201001 80 Karl Storz Optimale Operationssäle

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OR1: Synergy in Operation

Optimale Operationssäle

Der OP ist einer der wichtigsten Faktoren in der gesamten klinischen Wertschöpfungskette – und dennoch ist gerade der OP oft die Quelle für medizinische und wirtschaftliche Störfälle. Um die Anforderungen einer ergonomisch und technisch durchdachten Arbeitsplatzgestaltung im OP gerecht zu werden, hat die Tuttlinger Karl Storz GmbH viele Innovationen in einem Gesamtkonzept vereint: OR1. Damit lassen sich Workflow-Prozesse mit einer besseren Wertschöpfung für Patient und Krankenhaus gestalten.

 

D

as Szenario ist bekannt: Der nächste Patient liegt, bereit für den Eingriff, im Vorbereitungsraum. Das OP-Team ist im Stress – der vorhergehende Notfall droht das komplette OP-Programm zur Makulatur werden zu lassen. Eile ist angesagt. Während das Reinigungspersonal letzte Hand anlegt, laufen die Vorbereitungen für den bevorstehenden Eingriff. Gerätschaften, Instrumente, Verbrauchsmaterialien müssen schnell beschafft und präzise gerichtet werden. Sätze wie »Hat jemand die Röntgenbilder« oder »Wo ist die Fernbedienung des OP-Tischs« schwirren durch die Luft. Vermutlich hat sie jemand in der Hektik im Nebenraum liegen lassen. Die Zeit läuft, das Setup ist immer noch nicht abgeschlossen, der Chef ist im Anmarsch, und zu allem Überfluss ist die Kollegin über einen der unzähligen Gerätewagen gestolpert …

 

OR1-Installation in Lausanne – Design trifft Funktionalität und Ergonomie.

 

Es ist eigentlich wie immer: Im OP gibt es zu wenig Platz. Geräte können nur umständlich und nicht zentral bedient werden und die Visualisierung dringend benötigter Informationen aus dem PACS (Picture Archiving and Communication System) oder der elektronischen Patientenakte gelingt, wenn überhaupt, nur eingeschränkt. Ganz zu schweigen von der unzureichenden Ergonomie des gesamten Arbeitsplatzes. Dies alles führt zwangsläufig zu fehlerträchtigen und frustrierenden Interaktionen bei allen Beteiligten – Missverständnisse, Unklarheiten und Zeitmangel sind vorprogrammiert.

Und das, obwohl gerade die Funktionseinheit OP einen der wichtigsten Faktoren in der gesamten klinischen Wertschöpfungskette darstellt. Gerade der OP, der diverse Abläufe der gesamten Klinik taktet, ist die Quelle für medizinische und wirtschaftliche Störfälle, obwohl besonders dort komplizierte Arbeitsabläufe eigentlich kein Thema sein sollten oder besser gesagt sein dürften. Um den aus all diesen Umständen resultierenden Anforderungen einer ergonomisch und technisch durchdachten Arbeitsplatzgestaltung im OP gerecht zu werden, hat die Tuttlinger Karl Storz GmbH viele Innovationen in einem Gesamtkonzept vereint: Karl Storz OR1.

Ergonomie und Effizienz.

Klinikärzte und Krankenhausmanagement brauchen heute zuverlässige und kompetente Partner, die in der Lage sind, das vorhandene Potenzial zur Optimierung chirurgischer Prozesse zu erkennen und umzusetzen. Partner, die Voraussetzungen schaffen, Workflow-Prozesse mit einer besseren Wertschöpfung für Patient und Krankenhaus zu gestalten. Weil wir die komplexen Bedürfnisse der Ärzte und Kliniken durch unsere fast 65-jährige Erfahrung kennen, und weil wir uns der steigenden Erwartungen bewusst sind, haben wir mit OR1 ein offenes und modulares System geschaffen, das zukunftsorientiert mit diesen Anforderungen wachsen kann. Die Systemarchitektur basiert auf drei flexibel gestalteten Bausteinen, die jederzeit die Möglichkeit zur Erweiterung bieten:

-       Der Karl Storz Communication Bus (SCB) ermöglicht es, alle Geräte- und Raumfunktionen sowohl vom sterilen als auch vom unsterilen Bereich aus über Touchscreens zentral zu bedienen – auf Wunsch auch per Sprache. Das Besondere daran ist: Der Bildschirm zeigt 1:1 die realistische Benutzeroberfläche des jeweilig ausgewählten Geräts. So funktioniert die Gerätesteuerung intuitiv, verringert Bedienungsfehler, spart Zeit und gibt somit zusätzliche Sicherheit. Dies gilt ebenso für die individuellen Konfigurationsmöglichkeiten. Für jeden Operateur und Eingriff sind alle Geräteeinstellungen individuell vorkonfigurierbar. Gespeichert als Profil sind sie in wenigen Sekunden bedarfsgerecht abzurufen und verkürzen so die Wechselzeiten und erleichtern die OP-Vorbereitung. Einfachheit herzustellen ist alles andere als einfach. Denn Medizintechnik muss einwandfrei funktionieren, das lässt sich angesichts des kritischen Einsatzgebiets unserer Produkte nicht bestreiten. Doch neben der technischen Reife eines Geräts entscheidet im Einsatz vor allem auch die Benutzerfreundlichkeit darüber, ob es wirklich sein Ziel erreicht. Es gilt die Interaktion zwischen Produkt und Mensch so zu gestalten, dass technischer Fortschritt wirksam umgesetzt, optimale Ergebnisse erzielt, Risiken vermieden und Anwender unterstützt werden. Hier sieht Karl Storz die Herausforderung von Usability.

-       Mit dem »Advanced Image and Data Archiving«-System AIDA ist das umgesetzt worden, was der Anwender von einer flexiblen Bilddokumentation erwartet. Die multifunktionale Architektur sorgt dafür, dass sich Arztbriefe und Dokumentationen einfach und schnell umsetzen lassen. Sämtliche patientenbezogenen Text- und Bilddaten sind komfortabel mit dem AIDA-System archivierbar und auf vielfältige Weise mit übergeordneten Informationssystemen kombinierbar. Mittels Netzwerk, einer IHE-zertifizierten DICOM-Schnittstelle, einer HL7- oder proprietären Schnittstelle wird ein wichtiger Beitrag zur Komplettierung des digitalen Datenflusses geleistet. Der OP ist per OR1 direkt an das bestehende Krankenhausinformationssystem oder PACS angeschlossen, schützt somit getätigte Investitionen und verbessert die Sicherheit im Umgang mit Patientendaten.

-       Kommunikation, egal wie, aber bitte unbegrenzt und direkt aus dem sterilen Bereich. Kein Problem mit den intelligenten Lösungen aus der IRIS-Produktfamilie (Intelligent Routing and Imaging Solutions). Ob von OP zu OP, ins Chefarztbüro, den Hörsaal oder sekundenschnell an jeden anderen Ort der Welt: Videokonferenzen, Live-Übertragungen von Eingriffen, Videostreaming, Audiokommunikation via Telefon oder Pager, alles ist möglich und konsequent umgesetzt. Durch flexibles Routing bildgebender Technologien (Endoskopie, Mikroskopie, C-Bogen oder andere radiologische Großgeräte) im OP kann eine optimale und ergonomische Visualisierung für alle Beteiligten im OP gewährleistet werden. Ein neues Mitglied der IRIS-Produktfamilie ist die Monitoring-Lösung »Overview« zur Unterstützung des OP-Personals und optimalen Kapazitätsplanung im OP. Mit Overview können die Vorgänge in Operationssälen, Intensiv- oder Säuglingsstationen von einem zentralen Ort aus, etwa dem Belegschaftsraum oder Arztbüro, im Auge behalten und so ein besseres Zeitmanagement geschaffen werden. Für mehr Zeit, die der Sicherheit und Gesundheit der Patienten zu Gute kommen kann.

Der OP ist ein Profitcenter.

Alle Geräte sowie OP-Leuchten sind ergonomisch auf Deckenversorgungseinheiten angebracht. Kein Gerät, kein Kabel berührt den Boden, das OP-Team hat volle Bewegungsfreiheit. Dies ermöglicht unter anderem die bessere Koordination des OP-Personals und nicht zuletzt die Erhöhung der Patientensicherheit.

Der OP von heute wird geführt wie ein Profitcenter. Nicht allein die erfolgreiche Operation steht im Vordergrund, sondern auch die Produktivität im Prozess. Der Einsatz der Softwarelösung »ORchestrion« von Karl Storz, die auf eine Anwendung mit OR1 abgestimmt ist, ermöglicht eine Kostenreduktion der laufenden Kosten bis zu 30 Prozent durch Optimierung der OP-Planung beziehungsweise OP-Durchführung (etwa Senkung der Wechselzeiten auf 15 Minuten), des Personals sowie einen reibungslosen Informationsfluss zwischen den Operationssälen und dem Krankenhausinformationssystem.

Das integrierte Prozess- und Ressourcenmanagement ORchestrion begleitet als webbasiertes modulares System die Wertschöpfungskette des Operationssaals in jedem Schritt. Der Gesamtprozess wird geführt von der Planung der Behandlung über die Operation bis hin zum Transport des Patienten zurück auf die Station.

Geringere Wechsel- und Leerzeiten.

ORchestrions »Resource Planning Module« (RPM) ermöglicht die Planung von behandlungsrelevanten Ressourcen wie Personal, Geräten und Instrumenten. Die Überprüfung auf Ressourcenkonflikte bezieht dabei OP-Slots der Operateure, Dienstzeiten, Verfügbarkeiten von mobilen Geräten, Instrumenten und Personal ein, um den »perfekten« OP-Termin zu finden.

Das »Steering and Localization Module« (SLM) erlaubt mit Hilfe von Patientenortung die Echtzeitkontrolle und Steuerung aller Behandlungsprozesse. Die automatische Anpassung des OP-Plans bei Zeitverzögerungen und Änderungen in der Ressourcenverfügbarkeit sichern dem Krankenhaus eine optimale OP-Auslastung. Die Ortung des Patienten erfolgt mit Hilfe eines kleinen WLAN-Tags, den der Patient bei der Aufnahme erhält. Die dabei verwendete WLAN-Infrastruktur erschließt zudem die Verteilung von Aufgaben an das Personal durch das Task Management. Die Benutzung von mobilen Endgeräten ermöglicht dabei, schnell auf neue Entwicklungen auf der Station oder im OP-Bereich zu reagieren und Verzögerungen zu vermeiden.

ORchestrion unterstützt ebenfalls eine optimierte Instrumentennutzung. RFID-Tags an Sieben oder Instrumenten sorgen dafür, dass das »Instrument Management Module« (IMM) den Lebenszyklus einer der teuersten Ressourcen im OP automatisch aufzeichnet und auswertet. Aus dem Lebenszyklus heraus werden Reparatur- und Austauschprozesse angestoßen. Defekte Instrumente werden beim Packen oder im OP aussortiert und entsprechend ausgetauscht.

Das webbasierte System trägt zudem durch eine exakte Instrumentenzuordnung zu einer Behandlung erheblich zur Erhöhung der Patientensicherheit bei. Sieboptimierungen, Lagerbestandsanpassungen, die Nachverfolgung von Lieferein- und -ausgängen sowie ein Überblick über die Instrumentenkosten pro Einsatz sind nur einige weitere Vorteile der OP-zentrierten Software IMM. Eine allgemeine Kostentransparenz, die Reduktion von Wechsel- sowie Leerzeiten und die Rückgabe der Kernkompetenzen sind die nachhaltigen Ziele, die das prozessorientierte System ORchestrion erreichbar und zu einem unverzichtbaren Bestandteil der OP-Organisation macht.

Sicherheit für Patient und Anwender.

Einer für Alles – dafür steht OR1: Geräte für endoskopische Eingriffe, bildgebende Technologien, Telemedizin, Audio- und Videotechnik, Datenmanagement und Dokumentation, die Bildschirme, der OP-Tisch, die OP-Leuchten sowie eine große Anzahl peripherer Systeme, auch Produkte fremder Hersteller – alles hat seinen Platz, ganz individuell. Dieser Umstand führt zu einer komplexen Kombination unterschiedlichster Systeme, ob medizintechnisch oder nicht.

Damit dieses Zusammenspiel zum einen reibungslos und zum anderen sicher funktioniert, wurde von Beginn an auf die Einhaltung der jeweils gültigen Normen geachtet, welche eine entsprechend technische Lösung voraussetzen. Dazu gehören der Einsatz von Signalisolatoren bei elektrisch leitenden Verbindungen, die aus dem OP-Saal hinausführen oder die Verwendung von zusätzlichen Trenntransformatoren mit ISO-Wächtern bei der Einbettung nicht medizinischen Geräts in das ME-System. Alles im Sinne der elektrischen Sicherheit für Patient und Anwender. Daneben wird die Patientensicherheit durch weitere Funktionen erhöht. Dazu gehören die audiovisuelle Darstellung von Fehlermeldungen der Geräte oder die automatische Übernahme von Patientendaten aus dem PACS oder KIS-System.

Die neueste und bereits in OR1 verwirklichte Idee und kommende Verpflichtung im Gesundheitswesen ist die sogenannte Time-out Verification. Die Checkliste vor der eigentlichen OP entspricht dem Standard der Weltgesundheitsorganisation WHO und beinhaltet alle notwendigen Schritte, um vermeidbare und patientengefährdende Ereignisse wie die Verwechslung von Patienten, von Eingriffen, der korrekten Körperseiten oder auch Informationslücken genereller Natur zu verhindern. Der Time-out wird vor dem Start des Eingriffs auf allen Monitoren angezeigt und kann somit von jedem Teammitglied mit verfolgt werden. Das Ausfüllen der Liste wird protokolliert und das so erstellte Protokoll abschließend zur Komplettierung der OP-Dokumentation auf Papier oder elektronisch zur Verfügung gestellt.

Leistungsportfolio.

Ein moderner OP ist eines der sensibelsten Systeme in der medizinischen Versorgung und stellt das Herzstück eines jeden operativ tätigen Krankenhauses dar. Die Vielfalt der Aufgabenstellungen für die Planung neuer oder zu modernisierender OP-Lösungen ist groß und steigt entsprechend der gewünschten Individualisierung. Karl Storz findet mit seinem Kompetenzpartner Medplan Engineering die Lösungen dazu – partnerschaftlich und auf Augenhöhe. Denn die Planung und Ausführung des OR1-Projekts gehören zu den Kernkompetenzen von Medplan Engineering.

Dahinter steht ein ganzheitliches Konzept, das die Beratung, Entwicklung, Planung und Ausführung von Operationssälen bis hin zu kompletten Kliniken beinhaltet. Es berücksichtigt die Integration länderspezifischer Anforderungen an Gebäude- und Medizintechnik ebenso wie flexible Lösungen, die auf die individuellen Erfordernisse des Krankenhauses abgestimmt sind. Medplan Engineering analysiert und erfasst die bestehenden Betriebsabläufe und bringt diese Erkenntnisse mit Hilfe von Simulationen in die Planungs- und Designphase ein. Medplan Engineering entwickelt kundengerechte Empfehlungen zur Optimierung der Ablauforganisation und kümmert sich um deren Umsetzung.

Die Zusammenarbeit mit dem weiteren Kompetenzpartner Karl Storz Solutions begleitet ganzheitlich beratend von der Gesamtkonzeption bis hin zur Finanzierung des Projekts. Im Mittelpunkt steht eine Idee: Alles aus einer Hand und alles in einer Verantwortung. Vom maßgeschneiderten, kompletten Produkt- und Leistungsportfolio für den OP über alle Dienstleistungsmodule wie das Karl Storz Service-Programm Endoprotect1, ORchestrion oder Medplan Engineering bis hin zu individuell erstellten Finanzierungskonzepten wie Leasing, Miete oder Nutzungsüberlassung. Reinvestitions-Konzepte, Pay-per-Procedure und DRG-Anpassungen runden dieses Angebot zusätzlich ab.

Aus jeder Perspektive gesehen: Die OR1-Technologie von Karl Storz eröffnet genau diese. Ob die bessere Einbettung des OPs in die gesamte Krankenhaus-Infrastruktur oder die Verbesserung chirurgisch/medizinischer Prozesse: Heraus kommt eine vollständig integrierte OP-Lösung, auf Wunsch auch aus einer Hand. Vielleicht ist Erfahrung kombiniert mit Weitsicht das Erfolgsgeheimnis, das die Marke Karl Storz zu einem führenden Spezialisten in der Endoskopie und mit OR1 weltweit zu einem Begriff für Innovation, Effizienz und Sicherheit im OP gemacht hat. Denn Anspruch und Wirklichkeit der OR1-Technologie sind bei Karl Storz deckungsgleich. So wie die sechs perfekten Seiten eines Würfels. Jede Seite steht stellvertretend für ein Systemmodul – perfekt im Detail, im Ganzen vollkommen.

Bernadette von Wittern

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Bernadette von Wittern ist Marketing Manager OR1 in der Karl Storz GmbH, www.karlstorz.com

 

 

 

 

 

 

 

 

Übersichtlich

Quelle: Karl Storz GmbH

Prozessoptimierung mit ORchestrion-IT als Business Enabler.

 

 

 

Neben der technischen Reife eines Geräts entscheidet im Einsatz vor allem die Benutzerfreundlichkeit darüber, ob es wirklich sein Ziel erreicht.

 

Das Zusammenspiel von »ORchestrion« und »OR1« ermöglicht eine Reduktion der laufenden Kosten bis zu 30 Prozent.

 

 

 
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