201002 Karl Storz Mit Gesten steuern

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Innovationen im integrierten OP

Mit Gesten steuern

Medizintechnik muss angesichts des kritischen Einsatzgebiets der Produkte einwandfrei funktionieren. Doch neben der technischen Reife eines Geräts entscheidet im Einsatz auch die Benutzerfreundlichkeit darüber, ob es wirklich sein Ziel erreicht. Dabei kommt es auf die richtige Schnittstelle zwischen Produkt und Benutzer an. Und genau darum geht es bei OR1 NEO.

 

K

arl Storz war führend in der Entwicklung von OP-Integration als in den 1990ern die minimalinvasive Chirurgie ihren Einzug in die moderne Chirurgie hielt. Mit den verbesserten OP-Techniken stiegen aber auch die Anforderungen an das OP-Umfeld. Mehr und mehr Geräte und neue komplexere Technologien zogen in den OP ein. Die Gerätebedienung erfolgte umständlich direkt an den im OP verstreuten Geräten, die Darstellung und der Zugang zu wichtigen Daten waren nur begrenzt möglich. Der Arbeitsplatz und das OP-Umfeld waren noch wenig effizient gestaltet und ergonomisch nicht ausgereift.

Was man Anfang 2000 als integrierten OP betrachtete, hat heute längst nicht die gleiche Bedeutung. Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung in medizinischer Integration und mehr als 65 Jahren Erfahrung in der Medizintechnik definiert Karl Storz OP-Integration als Kombination aus drei verschiedenen Aspekten in seinem Konzept OR1 NEO:

·                     Zentrale Kontrolle des gesamten OPs erleichtert die Steuerung endoskopischer und peripherer Geräte und ermöglicht Darstellung, Dokumentation und Übertragung von Informationen aus Video- oder anderen Datenquellen im und außerhalb des OPs.

·                     Ergonomie und benutzerfreundliches Design unterstützen den Workflow und den modernen, zweckdienlichen Arbeitsplatz.

·                     Vernetzung verbessert die audio-visuelle Kommunikation aus dem OP-Umfeld für Telekonferenzen, Lehrunterricht oder Telechirurgie und erlaubt die Einbindung des OPs in bestehende Krankenhaussysteme wie PACS, KIS oder RIS.

 

Ärzte und Krankenhausverwaltung brauchen verlässliche Partner, die ihr Bestmögliches geben, um den Arbeitsablauf sowie die Patientensicherheit und damit den chirurgischen Erfolg zu verbessern. Deshalb hat die Firma Karl Storz mit OR1 NEO einen eigenen Standard für höchste Ansprüche in der Medizinintegration etabliert.

Durch die 1:1 Abbildung der Geräte auf einem Touch Screen, der als Fernsteuerung für den gesamten OP genutzt wird, ist von Anfang an einfachste Bedienung gewährleistet. Da das OP-Team die Geräte in der Regel schon kennt, müssen sie sich so an keine neue Bedienung gewöhnen. Das neue Design der Benutzeroberfläche ist wegen der klar geordneten Steuerungselemente noch intuitiver zu bedienen, farblich an die Lichtverhältnisse im OP angepasst und für die Touch-Bedienung optimiert. Das sorgt nicht nur für kurze Lernkurven, Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit, schnelle und exakte Bedienung, sondern auch für Zufriedenheit bei den Anwendern.

Sicherheit steht im Vordergrund.

Medizinische Fachkräfte tragen eine hohe Verantwortung: Leben und Gesundheit der Patienten liegen in ihren Händen. Damit das OP-Team sich auf seine Hauptaufgaben konzentrieren kann, sind die Zuverlässigkeit der eingesetzten Technik und die Erfüllung elektrischer Sicherheitsstandards für medizintechnische Geräte Grundvoraussetzungen. OR1 NEO wurde strikt nach diesen Anforderungen und den Bedürfnissen der Anwender entwickelt. Elemente wie Arbeits- und Denkprozesse, Alltagserfahrungen sowie Einschätzungen von Experten der Fachbereiche flossen bei der Gestaltung in hohem Maße ein.

Für die Anwender stellt OR1 NEO eine Erweiterung ihrer Fähigkeiten und eine Absicherung gegen ihre menschlichen Schwächen dar, so dass die Sicherheit des Patienten und des OP-Teams die ganze Zeit im Vordergrund steht. Das kommt auch durch die Integration der »Surgical Safety Checklist« der WHO (World Health Organisation) zum Ausdruck. Mit Hilfe dieser Checkliste wissen die Operateure und ihre Kollegen was zu tun ist – ähnlich der Vorgehensweise von Piloten vor ihrem Start. Die Karl Storz OR1-Checklist bietet nicht nur mehr Unterstützung in puncto Sicherheit für das OP-Team, sondern auch ein effizientes Workflow-Management.

Effizienz im Handumdrehen.

Bisher ging es meist um die Fernsteuerung der Geräte und Bilddaten im OP. Neben Geräteparametern und Instrumenten müssen im OP aber bekanntlich auch Informationen bewegt werden. Je komplexer die Eingriffe, desto wichtiger wird die Rolle, die der unmittelbare Zugriff auf radiologische Bilddaten, auf Simulationsdatensätze oder Ultraschallaufnahmen spielt. Hier gab es bisher ein Problem: Das sterile OP-Team musste die Informationssuche entweder delegieren oder aber unter sterilen Bedingungen durchführen. Letzteres ist schwierig zu realisieren, ersteres kostet Zeit, die der Patient letztlich länger in Narkose verbringen muss. Innovative Lösungen wie die berührungslose Gestensteuerung bringen Technik und OP-Team zusammen.

Statt wie bisher notdürftig mit sterilen Tüchern abgedeckte Tasten zu drücken, steuert der navigierende Chirurg den Monitor durch Gesten mit der Hand, um etwa vom Röntgenbild auf den Ultraschallbefund oder die CT-Bilder »umzuschalten«. Das Berliner Unternehmen How to organize, eine Karl-Storz-Tochter, hat in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Heinrich Hertz Institut (HHI) eine entsprechende Lösung entwickelt und als Karl Storz MI-Report zur Marktreife gebracht. Sie erlaubt die Auswahl und Bearbeitung von Bildmaterial und Patientendaten auf einem Bildschirm im OP-Saal allein mit Hilfe von Gesten. So gelingt nicht nur der Wechsel von einer Befundmodalität zur anderen, sondern – ähnlich wie beim Apple iPhone – auch das Vergrößern und Markieren von Bildern und Video-Befunden.

Wenn Schnittstellen des OP-Systems zum PACS oder RIS beziehungsweise zum Klinikinformationssystem existieren, kann der Chirurg die benötigten Datensätze im Vorfeld des Eingriffs per Mausklick laden, sie stehen dann während der gesamten Operation zur Verfügung. Ein alternativer Weg bei fehlenden Schnittstellen führt über CD oder USB-Stick. Durch die berührungslose Bedienung unterstützt das System nicht nur optimal den Workflow, sondern bietet auch eine moderne Antwort auf die Hygieneanforderungen in der Chirurgie. Den Praxistest hat die Lösung bereits angetreten: Die Klinik für Minimalinvasive Chirurgie in Berlin ist eines der ersten Krankenhäuser, die in ihrem OP-Trakt mit der innovativen IT-Lösung arbeiten.

Das Fazit der Firma Karl Storz zu ihren Innovationen im Bereich medizinische Integration: »Uns ist wichtig, dass sich Operateure und Pflegepersonal bei ihrer Arbeit sicher fühlen und in einem ruhigen Umfeld konzentriert arbeiten können. Das nehmen die Patienten ebenso wahr wie eine Erhöhung ihrer gefühlten und tatsächlichen Sicherheit. Und der Patient und seine bestmögliche Behandlung stehen bei uns seit jeher im Mittelpunkt aller Entwicklungen.«

Bernadette von Wittern

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Bernadette von Wittern ist Marketing Manager OR1 in der Karl Storz GmbH

 

 

 

Bilder im OP

Quelle: Karl Storz GmbH

Statt wie bisher mit sterilen Tüchern abgedeckte Tasten zu drücken, steuert der navigierende Chirurg den Monitor durch Gesten mit der Hand, um etwa vom Röntgenbild auf den Ultraschallbefund oder die CT-Bilder »umzuschalten«.

 

 

Ohne IT keine OP

Quelle: Karl Storz GmbH

Das OP-Team muss sich bei seiner Arbeit sicher fühlen und in einem ruhigen Umfeld konzentriert arbeiten können.

 


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