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Was tut sich im Telekommunikationsmarkt? Trends und Ausblick
Voice over IPVon Voice over IP geht derzeit der größte Veränderungsimpuls im Markt der Telekommunikation aus. Ende 2007 werden bereits über 15 % der deutschen Unternehmen Voice over IP – meistens noch ergänzend zur traditionellen Struktur – nutzen. Vorreiter sind dabei – neben der Telekommunikationsbranche selbst – Dienstleistungsunternehmen und die Finanzbranche. Hinter dieser Gesamtzahl verbergen sich durchaus unterschiedliche Strukturen. Das Kreditgewerbe war von jeher ein Treiber des Themas Voice over IP in Deutschland. Dies liegt an der filialisierten und mit Corporate Networks (Standleitungen und immer häufiger IP-VPNs) ausgestatteten Unternehmensstruktur. Angesichts dieser vorhandenen Ausgangsbasis bietet es sich an, die Integration von Sprachdiensten in die ohnehin vorhandene interne Dateninfrastruktur zu erwägen. Etwas anders erklärt sich die Vorreiter-Rolle des Dienstleistungsgewerbes. Bei den Dienstleistern handelt es sich zwar überwiegend um kleine Firmen ohne IP-VPN, andererseits häufig um junge und innovative Unternehmen. Entsprechend findet Voice over IP hier häufig über den unmittelbaren Internetanschluss Anwendung. Ein häufig anzutreffendes Hemmnis für Voice over IP ist der Investitionsschutz sowie das Risiko, eine bewährte Technologie durch eine neue zu ersetzen. Entsprechend machen hybride Lösungen, die eine »sanfte« Migration ermöglichen, den überwiegenden Teil des Marktes aus. Diese Möglichkeit nutzen vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen. Nicht zuletzt ist dies für die etablierten Anbieter eine Weg, ihr angestammtes Geschäft vor »Neulingen« – etwa Cisco, Verfechter der »puren« Technologie – zu schützen. Fixed-Mobile-Konvergenz
Auch seitens des Mobilfunks sieht sich das
Festnetz Angriffen ausgesetzt, wobei der B2B-Markt nicht so stark betroffen ist
wie der B2C-Markt. Inhouse Lösung oder Managed ServicesDie Einführung und der Betrieb von Voice over IP bedarf ein gewisses Know-how, dass aber viele Unternehmen nicht besitzen beziehungsweise sich nicht aneignen können. Hier setzen die sogenannten Managed Services an. Dies stellt gewissermaßen einen Dienst »aus der Steckdose« dar. Dies bedeutet, dass die Voice-over-IP-Technologie nicht im Unternehmen installiert ist, sondern im Rechenzentrum eines Providers. Managed Voice over IP wird – neben verschiedenen anderen seit einiger Zeit von immer mehr Carriern angeboten. Diese versprechen sich durch solche »Value Added Services« einen Ausgleich für ihr erodierendes Kerngeschäft und dem Preis-Konkurrenz-Druck besser ausweichen zu können als dies bei der reinen Leitung der Fall ist. Von der Anwenderseite ist Managed Voice over IP besonders für den gehobenen Mittelstand interessant. Denn in dieser Zielgruppe besteht ein gewisser Konkurrenzdruck, auf möglichst moderne, effiziente Lösungen zu setzen. Auf der anderen Seite fehlen jedoch häufig Know-how und das erforderliche Kapital. Microsoft als neuer Player
Die Ankündigung Microsofts sich in der
Telekommunikation zu engagieren hat Bewegung in den Markt gebracht. Die
Strategie, die Microsoft am Markt verfolgen möchte, wurde Ende vergangenen
Jahres vorgestellt.
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Geschäftsprozesse haben den höchsten StellenwertEnterprise-SOA braucht Branchenfokus
SOA als Management-Konzept
Erklärt man den Begriff SOA nicht aus der Warte
eines Software-Entwicklers, sondern aus Sicht des zunehmend businessorientierten
CIOs, verbirgt sich darunter in erster Linie eine auf bestimmte
Geschäftsprozesse ausgerichtete IT-Infrastruktur, die schnell und flexibel auf
veränderte Anforderungen im Geschäftsumfeld reagieren kann. Erst in zweiter
Linie beschreibt SOA ein technologisches Konzept für Systemarchitekturen, das
die Wiederverwendung und Interoperabilität zwischen IT-Systemen in Form loser
gekoppelter Services in den Mittelpunkt rückt. Geschäftsprozess-Fokus heißt Branchen-Fokus
Gerade mit Blick auf die Abbildbarkeit der
Geschäftsprozesse ist eine Fokussierung auf vertikale Spezifika der Unternehmen
unabdingbar. Von Anbieterseite soll durch SOA vornehmlich die Standardisierung
von Prozessen innerhalb IT-Systemen, wie ERP und CRM, vorangetrieben werden. Die
Entwicklung von Standards macht aber vor allem branchenspezifisch, nicht allein
branchenübergreifend Sinn. Zwar sind die Bestrebungen, wie die der
Standardisierungsgremien Open CSA und Oasis mit SAP, IBM, Oracle und Bea als
wesentliche Unterstützer, zur Vereinheitlichung von Programmiermethoden für
dienstorientierte Architekturen zielführend, was die vereinfachte Darstellung
von Business-Logik und der damit zusammenhängenden Datenmodelle angeht.
Anwender, darunter vor allem die Nicht-IT-Experten, sollen im Endeffekt Vorlagen
zur Verfügung gestellt bekommen, mit denen sie auf einfache Weise Anwendungen
erstellen und nutzen können. Jedoch sind diese Vorlagen für die Fachabteilungen
erst nützlich, wenn sie die Anwendungs- und Architekturkomponenten umfassen, die
für den jeweiligen Industrie- beziehungsweise Dienstleistungssektor relevant
sind. Unterschiedliches SOA-Interesse in den Branchen
Dass eine Fokussierung der SOA-Ausrichtungen der
Anbieter auf Branchen nicht nur zweckdienlich, sondern notwendig ist, zeigt sich
am Beispiel SAPs Enterprise-SOA, auf die in einer von TechConsult durchgeführten
Studie zum Thema
»SAP-Services« eingegangen wurde. TechConsult hat im Rahmen dieser Studie
200 deutsche SAP-Anwender befragt, welche Bedeutung die aktuelle Entwicklung im
Umfeld von SAPs Enterprise-SOA für sie hat.
Abbildung: Bedeutung von Enterprise-SOA nach Branchen Branchenspezifische Gründe für Enterprise-SOAIn der Studie befragte TechConsult die Anwender auch nach den Gründen für die angegebene Bedeutung von SAP Enterprise-SOA. Es wurde deutlich, dass die Integration vorhandener Programme dabei eine besondere Herausforderung darstellt. Branchenübergreifend gaben die meisten – nämlich 38 % – der Befragten an, dass sie sich durch SOA eine einfachere Integration vorhandener Lösungen erhoffen. Allein mit Fokus auf die drei Branchen Industrie, Handel und Dienstleistungen fallen allerdings schon Unterschiede in der Motivation für eine SOA-Einführung auf. Der Integrationsaspekt ist beispielsweise besonders im Handel (56 % der Nennungen) und bei den Industrieunternehmen (54 %) relevant. Bei den Dienstleistern spielt vor allem die Flexibilisierung der Geschäftsprozesse eine Rolle (38 %). Dagegen ist die Standardisierung von Geschäftsprozessen in diesem Branchenvergleich vor allem ein Thema für Handelsunternehmen (11 %) und für die Industrie und den Dienstleistungssektor deutlich unterdurchschnittlich von Bedeutung
Abbildung: Gründe für Enterprise-SOA nach Branchen (Auszug) Mit Blick auf die unterschiedliche Affinität und Motivation der Branchen hinsichtlich des SOA-Konzepts wird klar, dass die Anbieter sehr schnell umfassendes Know-how für branchenspezifische Geschäftsprozesse aufbauen und diese Kompetenz deutlich kommunizieren sollten. Es müssen dabei sowohl technologische als auch wirtschaftliche Spezifika in den Segmenten beachtet werden, um den Erfolg von Brancheninitiativen einzufahren. |
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