2008 eg Green IT Gruene IT Experton Green IT - ein Hype?

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Worauf Anwender achten müssen

Green IT – Hype-Thema ohne Inhalt?

Nicht erst seit der CeBIT 2008 ist das Hype-Thema Green IT auf dem besten Weg von platten Marketingaussagen überlagert zu werden. Für Anwender bedeutet das, dass sie noch mehr als bisher auf messbare Aussagen bestehen müssen, bevor Investitionen getätigt werden.

 

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ines der wesentlichen Themen auf der diesjährigen CeBIT war Green IT. Das Thema wird seit gut einem Jahr von den großen Hardware-Anbietern aber auch von Anbietern aus den Bereichen System Management getrieben. Zwischendurch wurde das Thema sogar von der Politik aufgegriffen, allerdings relativ schnell wieder fallen gelassen, da es inhaltlich zu komplex ist. Seit gut 6 Monaten ist das Thema auch bei den CIOs auf der Agenda, und viele Anwender sind tatsächlich dabei, ihre Rechenzentren durch entsprechende Investitionen in Virtualisierungslösungen für Server, Storage und Netzwerk, sowie in IT-Hardware und Klimatechnik umweltfreundlicher zu machen.

Entsprechend hoch waren die Erwartungen auf der CeBIT, Produkte vorgestellt zu bekommen, die den Green-IT-Bemühungen der Anwender entgegen kommen. Leider wurde diese Erwartung jäh enttäuscht. »Zwar war Green IT eines der Top-Themen der CeBIT 2008, jedoch waren die Inhalte eher dünn gesät. Die absolute Mehrzahl der Aussteller hatten zwar Green IT auf ihren Fahnen stehen, jedoch zeigten die wenigsten tatsächlich Neues zum Thema«, resümiert Wolfgang Schwab, Senior Advisor bei der Experton Group. »Anbieter die in den letzten Monaten überhaupt nichts Neues zum Thema entwickelt haben, erklären heute, dass sie seit 30 Jahren ständig ihre Produkte im Hinblick auf Green IT optimieren«, ergänzt Schwab weiter.

Offenbar sind die meisten Anbieter willens, das Thema Green IT langsam aber sicher durch merkwürdige Marketingaussagen bis zur völligen Bedeutungslosigkeit zu hypen. Die meisten Anbieter tun sich mit dieser Taktik keinen Gefallen. Eine aktuelle Studie der Experton Group belegt, dass derzeit rund 35 Prozent der deutschen Unternehmen bereit wären Geld auszugeben, um den CO2 Ausstoß der IT zu senken und zwar ohne dass diese Investitionen sich notwendigerweise über geringere Kosten (z.B. Strom) wieder amortisieren müssen. »Diese Investitionsbereitschaft wird aber nur dann auch in tatsächliche Investitionen umgesetzt, wenn die erwünschten Ziele auch tatsächlich erreicht werden und vor allem realistisch vorab dargestellt werden«, kommentiert Schwab weiter.

Budget zur Reduktions des CO2-Ausstoßes

 

Abbildung 1: Budget zur Reduktion des CO2-Ausstoßes.

 

Aus Sicht der Experton Group sollten sich die Anbieter schnellstens auf ein realistisches und nachvollziehbares Produktmarketing besinnen. Nicht alles muss »Grün« sein, aber Produkte die unter diesem Label feilgeboten werden, sollten auch etwas mit dem Thema zu tun haben!

 

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