Fülle von Informationen, die möglichst valide und in nicht-technischer Form zur Planung und Steuerung des Unternehmens bereitgestellt werden müssen. Gelingt diese »Entkoppelung« so ist das Arbeiten mit den Informationen unabhängig von den darunter liegenden Systemen möglich. Eine Änderung, etwa die Einführung eines neuen ERP-Systems oder der Zugang eines anderen Systems durch Fusion, führt nicht zwangläufig zu langwierigem Anpassungsaufwand bei der Informationsversorgung.

Wohin geht der Trend bei BI-Lösungen?

Bei Business-Intelligence-Lösungen geht der Trend immer stärker hin zur Standardisierung. Anwender werden nicht mehr über verschiedene BI-Tools verfügen, um unterschiedliche Arten von Daten einzusehen. Stattdessen sind alle BI-Funktionen in einem Produkt nahtlos miteinander verbunden. Der Zugriff auf wichtige Daten wird noch weiter vereinfacht und Fachanwender werden immer stärker eingebunden werden. Zudem gewinnen serviceorientierte Architekturen (SOA) als Basis von BI-Plattformen weiterhin an Relevanz.

 

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