Die Hightech-Trends des Jahres 2012
Der Blick der ITK-Unternehmen
Die wichtigsten Hightech-Themen des Jahres 2012 sind Cloud-Computing, mobiles Computing, IT-Sicherheit und Social Media. Das geht aus einer Umfrage des BITKOM in der ITK-Branche hervor. Danach belegt Cloud Computing mit 66 Prozent der Nennungen zum dritten Mal in Folge den Spitzenplatz unter den Top-Trends. »Cloud-Services sind die Innovationstreiber bei der Bereitstellung und Nutzung von IT-Leistungen«, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf.
»Der zweite Megatrend des Jahres sind mobile Applikationen.« 53 Prozent der Unternehmen nennen Mobile Computing als zentrales Thema, ein Anstieg von 10 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.
IT-Sicherheit und Datenschutz gehören für 48 Prozent der Unternehmen zu den zentralen Herausforderungen des Jahres (Vorjahr: 38 Prozent).
Social Media legt ebenfalls weiter zu auf 37 Prozent der Nennungen. Neu unter den Top-10 ist E-Energy, das im Zuge der Energiewende besondere Aufmerksamkeit erhält. Das Thema wird von fast einem Viertel (24 Prozent) der Unternehmen als besonders wichtig angesehen. 29 Prozent sehen im Bereich Business Intelligence und Big Data einen Schwerpunkt für 2012. Mit Big Data ist die Analyse großer Datenmengen gemeint. Bei der Umfrage waren Mehrfachnennungen möglich.
Trend Cloud Computing
Die steigende Verfügbarkeit von Cloud-Diensten sorgt für einen tiefgreifenden Umbruch in der Informationstechnologie. Beim Cloud Computing erfolgt die Nutzung von IT-Leistungen nach Bedarf über Datennetze (in der »Wolke«) anstatt auf lokalen Rechnern. Neben den großen Anbietern von Software für Unternehmen wie SAP, IBM oder Oracle entwickeln auch immer mehr spezialisierte Softwarehäuser Anwendungen für die Cloud. Die Nutzer profitieren daher von einem zunehmenden Wettbewerb. Nach BITKOM-Schätzung wird sich der Umsatz mit Cloud-Services für Privat- und Geschäftskunden bis zum Jahr 2015 in Deutschland auf rund 13 Milliarden Euro mehr als verdreifachen.
Trend Mobile Computing
Die Bedeutung mobiler Endgeräte steigt rasant. Smartphones sind inzwischen weit verbreitet, jetzt erobern Tablet-Computer den Massenmarkt. Unternehmen und andere Organisationen stehen vor der Herausforderung, Inhalte und Anwendungen für ihre Zielgruppen über Apps oder mobile Websites verfügbar zu machen. Gleichzeitig sind Smartphones und Tablets sicher und zuverlässig in die unternehmenseigenen IT-Systeme einzubinden. Stärker als bisher müssen die Unternehmen dabei auf die individuellen Wünsche ihrer Mitarbeiter eingehen, die Nutzungsgewohnheiten aus dem privaten Umfeld nur ungern aufgeben und zunehmend auch privat angeschaffte Geräte verwenden wollen.
Trend IT-Sicherheit
Wie bereits in den Vorjahren sorgten Hacker-Angriffe und Debatten über den Datenschutz im Internet für Schlagzeilen. Noch größere Bedeutung bekommt das Thema durch den Trend zum Cloud Computing. »Vertrauen in die Sicherheit und den Schutz der Daten ist eine zentrale Voraussetzung für die Nutzung von Cloud-Services«, sagt BITKOM-Präsident Kempf. Unternehmen, staatliche Stellen und Privatanwender sind stärker denn je gefordert, ihre IT-Systeme zu schützen. Die ITK-Industrie entwickelt dafür Lösungen. Vertrauen und Sicherheit sind unter dem Slogan »Managing Trust« das Leitthema der CeBIT 2012.
Trend Social Media
Weiter im Aufwind ist das Thema Social Media. Entsprechende Tools finden Eingang in den Alltag von Unternehmen und Behörden. Sie nutzen u.a. Blogs, Wikis, Kurznachrichtendienste oder soziale Online-Netzwerke für die externe und interne Kommunikation. Dafür müssen sie die technischen und organisatorischen Voraussetzungen schaffen. Laut einer BITKOM-Umfrage beschäftigen bereits 10 Prozent der Unternehmen in Deutschland eigene Mitarbeiter, die für die Kommunikation im Social Web zuständig sind.
Trend E-Energy
Im Zuge der Energiewende ist der Aufbau intelligenter Stromnetze (Smart Grids) stärker in den Blickpunkt gerückt. Smart Grids ermöglichen den Umstieg auf erneuerbare Energien, indem sie den Stromverbrauch an die wetterbedingt schwankende Erzeugung von Wind- und Sonnenstrom anpassen, sowie dessen Verteilung steuern. Dafür kommen spezielle ITK-Lösungen zum Einsatz. Mit intelligenten Stromzählern (Smart Meter) kann zudem der Stromverbrauch exakt gemessen und der Bedarf besser vorhergesagt werden.
Trend Business Intelligence / Big Data
Unter dem Stichwort Big Data wird die Verarbeitung enormer Datenmengen bezeichnet, die sowohl im Bereich der privaten Computernutzung anfallen, als auch in Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen oder in der Wissenschaft. Große Datenmengen erfordern eine intelligente Analyse und Aufbereitung von Informationen jenseits der herkömmlichen Technologien. Hierfür kommen Business-Intelligence-Systeme zum Einsatz, die in hoher Geschwindigkeit zunehmend komplexe Sachverhalte erfassen, darstellen und dabei unterschiedlichste Formate und Inhalte (Texte, Fotos, Videos u.a.) in ihre Analyse mit einbeziehen.

Zahlen und Fakten
»Bei Cloud Computing und Mobile Enterprise handelt es sich nicht um neue, kurzatmige Hypes, sondern um echte Sprung-Innovationen.«
Thomas Lünendonk
43 % der IT-Freiberufler fühlen sich bei den Stundensatz-Verhandlungen über den Tisch gezogen.
80 Prozent der Befragten setzen im Alltag auf E-Mail-Kommunikation, aber nur 33 Prozent vertrauen auf die E-Mail, wenn es um sensible Daten geht.
Über ein Drittel gibt an, dass ihr Unternehmen zwar über einen Sicherheitsleitfaden verfügt, dieser jedoch nicht eingehalten wird. Ein Viertel ist der Auffassung, es sei ausschließlich Aufgabe der Systemadministratoren, IT-Sicherheitsbestimmungen umzusetzen.
Die Fluktuationsrate bei den Beratern liegt bei durchschnittlich 10,7 Prozent. Die Fluktuationsrate bei den zehn umsatzstärksten Beratungsunternehmen (Top 10) ist mit 14,3 Prozent deutlich höher.
Nur 43 Prozent der europäischen Unternehmen sind in der Lage, den Zugang zu elektronischen Dokumenten, die vertraulich und geschäftskritisch sind, zu beschränken.
www.ricoh-europe.com/thoughtleadership
Nahezu drei Viertel der Deutschen (74 Prozent) sind der Meinung, dass Gesichtserkennungstechnologie wichtig für die Erkennung von Kriminellen in der Öffentlichkeit ist.
Laut Umfrage erwarten mehr als ein Drittel der Beteiligten (36 %), dass Cloud Computing im nächsten Jahr eine zunehmende Rolle in den Business-Continuity-Plänen der Unternehmen spielt.
Die Mehrheit der deutschen Unternehmen nutzt für die Server-Virtualisierung Vmware als Primär-Hypervisor (61 Prozent Marktanteil), gefolgt von Citrix Xen (20 Prozent), Microsoft Hyper-V (16 Prozent). Drei Prozent nutzen einen anderen Hypervisor.
Internetnutzer verbringen mehr als ein Viertel ihrer Online-Zeit bei Facebook (16,2 Prozent) oder Google (12,3 Prozent). Microsoft kommt mit seinen Internetangeboten (Bing, MSN, Hotmail u.a.) auf einen Anteil von 5 Prozent. Der Online-Marktplatz Ebay erreicht 2,4 Prozent, United Internet mit seinen Portalen Web.de und GMX 2,1 Prozent und die Deutsche Telekom (T-Online u.a.) 1,4 Prozent.
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Frei zugängliche Cloud-Dienste bereiten CIOs Sorgen
Cloud Sprawl
Cloud Computing birgt besondere Herausforderungen für CIOs: Cloud Sprawl – die unkontrollierte Verbreitung und Nutzung von Cloud-basierten Diensten durch fachfremde Mitarbeiter – ist eine der aktuellen Hauptsorgen. So hegen bereits 64 Prozent der deutschen IT- und Firmenentscheider Bedenken, dass ein unkontrollierter Zugang zu Cloud-Computing-Diensten zu einer unüberschaubaren Nutzung und zu höheren Kosten im Unternehmen führt [1].
Unter öffentlich zugänglichen Cloud-basierten Diensten verstehen sich etwa Online-Angebote wie Windows Live oder Google Docs. Dort können sich Nutzer auf einfachem Weg anmelden und anschließend Daten über das Internet mit anderen teilen oder Anwendungen wie Chat, Video- und Bildprogramme nutzen. »Unternehmen setzen hingegen oftmals auf Infrastructure-as–a-Service, wie etwa Cloud-Storage, oder nutzen CRM-Anwendungen aus der Cloud«, ergänzt Heiko Leicht, Service Line Lead Technology Infrastructure bei Avanade Deutschland.
Cloud auf eigene Faust.
Die weiteren Ergebnisse der Studie verdeutlichen, welche Erfahrung deutsche IT- und Unternehmensentscheider bereits konkret mit derartigen Diensten und Cloud Sprawl gemacht haben. So gibt mehr als jeder zehnte Interviewte an, dass es bereits unmöglich sei, die unterschiedlichen Cloud-Services innerhalb der eigenen Organisation zu verwalten. Nicht weniger als 45 Prozent der Befragten sagen, dass sie Mitarbeiter außerhalb der IT-Abteilung kennen würden, die Dienste aus der Wolke »auf eigene Faust« erworben oder implementiert haben – beispielsweise für E-Mail-Services. Mehr als jeder dritte Studienteilnehmer musste bereits Sicherheitsverstöße bezüglich der nicht autorisierten Nutzung von Cloud-basierten Lösungen verzeichnen (36 Prozent). Dennoch sagen 27 Prozent, dass trotz dieser Sicherheitsvergehen keine Konsequenzen durch den Arbeitgeber erfolgt seien. Die Befragten, die nicht ehrlich zu ihrer IT-Abteilung waren oder ohne deren Wissen Dienste aus der Wolke nutzen, geben hierfür folgende Gründe an:
• So sagen mehr als drei Viertel der Befragten (80 Prozent), dass es zu lange dauern würde, Cloud-Services von der IT-Abteilung bereitstellen zu lassen.
• 60 Prozent geben an, dass es zu umständlich sei, die IT-Abteilung mit einzubinden.
• Mehr als jeder Dritte meint (40 Prozent), dass die Cloud-Computing-Richtlinien seiner Firma die Nutzung der Dienste verbieten würde, die er verwenden möchte.
Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen haben aus diesem Grund bereits Blocking-Technologien implementiert (52 Prozent), die Angestellte davon abhalten sollen, bestimmte Cloud-Services zu nutzen. Weitere 67 Prozent geben an, dass sie konkrete Unternehmensrichtlinien erarbeitet haben, die die Nutzung und Einführung von Cloud-Technologien klar regeln.
[1] Die Studie »Cloud Computing« wurde vom unabhängigen Forschungsunternehmen Kelton Research im Auftrag von Avanade durchgeführt.
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Prävention von Datenverlusten als Geschäftsziel
Millionenverluste verhindern
Die Kosten, die Unternehmen durch Datenverluste entstehen, waren noch nie so hoch wie heute: 7,2 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 5,3 Millionen Euro, Schaden richtete im vergangenen Jahr ein Datenleck durchschnittlich an. Das entspricht einer Summe von 214 Dollar (157 Euro), die Unternehmen für jeden verlorengegangenen Datensatz zahlen mussten. Der Verlust eines besonders sensiblen Datensatzes verursachte durchschnittlich sogar Kosten in Höhe von 305 Dollar (224 Euro).
Gerade die sich schnell wandelnde IT-Landschaft mit ihren immer unübersichtlicheren Risiken trägt dazu bei, dass große Datenpannen quer durch alle Branchen und Unternehmensgrößen auftreten, so die aktuelle Veröffentlichung »Data loss prevention – Keeping your sensitive data out of the public domain« der Beratungsgesellschaft Ernst & Young GmbH. »Datenlecks muss besser vorbeugt werden, denn digitale Informationen sind ein wertvolles Unternehmensgut. Das Schlimme ist: Viele Datenverluste werden noch nicht einmal bemerkt. Eine wirkungsvolle Prävention gelingt also nur durch die Entwicklung einer perfekt abgestimmten Strategie und der Installation vielschichtiger Kontrollen«, berichtet Olaf Riedel, Partner bei Ernst & Young.
Neue Technologien und Datenmengen erhöhen die Risiken.
In der IT-Landschaft entstehen ständig neue Risiken. Die kontinuierlich steigende Zahl der Übertragungsmethoden, Speichermöglichkeiten auf kleinstem Raum und die Unübersichtlichkeit der Verteilung erhöhen die Gefahr des Datenverlusts. Auch die Tatsache, dass sensible Daten einen beträchtlichen Wert darstellen und in einer immer größeren Zahl vorhanden sind, erhöht das Risiko, dass diese entwendet werden. »Bereits in zehn Jahren wird es 44 Mal so viele digitale Informationen geben wie heute, nämlich 35 Zettabyte (35 Billionen Gigabyte). Mit steigender Zahl der Informationen wird es dann auch zu wesentlich mehr Datenverlusten kommen, deren Auswirkungen auf die Wirtschaft heute noch nicht überschaubar sind«, sagt Olaf Riedel.
Ganzheitliches Präventionsprogramm verhindert Lecks.
»Verhindern können Unternehmen den Verlust ihrer wertvollen Daten nur, wenn die Prävention zum klaren Geschäftsziel wird«, so Riedel. Zur Entwicklung einer Strategie und der Einführung von Kontrollmechanismen hat Ernst & Young einen ganzheitlichen Präventionsansatz entwickelt, der auf vier Grundsäulen beruht: Datenkontrolle, Datenschutzüberwachung, Support der Informationssicherheitsprozesse und die technologische Unterstützung der Datenschutzprogramms.
Überwachung der digitalen Informationen ist unabdingbar.
Für eine zuverlässige Kontrolle der Daten muss ein Unternehmen zunächst identifizieren, über welche sensiblen Daten es verfügt, wo diese gespeichert und wie sie übermittelt werden. Wichtig ist vor allem die Überprüfung der Speicherungsstruktur. Gerade eine unstrukturierte Datenspeicherung fördert unvorhergesehene Datenpannen. Auch die Definition von festen Datenrichtlinien und Standards ist für den Datenschutz unabdingbar. Beispielsweise muss festgelegt werden, wie sensible Daten im Internet oder in E-Mails übermittelt werden. Durch die Entwicklung fester Prinzipien kann ein Unternehmen seine Anforderungen an die Datensicherheit stark erhöhen.
Das Management der Daten, die das Unternehmen verlassen, erfordert ebenfalls zuverlässige Überwachungsmaßnahmen. Zu diesen gehören etwa das Monitoring des Netzwerks oder der Einsatz von Testdaten. Da sich Technologien ständig ändern und die Risiken branchenspezifisch sind, ist vor allem ein regelmäßiges und individuelles Update des Sicherheitskonzepts notwendig.
Nur ein funktionierendes System schützt Daten zuverlässig.
»Kontrollmechanismen sind unabdingbar, aber sie funktionieren nicht in einem Vakuum. Daher ist die Einbindung in andere Informationssicherheitsprozesse unabdingbar«, erläutert Olaf Riedel. Ein effektives Präventionsprogramm umfasst nicht nur die Datenüberwachung innerhalb des digitalen Systems, sondern auch die gründliche Kontrolle der Infrastruktur, um etwa das Kopieren von Festplatten oder den Verlust von anderen physikalischen Speichermedien zu verhindern.
Ein weiterer Schlüssel zur effektiven Sicherung der Daten ist die Nutzung spezieller Tools, die das Datenverlust-Präventionsprogramm unterstützen: Durch den Einsatz netzwerkbasierter Scanning-Tools oder anderer IT-Instrumente werden der Datenfluss und die Datennutzung an einzelnen Punkten im Unternehmen gezielt überwacht und kontrolliert. Durch diese Maßnahmen wird verhindert, dass sensible Daten das Unternehmen verlassen können.
»Berücksichtigt ein Unternehmen bei seinem Präventionskonzept die Maßnahmen Datenkontrolle, Datenschutzüberwachung, Support der Informationssicherheitsprozesse und technologische Unterstützung des Programms, senkt es das Risiko erheblich, dass Daten unkontrolliert verloren gehen, und es bereitet sich effektiv auf zukünftige neue Risiken vor«, sagt Olaf Riedel.
Die Veröffentlichung »Data loss prevention – Keeping your sensitive data out of the public domain« finden Sie unter www.de.ey.com/DE/DE/newsroom
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Unternehmen haben Aufholbedarf bei digitalen Technologien
Es fehlt an der Umsetzung
Die Mehrheit umsatzstarker, global agierender Unternehmen kann aus den Möglichkeiten der Digitalisierung noch keinen Geschäftsnutzen ziehen: Nur etwa ein Drittel ist erfolgreich bei der Umsetzung von digitalen Veränderungen. Dabei scheint die Eigenmotivation der Unternehmen bisher durchaus noch gering zu sein, denn vor allem externe Faktoren treiben digitale Transformationen voran. 72 Prozent der Führungskräfte nennen den Wettbewerbsdruck als wichtigsten Treiber für digitale Veränderungen, gefolgt von wachsenden Kundenanforderungen (70 Prozent) [1].
Fehlende Expertise bremst digitale Transformationen.
Die größte Hürde bei der Umsetzung des digitalen Wandels ist für 77 Prozent der Befragten das fehlende Know-how auf Führungsebene oder bei Mitarbeitern. 55 Prozent halten die Unternehmenskultur für hinderlich, bei der Hälfte der Unternehmen bremst eine zu komplexe und ineffiziente IT die digitale Evolution. Dr. Michael Schulte, CEO Capgemini Consulting in Deutschland, Österreich und der Schweiz, erklärt: »Unsere Untersuchung zeigt, dass viele Unternehmen von den Möglichkeiten digitaler Geschäftsmethoden überzeugt sind, es aber an der Umsetzung scheitert. Für eine umfassende Veränderung sind neben der technischen Implementierung auch eine klare Vision und die strategische Führung des Veränderungsprozesses entscheidend. Digital Transformation erfordert eine übergeordnete Sicht – sie muss Chefsache sein.«
Zwei Dimensionen der digitalen Transformation.
Der »Reifegrad« von Unternehmen hinsichtlich ihrer digitalen Transformation ergibt sich aus zwei Dimensionen: Erstens, welche Elemente implementiert werden, also beispielsweise die Investitionen, die in die Weiterentwicklung des Kundenerlebnisses, des Geschäftsmodells, der Geschäftsprozesse und in die Ausbildung und Ausrüstung der Mitarbeiter getätigt werden. Zweitens, die Art, in der Organisationen die digitale Transformation vorantreiben, wozu Aspekte wie Strategie, Steuerung des Veränderungsprozesses, Beteiligung der Mitarbeiter und Mess-Mechanismen zum Monitoring der erreichten Verbesserungen gehören.
Die Untersuchung charakterisiert vier verschiedene Entwicklungsstufen bei der Ausschöpfung der Potenziale der digitalen Transformation:
• Digital Beginners: Diese Gruppe von Unternehmen ist hinsichtlich fortschrittlicher, digitaler Technologien nicht sehr aktiv und beschränkt sich auf Etabliertes wie Internet, E-Mail oder Enterprise Resource Planning (ERP). Das kann eine bewusste Entscheidung sein, aber auch darauf beruhen, dass digitale Technologien und deren Potenziale nicht ausreichend bekannt sind.
• Digital Fashionistas: Die Unternehmen dieser Gruppe zeichnen sich durch den Willen zum Wandel aus. Sie haben bereits digitale Tools implementiert, ohne jedoch aus diesen Neuerungen einen nachhaltigen Geschäftsnutzen ziehen zu können. Es fehlt eine klare Strategie und eine Vision, die die Elemente der digitalen Transformation zusammenfasst. Diesen Unternehmen fehlt darüber hinaus eine Vorstellung, wie sich aus der »Digital Transformation« für sie Geschäftsnutzen generieren lässt.
• Digital Conservatives: Die Digital Conservatives haben die Bedeutung einer klaren, vereinenden Vision sowie internem Engagement und Investitions-Management erkannt. Sie sind sich im Klaren, wohin sich das Unternehmen entwickeln soll und wie sie dies umsetzen. Dennoch scheitern sie daran, ihre Organisation ausreichend zu mobilisieren, um ambitionierte Ziele zu erreichen. Darüber hinaus binden sie externe Kunden und Partner nur sehr zurückhaltend ein. Übermäßige Vorsicht kann dazu führen, dass sie hinter den Wettbewerb zurückfallen.
• Digirati: Die Unternehmen dieser Gruppe können den Wert digitaler Transformationen sehr konkret für sich formulieren. Sie verfügen über eine vereinigende, umfassende Vision für die Veränderung durch digitale Technologien. Sie investieren in Digital Transformation und beherrschen die Steuerung der damit verbundenen Veränderungen. Sie haben eine digitale Kultur entwickelt, die ihnen auch zukünftige Veränderungen erleichtern wird und ihnen einen Wettbewerbsvorsprung verschafft.
Andrew McAfee vom MIT, einer der Autoren, erläutert: »Trotz des Hypes um innovative neue Technologien wie Social Media oder mobile Plattformen haben die meisten Unternehmen auf ihrem Weg zur digitalen Transformation noch einen langen Weg vor sich. Egal ob traditionelle oder neue Technologien – der Schlüssel für den digitalen Wandel ist eine Veränderung der Art, in der das Geschäft aufgestellt und betrieben wird. Das ist, neben der technischen Seite, eine große Herausforderung für das Management und die involvierten Mitarbeiter.«
[1] Untersuchung »Digital Transformation: A Roadmap for Billion-Dollar Organizations« von Capgemini Consulting in Zusammenarbeit mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) Center for Digital Business. Für die Studie wurden 157 Führungskräfte von Unternehmen mit Umsätzen über einer Milliarde US-Dollar in 15 Ländern befragt.
Die ausführliche Studie zum Download: http://www.de.capgemini.com/insights/publikationen/roadmap-for-billiondollar-organizations/
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Corporate Governance
Partnerwahl
Corporate Governance, also die Einhaltung gesetzlicher und selbstverpflichtender Vorschriften, spielt im Kooperationsmanagement deutscher Unternehmen eine Schlüsselrolle. 81 Prozent der befragten Unternehmen sehen es als unverzichtbar an, dass die Regeln und Vorschriften eines Kooperationspartners mit dem eigenen Haus vereinbar sind. Jedes vierte Unternehmen verpflichtet Lieferanten und Kooperationspartner bereits zwingend, die speziell auf sie zugeschnittenen Richtlinien zu erfüllen [1].
Insbesondere Großunternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern haben sich die möglichst lückenlose Einhaltung der Regelwerke bei der Partnerwahl auf die Fahnen geschrieben. Unternehmen dieser Größe fordern von ihren Dienstleistern und Lieferanten zu 81 Prozent die Einhaltung spezieller Corporate-Governance-Richtlinien. Mit dieser Politik stößt die Mehrheit der Unternehmen auf große Akzeptanz. So geben 83 Prozent der Unternehmen in Konzerngröße an, die hauseigene Corporate Governance werde von den Dienstleistern und Lieferanten angenommen und unterstützt. Unabhängig von der Unternehmensgröße sind es 79 Prozent.
»Die Bedeutung von Corporate Governance bei der Partnerwahl ist ein Aspekt, hinter dem handfeste wirtschaftliche Interessen stehen. So gilt es beispielsweise, rufschädigende oder sanktionierte Kooperationen zu vermeiden«, sagt Martin Stolberg, Compliance-Experte von Steria Mummert Consulting. »Das Instrument für eine initiale und fortlaufenden Analyse ist ein sauberer Know-Your-Supplier-Prozess (KYS).« Ein entsprechend professioneller Umgang wird bei der Partnerwahl der Unternehmen immer wichtiger. Denn knapp die Hälfte der befragten Fach- und Führungskräfte geben bereits an, die Corporate Governance spiele bei der Auswahl von kooperierenden Unternehmen, Verbänden und Hochschulen eine große Rolle
[1] Managementkompass Corporate Governance von Steria Mummert Consulting.
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Deutschlands IT-Abteilungen kämpfen mit steigenden Anforderungen
Mangelnde personelle Kapazitäten
59 % der deutschen IT-Abteilungen verfügen nicht über ausreichende personelle Kapazitäten, um den Anforderungen an ihre Abteilungen gerecht zu werden [1]. Die Studie zeigt deutlich, dass die Abwendung von Sicherheitsbedrohungen (35 %), die beständig ansteigende Nutzung von Mobilgeräten (35 %) und die Optimierung der vorhandenen Infrastruktur (60 %) die Bereiche sind, mit denen die meisten Abteilungen zu kämpfen haben.
Wie belastend der Mangel an personellen Ressourcen in deutschen IT-Abteilungen ist, wird weiter dadurch bekräftigt, dass 22 % der Befragten die Auswirkungen der fehlenden Kapazitäten als »katastrophal« bewerteten. 31 % der befragten IT-Spezialisten räumten ein, dass dies ihre Möglichkeiten »stark beeinträchtigt«. 41 % stellten fest, dass eine Personalaufstockung im Bereich IT einen »bedeutenden Mehrwert für das Unternehmen« schaffen würde, und 27 % der IT-Entscheider sind davon überzeugt, mit mehr Personal könne die Informationstechnologie als »strategisches Werkzeug eingesetzt werden, mit dem das Unternehmen konkurrenzfähiger würde«.
»Diese Ergebnisse sind alarmierend und zeigen, dass deutsche Unternehmen hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben, wenn diese Probleme nicht in Angriff genommen werden. Es ist keineswegs übertrieben, wenn wir sagen, dass die deutschen IT-Abteilungen gerade einen absoluten Notstand haben, der ein schnelles Eingreifen der Vorstandsetagen erfordert.« kommentiert Aad Dekkers, Marketingleiter von MTI, die Ergebnisse der Studie.
[1] Eine Untersuchung von MTI, www.mti.com
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Nachholbedarf beim strategischen Datenmanagement
Große Potenziale bei der Datenverarbeitung
Unternehmen mit einer klaren Strategie für Datenmanagement ziehen einen signifikant größeren Nutzen aus ihren Datenbeständen [1]. Gleichzeitig bestätigen lediglich 18 Prozent der insgesamt 586 befragten Senior Executives, dass ihr Unternehmen über eine solche Strategie verfügt und systematisch Daten sammelt und analysiert. Insgesamt erkennen jedoch immer mehr Unternehmen den strategischen Wert von Daten und nutzen diese zielorientiert für ihr Unternehmen.
Signifikante Wettbewerbsvorteile.
Von den Unternehmen, die über ein strategisches Datenmanagement verfügen, verwenden 64 Prozent nahezu alle vorhandenen Daten, um daraus wichtige Erkenntnisse zu ziehen. Insgesamt erzielen sie damit signifikante Wettbewerbsvorteile: 53 Prozent der Befragten können beispielsweise bessere Finanzergebnisse vorweisen als der Wettbewerb – bei Unternehmen ohne ein systematisches Datenmanagement machten nur 36 Prozent diese Aussage. Insgesamt zeigt die Umfrage jedoch, dass Daten zunehmend als strategischer Unternehmenswert angesehen werden: Fast 50 Prozent der Befragten bestätigen, dass das Datenmanagement in ihrem Unternehmen vom CEO beziehungsweise vom Top-Management unterstützt wird. 23 Prozent der Vertreter aus Unternehmen mit einem Datenmanagement bestätigen zudem, dass die Nutzung von Daten innerhalb der vergangenen fünf Jahre ihre unternehmerische Tätigkeit vollständig verändert habe.
Keine Angst vor Big Data.
Die Erkenntnis des strategischen Wertes von Daten ist bei den meisten Unternehmen demnach vorhanden – viele Unternehmen sind laut der Studie jedoch überfordert von den wachsenden Datenmengen (Stichwort Big Data). So gaben 45 Prozent der Befragten die reinen Datenvolumina und begrenzte Ressourcen als besonders problematisch an.
Mit einer Datenmanagement- und Business-Analytics-Lösung lässt sich die Datenflut jedoch beherrschen, analysieren und konstruktiv für bessere Unternehmensentscheidungen nutzen: »Angesichts der Tatsache, dass sich die Datenmenge in Unternehmen jedes Jahr verdoppelt, ist ein systematisches Informationsmanagement sicherlich anzuraten«, resümiert Gerhard Altmann, Director Services and Technology und Mitglied der Geschäftsleitung bei SAS Deutschland. »Mit Business Analytics können sie aus der Herausforderung Big Data zudem signifikante Wettbewerbsvorteile ziehen. Denn mit der Verarbeitung und Analyse der Daten kanalisieren sie nicht nur effizient ihre Datenflut, sondern schaffen sich eine faktenbasierte Grundlage für fundiertere Unternehmensentscheidungen. Big Data wird zu Big Analytics – eine große Chance für Unternehmen.«
[1] Aktuelle Umfrage »Big Data: Harnessing a game-changing asset« des Marktforschungsunternehmens Economist Intelligence Unit (EIU)
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Personalnachfrage in Deutschland wächst um 36 Prozent im Vorjahresvergleich
Mitarbeiter verzweifelt gesucht
Im Juli 2011 liegt der Monster Employment Index Deutschland bei 166 Punkten. Verglichen mit dem Vorjahr steigt die Online-Personalnachfrage in Deutschland somit um 36 Prozent. Deutschland behält mit diesem Jahresplus im Index seine führende Stellung vor allen anderen europäischen Ländern.
Die Sektoren Transport und Logistik sowie Verwaltung und Organisation verzeichnen den höchsten Jahreszuwachs an Online-Stellenangeboten. Das Plus in diesen Sektoren beträgt 78 beziehungsweise 60 Prozent. Der Bereich Kreditinstitute und Versicherungen weist im Juli mit 49 Prozent ebenfalls einen starken Zuwachs auf. Baden-Württemberg führt das Länderranking mit einem Zuwachs von 59 Prozent an.
Im Vergleich zum Vormonat Juni notiert der Sektor Transport und Logistik einen Zuwachs von acht Prozent. Der Bereich Management und Beratung verzeichnet, verglichen mit Juni 2011, ein Minus von acht Prozent. Ein Blick auf die Berufsgruppen zeigt, dass die Nachfrage nach Fachkräften in Landwirtschaft und Fischerei sowie Leitenden Verwaltungsbediensteten und Führungskräften in der Privatwirtschaft um jeweils vier Prozentpunkte einbüßt. Bei den Bundesländern führt Rheinland-Pfalz mit einem Monatsplus von neun Prozent bei den Online-Stellenangeboten.
Arbeitsmarktsituation in Deutschland verbessert sich stetig
»Obwohl sich im Vorjahresvergleich ein leichter Rückgang in der Wachstumsrate der Personalnachfrage verzeichnen lässt, verbessert sich die Arbeitsmarktsituation in Deutschland weiterhin stetig. Besonders Industriesektoren wie Transport und Logistik sowie Verwaltung und Organisation sind starke Wachstumsträger«, sagt Andrea Bertone, CEO von Monster Europa. »Darüber hinaus verzeichnet Deutschland das höchste Wachstum in der Personalnachfrage in ganz Europa. Die regionale Betrachtung zeigt, dass Baden-Württemberg im Juli sogar die höchsten Wachstumszahlen seit 2005 verzeichnet.«
Die Ergebnisse des Monster Employment Index für die vergangenen 13 Monate

Anmerkung: Der Wert 100 präsentiert die durchschnittliche Zahl der Stellenangebote, die im Zeitraum Dezember 2004 – November 2005 erfasst wurden [1] [2].
Nahezu alle Industriesektoren im Index mit Jahresplus
19 der 20 im Index berücksichtigten industriellen Sektoren verzeichnen im Juli einen positiven Zuwachs verglichen mit dem Vorjahr.
Im Bereich Transport und Logistik (um 78 Prozent gestiegen) wird im Juli zum dritten Mal in Folge das meiste Personal nachgefragt. Und das, obwohl der Sektor – verglichen mit dem Wachstum in den ersten fünf Monaten dieses Jahres – im letzten Monat einen leichten Rückgang verzeichnet. Auch Verwaltung und Organisation (um 60 Prozent gestiegen) kann ein Nachfrageplus verbuchen. Der Sektor Produktion (um 59 Prozent gestiegen) belegt im Juli erneut den dritten Platz der Industriesektoren mit dem stärksten Zuwachs in der Personalnachfrage im Vorjahresvergleich. Stark ist auch der Bereich Banken und Versicherungen (um 49 Prozent gestiegen), der im Juli zu den fünf Sektoren mit der stärksten Personalnachfrage gehört. Der Bereich verzeichnet sein stärkstes Juli-Wachstum seit 2009. Der einzige Sektor, der im Juli einen Rückgang des Nachfragezuwachses verzeichnet, ist Management und Beratung (um ein Prozent gesunken).

Mehr Stellenangebote für alle Berufsgruppen
Die Online-Nachfrage nach Angestellten wächst in allen neun Berufsgruppen des Index.
Bürokräfte und kaufmännische Angestellte (um 60 Prozent gestiegen) ist auch weiterhin die Berufsgruppe im Index mit dem stärksten Jahreszuwachs. Das lässt sich insbesondere auf die gestiegene Personalnachfrage in den Bereichen Verwaltung und Organisation zurückführen: Nach einem Nachfrageplus im Juni wird auch im Juli weiter Personal eingestellt. Die handwerklichen und verwandten Berufe (um 56 Prozent gestiegen) stehen wie bereits im Juni auf Platz zwei der stärksten Berufsgruppen im Vorjahresvergleich. Das kann auf eine verstärkte Personalnachfrage in den industriellen Sektoren zurückgeführt werden. Die Berufsgruppe der Fachkräfte in Landwirtschaft und Fischerei (um sechs Prozent gestiegen) verzeichnet im Vorjahresvergleich den geringsten Zuwachs an Online-Stellenangeboten, obwohl die Nachfrage verglichen mit Juni leicht angestiegen ist.
Personalzuwachs in allen Bundesländern
Alle 16 Bundesländer verzeichnen im Juli einen positiven Jahreszuwachs.
Baden-Württemberg (um 59 Prozent gestiegen) führt die Regionen im Juli auch weiterhin an, trotz eines leichten Rückgangs verglichen mit dem Vorjahreswachstum im Juni. Berlin (um 29 Prozent gestiegen) nähert sich in der regionalen Nachfrage nach Personal dem Bundesdurchschnitt an und verzeichnet im Juli mehr Online-Stellenangebote, insbesondere in den Bereichen Produktion und Logistik sowie im Sektor Banken und Versicherungen. Hamburg (um fünf Prozent gestiegen) weist im Juli-Index die geringste Wachstumsrate aller Bundesländer auf.

Europäische Entwicklung
Der Monster Employment Index Europa verzeichnet im Juli ein Jahreswachstum von 21 Prozent, ein leichter Rückgang verglichen mit 23 Prozent Zuwachs im Juni. Sektoren der industriellen Produktion behalten ihre Führungsposition im Index bereits seit sechs Monaten. Telekommunikation, ein Sektor, der in Deutschland nicht einzeln ausgewiesen wird, bleibt ein starker Wachstumstreiber in der Personalnachfrage und belegt im Juli-Index den vierten Platz. Der Öffentliche Dienst und der Freizeitsektor verzeichnen erneut einen Rückgang im Vorjahresvergleich, wenngleich der Sektor Freizeit einen geringeren Verlust erfährt.
Die Ergebnisse des Monster Employment Index für Juli im europäischen Vergleich:*

* Die in Klammern angegebene Zahl gibt die Veränderung zum Vormonat beziehungsweise Vorjahr in Indexpunkten wieder.
Weiterführende Informationen zum Monster Employment Index finden Sie im Internet unter:
http://about-monster.com/employment-index
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[1] Der Monster Employment Index Europa ist eine monatliche Auswertung der Personalnachfrage basierend auf einer Echtzeit-Analyse mehrerer Millionen Online-Stellenangebote auf Unternehmenswebseiten und in Online-Stellenbörsen verschiedener europäischer Länder, darunter auch monster.de. Der Index spiegelt nicht den Trend einer bestimmten Quelle wider, sondern ist eine Zusammenfassung der branchenübergreifenden Entwicklung von Online-Stellenangeboten.
[2] Über den Monster Employment Index: Die monatliche Erhebung zeigt Trends am Arbeitsmarkt auf und untersucht einzelne Branchen, Berufsgruppen und Regionen auf ihre Entwicklung am Online-Stellenmarkt. Der Index beobachtet die Online-Stellenangebote in 24 europäischen Ländern. Ausführliche Berichte werden für Belgien, Europa, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Schweden und Großbritannien veröffentlicht. In Deutschland gibt es den Index seit 2004.
Der Wert 100 repräsentiert die durchschnittliche Zahl der Stellenangebote, die im Zeitraum Dezember 2004 bis November 2005 erfasst wurden. Von diesem Wert ausgehend wird in jedem Monat die absolute und prozentuale Entwicklung im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr ausgewertet.
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Konsum 2011 – Deutschland im Höhenflug
Ausblick auf das Verbraucherverhalten im Jahr 2011
Wie von der GfK prognostiziert, stieg der private Konsum im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent an. Für 2011 erwarten die Marktforscher bei den Ausgaben der Privathaushalte eine deutliche Steigerung um 1,5 Prozent und somit einen soliden Beitrag zum Aufschwung. Im europäischen Vergleich sind die Deutschen mittlerweile die mit Abstand größten Konsum-Optimisten.
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eutschland hat die Finanz- und Wirtschaftskrise mit beeindruckender Dynamik hinter sich gelassen. Während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Krisenjahr 2009 noch um 4,7 Prozent schrumpfte und das Land die schwerste Rezession der Nachkriegszeit durchlebte, schnellte das BIP im vergangenen Jahr um 3,6 Prozent nach oben − so stark wie seit der deutschen Wiedervereinigung nicht mehr. Im gleichen Maße wie Wirtschaftsforscher ihre Prognosen nach oben revidierten, stiegen laut Erhebungen des
GfK-Konsumklimas auch die Konjunkturerwartungen der Verbraucher ab Sommer 2010 steil an. Der Aufschwung wirkte sich sehr positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Laut Bundesagentur für Arbeit lag die Zahl der Erwerbslosen im Jahresdurchschnitt bei 3,244 Millionen und sank damit um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit dem Unterschreiten der psychologisch wichtigen Drei-Millionen-Marke im Herbst 2010 lieferte die Arbeitsmarktentwicklung einen entscheidenden Schub für das Vertrauen der Verbraucher in die eigene wirtschaftliche und berufliche Zukunft.
Auch die Einkommenserwartung legte im Jahresverlauf deutlich zu. Gestartet bei 12 Indikatorpunkten im Januar stieg der Wert auf 40 Punkte im Dezember an und erreichte damit fast das Hoch der Jahre 2000 und 2001. Die deutschen Verbraucher erhofften sich vom Aufschwung einen deutlich positiven Effekt bei den Löhnen und die letzten Tarifabschlüsse bestätigen diese Erwartungshaltung. Die positiven Rahmenbedingungen und die steigende Planungssicherheit der Verbraucher zeigten auch bei der Anschaffungsneigung ihre Wirkung, die sich von einem ohnehin hohen Niveau stabil nach oben entwickelte. Im Jahresdurchschnitt 2010 erreichte der Indikator einen Wert von 27 Punkten und stieg damit gegenüber dem bereits sehr erfreulichen Wert des Vorjahres erneut um sechs Zähler. Auch der GfK-Konsumklimaindex zeigte entsprechend einen kontinuierlichen Aufwärtstrend und erreichte zum Jahreswechsel 2010/2011 ein Drei-Jahres-Hoch.
Handel wieder im Plus
Laut GfK-Berechnung legten der deutsche Lebensmittelhandel und die Drogeriemärkte im letzten Jahr beim Umsatz zu. Mit einem Plus von 1,2 Prozent erreichten sie ein Volumen von 154 Milliarden Euro und damit einen neuen Bestwert. Auch der sogenannte Non-Food-Handel, Bereiche wie Elektroartikel, Textilien, Möbel oder Heimwerkerbedarf konnten deutliche Umsatzgewinne verbuchen. Mit einer Steigerungsrate von geschätzten 2,6 Prozent und einem Gesamtumsatz von knapp 148 Milliarden Euro erzielte das Non-Food-Segment das beste Umsatzergebnis seit dem Jahr 2002. Besonders wachstumsstark zeigten sich hier die technischen Gebrauchsgüter, zu den unter anderem die Unterhaltungselektronik, Informationstechnologie (IT), Telekommunikationsprodukte, das Fotosegment sowie Haushaltsgeräte zählen. Ihr Umsatz steigerte sich um gut 8 Prozent auf 47 Milliarden Euro.
Bei den Verbrauchern ist ein anhaltender Trend hin zu Qualität und weg von der reinen Fokussierung auf den günstigsten Preis festzustellen. Ein Beispiel ist der Textilhandel. Die Branche erzielte im vergangenen Jahr ein Umsatzvolumen von rund 40 Milliarden Euro wobei der Wertzuwachs 2,4 Prozent betrug und die verkaufte Menge gleichzeitig leicht zurückging. Die Verbraucher gaben im Schnitt mehr pro gekauften Artikel aus und griffen eher zu höheren Qualitäten.
Vielversprechende Konsumaussichten für das Jahr 2011
Zum Jahresbeginn 2011 verstärkt sich der Konsumoptimismus der Deutschen weiter. Die Anschaffungsneigung steigt im Januar auf einen Wert von 41,8 Zählern − den höchsten Stand seit Dezember 2006 − und das trotz der zuletzt angestiegenen Preiserwartung. Die positiven Aussichten am Arbeitsmarkt befeuern weiterhin die Konsumstimmung.
»Die GfK erwartet, dass der private Konsum im Jahr 2011 mit einem Plus von 1,5 Prozent deutlich zulegt und seine Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr verdreifacht. Die neue Konsumfreude der Deutschen beflügelt nicht nur den Aufschwung, sie entwickelt sich zu einer nachhaltigen und verlässlichen Stütze der Binnenkonjunktur«, kommentierte Professor Dr. Klaus L. Wübbenhorst, Vorstandsvorsitzender der GfK Gruppe.
Für den Lebensmittelhandel und die Drogeriemärkte prognostiziert die GfK für 2011 eine Umsatzsteigerung von circa 1,7 Prozent. Auch im Non-Food-Handel erwarten die Experten mit geschätzten 1,7 Prozent Zuwachs einen weiteren Umsatzschub, allerdings wird dieser nicht mehr ganz so stark wie im letzten Jahr ausfallen.
Deutsches Jobwunder
Die Konsumfreude der deutschen Verbraucher ist im Vergleich zu den europäischen Nachbarn mehr als bemerkenswert. Im Verlauf des letzten Jahres koppelte sich Deutschland deutlich von den großen europäischen Volkswirtschaften ab und setzte entgegen aller Prognosen zu einem wirtschaftlichen Höhenflug an. Während das Bruttoinlandsprodukt hierzulande um 3,6 Prozent zulegte, konnten Frankreich (+1,6 %), Großbritannien (+1,8 %) und Italien (+1,1 %) bei diesem Wachstumsschub nicht mithalten. In Spanien entwickelte sich das BIP mit einem Rückgang um 0,2 Prozent sogar leicht negativ. Unter den bevölkerungsstarken EU-Ländern verzeichnete nur Polen (+3,5 %) eine ähnlich positive Wirtschaftsentwicklung wie Deutschland.
Noch deutlicher zeigt sich die Sonderrolle Deutschlands bei einem Vergleich der Arbeitslosenzahlen. Gegenüber dem Niveau vor der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2007 reduzierte sich europaweit nur hierzulande die Zahl der Arbeitslosen. Mit einem Rückgang von 17 Prozent hebt sich Deutschland hier klar von seinen Nachbarn ab. Negative Spitzenreiter sind die baltischen Staaten in denen sich die Arbeitslosigkeit mehr als verdreifachte. Auch Irland und Spanien legten bei den Arbeitslosenzahlen deutlich zu, ein Zeichen der dort stark wirkenden Immobilien- und Finanzkrise.
Die Gründe für die positive Entwicklung in Deutschland sind vielfältig. Die mit der Agenda 2010 eingeleiteten Strukturreformen haben das Land im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig gemacht. Im Krisenjahr 2009 wirkten sich die Flexibilisierung der Arbeitszeit, die erweiterten Möglichkeiten zur Kurzarbeit und staatliche Konjunkturprogramme stützend auf den Ar-beitsmarkt aus, so dass es kaum zu konjunkturell bedingten Entlassungen kam. Hierdurch konnte die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr sofort reagieren, als die weltweite Nachfrage wieder anzog.
Franzosen befürchten Rückgang ihres Lebensstandards
Die positiven Nachrichten aus den Unternehmen steigerten die Konjunkturerwartungen der deutschen Verbraucher im Jahr 2010 auf einen Durchschnitt von +29 Indikatorpunkten. In Frankreich beurteilten die Menschen die ökonomischen Aussichten ihres Landes deutlich negativer. Für das Jahr 2010 erreichte die Konjunkturerwartung einen Wert von nur -11 Punkten. Im Vergleich zum Nachbarn Deutschland belasten höhere Sozialabgaben und geringere Arbeitszeiten durch die gesetzlich vorgegebene 35 Stunden-Woche die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft.
Die französischen Verbraucher befürchten derzeit massiv eine Abnahme ihres Lebensstandards, wie die im Jahresschnitt 2010 mit -27 Punkten deutlich negativ beurteilte Einkommenserwartung deutlich belegt. In Deutschland lag der Wert hingegen bei +28 Zählern. Auch bei der Anschaffungsneigung entwickelten sich die beiden bevölkerungsstärksten Länder Europas konträr. Im Jahresschnitt erreichte der Indikator in Deutschland einen Wert von +27 Punkten, in Frankreich hingegen -32 Zähler.
Sparkurs der Regierung belastet Konsum in Großbritannien
In Großbritannien zeigten das Ende des langjährigen Immobilienbooms und die Maßnahmen der Regierung zur Haushaltskonsolidierung deutliche Wirkung. Die Anschaffungsneigung erreichte im letzten Jahr ein Niveau von nur -29 Zählern. Auch die Einkommenserwartung wurde im Jahresschnitt mit -5 Punkten negativ beurteilt. Der öffentliche Sektor ist in Großbritannien der größte Arbeitgeber, entsprechend groß sind hier die Auswirkungen des harten Sparkurses der Regierung. Zudem belasteten Nullrunden bei den Gehältern und eine im Vergleich zu Deutschland hohe Inflationsrate den Lebensstandard der Britten.
Italiener schränken Konsum ein
Die italienischen Verbraucher schätzten die Konjunkturaussichten ihres Landes im letzten Jahr ebenfalls pessimistisch ein. Eine Konjunkturerwartung von -15 Punkten und eine Einkommenserwartung von -19 Zählern spiegeln die Zukunftsängste der Bevölkerung deutlich wider. Das Wirtschaftswachstum war bereits vor der Finanzkrise sehr gering, das Staatsdefizit enorm und die Arbeitslosigkeit erreichte im vergangenen Jahr einen Höchststand seit 2001. Die Situation am Arbeitsmarkt wird durch eine deutliche Zunahme von befristeten Arbeitsverträgen und Stellen im Niedriglohnsegment zusätzlich belastet. Die Mittelschicht des Landes schrumpft und die italienischen Verbraucher reagieren mit Zurückhaltung beim Konsum und starker Preissensibilität. Die Anschaffungsneigung konnte im Jahresschnitt nur einen Wert von -19 Zählern erreichen.
Immobilienkrise beeinträchtigt Spanien
Spanien ist von seiner Immobilienkrise stark getroffen. Aufgrund der enormen wirtschaftlichen Bedeutung des Immobiliensektors stieg die Arbeitslosenrate zwischen 2007 und 2010 um mehr als das Doppelte. Im Unterschied zu fast allen europäischen Ländern sank das Bruttoinlandsprodukt in Spanien im vergangenen Jahr sogar leicht. Entsprechend negativ fielen im Jahresschnitt auch die Konjunkturerwartungen der Verbraucher mit einem Punktwert von -18 aus. Noch düsterer bewerteten die Spanier ihre persönlichen Einkommensaussichten mit -22 Zählern. Das hohe Staatsdefizit versucht die Regierung durch Einschnitte bei Sozialleistungen, Gehaltskürzungen bei öffentlichen Bediensteten sowie mit höheren Steuern, beispielsweise der Anhebung des Mehrwertsteuersatzes von 16 auf 18 Prozent, auszugleichen. Mit einer Anschaffungsneigung von -8 Zählern im Jahresdurchschnitt 2010 reagierten die spanischen Verbraucher im Vergleich zu ihren Nachbarn in Frankreich und Italien aber noch sehr moderat auf die wirtschaftliche Lage.
Polen glänzt beim Wirtschaftswachstum
Das Bruttoinlandsprodukt in Polen legte im Jahr 2010 um 3,5 Prozent zu und erreichte damit fast die deutsche Wachstumsrate. Auch in punkto Arbeitslosigkeit kann der östliche Nachbar glänzen. Gegenüber 2007 blieb die Zahl der Arbeitslosen unverändert. Die positive wirtschaftliche Entwicklung des letzten Jahres wurde von den polnischen Verbrauchern jedoch nur bedingt wahrgenommen, wie die im Vergleich zu Deutschland geringe Konjunktur-erwartung von +5 Zählern im Jahresdurchschnitt belegt. Die medial geschürte Angst vor den potenziellen Folgen der Finanzkrise beeinflussten die polnischen Verbraucher in ihren Einschätzungen stärker als die sichtbare wirtschaftliche Entwicklung. Dies zeigt auch die Einkommenserwartung mit einem Jahreswert von -1 Zählern. Die Anschaffungsneigung hingegen erreichte einen im europäischen Vergleich sehr positiven Wert von +6 Punkten.
Griechen und Rumänen von der Krise am stärksten getroffen
Die Verbraucher in Rumänien und Griechenland spürten die Folgen der Finanzkrise und der hohen Verschuldung ihrer Staaten im letzten Jahr sehr deutlich. In Griechenland ging das Bruttoninlandsprodukt um 4,2 Prozent zurück, in Rumänien um 1,9 Prozent. Entsprechend negativ entwickelte sich auch die Konjunkturerwartung der Verbraucher. Mit einem Jahresdurchschnitt von -50 Zählern bildeten die Rumänen hier das traurige Schlusslicht Europas, gefolgt von den Griechen mit -39 Punkten. In beiden Ländern stehen die Regierungen unter starkem internationalem Druck, ihre Staatsdefizite abzubauen, da sie Finanzhilfen des Internationalen Währungsfonds, der europäischen Zentralbank und der EU erhielten. Harte Einschnitte in Sozialleistungen sowie die Anhebung von Steuern und Abgaben sind die Folgen. Die Einkommenserwartung der Verbraucher fiel in Rumänien im Jahr 2010 mit -47 und in Griechenland mit -43 Zählern entsprechend deutlich negativ aus. Auch die Anschaffungsneigung war geprägt von den Zukunftsängsten der Verbraucher. Mit einem Jahresschnitt von -38 Zählern in Griechenland und -33 in Rumänien bildeten die Länder − zusammen mit Portugal, wo der Wert sogar auf -47 Zählern sank − den negativen Schlusspunkt in Europa.
Vom »Konsum-Muffel« zum »Konsum-Optimisten«
Der europäische Vergleich zeigt deutlich, dass Deutschland derzeit eine Sonderstellung einnimmt. Der Aufschwung beflügelt nicht nur die Unternehmen, auch die Stimmung der Verbraucher hat sich nachhaltig gebessert. Galten die Deutschen früher als Angstsparer und äußerst preissensible Konsumenten, so achten sie heute immer stärker auf Qualität und geben ihr Geld gerne aus. »Die deutschen Verbraucher haben sich verändert. Bereits im Krisenjahr 2009 trotzen sie mit ihrem Konsumverhalten den negativen Schlagzeilen und seit letztem Jahr sind sie sogar die Konsum-Optimisten Europas. Der private Konsum ist mittlerweile eine stabile Säule für einen anhaltenden Aufschwung«, so das Fazit von Professor Dr. Klaus L. Wübbenhorst, Vorstandsvorsitzender der GfK Gruppe.
Bitkom-Index steigt auf 10-Jahres-Hoch
Nachfrage zieht kräftig an
Die Stimmung in der ITK-Branche ist so gut wie seit Jahren nicht mehr. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des Hightech-Verbands Bitkom hervor. Danach verzeichnen im dritten Quartal 78 Prozent der befragten Unternehmen ein Umsatzplus. Der Bitkom-Index klettert von 48 auf 67 Punkte und erreicht damit den höchsten Wert seit seiner Einführung im Jahr 2001. »Im IT- und Telekommunikationsbereich zieht die Nachfrage kräftig an«, sagte Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. »Sowohl die Auftragseingänge als auch die Umsätze liegen deutlich im Plus.« So verzeichnen drei Viertel (74 Prozent) aller Unternehmen einen höheren Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Scheer: »Die positive Geschäftsentwicklung zeigt sich derzeit in allen Marktsegmenten.« Für das Gesamtjahr 2010 erwarten 79 Prozent aller Unternehmen ein Umsatzwachstum. Wegen des guten Geschäftsverlaufs rekrutieren viele Firmen neues Personal. 55 Prozent der befragten ITK-Unternehmen wollen in diesem Jahr zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, 29 Prozent halten die Mitarbeiterzahl stabil.
Laut Bitkom-Barometer zieht die Nachfrage am stärksten bei den Anbietern von Software und IT-Dienstleistungen (IT-Beratung, Outsourcing-Services u.a.) an. 83 Prozent der Unternehmen verzeichnen im dritten Quartal ein Umsatzplus. Überraschend positiv läuft das Geschäft bei den Hardwareherstellern. Dieses Segment ist seit Jahren von einem harten Preiswettbewerb geprägt. Dennoch steigern 70 Prozent der Hersteller von IT-Hardware (Computer, Server, Zubehör etc.) im dritten Quartal ihre Umsätze, verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Bei den Produzenten von Kommunikationstechnik (Handys, Netzwerktechnik u.a.) sind es sogar 78 Prozent. »Der Hardwaremarkt boomt dank neuer, attraktiver Geräte wie Tablet-PCs und Smartphones«, sagte Scheer. Zudem sorge der Ausbau der mobilen und stationären Breitbandnetze für volle Auftragsbücher bei den Netzausrüstern.
Bei den Anwendern von Informations- und Kommunikationstechnik wachsen die Ausgaben in der verarbeitenden Industrie derzeit am stärksten. 77 Prozent der befragten ITK-Anbieter geben an, dass die Nachfrage im produzierenden Gewerbe im Vergleich zum Vorjahr zunimmt. »Die Industrie war am stärksten von der Krise betroffen. Entsprechend groß ist jetzt der Nachholbedarf bei den IT-Investitionen«, sagte Scheer. Im Dienstleistungssektor wächst die ITK-Nachfrage um 73 Prozent und im Handel um 65 Prozent. Etwas weniger Dynamik kommt aus dem öffentlichen Bereich. Hier sehen 49 Prozent der Firmen eine Zunahme der Nachfrage. »Die öffentlichen Hand hat gegenüber der Wirtschaft ohnehin Nachholbedarf in Sachen IT«, sagte Scheer. »Verstärkte IT-Investitionen können der öffentlichen Hand den überfälligen Modernisierungsschub geben.« Bei den Privatverbrauchern verzeichnen 46 Prozent der Firmen eine stärkere Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr.
www.bitkom.org

Hinweis zur Datenquelle: Grundlage der Angaben ist vierteljährlich stattfindende Konjunkturumfrage des Bitkom in der ITK-Branche. Der Bitkom-Index errechnet sich aus dem Saldo der Umsatzerwartungen für das laufende Quartal.
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Zahlen und Fakten
»We know where you are, we know what you like«.
Eric Schmidt, Google
Jeder von insgesamt 5.000 befragten Anwälte hatte in den vergangenen zwei Jahren Probleme während eines Falls, weil er wichtige elektronisch gespeicherte Daten zur Beweisführung überhaupt nicht oder nicht fristgerecht vorlegen konnte.
iPad-Nutzer klickten auf etwa 1,01 Prozent der Werbeanzeigen, iPhone-Anwender auf gerade einmal 0,65 Prozent und Android-Liebhaber auf etwa 1,19 Prozent der Werbeanzeigen.
Rund 18 Prozent aller verkauften Computer werden bereits in zwei Jahren Tablets wie das iPad sein, prognostiziert Forrester Research. Tablets würden damit bereits die Netbooks überholen.
Im Schnitt 135 Minuten surft ein deutscher Internetnutzer am Tag. Je höher der Bildungsabschluss, desto mehr Zeit wird im Web verbracht.
Rund 755 Millionen Apps werden deutsche Handybesitzer in diesem Jahr herunterladen. Damit steigen die Download-Zahlen um 78 Prozent und der Umsatz sogar um 81 Prozent auf 343 Millionen Euro, verglichen mit 2009.
51 Prozent von 1.559 befragten ITK-Entscheidern erwartet, dass sich Cloud Computing als dominierende Variante des ITK-Bezugs etablieren wird.
Die Zahl der Betrugsfälle beim Online-Banking steigt derzeit erneut stark an. BKA und Bitkom rechnen mit bis zu 5.000 angezeigten Phishing-Fällen für 2010 – ein Plus von rund 71 Prozent.
In 2010 werden 480 deutsche E-Bay-Händler einen jährlichen Umsatz in Millionenhöhe auf E-Bay.de erzielen. Eine Steigerung um 40 Prozent.
Mehr als 12.000 neue Arbeitsplätze könnten in Deutschland entstehen, 1,7 Milliarden Euro an zusätzlichen Steuereinnahmen und ein Umsatzplus von 6,3 Milliarden Euro würden erzielt werden wenn es gelänge den Anteil raubkopierter Programme bis zum Jahr 2013 von 28 auf 18 Prozent zu senken.
Das größte Risiko des Datenverlustes besteht beim E-Mail-Versand - ein Drittel der Unternehmen hat innerhalb der letzten zwölf Monate auf diesem Wege vertrauliche oder urheberrechtlich geschützte Daten verloren.
Das Nachhaltigkeits-Management ist bei einem Großteil der Unternehmen noch in der Findungsphase. In mehr als der Hälfte der Firmen klafft eine beträchtliche Lücke zwischen selbstdefiniertem Anspruch und den aktuellen organisatorischen Strukturen. Mittelfristig ist das insbesondere nach außen eine erhebliche Gefahr für die Glaubwürdigkeit des Unternehmens und damit auch ein wirtschaftliches Risiko.
Mit rund 17 Milliarden Euro werden im Jahr 2010 in der DACH-Region etwa 4,5 Milliarden mehr mit IT-Outsourcing-Leistungen umgesetzt als noch 2005.
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Wie die zukünftigen IT-Arbeitsplätze aussehen
8 durchgreifende Veränderungen
Unter den CIOs und IT-Verantwortlichen steht außer Frage, dass die IT-Arbeitsplätze der Zukunft ein ganz neues Gesicht haben werden [1]. Im Vergleich zu heute werden sie sich vor allem durch einen ortsunabhängigen Zugriff auf Anwendungen und Daten, modulare Services und aufgabenspezifische Leistungsprofile charakterisieren. Damit lösen sie die bisher monolithischen und infrastrukturabhängigen Verhältnisse auf, aber auch die klassischen Fat Clients gehören damit der Vergangenheit an. Als Konsequenz werden die Arbeitsprozesse für vielfältige Anforderungen deutlich flexibler. Der Centracon-Berater Marcus Zimmermann sieht darin eine konsequente Entwicklung: »Der Bedarf an flexiblen Nutzungsbedingungen passt nicht mehr zu den heutigen monolithischen Desktops.«
Wesentlicher Treiber dieser Veränderungen auf der Desktop-Ebene sowie der Entkoppelung der Client-Nutzung von einer festen IT-Architektur sind die Virtualisierungstechnologien. Sie sind Voraussetzung dafür, dass die Benutzer die von ihnen benötigten Dienste on demand und abhängig von ihren Jobfunktionen oder Rollen selbstständig über eine Art App-Store bestellen können. Der Nutzungsumfang dieser Dienste wird automatisch auf den entsprechenden Kostenstellen verbucht. Insofern charakterisiert sich diese Phase durch die Kombination von modularen Services mit der Client-Virtualisierung für eine benutzergerechte und damit eine sehr bedarfsorientierte IT-Unterstützung unabhängig des möglicherweise wechselnden Standorts des Benutzers.
Auch die Administrationsbedingungen werden sich deutlich ändern, weil Anwendungen und Daten zentral bestehen. Zudem ist es angesichts der gegenwärtigen Cloud-Entwicklung zu erwarten, dass der Betrieb der gesamten Client-Dienste nicht mehr im eigenen Unternehmen erfolgt, sondern die Services einschließlich des gesamten Desktop-Managements extern bereitgestellt werden. Die Nutzung einer Frontend-Cloud erzeugt eine größere Flexibilität und Wirtschaftlichkeit gegenüber dem derzeit noch sehr aufwendigen und kostenträchtigen Client-Management.
[1] Studie von Centracon, www.centracon.com
Besondere Eigenschaften der zukünftigen Desktops
1. Infrastruktur-unabhängig: keine Abhängigkeit der IT-Arbeitsplätze von Hardware oder Betriebssystem
2. Flexible Nutzung: ortsungebundener und mobiler Zugriff auf Anwendungen und Daten
3. Individualisiert: Rollen- und aufgabenspezifische Leistungsprofile der Clients nach spezifischen Fachanforderungen
4. Modulare Services: dynamisches Angebot an standardisierten Diensten
5. Selfservice-Portale: automatisierte und schnelle Bearbeitung von Anforderungen
6. Desktop on demand: bedarfsorientierte Bereitstellung der gesamten Client-Dienste
7. Liberalisierte Clients: höhere Endgeräte-Unabhängigkeit der IT-gestützten Arbeitsplätze
8. Cloud-Orientierung: aufwandsarme Betriebskonzepte im Desktop-Management
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Vier Szenarien für die Zukunft des Webs
Von Düster bis Strahlend
Langfristige Prognosen bezüglich der Entwicklung des Internets sind wahrscheinlich so gut wie unmöglich. Doch Wissenschaftler lieben bekanntlich Herausforderungen. Und so wagte man sich bei Cisco und dem Monitor Group Business Network an eine gemeinsame Studie, die Prognosen über die voraussichtliche Entwicklung des weltumspannenden Datennetzwerks vorstellt.
Natürlich bleiben konkrete Vorschläge rar, womit die Experten gut beraten sein dürften, denn völlig unvorhergesehene »Zwischenfälle« wie soziale Netzwerke oder Video-Portale hat noch vor wenigen Jahren selbst der findigste Wahrsager nicht in der Glaskugel erblicken können. Deshalb dampfte man die Studie, die auf das Jahr 2025 vorgreift, auf vier grundsätzlich für möglich gehaltene Szenarien ein, von denen aber zumindest drei ein wenig düster ausgefallen sind.
»Fluid Frontiers« wird Möglichkeit Nummer eins genannt, in der durchaus noch freundliche Töne getroffen werden. Tastaturen, so die Väter der Studie würden durch eine Mischung aus Spracherkennungs- und Touchscreen-Interfaces ersetzt werden. Augmented Reality werde neue Bedienungsformen ermöglichen – räumlich soll das Ganze werden. Das Internet werde in diesem Szenario allgegenwärtig und für alle Gruppen durchlässig, so die Analysten. Durch Wettbewerb und technische Innovationen sollen zudem die Preise für Zugang und Nutzung derart purzeln, dass überall auf der Welt Menschen schnell an Informationen herankommen.
Gruselig wird die Aussicht dann bereits beim Szenario »Insecure Growth«: Cyber-Kriminalität überfordert Behörden und Unternehmen, Menschen haben zunehmende Angst vor der Abhängigkeit vom Netz. Betrachtet man sich die Milliardenschäden, die bereits heute durch Datendiebstahl entstehen, so scheint diese Prognose leider nicht allzu unrealistisch.
Bei Szenario drei, namens »Short of Promise« jedoch sträuben sich dem heutigen Anwender erst Recht die Nackenhaare. Durch Protektionismus, auch online, stagniert die Wirtschaft. Das Internet kann seine Funktionalitäten nicht entfalten und Innovationen werden abgewürgt. Doch es geht noch schlimmer.
»Bursting at the Seams«, nennen die Zukunftsforscher die hypothetische Situation, dass die Nachfrage nach Online-Dienstleistungen die Kapazitäten des Internets überschreitet und lange Wartezeiten zur Regel werden. Dabei wird die Entwicklung durch eine zu große Vielfalt von technischen Standards ausgebremst, Vereinheitlichungsbemühungen gehen an den Interessen einzelner Staaten oder Konzerne zugrunde.
Doch jetzt heißt es erst einmal: Luft holen. Die Zukunft ist glücklicher Weise formbar. Stoff zur Diskussion liefert die Studie dennoch genug.
www.monitor.com
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»LIFE 2 – Vernetztes Arbeiten in Wirtschaft und Gesellschaft«
Wachstumstreiber ITK
Die »digitale Wertschöpfung« durch Informations- und Kommunikationstechnologien (ITK) gewinnt in unserem Wirtschafts- und Arbeitsleben an Bedeutung. Auf Unternehmensebene ist ITK ein herausragender Faktor für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit: Wichtige Trends wie Cloud Computing, virtuelle Kooperation, dezentrales Arbeiten oder Green IT werden sich weiter am Markt etablieren. Zusätzlich haben intelligente ITK-Lösungen einen hohen Stellenwert für die zukünftige Entwicklung wichtiger gesamtgesellschaftlicher Aufgaben wie Bildung, Energieversorgung oder Gesundheitssystem.
Diese Ergebnisse und zahlreiche weitere detaillierte Einblicke zur bedeutenden Rolle von ITK liefert die internationale Studie »LIFE 2 – Vernetztes Arbeiten in Wirtschaft und Gesellschaft« [1]. Die Auswertungen zeigen, dass ITK in den kommenden Jahren zunehmend eine Rolle als Wachstumstreiber einnehmen wird, gleichzeitig tragen Trends wie Cloud Computing oder verstärkter mobiler Datenzugriff zu höherer Flexibilität und mehr Effizienz bei.
Zentrale Ergebnisse der Studie sind:
* Fast zwei Drittel der ITK-Entscheider (64 %) sind der Ansicht, dass ITK gesamtwirtschaftlich eine entscheidende Rolle als Förderer neuer Geschäftsmodelle hat. In Deutschland erwarten die ITK-Entscheider in einigen Industrien ITK-induzierte Wachstumsimpulse bis zu 11 Prozent und Kostensenkungspotenziale bis zu 17 Prozent in den kommenden 5 Jahren.
* 79 Prozent der Entscheider messen der ITK heute sehr hohe oder hohe strategische Relevanz für ihr Unternehmen bei. Rund zwei Drittel der ITK-Entscheider (67 %) gehen davon aus, dass ITK über den Hebel »Innovation« hohen Einfluss auf die künftige Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens haben wird, in den USA sind es sogar 76 Prozent.
* Flexibilität, Mobilität und Kooperation gehören für viele ITK-Entscheider zu den wichtigsten Trends der nächsten Jahre. IT-Sicherheit ist dabei Basis: Für mehr als jeden zweiten ITK-Entscheider (54 %) gehört sie unter die Top 3. Green IT ist für fast jeden Dritten (29 %) eines der wichtigsten Themen.
* Insgesamt 81 Prozent der befragten ITK-Entscheider gehen davon aus, dass sich Cloud Computing innerhalb der nächsten Jahre am Markt etablieren wird. Mehr als die Hälfte von ihnen (51 %) erwartet, dass sich Cloud Computing als dominierende Variante des ITK-Bezugs etablieren wird. 77 Prozent der ITK-Entscheider, in deren Unternehmen bereits Cloud Computing genutzt wird, erwarten steigende Investitionen in diesem Bereich.
* Die Bedeutung der virtuellen Kooperation wird weiter steigen: Sechs von zehn ITK-Entscheidern sind davon überzeugt, dass der Einsatz virtueller Kooperation die Entwicklungskosten in ihrem Unternehmen deutlich senken (62 %) und die Time-to-Market ihres Unternehmens erheblich verkürzen (60 %) könnte.
* Zwei Drittel der ITK-Entscheider (67 %) gehen davon aus, dass die Bedeutung dezentralen Arbeitens in ihrem Unternehmen in den kommenden 5 Jahren (stark) zunehmen wird. Die Sicherheitsstrategien müssen dafür stärker auf mobile Endgeräte ausgedehnt werden: 66 Prozent der ITK-Entscheider finden rollenbasierte Zugriffe sehr interessant oder interessant.
* ITK-Entscheider erwarten in allen untersuchten Branchen große Veränderungen durch den Einsatz neuer ITK-Lösungen. Vor allem in den Bereichen öffentliche Sicherheit (etwa durch Vernetzung von Behörden), Bildung (beispielsweise E-Learning), Automobil, Verkehr & Transport (etwa Verkehrsleitsysteme) oder auch Energie (Smart Metering, Green IT).
* Beim Thema Verkehr kann ITK aus Sicht der brancheninternen ITK-Entscheider vor allem in den Bereichen »Sicherheit« und »Vermeidung von Überlastungen« einen großen Beitrag zur Lösung wichtiger Herausforderungen leisten. Internetbasierte Unterhaltungsangebote im Automobilbereich werden nach Ansicht deutscher ITK-Entscheider (Auto) künftig zum Standardangebot gehören.
* Drei von zehn ITK-Entscheidern (31 %) aus dem Bereich Gesundheit sind der Ansicht, dass der größte Vorteil eines vermehrten Einsatzes von ITK im Gesundheitswesen in einer verbesserten Qualität der Behandlung zu sehen ist. Drei Viertel der Konsumenten (77 %) sind davon überzeugt, dass eine elektronische Gesundheitskarte den Patienten wichtige Vorteile bringt.
* 70 Prozent der ITK-Entscheider erwarten, dass Green IT in 5 Jahren eine (sehr) hohe Bedeutung für ihr Unternehmen haben wird. Obwohl die meisten ITK-Entscheider (57 %) Green IT vor allem aus Gründen der Kosteneinsparung interessant finden, haben erst 24 Prozent der Unternehmen einen Business Case dazu erstellen lassen. Bei Konsumenten herrscht großes Interesse für Smart Metering: 68 Prozent gehen davon aus, dass Smart Metering in 5 Jahren eine wichtige Rolle in ihrem Haushalt spielen wird.
[1] Über die Studie: Die Studie LIFE 2 stellt eine kombinierte Erhebung und Zusammenfassung von Expertenmeinungen, Online-Befragungen und telefonisch-persönlichen Interviews dar.
Konzipiert und realisiert wurde die Studie von Professor Dr. Tobias Kretschmer, Direktor des Instituts für Kommunikationsökonomie an der Ludwig-Maximilians-Universität München in Zusammenarbeit mit der Strategieberatung Zehnvier. Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 1.559 ITK-Entscheider, 1.009 IT-Anwender in Unternehmen und 1.336 Konsumenten in fünf Ländern online befragt. Der Bericht kann über die Internetseite www.studie-life.de abgerufen werden.
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Fachkräftemangel voraus
Eigene Ressourcen effizienter nutzen
Schrumpfende Bevölkerung, alternde Belegschaften sowie eine rückläufige Zahl qualifizierter Erwerbstätiger: Die aktuelle Bevölkerungsprognose [1] für Deutschland, die das Statistischen Bundesamt vorgestellt hat, bereitet Personalabteilungen große Sorgen. Wer im Kampf um die besten Köpfe nicht auf der Strecke bleiben will, muss vor allem das Potenzial stärker nutzen, das in den eigenen Reihen schlummert.
»Der Mangel an jungen, gut ausgebildeten Menschen wird eine der zentralen Herausforderungen für Wirtschaft und Unternehmen in den kommenden Jahrzehnten«, warnt Falko Kranz, Solutions Consultant Central Europe von Success Factors. Der Personalexperte empfiehlt daher einen Drei-Stufen-Plan, um zu analysieren, wo das eigene Unternehmen steht, wie die vorhandenen Talente gefördert und optimal genutzt werden können und wann letztendlich doch noch auf externe Rekrutierung zurückgegriffen werden sollte:
1. Erfassung und Analyse der HR-Kennzahlen: Fehlende Fachkräfte werden regelrecht zur Bedrohung vieler Unternehmensexistenzen. Einige Unternehmen wissen jedoch noch nicht einmal, ob und an welchen Stellen sie betroffen sind. Es hapert an einer sauberen Datenbasis, anhand derer genau abgelesen werden kann, wie viele Mitarbeiter ein Betrieb hat und welche Qualifikationen vorhanden sind. In einem ersten Schritt sollten daher die Mitarbeiterdaten analysiert werden, um auf Basis von einheitlichen Informationen schnell auf innere und äußere Veränderungen reagieren zu können.
2. High Potenzials im Unternehmen identifizieren: Ein weiterer Schritt beinhaltet das Performancemanagement, um vorhandene Talente und Mitarbeiter entsprechend zu fördern. Dazu zählen auch ein regelmäßiges Tracking und die Kontrolle der Lernmaßnahmen in regelmäßigen Entwicklungsgesprächen.
3. Externe Rekrutierung: Erst wenn das Potenzial innerhalb eines Unternehmens optimal ausgeschöpft und weiter entwickelt wurde, ist es effizient, neue Mitarbeiter extern anzuwerben. Dabei ist es wichtig, die betreffenden Gruppen gezielt anzusprechen und internationale Synergien optimal zu nutzen.
»Wir erleben immer wieder, dass Personaler vorschnell alle Hebel in Bewegung setzen und die kostenintensive Rekrutierungsmaschinerie anwerfen«, erklärt Kranz. »Ein viel billigerer und gleichzeitig effizienterer Weg ist jedoch der Blick in die Mitarbeiterreihen, um anhand von entsprechenden Karriere- und Kompetenzmodellen die Lücken intern zu füllen.«
www.successfactors.com
[1] Die Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamts zeigt gravierende Verschiebungen in der Altersstruktur. Während es heute noch 50 Millionen Menschen im Erwerbsalter (von 20 bis 65 Jahren) sind, wird ihre Zahl ab 2020 deutlich zurückgehen. 2035 ist nur mehr mit 39 bis 41 Millionen und 2060 mit 36 Millionen Personen dieser Altersgruppe zu rechnen, was einem Rückgang von 27 Prozent entspricht.
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22 Millionen Virenopfer, 6 Millionen von Handelspartner betrogen
Online-Kriminelle gehen immer raffinierter vor
Internet-Nutzer müssen sich gegen neue Formen der Online-Kriminalität wappnen. Der Bitkom und das Bundeskriminalamt (BKA) haben vor einer weiteren Professionalisierung von Betrugsmethoden gewarnt. »Schadprogramme sind zunehmend schwerer zu erkennen. Angriffe erfolgen vermehrt über Anwendungsprogramme, nicht nur über Lücken in Betriebssystemen«, sagte Prof. Dieter Kempf, Bitkom-Präsidiumsmitglied und Vorstandsvorsitzender des Vereins »Deutschland sicher im Netz«. BKA-Präsident Jörg Ziercke erklärte: »Kriminelle kapern vermehrt PCs argloser Nutzer, um Straftaten zu begehen und dabei möglichst unerkannt zu bleiben.« Ziercke und Kempf sagten, neben aktueller PC-Sicherheitssoftware und der Strafverfolgung werde die aktive Mitwirkung der Internet-Nutzer immer wichtiger. »Immer noch surft jeder Fünfte ohne Virenschutz, und es gibt weiter Aufklärungsbedarf zum Umgang mit persönlichen Daten«, erklärte Bitkom-Präsidiumsmitglied Kempf. Bitkom und BKA haben in Berlin ein Informationsblatt für Internet-Nutzer mit den wichtigsten Empfehlungen zur Vorbeugung vorgestellt.

Viren und andere Schadprogramme sind die häufigste Erfahrung mit Online-Kriminalität. 43 Prozent der Internet-Nutzer ab 14 Jahren – das entspricht 22 Millionen Deutschen – haben schon einmal erlebt, dass ihr Computer infiziert wurde. Im Vorjahr waren es noch 38 Prozent. Das geht aus Erhebungen von Forsa für den Bitkom hervor. »Schadprogramme können nicht nur Rechner lahmlegen, sondern spähen vermehrt digitale Identitäten aus«, mahnt Prof. Kempf. 7 Prozent der Nutzer wurden schon einmal persönliche Zugangsdaten für Online-Dienste gestohlen. Das entspricht 3,5 Millionen Deutschen. BKA-Präsident Ziercke: »Betrüger haben es auf Benutzernamen und Codes für Shops und Auktionshäuser, Communitys, Foren und E-Mail-Konten abgesehen.« 5 Prozent der Internet-Nutzer – das sind 2,5 Millionen Menschen – haben Bitkom zufolge bisher einen finanziellen Schaden durch Datendiebstähle oder Schadprogramme erlitten. Sechs Millionen (11 Prozent der Nutzer) wurden von einem Geschäftspartner im Internet betrogen, etwa beim Shopping, einer Auktion oder einem privaten Verkauf.
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Krisenkatalog für Sicherheitsanforderungen
Mehr Sicherheit durch Cloud Computing
Der Gedanke, sensible Daten irgendwo im Internet zu speichern, behagt vielen Unternehmen nicht. Doch die Cloud hat offenbar zu Unrecht einen schlechten Ruf in Sachen Sicherheit. Grundsätzlich sei Cloud Computing nicht sicherer oder unsicherer, als andere IT-Betriebsmodelle, so kommentiert man bei Detecon eine hauseigene Studie zum Thema Sicherheit in der Cloud.
Diese Untersuchung versucht mit einigen Vorurteilen der Datenauslagerung aufzuräumen. In der Industrie ist man sich teilweise noch recht unschlüssig ob man die neue Technologie mit offenen Armen empfangen, oder doch lieber erst einmal abwarten sollte. Schuld an Mängeln seien vor allem die Verträge, die zwischen Dienstleistern und Kunden abgeschlossen würden, meinen jedoch die Experten. Sie gingen auf Sicherheitsfragen nur unzureichend ein, was oft zu einem bösen Erwachen im Falle eines Schadens führe.
Mit Cloud Computing würden auch neue Risiken entstehen, welche man bei den Verhandlungen mit den Anbietern detailliert und spezifisch nennen und regeln müsse. Das klingt durchaus einleuchtend, hatten die ersten Automobile doch auch noch keine Gurte, obwohl es bereits Unfälle gab. Durch ausformulierte Vertragsklauseln, so Bernd Jaster von Detecon, ließen sich viele Gefährdungen vermeiden. Cloud Computing habe sogar das Potenzial für ein höheres Maß an Datensicherheit zu sorgen, als es bislang der Fall gesehen sei. Die Zentralisierung der IT-Dienstleistungen führe dazu, dass man sich bei IT-Prozessen und Fachwissen auf immer mehr Standards einige, wodurch die Implementierung von einheitlichen Schutzmaßnahmen erleichtert werde. Vor allem KMU könnten von den größeren Anbietern, denen mehr Möglichkeiten zur Umsetzung von Sicherheitskonzepten zu Verfügung stünden, profitieren. Empfehlenswert sei ein Krisenkatalog, der bei der Auswahl des richtigen Cloud-Anbieters helfe und Sicherheitsanforderungen aufzeige – jedes Unternehmen das den Einstieg in Betracht ziehe, solle einen solchen aufstellen, fordern die Sicherheitsfachleute.
www.detecon.com/de/
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Software as a Service (Saas) wird Megatrend
Software as a Service (SaaS) ist auf dem besten Weg, sich neben Cloud Computing binnen kurzer Zeit zu einem Megatrend zu entwickeln. Diese Schlussfolgerung zieht Finaki, die zentrale Organisation für die Anwender und Anbieter von Informationstechnologie (IT) und Telekommunikation (TK), aufgrund der Befragung ausgewählten Chief Information Officers (CIOs) aus deutschen Großunternehmen.
Laut Umfrage sind zwei Drittel der IT-Verantwortlichen fest davon überzeugt, dass die Bedeutung von Software as a Service binnen zwei Jahren erheblich zunehmen wird. Beinahe die Hälfte erwarten für SaaS in diesem Zeitraum Steigerungsraten bis zu 50 Prozent. Weitere 30 Prozent gehen von einem Zuwachs von immerhin noch bis zu 20 Prozent aus.
»Die Durchdringung der IT-Abteilungen mit dem Geschäftsmodell Software as a Service hat gravierende Auswirkungen sowohl auf die Anwender als auch auf die Anbieter«, betont Finaki-Geschäftsführerin Gabriele Rittinghaus. Beide Seiten müssten sich dabei »aufeinander einspielen«, um das neue Geschäftsmodell im betrieblichen Alltag weiter zu entwickeln und zum Nutzen beider Seiten zu verfeinern.
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Konsolidierung als wichtigste IT-Aufgabe für 2011
Großen Bedarf an einheitlichem Netzwerk
Mehr als Dreiviertel der Unternehmen planen die Konsolidierung ihrer IT-Infrastruktur in den nächsten zwölf Monaten [1]. CIOs erwarten sich davon eine höhere Netzwerk-Performance, einfacheres Management und mehr Wirtschaftlichkeit. 76 Prozent betrachten die Konsolidierung ihrer IT als eine der wichtigsten Aufgaben für 2011, gefolgt von Virtualisierung und Sicherheit. Die Umfrage wurde europaweit unter 600 CIOs durchgeführt.
Für die befragten CIOs muss das Unternehmensnetzwerk von morgen zahlreiche, sich teils widersprechende Anforderungen erfüllen. So erwarten 61 Prozent beispiellose Skalierbarkeit bei geringerem Managementaufwand. 38 Prozent erachten problemlose Mobilität und hohe Flexibilität als wichtig. Knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer verlangt nach neuen Netzwerktechnologien, um aktuelle Investitionen zu ergänzen, ohne die komplette IT-Ausstattung ersetzen zu müssen. Gleichzeitig wird eine geringere Total Cost of Ownership erwartet.
»Die Netzwerkumgebung von morgen wird den Traffic der Applikationsdaten und der Storage-Daten in einer einzigen, leistungsstarken und hochverfügbaren Struktur zusammenführen. Dabei ist das Netzwerk so intelligent, dass es die Art des Datenverkehrs erkennt und regelgerecht handhaben kann. Ein einheitliches Netzwerk hat seine Vorteile: mehr Performance und Produktivität und nicht zuletzt weniger Komplexität«, sagt Heiko Schrader, Regional Sales Director DACH bei Brocade.
Netzwerk-Performance ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen. Für mehr als die Hälfte der Befragten beeinflusst eine aufgrund veralteter Systeme geringere Produktivität den Geschäftserfolg signifikant. So ist es kaum verwunderlich, dass 40 Prozent der IT-Abteilungen 10 bis 30 Prozent ihrer Zeit mit der Behebung von Netzwerkausfällen statt mit der Geschäftsentwicklung befasst sind.

[1] Die Umfrage wurde europaweit von Brocade unter 600 CIOs durchgeführt.
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E-Mails, Social Networking und mobile Endgeräte als größte Risikofaktoren
Datenverlust in Unternehmen
Die Ergebnisse einer zum siebten Mal durchgeführten Umfrage zum Thema E-Mail-Sicherheit und Datenverlust zeigen, dass das Risiko des Datenverlusts vor allem beim Versand per E-Mail am größten ist [1]. Dies betrifft vor allem große Unternehmen.
Mit 35 Prozent haben über ein Drittel der befragten Unternehmen in den letzten zwölf Monaten auf diese Weise vertrauliche oder urheberrechtlich geschützte Informationen verloren. Gleichzeitig gibt es immer mehr Vorfälle, bei denen Daten über Social-Media-Kanäle nach außen dringen. Mitarbeiter missbrauchen dabei E-Mail, firmeneigene, mobile Geräte und beliebte Social-Media-Tools wie Facebook, Linkedin, Twitter, Video-Plattformen, Foren und Blogs. Dies führt zu einer steigenden Anzahl von Diziplinarmaßnahmen einschließlich Kündigung, da Unternehmen immer vorsichtiger werden, wenn es um die Sicherung von sensiblen Daten geht.
[1] Proofpoints Outbound Email and Data Loss Prevention in Today's Enterprise, 2010 Report
http://www.proofpoint.com/outbound
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Infrastructure as a Service
Wachstum beschleunigt sich
Cloud Services und SaaS sind für die IT-Strukturen von Firmen derzeit wichtige Schlagworte. Immer mehr Unternehmen lassen einfach Andere die Arbeit machen. Was ein wenig zynisch klingt, fußt auf einer Beobachtung der Yankee Group.
Während SaaS als reine Dienstleistung für betriebsrelevante Software konzipiert ist, bei der der Anbieter diese entwickelt und betreibt, geht IaaS (Infrastructure as a Service) noch einen großen Schritt weiter. Hier wird nicht nur die genutzte Software ausgelagert, sondern wie der Name bereits vermuten lässt, die gesamte IT-Infrastruktur. Server-, Archivierungs- und Backupsysteme stehen vollends beim Dienstleister, womit Verantwortung und Kosten für Betrieb und Wartung vom Kunden genommen werden. Bedient wird das Ganze dann durch einige virtuelle Ausführungsumgebungen, etwa virtuelle Desktops.
Bei den großen Unternehmen nutzen bereits 24 Prozent diese Dienstleistung, so die Yankee Group. Darüber hinaus planen 37 Prozent der Firmen diese Möglichkeit zur Effizienzsteigerung in den kommenden 24 Monaten zu nutzen. Weil diese Maßnahme deutlich umfangreicher ist als die Implementierung von SaaS, so die Experten, gehe die Verbreitung deutlich langsamer vonstatten, doch beobachte man einen stabilen Aufwärtstrend. Und tatsächlich: Von denjenigen die mit IaaS bereits liebäugeln, wollen 60 Prozent innerhalb eines Jahres den Schritt vollzogen haben. Die größte Barriere sind, wie so oft, Sicherheitsbedenken bezüglich der virtuellen Bedienung und des Umgangs mit firmensensiblen Daten. Derzeit findet, vor allem wegen des aus den USA und Großbritannien übersetzenden Trends zum Category Management, ein Umdenken im Bereich der Informationspolitik in den Unternehmen statt. Die Anbieter von IaaS und SaaS müssten ihre potenziellen Kunden mit Sicherheitsmaßnahmen von der Qualität und Bedenkenlosigkeit überzeugen können.
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IT-Outsourcing in Europa
Der Spruch »selbst ist der Mann« hat in der IT schon längst ausgedient. Wer modern sein will, der lässt echte Experten Hand anlegen. Und genau das tun offenbar immer mehr europäische Unternehmen, wie Gartner vermeldet.
Man geht davon aus, dass im kommenden Jahr der Grad der Auslagerung von IT-Systemen stark zunehmen wird. Gestützt wird diese Vermutung hauptsächlich durch die Tatsache, dass laut Umfrage 53 Prozent der europäischen Betriebe genau das beabsichtigen. 40 Prozent wollen sogar für bestehende externe Dienstleistungen mehr Geld in die Hand nehmen, ein Zeichen dafür, dass das Modell als Erfolg empfunden wird. Die Bereitschaft aber, den Anbieter selbst mehr Teile des eigenen Budgets zuzuführen, ist deutlich geringer, denn von den nur 24 Prozent sagen, dass sie für einen bestimmten Dienstleister die Ausgaben zu intensivieren planen. Die Unternehmen Europas erwarteten weitere Preissenkungen im Bereich der IT-Services, um weiterhin Informations- und Kommunikationssysteme auslagern zu können und den Prozess vielleicht sogar zu beschleunigen.
Besonders erfreulich derzeit ist, dass auch die KMU immer häufiger am Outsourcing schnuppern: Zeigten im letzten Jahr 6,1 Prozent der Unternehmen mit IT-Budgets unter einer Million Euro Interesse daran, so sind es dieses Jahr bereits 14,7 Prozent.
www.gartner.com/technology/home.jsp
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Aus Mangel an Beweisen
Dokumentation ist für jeden Betrieb eine wichtige Aufgabe. Auch für juristische Fragen können elektronische Nachweise von hoher Wichtigkeit sein. Und genau dort gibt es offenbar in deutschen Firmen immer wieder Probleme. In einer Studie von Symantec stellte man teils erhebliche Mängel in der Verfügbarkeit von juristisch relevanten Daten fest.
Die Folge: Auseinandersetzungen vor Gericht ziehen sich in die Länge und werden verloren, Klagen versanden bereits in der Anfangsphase. In einer entsprechenden Umfrage bei deutschen Anwälten, sagte die Hälfte, dass sie immer wieder auf Probleme stoße, die durch lückenhafte Aufbewahrung elektronischer Beweise verursacht würden. 98 Prozent gaben an, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einen Fall erlebt hätten, der durch Vorlegen gespeicherter Daten entschieden worden sei und 91 Prozent schätzen diese als elementar für ihre tägliche Arbeit ein. Doch nicht nur das Fehlen von Informationen verursacht Probleme. Viele Juristen müssen sich durch unendliche Mengen von Statistiken und Grafiken wühlen um sie auf Relevanz für den jeweiligen Fall hin zu überprüfen; ein Vorgang der in der Branche E-Discovery genannt wird.
Von den Unternehmen wünscht man sich deshalb die strukturiertere Ablage von Dokumentationen – 29 Prozent der Advokaten klagten darüber, dass ihnen schlichtweg die Zeit fehle, ihre Recherchen bei dem oft zu beobachtenden Datenchaos, adäquat und zeitgerecht zuende zu bringen. Mehr als die Hälfte verlangt deshalb nach besseren Technologien, um elektronische Beweise, die einen Rechtsstreit entscheiden können, schneller identifizieren und aufbereiten zu können. Die Verantwortung liegt, ebenso wie beim Thema der Datensicherheit, hauptsächlich bei den Unternehmen selbst. Fehlende oder unvollständige Daten können juristische Auseinandersetzungen zum Spießrutenlauf machen.
www.symantec.com/de/de/index.jsp
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Datendiebstahl verursacht Milliardenschäden
Virtuelle Langfinger
Oft ist man auf das Internet angewiesen, auch und gerade im Berufsleben. Ein unerwünschter Nebeneffekt ist dabei die Zunahme der Kriminalität. Insbesondere die Entwendung sensibler Daten stellt ein wachsendes Problem dar. Jedes vierte Unternehmen in Deutschland ist innerhalb der letzten drei Jahre schon mindestens einmal Ziel eines Betrugsversuchs im Netz geworden.
86 Prozent schätzen die Gefahr, die von Cyber-Kriminalität ausgeht deshalb bereits als groß ein, wie eine Umfrage des Emnid-Instituts bei etwa 500 deutschen Unternehmen ergab. Mit der zunehmenden Präsenz komplexer IKT-Systeme wachse auch die Angriffsfläche, die die Betriebe den potenziellen Angreifern böten, so die Analysten. Vor allem dort wo es was zu holen gebe, träten die häufigsten Delikte auf, klagt Alexander Geschonneck von KPMG, wo die Studie in Auftrag gegeben wurde. So würden etwa Konstruktionspläne mit dem Handy abfotografiert, oder Kunden- und Mitarbeiterdaten millionenfach raubkopiert und auf USB-Sticks oder anderen tragbaren Speichermedien aus dem Gebäude transportiert. Tatsächlich bestätigen die Autoren der Studie, dass der Diebstahl von Kunden- oder Arbeitnehmerdaten das häufigste Delikt in der digitalen Unterwelt ist; 61 Prozent der Betroffenen in den letzten drei Jahren waren Opfer von Datenraub, während bei 52 Prozent der Befragten geschäftskritisches Wissen abhanden kam oder illegal vervielfältigt wurde. Deutlich höher als angenommen sei der Schaden, der durch Computerkriminalität entstehe, moniert Geschonneck. Er schätzt, dass der Betrag Jahr für Jahr zweistellige Milliardenhöhen erreicht.
Gerade für KMU könne es das Ende bedeuten, wenn wichtiges Know-how in falsche Hände gerate. Die Gefahr aus dem internationalen Umfeld wird dabei nicht unbedingt als größte Bedrohung wahrgenommen, denn sage und schreibe 70 Prozent sehen die Täter im eigenen Haus.
Ehemalige Mitarbeiter oder sonstige Insider vergingen sich an datenschutzrechtlichen Bestimmungen, so das Urteil der Branche. 48 Prozent sagen konkret, dass Verstöße hauptsächlich von eigenen Firmenmitgliedern begangen würden, ob aus Habgier oder persönlicher Rachsucht. Um an die wirklichen Datenschätze der Firmen ranzukommen ist fast immer Insider-Wissen notwendig, darin sind sich Experten einig. Dennoch müsse das Thema Prävention ernster genommen werden als bisher, da die Bedrohungen stetig an Komplexität zunähmen, so die Autoren der Studie.
www.emnid.de
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