201002 Datacore Virtualisierung der Infrastruktur

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IT-Kosten durch Virtualisierung gesenkt

Virtuell – flexibel, unabhängig und schnell

Beim Regionalspital Emmental AG (RSE AG) liegen rund 80 Prozent aller Daten und Systeme in einer virtuellen Infrastruktur. Die Speichervirtualisierung sorgt für Hochverfügbarkeit, erhöht die Ressourcenauslastung und ermöglicht die einfache und flexible Erweiterung des Speichers. Im Zusammenspiel mit der Servervirtualisieurng können betriebliche Prozesse schneller und bis zu 30 Prozent kostengünstiger umgesetzt werden.

 

D

ie schweizerische öffentlich-rechtliche Regionalspital Emmental AG (RSE AG) garantiert mit ihren Spitälern Burgdorf und Langnau die akutmedizinische Versorgung einer Region mit rund 120.000 Einwohnern. An beiden Standorten wird eine solide Grundversorgung in Chirurgie und innerer Medizin angeboten. In Burgdorf wird sie ergänzt mit spezialärztlichen Disziplinen, in Langnau besteht eine Abteilung für Komplementärmedizin. Die RSE AG beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter.

Die zentralen IT-Dienste stellt das Rechenzentrum in Burgdorf bereit, von wo aus rund 550 Computerarbeitsplätze in den beiden Spitälern unterstützt werden. Dazu musste das dreiköpfige Infrastruktur-Team zehn physische Daten- und 25 Applikationsserver inklusive integrierter Speicherplatten dezentral warten, konfigurieren und aktualisieren. Dabei fallen in den RSE-Spitälern sehr große Datenmengen an. So benötigt man für Ultraschallbilder pro Jahr etwa 500 Gigabyte Speicherplatz. Speicherkapazitäten lassen sich nur mühsam erweitern, die Wartung der Infrastruktur ist aufwendig. Angesichts des Datenvolumens von über zwei Terabyte entschied man sich, eine umfassende Konsolidierung des Rechenzentrums anzugehen.

Virtualisierung als Lösung.

Höhere Effizienz, mehr Flexibilität und eine bessere Kostenstruktur sollten durch Servervirtualisierung erzielt werden. Die Wahl fiel auf Microsoft Windows Server 2008 Hyper-V Release 2. Die integrierte Virtualisierungstechnologie erlaubt es, eine Vielzahl von Servern als virtuelle Maschinen auf wenigen physischen Servern zu installieren und sie flexibel zu bewegen. Mit dem Release 2 wurden Automations- und Hochverfügbarkeitsfeatures erweitert. »Hyper-V bot das bessere Kosten-Nutzen-Verhältnis als das mitevaluierte Konkurrenzprodukt. Und die Lösung passte nahtlos in unsere bestehende Server-Landschaft«, erläutert Falko Gieldanowski, Leiter Informatik der RSE AG.

Virtuelle Server benötigen eine zentrale Speicherlösung mit Hochverfügbarkeit, hoher Performance und der Möglichkeit zur dynamischen Erweiterung. Ziel war die redundante Datenhaltung sowie eine Performancesteigerung im Parallelbetrieb, wobei Ausfallsicherheit möglichst automatisiert ohne die Erstintervention durch die IT-Abteilung geregelt werden sollte.

»Die Archivierung von Daten im Krankenhausbereich ist komplex, die gezielte Löschung ab einer gewissen Größenordnung kaum mehr zu leisten. Die Datenverfügbarkeit etwa von medizinischen und Pflegedaten hat höchste Priorität, gleichzeitig führen unterschiedlichste Aufbewahrungsfristen zu enormem Aufwand für die Archivierung. Wir müssen dem mit einer redundanten Datenhaltung Rechnung tragen, die konsequent mit unseren Kapazitätsanforderungen mitwachsen kann. Mit der Speichervirtualisierung SAN melody haben wir diese gefunden«, verdeutlicht der IT-Leiter.

In einem etwa sechswöchigen Auswahlprozess nahm man zunächst diverse Hardware-SAN-Angebote namhafter Hersteller unter die Lupe. Die Firma One Tec AG, langjähriger zuverlässiger Lieferant für die RSE AG, überzeugte jedoch davon das Konzept der Softwarevirtualisierung konsequent auch auf Speicherebene weiterzuführen. Dies führte zur Datacore-Software.

Problemlose Installation.

Datacores SAN-melody-Software übernimmt die Kontrolle des gesamten Disk-Speichers unabhängig von Hersteller oder Typ und stellt ihn physischen oder virtuellen Maschinen als virtuelles Laufwerk zur Verfügung. Mit den zahlreichen integrierten Funktionen wie synchroner Datenspiegelung (Hochverfügbarkeit), asynchroner Datenspiegelung (Disaster Recovery), Performancebeschleunigung (Caching), dynamischer Speicherzuweisung (Thin Provisioning), Snapshots oder Datenmigration profitiert der Nutzer von einer auch funktional ausbaufähigen Speicherlösung. Hochverfügbarkeit wird durch den Autofailover und Autofailback zwischen den Storage-Servern realisiert.

Die One Tec AG übernahm in der Folge die Implementierung und Konfiguration der SAN-Virtualisierung. Dazu ist SAN melody mit einer vier Terabyte-Lizenz pro Seite auf zwei herkömmlichen HP-Servern (HP DL360 G6) installiert. 20 Platten à 1 TB Kapazität sind direkt in die Server eingebaut beziehungsweise in einem Disk-System (HP MSA 2000) untergebracht und mit RAID-5 gesichert. Für die Anbindung der Applikationsserver nutzt man iSCSI über Kupferleitungen. Durch die redundante Auslegung und automatische Synchronspiegelung wird Hochverfügbarkeit kosteneffizient und transparent dargestellt.

Anschließend führte One Tec die Migration von File-, Print-, Exchange- und SQL-Services durch, die im Laufe von etwa vier Wochen abgeschlossen war. Dabei konnten auch die kritischen Applikationen wie etwa das Echokardiographie-System problemlos migriert werden. Auf 15 physischen Hyper-V-Maschinen laufen heute rund 50 virtuelle Maschinen, die von SAN melody mit Speicher versorgt werden. Dabei stehen verbuchte 30 Terabyte einer derzeit genutzten Kapazität von sechs Terabyte (gespiegelt pro Seite) gegenüber. Selbst die Systemdisks für die VMs liegen im SAN. Das Aufsetzen der virtuellen Server mitsamt Storage erweist sich über das Microsoft System Center, in das auch die SAN-melody-Konsole eingebettet ist, als einfach und reibungslos. Drei Mitarbeiter der RSE AG haben hierzu an einer Schulung teilgenommen.

Erfolgreiche Bewährung.

»Der betriebliche Nutzen ist enorm. Früher dauerte das Aufsetzen eines neuen Servers mit entsprechender Speicherkapazität Stunden, heute eine Viertelstunde. Das System-Management für Server und Storage gestaltet sich über das Microsoft System Center mit SAN melody einfach und übersichtlich«, so Gieldanowski, »Wir sparen sicher 30 Prozent Zeit und Ressourcen – und dieser Wert wird sich noch weiter verbessern.«

Ein Hardwarefehler führte dann zu einer Bewährungsprobe. Der Ausfall wurde zwar von SAN melody Autofailover durch automatisches Umschalten auf die verbliebene Hardware kompensiert, jedoch benötigte die anschließende Resynchronisation zu lange. Dadurch kam es im laufenden Betrieb zu Performance-Einschnitten. Durch eine Analyse der One Tec in Zusammenarbeit mit den Datacore-Experten wurde die direkte iSCSI-Verbindung zwischen den SAN melody-Servern identifiziert und gegen eine starke, redundant ausgelegte 4 GB FC-Verbindung ersetzt. Zudem wurde der Storage direkt (statt über Switches) an die Speichervirtualisierungsserver angeschlossen.

Gelungene Optimierung.

»Das war eine hilfreiche Erfahrung. Die Betreuung durch die One Tec AG war dabei ausgezeichnet, auch der Datacore-Support arbeitete rasch, kompetent und zuverlässig. Nach geplanten Auszeiten benötigt eine vollständige Resynchronistation weniger als vier Stunden und wir haben die Gewissheit unseren Betrieb zu jeder Zeit auch performant aufrecht erhalten zu können«, zeigt sich der IT-Leiter zufrieden.

Durch die Virtualisierung lässt sich die Speicherhardware effizienter nutzen, die Serverinfrastruktur schnell und flexibel an neue Bedürfnisse anpassen und die Wartung einfacher und kostengünstiger realisieren. In einem nächsten Schritt soll das hochkapazitive PACS-Archiv in die SAN melody-Architektur befördert werden, mit der geplanten Einführung von Microsoft App-V möchte man den eingeschlagenen Konsolidierungsweg weiter gehen.

»Heute ist die Server-Virtualisierung mit Microsoft Hyper-V und die Speichervirtualisierung SAN melody fester Bestandteil unserer IT-Strategie, die der RSE AG hilft, Kosten für Hardware, Energie und Administration zu sparen«, resümiert Gieldanowski. »Wir haben die Flexibilität für neue Projekte geschaffen, sind von Hardwareherstellern weitestgehend unabhängig und erweitern unseren Speicher dynamisch nach Bedarf. Ich schätze Kosteneinsparungen von rund 15 % im Bereich der Hardwareanschaffungen dürften realistisch sein.«

Verena Simon

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Verena Simon ist Fachjournalistin in München

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Datacore Software GmbH, Bahnhofstr. 18, 85774 Unterföhring, Tel: +49 (0) 89 4613570-0, Email: infoGermany@datacore.com

 

 

Über Datacore Software

Datacore Software entwickelt Virtualisierungssoftware für Storage und versorgt Speicherressourcen in physischen und virtuellen IT-Umgebungen mit höchster Verfügbarkeit, bester Performance und größten Auslastungsgraden. Datacore Software bildet die dritte Dimension der Virtualisierung ab, von der der Erfolg von Server- und Desktopvirtualisierungsprojekten abhängt, ganz unabhängig von Modell oder Hersteller der eingesetzten Storage-Hardware.

Weitere Informationen unter www.datacore.de

 

Überblick

 

Projektanforderung

Zentraler Speicher für Microsoft Hyper-V

Hochverfügbarkeit, redundante Datenhaltung

Performance-Steigerung

 

Speicherlösung 

Datacore SAN melody

20 x 1 TB; 4 x RAID-5 SATA-Festplatten

 

Vorteile

Flexibilität für neue Projekte

Speicherbedarf kann dynamisch erweitert werden

Einfachere Migration auf neue Hardware

Unabhängigkeit von HW-Herstellern

Kosteneinsparung: 30 Prozent im RZ-Betrieb, 15 Prozent Hardwareanschaffung

 

 

 

 

 

Dritte Dimension

Quelle: Datacore

Die dritte Dimension der Virtualisierung – die der Speicher – bestimmt den Erfolg von Server- und Desktopvirtualisierungsprojekten.

 

 

Reelle Spittäler

Quelle: RSE AG

Die schweizerische öffentlich-rechtliche Regionalspital Emmental AG (RSE AG) – hier das Spital Burgdorf – ist voll auf dem Virtualisierungszug aufgesprungen.


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