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NEU: manage it als
E-Paper  7-8 2010




 

 


 




 


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Mitgliedsbeitrag für 12 Monate ab Ausstellungsdatum inklusive aller Kosten: 150 Euro

 

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IT-Innovationsbereitschaft im Detail

 

12.04.2007 – Deutsche Unternehmen beabsichtigen, wieder mehr für ihre IT auszugeben. Besonders die Verbesserung der Kundenbindung und die Effizienzsteigerung stehen hoch oben auf der Liste der Investitionen. Bei den deutschen Unternehmen wächst die Bereitschaft, in die IT zu investieren. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen wollen so ihre Effizienz steigern, so eine Studie von Steria Mummert Consulting. Doch nicht einmal jeder vierte IT-Manager denkt bei Investitionen in IT-Lösungen an das konkrete Ziel, Erträge zu steigern. Die Verbesserung des Return-on-Investment durch IT-Anschaffungen hat sogar nur jeder fünfte Betrieb im Auge.

In der strategischen Gesamtausrichtung für die Unternehmen stehen eine verbesserte Kundenbindung und höhere Erträge ganz weit oben. Mehr als die Hälfte der befragten Entscheider wollen das Thema Kundenzufriedenheit 2007 verstärkt angehen. Für knapp 44 Prozent stehe das Ertragswachstum in den kommenden zwölf Monaten im Vordergrund. Die Grundlage für das Erreichen dieser Ziele bilden für viele IT-Entscheider allerdings Effizienzsteigerungen, optimierte Geschäftsabläufe, sowie niedrigere Kosten. Deshalb konzentrieren sie ihre Ausgaben vor allem auf diese drei Ziele. Häufig hätten die Unternehmen noch nicht erkannt, dass der Einsatz von IT nicht nur Kosten spart. Er könne auch direkt zur Steigerung der Kundenbindung beitragen, so die Studienautoren. Kundenmanagementsysteme könnten beispielsweise Vertriebsmitarbeiter mit sämtlichen relevanten Informationen über den Kunden und dessen Besonderheiten versorgen.

Bisher haben beim Einkauf von IT allerdings nur etwa 42 Prozent der befragten Entscheider das Ziel Kundenbindung im Hinterkopf.

Dies sind Ergebnisse der Studie »IT-Budget« der Marktanalysten von (http://www.steria-mummert.de/) Steria Mummert Consulting für 2007. Die Analysten hatten 563 IT-Manager und IT-Verantwortliche aus deutschen Unternehmen befragt.


 

Studie: Vertriebliche Talsohle der TK-Branche ist durchschritten

Neue Techniken sorgen für Aufschwung

 

Frankfurt am Main, 18. April 2007 – Die vertriebliche Talsohle der Telekommunikationsbranche ist dank neuerer Techniken wie Push-Dienst oder Triple Play durchschritten. Die Global Player auf diesem Markt rechnen entsprechend auch wieder mit deutlich höheren Gewinnmargen in 2007. Zu dieser Einschätzung gelangt die High-Tech-Beratungsgesellschaft Eurospace in ihrer jüngsten Studie zur aktuellen Situation in der TK-Branche. Die Studie basiert auf einer aktuellen Umfrage unter 100 Fach- und Führungskräften.

Danach sind 67 Prozent der befragten Personen aus der TK-Branche davon überzeugt, dass die vertriebliche Talsohle durchschritten ist. Nur 13 Prozent halten den Markt für übersättigt, und nur ganze 7 Prozent glauben an eine langsamere Erholung des Marktes.

Mit beigetragen zur positiven Trendwende haben neuere Techniken wie Push-Dienst oder Triple Play. Der Push-Dienst, also die automatische Information auf dem Handy beim Eingang einer neuen E-Mail, wird vor allem bei dem aufkommenden Thema Mobile Mail eine gewichtige Rolle spielen. 43 Prozent der befragten Experten sehen diesen Dienst sogar als wichtigste Funktion bei Mobile Mail an. Für 33 Prozent sollte die gesamte E-Mail nur auf Anforderung übertragen werden. Weitere 30 Prozent fürchten eine Spam-Überflutung auf dem Handy und wollen deshalb keine automatische E-Mail-Übertragung (Mehrfachnennungen waren erlaubt).

Triple Play wiederum, also das gebündelte Angebot der Dienste TV, Daten und Telefonie, wird laut Meinung der Top-Manager in erster Linie für die Plattformbetreiber von Mobilfunk-Netzen interessant. 60 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte sehen dort den hauptsächlichen Markt. Deutlich weniger im Fokus werden Kabel-Netz (18 Prozent) und Festnetz (17 Prozent) stehen.

»Die Ergebnisse unserer aktuellen Umfrage zur Situation in der TK-Branche bestärken uns in der Ansicht, dass der Vertrieb von Telekommunikationsprodukten wieder zulegen wird«, ist sich Eurospace-Geschäftsführer Vincent Ohana sicher. »Neben den Bereichen Automotive sowie Luft- und Raumfahrt wird die Telekommunikation unser drittes starkes Standbein bleiben. Schon im letzten Jahr konnten wir eine steigende Anzahl an TK-Projekten registrieren. Für dieses Jahr sind unsere Prognosen noch positiver.«

www.eurospace.de

Eurospace Telekommunikationsstudie 2007 anfordern über Tel. 06 11 / 97 31 50 oder E-Mail team@dripke.de

 


 

IT Services & Outsourcing

Ein Zuliefermarkt entsteht

Bei der Diskussion aktueller Entwicklungen im IT-Dienstleistungsmarkt ist derzeit viel vom »Fressen und gefressen werden« die Rede. Denn Industrialisierung und Globalisierung sorgen – trotz derzeitigen Stimmungshochs unter den Akteuren – tendenziell für fallende Margen und zunehmenden Kostendruck. Unter diesen Vorzeichen werden kritische Masse bei Geschäftsvolumen, internationale Aufstellung und der Zugang zu Offshore-Kapazitäten zum Wettbewerbsfaktor. Die Zeichen stehen – da sind sich nahezu alle Auguren einig – auf Konsolidierung.

Potenzielle Gewinner des Verdrängungswettbewerbs dürften nach dieser Logik die global aufgestellten IT-Services-Riesen sein, also diejenigen, die beim großen Fressen zuerst zuschlagen können. Kleinere Anbieter beziehungsweise solche ohne die notwendige Beißkraft, so der Umkehrschluss, sind die potenziellen Verlierer dieser Entwicklung. Wollen Sie nicht im Bauch eines Riesen landen – so der gut gemeinte Ratschlag vieler Berater – dann sollten Sie ihr Heil als industriebezogene Nischenanbieter suchen.

Diese Marktbewertung, die vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse wie der »Partnersuche bei T-Systems« durchaus nachvollziehbar ist, beleuchtet jedoch nur einen Ausschnitt der aktuellen Marktentwicklung. Denn mittelfristig sorgt die Industrialisierung nicht nur für eine Konsolidierung im IT-Dienstleistungsmarkt, sondern bewirkt auch eine zunehmende Fragmentierung der Lieferkette und damit eine Neuordnung der Anbieterlandschaft.

So erleichtert die zunehmende Standardisierung von Technologien und Prozessen im IT-Umfeld auch die Zerlegung von IT-Dienstleistungen in einzelne unabhängige Bausteine. Und da diese Bausteine nicht für jeden Kunden individuell geschnitzt werden müssen, kann deren Fertigung an spezialisierte Dienstleister ausgelagert werden. Hinter globalen IT-Services-Brands und lokalen Branchenspezialisten könnte sich also durchaus auch eine starke Zulieferindustrie entwickeln.

Die Auslagerung von IT-Teilleistungen ist auch aus ökonomischer Perspektive sinnvoll. Übertragen die IT-Dienstleister doch damit den Outsourcing-Gedanken, den sie selbst so gerne ihren Kunden predigen, auf ihr eigenes Geschäft. Große Akteure im IT-Services-Markt können sich damit auf die Pflege der Kundenbeziehungen und auf margenträchtige Segmente am oberen Ende der Wertschöpfung konzentrieren. Die von den Branchenführern so gerne als »Commodity« verschmähten Aufgaben im IT-Infrastruktur-Umfeld würden dagegen spezialisierte Zulieferer übernehmen.

Dass ein solches Szenario nicht nur auf dem Reißbrett funktioniert, zeigt die Entwicklung in der Automobilindustrie. Tatsächlich würde heute kein Autobauer auf die Idee kommen, Reifen, Lenkrad oder Kotflügel selbst herzustellen. Dies überlässt er besser spezialisierten Zulieferern – das Baukastenprinzip macht’s möglich.

Auch im IT-Dienstleistungsmarkt gibt es erste Beispiele für eine Fragmentierung der Lieferkette. So kooperiert der Full-Service-Anbieter Capgemini mit dem Datencenter-Spezialisten IXEurope. In der zugehörigen Pressemitteilung verweist der Anbieter genau auf jene konsequente Weiterverfolgung des Outsourcing-Gedankens. Demnach ist Capgemini weiterhin für den geschäftskritischen Betrieb der IT-Applikationen seiner Kunden sowie die Hardware verantwortlich. »Für das Gebäude-Management«, so Peter Henkel, Geschäftsführer der Capgemini Systems GmbH, »nutzen wir jedoch unseren Partner, der darin sein Kerngeschäft hat«.

Dass die Entwicklung einer Zulieferindustrie auch Raum für neue Geschäftsmodelle im IT-Dienstleistungsmarkt bietet, zeigen zwei Fallbeispiele, an denen Berlecon im Rahmen des Forschungsprojektes INTERDIG arbeitet. Eines davon ist die Revacom GmbH, die sich mit Softwarepackaging Services, d.h. Leistungen zur kundenindividuellen Anpassung und Verteilung von Softwarepaketen als Zulieferer großer IT-Dienstleister positioniert. Für dieses normalerweise wenig margenträchtige Teilsegment etablierte Revacom einen nach industriellen Normen gestalteten Lieferprozess, einschließlich der Einbindung von Nearshore-Ressourcen. Offensichtlich trifft dieses Angebot auf Interesse: Auf der Referenzliste des Anbieters, der erst 2004 in den Markt eintrat, finden sich heute schon namhafte Anbieter im IT-Services-Umfeld wie HP, Bechtle, SBS (heute SIS) und Computacenter.

Einen anderen Ansatz wählte die Intact Integrated Services GmbH, die im Herbst 2006 mit dem Slogan »IT Services für IT-Dienstleister« in den deutschen Markt eintrat. Das Unternehmen unterstützt IT-Dienstleister als White-Label-Anbieter bei der Schließung von Kapazitäts- und Know-how-Lücken. Ein typisches Einsatzbeispiel ist die Etablierung von Services für neuartige Netzwerk-, Kommunikations- oder Sicherheitstechnologien. Intact übernimmt in diesem Fall für eine Übergangszeit den Betrieb der Services und arbeitet dabei unter dem Label des Resellers. Dieses Geschäftsmodell wird laut Geschäftsführer Reichert vom Schwesterunternehmen in Großbritannien bereits seit 2004 erfolgreich betrieben.

Alle drei Beispiele zeigen, dass Chancen und Herausforderungen durch Industrialisierung und Globalisierung im IT-Dienstleistungsmarkt wesentlich vielschichtiger sind, als es die einfache Konsolidierungslogik suggeriert. Für große Player dürfte mittelfristig die optimale »Fertigungstiefe« als weiterer Wettbewerbsfaktor im IT-Dienstleistungsmarkt (neben kritischer Masse und internationaler Vernetzung) an Bedeutung gewinnen. Schließlich macht eine konsequente Auslagerungspolitik die erklärten Outsourcing-Spezialisten auch aus der Perspektive der Kunden glaubwürdiger. Für kleinere Anbieter bietet die Industrialisierung interessante Wachstumsperspektiven – und das nicht nur bei Flucht in die Branchennische, die im ungünstigsten Fall ohnehin schon besetzt ist. Die Etablierung als Zulieferer setzt jedoch voraus, dass die Anbieter – auch das zeigen die Beispiele – zunächst selbst die Industrialisierung und Internationalisierung ihres Geschäfts vorantreiben.

Insgesamt dürfte es sich für die Akteure im IT-Dienstleistungsmarkt also durchaus lohnen, den Markt neu zu sondieren und dabei die Konkurrenz nicht nur nach deren Beißkraft oder Nährwert zu beurteilen. Wir freuen uns darauf, Sie bei der Partnersuche zu unterstützen.

Dr. Andreas Stiehler (as@berlecon.de)

 

 
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