2008 za Green IT Gruene IT Cisco Die Relevanz von Klima und Grüner IT

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Die Relevanz von Klima und »Grüne IT«

»Grüne IT« – Mehr als ein Schlagwort

Der vom Menschen zu verantwortende Kohlendioxidausstoß hat nachweislich einen entscheidenden Anteil an der globalen Erderwärmung. Auch die IT-Verantwortlichen haben den Klimaschutz unter dem Begriff »Grüne IT« auf die Agenda gesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei eine umwelt- und ressourcenschonendere Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK), vom Design bis hin zur Entsorgung der Technologie.

 

Z

u beachten sind hier zwei Aspekte: Auf der einen Seite hat die ITK heute einen 2-Prozent-Anteil am gesamten CO2-Ausstoß. Gefragt sind daher Lösungen, die dazu beitragen, den einen eigenen niedrigen CO2-Ausstoß haben. Auf der anderen Seite gelten Gebäude und Fabriken, Logistik und Reisen mit einem Anteil von 98 Prozent als Hauptverursacher von CO2-Emissionen. Gerade hier kann intelligente Netzwerktechnologie nachhaltig wirken und in diesen Bereichen dazu beitragen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Warum nimmt Cisco zum Thema »Grüne IT« Stellung?

Cisco setzt sich im Rahmen seiner Grüne-IT-Strategie konsequent und nachhaltig für Energie-Einsparungen im Netzwerk und damit zusammenhängend für die Reduktion des CO2-Ausstoßes im eigenen Unternehmen sowie bei Partnern und Kunden ein. Das Netzwerk trägt als Plattform zu Energie-Einsparungen bei, etwa indem durch moderne, virtuelle Konferenzlösungen Reisetätigkeiten verringert werden. Mit seinem Bekenntnis zu Grüner IT trägt Cisco auch den sich verändernden Ansprüchen seiner Kunden, Aktionäre und Partner Rechnung. Sie alle achten zu Recht darauf, in welchem Gesamtkontext sich ein Unternehmen bewegt. Cisco ist davon überzeugt, dass IT einen Beitrag zum Klimaschutz leisten muss und hat eine Reihe von Initiativen gestartet.

Was tut Cisco im Zusammenhang mit Grüner IT

1) Technologie-Lösungen

o    TelePresence und Unified Communications:

Die Integration von Sprach-, Daten- und Videoverkehr in ein konvergentes Netzwerk spart Energie. Es braucht nur noch ein Netzwerk betrieben werden. Virtuelle Zusammenarbeit über das Netzwerk vermeidet auch den Reiseaufwand.

Mit TelePresence hat Cisco ein virtuelles Konferenzsystem mit hochauflösender Videodarstellung in Lebensgröße und natürlichem Raumklang entwickelt. Konferenzen können nun in einer Art und Weise virtuell abgehalten werden, als ob die Gesprächspartner im gleichen Raum anwesend wären. Seit einigen Monaten ist das System bei Cisco Deutschland in den Frankfurter, Düsseldorfer und Münchner Büros installiert. Die Systeme haben eine Auslastung von über 90 Prozent und tragen zu einer deutlichen Reisereduzierung bei. In den nächsten Monaten werden TelePresence Systeme in weiteren deutschen Cisco Niederlassungen installiert, um weiter den Reiseaufwand zu senken, die Qualität der Meetings aber gleichbleibend hoch zu halten.

Zusätzlich wurde an jedem Arbeitsplatz-Telefon eine Videokamera installiert. Damit hat jeder Mitarbeiter bei jedem Telefonat die Möglichkeit zur Video-Telefonie.

o    Green Data Center:

In vielen Rechenzentren sind die einzelnen Komponenten physisch verteilt und werden jeweils nur zu einem geringen Prozentsatz genutzt. Die Folge: Viele Ressourcen liegen brach und verbrauchen Strom, ohne annähernd ausgelastet zu sein. Durch intelligente Architekturansätze kann deren Ausnutzungsgrad um ein Vielfaches gesteigert werden.

Mit seinem ganzheitlichen Data-Center-Ansatz zielt Cisco auf nachhaltig steigende Energieeffizienz. In einem intelligenten Netzwerk werden Konsolidierung und Virtualisierungs-Technologien eingesetzt, die zur Reduzierung der Gesamtanzahl von Einzel-Komponenten beitragen. Im Prinzip findet eine virtuelle Zentralisierung der Ressourcen statt. Der Stromverbrauch wird durch die höhere Auslastung verringert. Im Ergebnis könnte der Energiebedarf um 85 Prozent gesenkt werden und die Server-Effizienz von derzeit rund 15 auf über 70 Prozent erhöht werden. Pro virtuelle Server Group lassen sich bei Cisco 1.400 Watt einsparen. Zusätzlich arbeitet Cisco daran, den Stromverbrauch der restlichen Komponenten im Rechenzentrum zu reduzieren.

Alle neuen Switches beziehungsweise Module bei Cisco haben bei mehr Leistungsfähigkeit einen geringeren Energieverbrauch.

Der nächste Schritt, den Cisco empfiehlt ist, eine Service Automation einzurichten.

o    Foundation Technology:

Die Service Oriented Network Architecture von Cisco unterstützt und berücksichtigt die steigende Bedeutung des Netzwerks als Erfolgsfaktor für Unternehmen. Wachsender Komplexität und Individualisierung des Netzwerkes begegnet Cisco mit einer stringenten Architektur, deren Kernelement die Virtualisierung von Diensten ist. Das Netzwerk übernimmt sukzessive Funktionen und Dienste, die vorher in eigene Devices ausgelagert waren. Dies führt zu einer stark erhöhten Effizienz der eingesetzten Geräte.

 

2) Cisco Mitgliedschaften und Projekte

Neben der Produktentwicklung ist Cisco Mitglied zahlreicher Initiativen, die einen Beitrag zur Begegnung des Klimawandels leisten. Dazu zählen unter anderem die Teilnahme an der »Clinton Global Initiative« (CGI) mit Investitionen in Millionenhöhe in moderne Kommunikationsmittel, das Projekt »Connected Urban Development« mit Ansätzen für CO2-Reduktionen in Weltstädten und die Mitgliedschaft im Industrieverband »Green Grid« mit dem Ziel, den Energieverbrauch in Rechenzentren drastisch zu verringern.

o    Connected Urban Development:

Cisco hat in den Städten Amsterdam, San Francisco und Seoul ein Pilotprojekt gestartet, um mittels neuer Kommunikations-Infrastrukturen den CO2 -Ausstoß bei gleichzeitiger Erhöhung der Lebensqualität der Menschen zu reduzieren. Die Infrastruktur soll dazu beitragen, den Verkehrsfluß auf den Straßen effizienter zu gestalten. Konkret bedeutet dies den Einsatz von Technologien wie GPS, RFID, Wireless-Kommunikation und Breitband bei den Transportsystemen der Stadt. Durch Vernetzung wird damit ein optimierter und effizienter Informations- und Wissensfluß angestrebt. In Deutschland wird eine Partnerschaft mit der Stadt Hamburg aufgebaut. Erarbeitet wird hier ein Klimaschutzkonzept, bestehend aus 170 Teilprojekten, mit dem Ziel, in fünf Jahren den CO2-Ausstoß um 2 Millionen Tonnen zu reduzieren.

o    Connected Real Estate:

Cisco Connected Real Estate ersetzt die traditionelle »ein Arbeiter, ein Arbeitsplatz« Regel durch drahtlosen Netzwerkzugang und flexible Arbeitsumgebungen. Dies bringt mehrere Umweltvorteile für Bau-, Immobilien- und Gebäudemanagement. Durch einen geringeren Materialverbrauch (Büroeinrichtung, Hardware etc.) werden Kosten und Risiken gesenkt, Energieaufwand und Treibhausgase reduziert, als auch Abfälle minimiert. Erste Studien belegen, dass der Energieaufwand dadurch um circa 10-20 Prozent reduziert werden konnte. Weitere Effekte: höhere Mitarbeiterzufriedenheit und sinkende Betriebs- und Infrastrukturausgaben. Weltweit konnte Cisco mit seinem Modell von »Connected Workplace« und »Mobile Working« über 40 Prozent Bürofläche reduzieren und gleichzeitig Mitarbeiterkomfort, Zufriedenheit und Produktivität erhöhen.

Aktuelles Anwendungsbeispiel: Auf dem Rasen der Allianz-Arena in München sind Sensoren installiert, die der Platzwart von zu Hause steuern kann. Beispielsweise kann er die Bodenfeuchtigkeit messen, um eine eventuell notwendige Bewässerung auszulösen. Außerdem kann er die zentrale Steuerung der Licht- und Klimatechnik sowie die Zugangskontrolle übernehmen.

 

o    Themenportal: www.gruene-it.org

Unter der Domain www.gruene-it.org hat Cisco in Deutschland ein Themenportal gestartet, das aufzeigt und erklärt, wie IT zu Klimaschutz und Ressourcenschonung beitragen kann.

Das Themenportal wirft ein Schlaglicht auf die Auswirkungen des Klimawandels und hat das Ziel, Kunden und Partner von Cisco sowie Medien und die interessierte Öffentlichkeit kontinuierlich über die Fortschritte bei Reduktion des CO2-Ausstoßes und Energieverbrauch durch den Einsatz neuer Technologien zu informieren. IT-Verantwortliche in Unternehmen und Organisationen erhalten konkrete Lösungsvorschläge. Gleichzeitig soll das industrieweite Portal auch zur Diskussion anregen. Das Portal beinhaltet aktuelle Beiträge, Konzepte und Studien rund um Grüne IT und wird durch ein Online-Forum abgerundet.

 

3) Cisco on Cisco

International

o    Cisco unternimmt anhand von gültigen Industriestandards und gesetzlichen Richtlinien kontinuierlich Anstrengungen, Abfälle zu reduzieren, Energie einzusparen und Komponenten wiederzuverwerten. Einsparungsmaßnahmen bei der Energieversorgung, bzw. der Wechsel zu Öko-Strom in den Büros, der Einsatz von Hybrid-Fahrzeugen bis hin zu individuellen Naturschutzmaßnahmen einzelner Abteilungen und Mitarbeiter (beispielsweise die Verwendung von Energiesparlampen, das Pflanzen von Bäumen) gehören ebenfalls dazu.

o    Cisco verfügt über ein »Automated Managed Power System« – bei diesem werden Geräte, die nicht im Einsatz sind, erfasst und heruntergefahren. Ergebnis: der Stromverbrauch wurde um 40 Prozent reduziert und monatliche Kosten in Höhe von 65.000 $ eingespart.

o    Green Supply Chain: Die Wiederverwendung von zurückgenommenen Materialien wurde von 0 (FY 05) auf 22 Prozent (FY 07) erhöht. Dies entspricht 3,7 Millionen Pfund wiederverwendetes Material. Gemeinsam wurde mit einem Kunden ein neues Verpackungsmaterial entwickelt, das zu Einsparungen von 77 Prozent des Verpackungsmaterials führte.               

o    Im August 2007 bezeichnete die Zeitschrift IndustryWeek Cisco als »grünstes IT Unternehmen« und hob hervor, dass Cisco der elftgrößte Einkäufer von erneuerbaren Energien in den USA ist.

o    Cisco fördert die Gründung nationaler Beraterstäbe, so genannter Eco Boards, zur Umsetzung von Umweltschutz-Maßnahmen und achtet weltweit auf eine umweltbewusste Bauweise und Einrichtung seiner Gebäude. Aktuelle Beispiele: Die Niederlassung in Bangalore – Mit Hilfe eines intelligenten Lighting

Management System soll Energie in den 900 Haushalten eingespart und pro Jahr Kosteneinsparungen in Höhe von 350.000 $ erzielt werden. In der Niederlassung in Amsterdam wendet Cisco ein netzwerkbasiertes Gebäudemanagement an, mit dem Ziel, den Energieverbrauch um 52 Prozent und den CO2-Ausstoß um 51 Prozent zu senken. Der Energieverbrauch vom Gebäude und seinen Komponenten (Klimamanagement, Beleuchtung, Betrieb von Bürogeräten) liegt sogar unter dem von der dänischen Regierung geforderten Wert.

o    Cisco hat im Januar 2008 einen Umwelt-Verantwortlichen ernannt. Paul Marcoux kümmert sich um grüne Initiativen sowohl innerhalb des Konzerns als auch extern mit Kunden und dem Markt. Der Manager ist einer der Gründer des Green Grid.

National

o    Cisco GreenBoard Deutschland: Im Green Board erschließen Cisco-Mitarbeiter zusammen mit Mitgliedern aus dem Unternehmens-Management nicht nur Potenziale, wie Cisco in Deutschland »grüner« werden kann, sondern vor allem noch stärker aktiv zum Klimaschutz beitragen kann. Daraus werden an das internationale Programm angelehnt entsprechende Maßnahmen für die deutsche Cisco abgeleitet.

 

Resümee: Netzwerk als Plattform

Seit in der Wissenschaft Konsens herrscht, dass der Mensch erheblichen Anteil an der globalen Erderwärmung hat, wächst der Handlungsdruck erheblich. Auch auf die ITK kommt beim Klimaschutz eine langfristige und wichtige Aufgabe zu. Neben den Anspruch den eigenen CO2-Ausstoß zu senken, kann die IT-Branche anderen Industriezweigen (Fabriken, Logistik, Tourismus) dabei helfen, ihren CO2-Ausstoß zu reduzieren. Cisco stellt sich dieser Aufgabe und unterstreicht mit seinen Netzwerk-basierten Technologien und seinen nationalen wie internationalen Initiativen die Rolle der IT-Branche als fundamentaler Business-Treiber.

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Daten und Fakten zum Thema »Grüne IT«

o    Wegen steigender Öl- und Gaspreise setzen Kraftwerke mehr Kohle ein. Bis 2030 erwartet die International Energy Agency einen weltweiten Anstieg des Energiebedarfs um 53 Prozent. Die damit verbundenen CO2-Emissionen würden um 55 Prozent anschwellen.

o    98 einstündige TelePresence Meetings erzeugen ungefähr so viel CO2 Ausstoß wie ein Flug von:

o    San Francisco – Heathrow

o    San Francisco – Tokio

o    Heathrow – Bangalore

o    Aktuell setzt Cisco 171 TelePresence Installationen weltweit im eigenen Unternehmen ein.

o    TelePresence Units

o    US/Kanada: 78 CTS 3000, 43 CTS 1000

o    APAC/Japan: 19 CTS 3000, 5 CTS 1000

o    Europa: 20 CTS 3000, 4 CTS 1000

o    Emerging: 2 CTS 3000

o    Im FY07 hat sich Cisco im Rahmen der Clinton Global Initiative verpflichtet, seinen CO2-Ausstoß durch Flugreisen um 10 Prozent zu verringern. Verbunden ist dies mit einer 20-Millionen-Dollar Investittion in neue Collaboration Technologien (TelePresence, Unified Communications und Cisco Shared Workspace). In FY 07 ist es Cisco gelungen, den CO2-Ausstoß durch Reisen um 10 Prozent (=36.000 t) pro Mitarbeiter zu reduzieren.

o    Bis heute wurden bei Cisco über 61.574 TelePresence Meetings abgehalten.

o    TelePresence Kunden: Mittlerweile wird Cisco TelePresence von über 100 Kunden in über 40 Ländern eingesetzt.

o    Service Provider: BT, Rogers Communication, Sprint, Verizon, Telstra, NTT

TeliaSoneraJJ

o    Enterprise: Procter & Gamble, SAP, McKesson, Regus

o    Financial Services: Wachovia, ANZ JJBank

o    Handel: Media Saturn

o    Ausbildung: National Lambda Rail

o    Öffentlicher Sektor: Xiamen Muni­JJcipal Government

o    Wenn 50.000 Cisco Mitarbeiter jeweils 40 km Fahrt pro Woche über ein gesamtes Jahr einsparen würden, entspräche dies einer Einsparung von 55 Millio­nen Pfund C02. Das wären mehr als 10% an CO2 Emissionen, die Cisco durch Flugreisen verursacht.

 

 

 

 

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