201001 93 Buffalo NAS im Netzwerk

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NAS-Geräte im praktischen Netzwerk-Einsatz

Zentraler Speicher spart Kosten

NAS-Speicher sind für kleine Unternehmen und professionelle Anwender eine interessante Alternative zu gestandenen File-Servern, bieten sie doch zu einem Bruchteil der Anschaffungs- und Betriebskosten fast die gleichen Leistungen. Zudem sind NAS-Systeme besonders benutzerfreundlich, denn sie werden in der Regel voll bestückt und einsatzbereit geliefert und brauchen nur an das Netzwerk angeschlossen zu werden.

 

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ür viele kleinere Unternehmen bedeutet ein dezidierter Server ein zu hoher Aufwand für den Nutzen, den ein solches Gerät hätte – einfacher Speicherplatz, der zentral über das Netzwerk zugänglich ist und gemeinsam genutzte Daten aufnimmt, reicht hier vollkommen aus. Dafür eignen sich eher »Network Attached Storage«-Geräte. Bei den hohen Anschaffungskosten heutiger Server inklusive der notwendigen Softwarelizenzen können Unternehmen für das gleiche Geld sogar zwei NAS anschaffen und damit die Ausfallsicherheit durch Replikation (doppelte Speicherung auf zwei identischen Systemen, die räumlich getrennt untergebracht sind) noch erhöhen.

Bessere Energiebilanz

Auch bei der Energiebilanz schneiden NAS sehr viel besser ab. Ein gewöhnlicher Server verbraucht mindestens 350 Watt und mehr, und das selbst im Leerlauf. NAS-Geräte von Buffalo, einem Anbieter aus Austin (Texas, USA), beispielsweise verbrauchen maximal 55 Watt im Vollausbau mit vier Laufwerken. Die Zweiplattensysteme begnügen sich sogar mit 24 Watt und ein Einzelplatten-NAS benötigt nur 14 Watt. Da verbraucht selbst die Leuchte im Serverraum mehr Strom…

Zu den eingesparten Energiekosten kommen die geringeren Lizenzgebühren. Da viele NAS keine lizensierten Server-Betriebssysteme benötigen, sondern auf Linux basieren, ist die Software quelloffen und frei von Kosten. Bei den großen Herstellern unterliegen die Geräte einer permanenten Qualitätskontrolle und -sicherung und werden permanent auf den neuesten Stand gebracht. Die Updates sind in der Regel kostenfrei, und Firmen müssen häufig auch keine teuren Wartungsverträge abschließen, um die NAS zu betreiben. Dank einfacher Handhabung benötigen sie keinen zertifizierten Wartungstechniker, sondern jeder IT-Mitarbeiter kann die Verwaltung des Speicherplatzes übernehmen. Bis auf die physikalische Grenze der Netzwerkzugriffe sind keine Limits vorhanden, was die Anzahl der Nutzer auf jeder NAS-Einheit betrifft.

Ready to go

Bei der Wahl der NAS hat man im unteren Preissegment die Möglichkeit, selbst die Laufwerke einzusetzen. Sicherer ist es jedoch, wenn man die NAS als fertig bestückte Endlösung kauft. Der Anwender ist damit von der Qual der Wahl erlöst, passende Festplatten aussuchen zu müssen und kann sich darauf verlassen, dass Festplatten vom Hersteller des NAS passend ausgesucht und getestet sind. Besitzer gehen damit sicher, dass es sich um ein funktionierendes System handelt und dass keine versteckten Folgekosten für Festplatten und Zeitaufwand zur Inbetriebnahme auf ihn zukommen. Bis auf den Anschaffungspreis sind keine weiteren Kosten zu erwarten.

Viele NAS bieten neben der reinen Speicherung der Daten weitere Funktionen, die sie für den Einsatz in vielen Situationen empfehlen. Hauptverwendung ist natürlich die zentrale Datenspeicherung für das komplette Netzwerk. Darüber hinaus können sie auch eingesetzt werden, um zentral Mediadateien wie Audiofiles, Videos, zentrale Firmendokumente und anderes verfügbar zu machen.

Für jeden das richtige

NAS-Lösungen sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Sie können sowohl als »Standalone»-Gerät für die Platzierung im Büro erworben werden als auch in einer »Rackmount»-Variante für die Montage in einem Serverschrank. Bei Buffalo erreicht das aktuelle Modell, die Terastation III, Transferraten bis zu 60 MB/s dank Port Trunking. Sie bietet Funktionen wie ein NFS (Network File System) für die Einbindung von UNIX-Clients sowie SMB (Server Message Block) für erweiterte Server-Dienste im Windows-Netzwerk sowie Active Directory-Unterstützung.

Dank eines integrierten DLNA-Servers greifen mobile Mitarbeiter oder Kunden auch von ihrem Notebook, Smartphone oder iPhone auf Präsentationen oder Videos zu, die Dateien können aber auch von DLNA-fähigen Endgeräten wie Flachbildschirmen abgerufen werden. Via FTP- oder Web-Access steht Anwendern über das interne oder externe Netz der Speicherplatz im Fernzugriff zur Verfügung.

Die Datensicherheit gewährleisten die Hersteller durch einen redundanten Verbund von bis zu vier Festplatten mit maximal 8 Terabyte Gesamtkapazität (2 TB je Laufwerk). Diese lassen sich in den RAID-Modi 0, 1, 5 oder 10 mit ergänzenden Authentifizierungs- und Verschlüsselungs-Features betreiben.

Resümee

NAS-Systeme sind die passende Antwort auf die Herausforderungen an die modernen Netzwerke, ohne sie mit zu viel Hardware zu überfrachten. Durch die geringen Betriebskosten, die einfache Handhabung und den sicheren Betrieb sind sie die richtige Lösung für viele kleine Netzwerke.

Thomas Jungbluth

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Thomas Jungbluth ist IT-Autor und –Experte seit mehr als 22 Jahren.

 

 

 

NAS- Standalone-Varianten (im Bild Buffalo Terastation III) werden via Netzwerkschnittstelle angeschlossen und bieten bei voller Bestückung Kapazitäten bis zu 8 Terabyte Daten der unterschiedlichsten Art

 

 

 

Technische Daten eines typischen NAS-Systems für kleine und mittlere Unternehmen (hier: Buffalo Terastation III)

  • Bauformen: 1HE-19»-Rackmount, Desktop-NAS
  • 4 Festplatteneinschübe für SATA-Festplatten
  • Kapazitäten: je nach Bestückung 2, 4, 6 oder 8 Terabyte erhältlich, Preis ab etwa 1.000 Euro
  • Datenübertragungsgeschwindigkeit: bis zu 60MB/s
  • Anschlüsse: 2 x 10/100/1000 Gigabit Ethernet-Anschlüsse mit Port-Trunking-Funktion, 2 x USB
  • Betriebsmodi: Standard, RAID 0, 1, 5, 10
  • Sonderfunktionen: NFS für UNIX-Clients, Active Directory Unterstützung (Kerberos), Replikationsfunktion für Datenwiederherstellung nach Festplattenfehlern, integrierter DLNA-Media-Server, automatische AES 128-Bit-Verschlüsselung, Quota-Management, integrierter Druckerserver
  • Software: Memeo AutoSync Backup Software, integrierter BitTorrent Client, Unterstützung für Apple Time Machine, EXT3 Reader – Backup-Dateien, die sich auf angeschlossenen USB-Festplatten befinden, können auf Windows-Computern gelesen werden
  • Unterstützte Betriebssysteme: Windows 2000, XP, Vista, Windows, Server 2003/2008, Windows MCE 2004/5, Mac OS X 10.3.9 bis 10.5.8, Linux/Unix

 

 

Compliance und die Folgen

NAS-Systeme bedienen einen wachsenden Markt, aus mehreren Gründen. Die Notwendigkeit, zusätzlichen Speicherplatz anzuschaffen, ergibt sich nicht allein aus der wachsenden Zahl und Größe der Dateien in einem Unternehmen. Dokumente werden immer häufiger auch elektronisch gespeichert, und Filme und Videos sowie Audio-Dateien nehmen zusätzlichen Platz in Anspruch.

Außerdem ist da noch die Sorge um den Datenbestand. Unternehmen sind durch die GDPdU (Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen) seit kurzem angehalten, ihre gesamte Buchführung elektronisch abzuwickeln, um eine reibungslose Buchprüfung zu ermöglichen. Ein Datenverlust hätte in einem solchen Fall schwere Folgen, weil viele Firmen zugleich auf eine Papier-Archivierung ihrer Unterlagen verzichten. In diesen Unternehmen dienen NAS auch als Archivmedium für Backup-Dateien und müssen deswegen möglichst schnell und problemlos agieren.

 
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