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Einsatz von Kommunikationsinstrumenten im MittelstandDer professionelle, effiziente und konsolidierte Einsatz von Kommunikationsinstrumenten in Unternehmen wird immer wichtiger, gilt es doch, der steigenden Flut der Kommunikationswege mit dem Blick auf die Optimierung der Geschäftsprozesse Herr zu werden und diese zu integrieren. Zahlreiche Befragungen der Experton Group in kleinen und mittelständischen Anwenderunternehmen bestätigen dabei das große Interesse am Thema »innovative Kommunikationslösungen«. »Die Adaption der einzelnen Kommunikationsinstrumente variiert jedoch stark«, laut Aussage von Frank Schmeiler, Research Director bei der Experton Group. So wird sich innerhalb der nächsten zwei Jahre der Einsatzgrad von Videokonferenz-Systemen um mehr als das Doppelte ausweiten. Im Vergleich dazu kann der Einsatzgrad von Chat/Messaging-Lösungen innerhalb der nächsten zwei Jahre »nur« um ca. 30 Prozent zulegen.
Mobile Business – Mobile TVNeben Social Mobile Networks und Location Based Services als wichtige nutzergetriebene Trends für das Mobile Business kommt auch dem mobilen TV ein besonderer Stellenwert zu: Das mobile Fernsehen bietet für die Netzwerkbetreiber und Rechteinhaber ungeahnte Chancen zur Mehrfachverwertung von Inhalten. Doch müssen noch viele Hürden überwunden werden, um den Nutzern akzeptable Angebote zu unterbreiten. So müssen nicht nur die Endgeräte und Medienformate optimiert sowie die Tarifstrukturen überdacht werden, um Mobile TV attraktiv zu machen. Auch sollten die Wahlfreiheit, an die die Kunden sich im Internet gewöhnt haben sowie soziale Aspekte mitbedacht werden. Restriktive DRM (Digital Rights Management)-Lösungen verhindern beispielsweise das Weiterreichen einzelner Videoclips, was die virale Verbreitung unterbindet. Auch existieren derzeit nur vereinzelt werbefinanzierte Angebote, die die Problematik der teils prohibitiven Preisgestaltung umgehen. Zudem sollten Rechteinhaber und Diensteanbieter die Such- und Selektionsmöglichkeiten ihrer Angebote intuitiver gestalten und etwa nutzergenerierte Tags zur Klassifikation ihrer Inhalte nutzen. Nichtsdestotrotz kann mit einem Blick nach Asien davon ausgegangen werden, dass auch in Europa bis zum Jahr 2010 eine innovative Nutzerschicht für Mobile TV entsteht. Experton Group schätzt, dass dieser Anteil bei rund 20 % der Mobilfunknutzer liegen wird und sich bis 2015 auf über die Hälfte der Mobilfunknutzer erhöht.
Ankündigung neuer Server-LinieInteressante Konstellation für den deutschen MarktSun, Fujitsu und FSC haben aktuell eine neue Server-Linie bezeichnet als Advanced Product Line (APL), angekündigt. Die M-Serie umfasst verschiedene Modellreihen von Einstiegsservern bis High-End-Servern mit bis zu 64 Prozessoren. Dies ist das erste Resultat der engeren Zusammenarbeit der beiden Unternehmen. Konkret bedeutet dies, dass die CPUs der Einstiegsmodelle von Sun kommen, die Prozessoren der Midrange- und Highend-Modelle (SPARC64 VI) aber von Fujitsu entwickelt wurden. Dies ist zunächst eine gute Nachricht, da die extremen Investitionen für die CPU-Entwicklung auf mehrere Schultern verteilt sind. Weltweit sind die regionalen Märkte zwischen Sun und Fujitsu relativ gut aufgeteilt, eine Sonderstellung nimmt Deutschland ein, wo Sun und Fujitsu Siemens Computers zu den führenden Unix-Server Anbietern gehören. Somit bieten beide Firmen für den deutschen Markt identische Server an, was eine interessante Konstellation verspricht. Die Herausforderung für beide Unternehmen ist eine Differenzierung jenseits der identischen Produkte. Hierfür kommen in erster Linie die Strategie und das Gesamtportfolio, der Software/Middleware Stack und die Services in Frage. Aber auch die Kompetenz des eigenen Vertriebs und der Partner werden eine wichtige Rolle einnehmen. Sun stellt sein Gesamtportfolio unter die Prämisse »Workload Computing«. Das bedeutet, dass unterschiedliche Server für unterschiedliche Workload-Szenarien (Data, Network, Computer) optimiert sind. In der Praxis der Rechenzentren ist die geringe Server-Auslastung durchaus ein kritischer Faktor, dieser kann durch spezialisierte Server erhöht werden. FSC verfolgt unter der Bezeichnung »Dynamic Data Center« eine Strategie, die ein Dach für die vielfältigen Server-Produkte liefert. Andreas Zilch, Lead Advisor der Experton Group: »Der Unix-Markt lebt weiterhin, obwohl und weil der Wettbewerbsdruck erheblich ist. Die Anbieter müssen aber dazu übergehen, nicht Leistungsmerkmale, sondern greifbaren und beweisbaren Nutzen zu verkaufen.« Für die Anwender bedeutet dies, dass der Wettbewerb im Unix-Segment noch einmal verschärft wird, insbesondere gegenüber HP, IBM und Dell, aber auch zwischen Sun und FSC. Die Anwender sollten hier auf die nicht-produktspezifischen Differenzierungsmerkmale achten und den reinen Produktpreis geringer gewichten. Allerdings sollten die Marketing-Konzepte auch hinterfragt werden und der individuelle, konkrete Nutzen in den Vordergrund gestellt werden. Die Analysen der Experton Group zeigen, dass auch bei »identischen« Produkten noch ein großer Spielraum zur Differenzierung bleibt. Folgende Punkte sind aus Sicht der Experton Group besonders wichtig: 1) Eine Server-Investition muss im Gesamtkontext gesehen werden. Oftmals wird eine Investitionsentscheidung allein von den Server-Preispunkten abhängig gemacht, dies ist grundsätzlich falsch. In einem modernen RZ-Betrieb wird die Entscheidung »ganzheitlich« getroffen und die verschiedensten Parameter berücksichtigt. Hierzu gehören neben der Eignung als Applikationsplattform auch Infrastruktur/Ressourcen-Restriktionen wie Strom, Klima und Stellfläche. 2) Das Server Sizing wird zumeist extrem übertrieben. Aktuelle Praxis-Projekte zeigen, dass das Server Sizing oft 80 % – 200 % zu groß gewählt wird. Den Anbietern alleine die Schuld dafür zu geben, wäre zu einfach. Oftmals handelt es sich dabei um eine Addition/Multiplikation von Sicherheits-Puffern aller Beteiligten. Mit einem solchen Vorgehen sind natürlich die Bemühungen zur Steigerung der Server-Auslastung obsolet. 3) Die Kompetenz der Server-Anbieter und Partner muss über einen reinen Performance- und Feature/Function- Vergleich hinausgehen. Für die geschilderte komplexe Investitionsentscheidung im Server Umfeld muss der Vertriebsmitarbeiter (des Anbieters oder Partners) oftmals als »neutraler« Berater fungieren. Dazu gehört neben der Aufnahme und Beurteilung des Bedarfs auch eine umfassende Kenntnis des Produktportfolios und der jeweiligen Stärken/Schwächen. »Bezüglich dieser Vertriebs-Anforderungen sind die meisten Marktteilnehmer aktuell aber überfordert«, so Berater Zilch.
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