200604-BI-KI AG

 Home | News | Hefte | Mediadaten | Online-Artikel | Kommentare | Trends | Wir-ueber-uns | Tipps | Impressum

 

Home
News
Trends
Hefte
Online-Artikel
Kommentare
Service-Angebote
Feedback
Abonnement
Wir-ueber-uns
Tipps
Impressum
Veranstaltungen


manage-it-Blog


NEU: manage it als
E-Paper  7-8 2010




 

 


 




 


Mit einer Mitgliedschaft beim Golfclub "Green Valley Golf International" auf den Bahamas können Sie in Deutschland, Schweiz, Österreich, Italien, Spanien oder Frankreich golfen.

 

Mitgliedsbeitrag für 12 Monate ab Ausstellungsdatum inklusive aller Kosten: 150 Euro

 

Weitere Informationen bei www.golfmitgliedschaft.eu



 

Interview mit Dirk Buschmann, Vorstand KI AG

 

»Die nächste BI-Generation ist mobil.«

 

 

Herr Buschmann, Sie vertreten die These, dass Data Warehousing und Business Intelligence vor einem Generationswechsel stehen. Was meinen Sie damit?

Damit meine ich die Integration des Mobile Business in die klassischen DW- und BI-Themen. Die Anbindung mobiler Mitarbeiter stellt eine der wichtigsten aktuellen Heraus­forderungen im DW/BI-Markt dar. Immer mehr Unternehmen erkennen die enormen Produktivitäts- und Kostenvorteile, wenn sie ihre Beschäftigten unterwegs mit einem Taschencomputer beziehungsweise PDA ausstatten. Eine Schlüsselrolle für den Erfolg spielt dabei die nahtlose Anbindung der PDAs an die Datenbestände und Datenanalysemöglichkeiten in der zentralen IT.

Können Sie hierfür Beispiele nennen?

Beispielsweise kann der Mitarbeiter auf dem Weg zum Kunden über den PDA noch einen Report generieren, der ihm alle für den anstehenden Besuch wichtigen Informationen liefert. Beim Kunden angekommen, nimmt er die aktuell notwendige Dateneingabe wie zum Beispiel Bestellungen direkt am PDA vor. Die Lösung sorgt nach Möglichkeit automatisch dafür, dass die neu erfassten Daten in die Zentral-IT übernommen werden. Dort sollen sie sowohl im Produktionssystem wie etwa der Bestellannahme als auch im Data Warehouse für Auswertungs­zwecke bereitgestellt werden.

Ist dies nicht bereits der Alltag in vielen Unternehmen?

Ganz im Gegenteil. Was sich auf den ersten Blick so einfach und selbst­verständlich anhört, ist in Wirk­­lich­keit in vielen Unternehmen noch Utopie. Im Regelfall enden DW und BI an den Grenzen des Kabels. Stationäre Arbeitsplätze liegen im Gebiet der DW/BI-Zivilisation, mobile Arbeitplätze in der DW/BI-Wildnis, auch »Papierwelt« genannt. Gleich­gültig, ob Vertrieb, Wartung, Service oder Belieferung – oftmals werden beim Kunden vor Ort Formulare ausgefüllt, die später in der Zentrale abgegeben und dort nochmals im Computer erfasst werden. Umgekehrt versorgt sich der Außendienst überwiegend mit Papier-Reports, mit denen er zum Kunden marschiert.

Besserung ist nicht in Sicht?

Doch! Immer mehr Firmen mobilisieren ihre Kollegen unterwegs mit PDAs. Der Außendienstler lädt sich seine Tages- oder Wochen­berichte, die er für die Tätigkeit benötigt, auf das Gerät und – oft noch wichtiger – erfasst alle Daten, die unterwegs anfallen, ebenfalls gleich elektronisch. Für BI übrigens besonders wichtig: Die Dateneingabe muss von vornherein so strukturiert werden, dass sich später damit sinnvolle Auswertungen und Analysen anstellen lassen. Die Synchronisation erfolgt entweder per Funk oder morgens beziehungsweise abends über einen Festanschluss.

Welche Motivationen haben die Unternehmen, sich Mobile Business zuzuwenden?

Wie unsere Studie »Mobile Business«, die wir zusammen mit der DGMF Deutschen Gesell­schaft für Managementforschung auf Basis einer Umfrage unter 2.200 Vorständen, Geschäfts­führern und Führungskräften der oberen Leitungsebene aus der deutschen Wirtschaft durchgeführt haben, zeigt, stellt die Beschleunigung von Geschäftsprozessen das wichtigste Motiv dar. Bei der Umfrage gaben 92 Prozent der deutschen Top­manager an, dass sie mit dem Einsatz von Handys, PDAs und Notebooks vor allem den Ablauf von Betriebsprozessen beschleunigen wollen.

Können Sie dafür ein konkretes Beispiel nennen?

Gerne. Als typisches Einsatzgebiet gilt das Schreiben von Kundenaufträgen durch den Vertriebsaußendienst und die Über­mittlung an die Firmenzentrale per Funk, so dass die Aus­lieferung der Waren noch am selben statt wie bislang üblich am nächsten Tag er­folgen kann. Weil die Unternehmen dadurch auch die Rechnung einen Tag eher an den Kunden verschicken können, ergeben sich jährliche Liquiditäts­potenziale für die deutsche Wirtschaft in zweistelliger Millionenhöhe.

Was hat das mit Business Intelligence zu tun?

Sehr viel. Laut Umfrage steht nämlich schon an zweiter Stelle die Verbesserung der Informationsqualität durch mobile Geräte, die 85 Prozent der Spitzenkräfte der deutschen Wirtschaft als wichtig er­achten. Genau dies – Verbesserung der Informationsqualität – gehört auch zu den maßgeblichen Zielen von Business Intelligence. Bislang konnten viele Daten, die nur auf Papier erfasst wurden, erst mit Verzögerung und zum Teil überhaupt nicht in den DW/BI-Prozess einbezogen werden. Indem die Daten dank mobiler Geräte minuten- oder zumindest taggenau für DW/BI zur Verfügung gestellt werden, steigt die Aktualität der Analysen signifikant. Die erhöht den Nutzen der in Business Intelligence getätigten Investitionen erheblich.

Was leitet sich daraus für Business Intelligence ab?

BI-Konzepte müssen zumindest mittelfristig eine mobile Komponente erhalten, um langfristig erfolgreich zu sein. Business Intelligence ohne Mobile Business wird es auf Dauer nicht geben.

 

Vielen Dank für das Interview

 

___________________________________________________________

Dirk Buschmann ist Vorstand der auf Mobile Business spezialisierten KI AG und Herausgeber der Studie »Mobile Business - Zielsetzungen, Strategien, Einsatzfelder« (eine Zusammenfassung der Studienergebnisse ist im Internet unter www.ki-ag.com abrufbar).

 

 
Copyright © 2003-2010  ap Verlag GmbH