201001 50 Siemens Integrated Care Monitoring

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Leistungserbringer und Patienten profitieren von moderner IT

E-Health macht den Gesundheitssektor (wieder) fit

Warum die IT im Healthcare-Sektor eine immer wichtigere Rolle spielt, liegt auf der Hand: Die eine Seite – nämlich Leistungserbringer wie Krankenhäuser, Ärzte und Apotheker sowie die Leistungsträger, also die Versicherer – ist ständig gehalten, Kosten zu sparen und effizienter zu arbeiten. Die Gegenseite wiederum – sprich die Patienten – fordert eine immer bessere, verlässlichere und umfassendere Versorgung sowie individuelle Dienstleistungen. Wie aber lassen sich beide Parteien auf einen Nenner bringen?

 

D

ie zahlreichen Anforderungen der unterschiedlichen Akteure können nur durch den Einsatz neuer Technologien bewältigt werden. Für eine sichere und schnelle Kommunikation zwischen allen Beteiligten des Gesundheitswesens etwa sorgen daher schon heute neue IT-Lösungen wie das E-Health-Portal. Es dient als zentrale Informations- und Kommunikationsplattform im Internet und richtet sich einerseits an Bürger und andererseits an Ärzte, Kammern, Krankenkassen und Apotheken.

Gesundheitsportale: Unkompliziert und wirtschaftlich.

Sämtliche E-Health-Lösungen, von der auch für Deutschland geplanten elektronischen Gesundheitskarte über E-Medication-Applikationen bis hin zur elektronischen Patientenakte, kommen hier zum Einsatz und ergänzen sich gegenseitig. Zum Beispiel wäre es künftig denkbar, über das Portal Terminvereinbarungen zu treffen – sogenannte E-Appointments –, Überweisungen elektronisch vorzunehmen oder Rezepte digital auszustellen.

Bürger haben im Portal ebenfalls die Gelegenheit, sich über allgemeine Gesundheitsthemen zu informieren und sich eine Übersicht über niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser oder Krankenkassen zu verschaffen. »Die Akteure können sich mit ihren individuellen Leistungen im Portal präsentieren und wie in einem Forum untereinander austauschen. So kann ein Patient über die Plattform beispielsweise nach der Rehabilitations-Klinik suchen, die für ihn am besten geeignet ist«, erläutert E-Health-Experte und Principal Management Consultant Adrian Reimering von Siemens IT Solutions and Services.

Ferner wird es möglich sein, nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel über das Internet-Portal zu bestellen. Der Patient kann dazu mit Hilfe einer Online-Datenbank in Eigenregie die vorhandene Hausapotheke auf Unverträglichkeiten mit den neuen Medikamenten überprüfen. Damit trägt die E-Health-Lösung dazu bei, den steigenden Anforderungen an die Gesundheitsbranche bei meist gleichbleibenden Budgets für IT und Personal effizient und wirtschaftlich zu begegnen.

Endlich Licht im Datendschungel Administration.

Für mehr Transparenz, etwa bei sogenannten integrierten und selektiven Versorgungsverträgen, steht das Integrated Care Monitoring (ICM) des IT-Dienstleisters. Krankenkassen erhalten im Rahmen dieser Verträge die Möglichkeit, ihren Versicherten eine abgestimmte Versorgung anzubieten, bei der Haus- und Fachärzte, ambulante und stationäre Bereiche sowie gegebenenfalls Apotheken koordiniert zusammenwirken. Die IT-Lösung umfasst die dafür notwendige Infrastruktur inklusive Plattform für den Austausch von Informationen zwischen Ärzten, Krankenhäusern und Kostenträgern. Sie bildet die Basis, um sämtliche administrativen Vorgänge im Hinblick auf Behandlungen, Patienten und Budgets leicht und schnell abbilden zu können.

Dabei gibt es drei datenschutzkonforme Möglichkeiten, sich über ein Praxisverwaltungssystem Zugang zum ICM zu verschaffen: Mit Hilfe einer elektronischen Gesundheitskarte, online via Biometrie-Sicherheitsfunktionen oder offline. Dazu bereitet ICM die Informationen datenschutzrechtlich auf, verschlüsselt sie und überspielt sie auf einen Datenträger, etwa auf Diskette, CD-Rom oder einen USB-Stick. Dieser wird an die ICM-Zentrale gesandt und dort eingespielt. Umgekehrt erhält der Arzt – sofern er nicht online ist – einen Datenträger mit angereicherten Informationen und Auswertungen zurück.

Sicherer als sicher: Biometrie macht's möglich.

Wie bei allen Zutritts- und Zugangstechnologien spielt das Thema Identity and Access Management (IAM) eine wichtige Rolle. Schließlich können die gesamten Klinik- und Praxisdaten heute von jedem autorisierten Arbeitsplatz eingesehen und verändert werden. Eine sichere und persönliche Identifizierung des Personals ist folglich unabdingbar. Um die sensiblen Daten bei möglichst geringem Aufwand für das Personal ausreichend zu schützen, kommen daher häufig biometrische IT-Zugangskontrollen zum Einsatz. Sie identifizieren den Anwender eindeutig und in Sekundenschnelle – wie etwa bei der Krankenhausgruppe Barmherzige Brüder in Österreich.

Deren Angestellte rufen das Krankenhaus-Informationssystem (KIS) seit 2007 ohne Eingabe von Benutzernamen und Passwort auf. Zum Anmelden oder für den Zugriff auf speziell geschützte Daten tippen die Nutzer nur noch auf einen Sensor in der Maus und sind in wenigen Sekunden eingeloggt. Bei durchschnittlich rund 30 bis 40 Anmeldevorgängen pro Mitarbeiter und Tag bedeutet dies eine enorme Arbeitserleichterung für Ärzte und Pflegepersonal. Denn auch bei den Visiten und der Pflege kommen statt Papier und Bleistift mobile Visitenwägen mit Laptops und Mausablageflächen zum Einsatz, und die Dokumentation erfolgt zu hundert Prozent digital.

E-Health im Praxiseinsatz: die elektronische Patientenakte.

Ein Vorreiterrolle in puncto Healthcare-IT nimmt auch die Krankenhausgruppe Rhön-Klinikum AG ein: Deren Mediziner nutzen webbasierte, elektronische Patientenakten und verschaffen sich so mit wenigen Mausklicks schnell digitalen Zugriff auf sämtliche Befunde, Röntgenbilder oder Ergebnisse von Blutuntersuchungen. Werden im Untersuchungszimmer oder im OP rasch umfassende Informationen über den Patienten benötigt, kann an einem PC via Internet die gewünschte Akte einfach eingesehen werden. Mit der entsprechenden Berechtigung können Ärzte dann neue Diagnosen und Befunde in die Akte einfließen lassen.

Ein weiterer Vorteil: Bei der Aufnahme oder bei Verlegungen müssen die im Klinikverbund behandelten Patienten Dokumente und Bilder aus Voruntersuchungen nicht mehr mitbringen. Speziell chronisch Kranke profitieren, wenn ihre Krankengeschichte dem Arzt vollständig und jederzeit zur Verfügung steht. Die umfassenden Informationen helfen dem Arzt zudem, unnötige Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Der Zugriff auf die individuellen Gesundheitsdaten ist jedoch streng reglementiert und darf nur mit der Einwilligung des Patienten erfolgen.

Sarah Meixner

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Sarah Meixner ist freie Fachjournalistin in München

 

 

 

 

Durch Integrated Care Monitoring (ICM) erhalten Krankenkassen die Möglichkeit, ihren Versicherten eine abgestimmte Versorgung anzubieten, bei der Haus- und Fachärzte, ambulante und stationäre Bereiche koordiniert zusammenwirken.

Quelle: Siemens IT Solutions and Services

 

 

Sicherer Finger

Quelle: Siemens IT Solutions and Services

Per Fingerprint erhalten die Krankenhausmitarbeiter Zugriff auf das System. Ändert ein Arzt oder eine Pflegekraft Patientendaten, lässt sich der Urheber eindeutig zuordnen.

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