Trend Januar - Februar 2008

 Home | News | Hefte | Mediadaten | Online-Artikel | Kommentare | Trends | Wir-ueber-uns | Tipps | Impressum | CeBIT 2012

 

Home
News
Trends
Hefte
Online-Artikel
Kommentare
Service-Angebote
Feedback
Abonnement
Wir-ueber-uns
Tipps
Impressum
Veranstaltungen


»manage it« als

E-Paper  5-6 2011
E-Paper  3-4 2011
E-Paper  1-2 2011
E-Paper  11-12 2010
E-Paper  9-10 2010

E-Paper  7-8 2010
E-Paper  5-6 2010
 




 

 


 




 


 


 

 

 

Inhalt

Klicken Sie unten auf ein Thema um direkt zu Beitrag zu springen. Mit »Zurück« ihres Browser kommen Sie wieder an den Anfang dieser Seite.

Vom disruptiven Status zum Status Quo

Disruptive Trends and Technologies

Gefühlte Notwendigkeit bei grüner IT

Mit BI zu höheren Gewinnen

Der CIO als Sourcing Manager und Businessberater

10 strategisch wichtige Trends für die nächsten Jahre

Relativierte Trends 2008: Quo vadis Web?

CIOs: Erhebliche Veränderungen in den nächsten drei Jahren

Unternehmerischer Wandel birgt große Risiken für die finanzielle Integrität

Online Communities werden zunehmend zum IT-Sicherheits-Risiko

Outsourcing wird Consumer-lastig und grün

IT-Infrastruktur-Dienstleistungen – Weiche Faktoren dominieren

Outsourcing-Tracking Q4 2007 weltweit – Laufzeiten

Europa übernimmt Führung bei Outsourcing-Aktivitäten

Fertigungsbranche: Mehr Agilität im Jahr 2008

Banken beraten gerne – gegen Gebühr

Notebook als unverzichtbares Element für den eigenen Lifestyle

Integrierte Unternehmensstrategie zum Schutz der Daten notwendig

Unterstützung für SOA-Sicherheit

Missbrauch von Kundendaten für Softwaretests

Steigende Kundenabwanderungsquote

Virtuelle Kundenberatung punktet mit Kostenvorteilen

E-Government: Fehlende Standards verzögern Serviceverbesserungen

Deutsche Firmen sind zurückhaltend bei Sonderzahlungen

Die zehn besten Intranets der Welt

 


2008 setzt sich der post-disruptive Markt durch

Vom disruptiven Status zum Status Quo

 

Im Laufe der letzten Jahre erfuhr der IT-Markt eine Umwandlung, ausgelöst durch disruptive Entwicklungen (dabei handelt es sich um technologische Innovationen, die möglicherweise eine aktuell dominierende Technologie verdrängen) wie Online Delivery, Community-basierte Entwicklung, lösungsorientiertes Packaging und neue Märkte. Diese Zerrüttungen und Brüche traten zunächst als Randerscheinungen auf; mit dem Aufkommen des »Everything-as-a-Service«-Gedankens, von Web-2.0-Applikationen, offenen Entwickler-Communities, Finanzierungsmodellen auf Basis kostenloser IT-Angebote und durch neue Mitbewerber wie Google, Youtube und Facebook entwickelten sie jedoch 2007 zunehmend an Dynamik und bereiten nun den Boden für den Markt, der der Phase der Disruption folgt.

Für 2008 prognostiziert IDC, dass sich die wichtigsten Player im IT-Markt – von denen viele diese disruptiven neuen Marktmodelle bislang eher vorsichtig angegangen sind – voll und ganz darauf einlassen werden. Das Jahr wird geprägt von sehr viel höheren Investitionen in neue Märkte, einer Menge neuer Online-Produkt- und -Service-Angebote, der stärkeren Öffnung von bislang in sich geschlossenen Geschäftsmodellen für Communities und innovativen neuen Ansätzen für einfaches, lösungsorientiertes Packaging. IDC geht davon aus, dass die Investitionen in diese disruptiven Märkte, Geschäftsmodelle und Angebote so hoch sein werden, dass sie ihren derzeitigen disruptiven Status verlieren und sich für Marktteilnehmer, die weiterhin wettbewerbsfähig bleiben wollen, zum neuen Status Quo des nächsten Jahrzehnts entwickeln werden.

»Von disruptiven Technologien war in den letzten Jahren in den IDC-Prognosen ständig die Rede«, sagt Frank Gens, Senior Vice President of Research bei IDC. »Diese Technologien haben sich überall breit gemacht, von Unternehmenssoftware und Hardware über technische Spielereien für Privatkunden bis hin zu Telekommunikationsdiensten. Die Anbieter waren dadurch gezwungen, ihre Angebote zu überdenken. 2008 geht die Zeit des Herumexperimentierens zu Ende; führende Marktteilnehmer machen ernst mit der Transformation ihrer Produkte und Services, um von diesen neuen Technologien und Geschäftsmodellen profitieren zu können und damit einhergehende Herausforderungen anzugehen. Der Status Quo verändert sich.« Der Markt geht in immer schnelleren Schritten in Richtung »Post-Disruption«; vor diesem Hintergrund gibt IDC folgende Prognosen für das Jahr 2008 ab:

·         IT-Ausgaben wachsen in 2008 nicht mehr so schnell. Wirtschaftliche Unsicherheitsfaktoren und das Risiko des Kursrückgangs dämpfen das Wachstum bei den IT-Ausgaben nicht nur in den USA; dadurch sinkt die weltweite IT-Wachstumsrate von 6,9 Prozent in 2007 auf 5,5 – 5,0 Prozent.

·         IT-Lieferanten wenden sich schnell wachsenden Schwellenmärkten und dem KMU-Segment zu. Die Anbieter konzentrieren sich verstärkt auf die »BRIC+9«-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China plus die neun wichtigsten zusätzlichen Schwellenmärkte), wo die IT-Ausgaben weiterhin stark steigen. Auch das Segment der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) wird verstärkt angegangen, um sich Nischen zu sichern, wo noch investiert wird.

·         Marktführer integrieren Online-Delivery-Modelle. Die Großen der IT-Branche werden ihre Kernangebote – Applikationen, Business Intelligence, Server, Storage, Imaging, Printlösungen etc. – in viel stärkerem Umfang über Online-Delivery-Modelle anbieten, denn damit lassen sich wachstumsstarke Märkte, insbesondere das KMU-Segment, profitabel bedienen.

·         Application Appliances werden zum Mainstream. Der Trend hin zur Vermarktung von Standardproduktion im Rahmen von Lösungen (»Solutionization«) setzt sich fort; Server-Anbieter gehen Partnerschaften mit Applikations-Anbietern ein. Das Ergebnis ist ein Portfolio an vorpaketierten Application Appliances, die sich bei den Anwendern leichter durchsetzen.

·         »Web Gadgets« erweitern das Internet. In den Fußstapfen von Apples iTouch und Amazons Kindle kommt eine neue Klasse an Endgeräten auf den Markt, die die Lücke zwischen Notebooks und Smartphones füllen soll. Der Online-Marktplatz verändert sich dadurch radikal; unter anderem treibt diese Entwicklung auch die Nutzung von Location Based Services voran.

·         Mobile Netze öffnen sich. Angesichts des steigenden Drucks durch Web Gadgets und offene Entwicklungs-Initiativen wie Googles Android und die Open Handset Alliance beginnen Mobilfunknetzbetreiber widerwillig damit, ihre Netze für alle Endgeräte und alle Applikationen zu öffnen.

·         Neuartige Software zähmt die »Kakophonie der Vielen« in sozialen Netzwerken. Die sprunghafte Ausbreitung von sozialen Netzwerken führt zu einer Flut von unstrukturierten Daten; in der Folge kommt »Eureka-2.0«-Software auf den Markt, die Textanalysemöglichkeiten, »Sentiment Extraction« (Suchtechnologie für die Analyse von Suchresultaten auf positive oder negative Meinungen) und ähnliche Technologien nutzt, um daraus die »Weisheit der Vielen« herauszuziehen.

Neben diesen Entwicklungen werden Telekommunikationsanbieter sich aktiver in der Vermarktung von VoIP für Privatkunden engagieren. Auch die »grüne IT« bleibt weiterhin auf dem Vormarsch und führt im Zuge der stärkeren Gewichtung der Umweltfreundlichkeit bei Unternehmenskäufern zu einer Verschiebung von Marktanteilen. Der seit langem anhaltende Trend von Mergers & Acquisitions mit dem Ziel, Marktanteile und Wettbewerbsvorteile zu sichern, geht unvermindert weiter.

Laut Gens bringt diese Zeit der »Hyper-Disruption« für IT-Anbieter als eine der tieferen Konsequenzen die Chance – und für den ein oder anderen auch die dringende Notwendigkeit – mit sich, die alte, eng umrissene Firmenidentität und das alte Angebot hinter sich zu lassen. In dem Maße wie die Großen der Branche sich daran machen, ihr Kerngeschäft auf disruptive Modelle und Grundlagen umzustellen, wird ersichtlich, dass solche Schritte auch die Firmenidentität und den Kundenstamm neu definieren.

www.idc.de

 

_______________________________________________________________

Disruptive Trends and Technologies

Die Experton Group hat für das Jahr 2008+ zehn »Disruptive Trends and Technologies« identifiziert. Diese Themen und Innovationen sollten von IT-Verantwortlichen und IT-Organisationen auf die Relevanz für das eigene Unternehmen überprüft werden. Nachfolgend ist dargestellt, wie die Experton Group diese zehn »Disruptive Trends and Technologies« in Bezug auf die grundlegenden Kategorien »Access«, »Innovation«, »Interactions« und »Optimization« positioniert.

#

Disruptive Trend

Access

Innovation

Interactions

Optimization

1

Ubiquitous Access

2

Virtualization

     

3

Business Intelligence

 

4

Software as a Service

 

5

Green Computing

     

6

Rich User Interface

 

7

Mobile Video

 

 

8

Enterprise Web

 

9

Location-based Service

 

10

$100 Laptop


Green-IT-Markt wächst

Gefühlte Notwendigkeit bei grüner IT

Green IT wird in deutschen Unternehmen bereits als durchaus wichtig eingestuft wird [1]. Bereits knapp mehr als die Hälfte der befragten CIOs und IT-Leiter schätzt das Thema für wichtig genug ein, um sich selber darum zu kümmern. Dennoch sind die Information und das Know-how über das Thema eher noch gering vorhanden. Daraus folgt auch, dass auch die einzelnen Teilbereiche der Green IT noch besser adressiert werden können.

Exemplarisch hierfür steht, dass kaum ein IT-Verantwortlicher seine konkreten Energiekosten oder den konkreten Verbrauch der IT in kWh kennt, jedoch haben die meisten Verantwortlichen ein relativ gutes Gespür, wie (kritisch) die Situation in ihrem Bereich ist.

Warum Unternehmen in Green IT investieren, ist durchaus unterschiedlich. 35 Prozent der Geschäftsleitungen zumindest geben an, ihren IT-Verantwortlichen Budgets zur Verfügung zu stellen, falls dadurch der CO2-Ausstoß der IT gesenkt werden könnte, aber die wenigsten Unternehmen verfügen über Umweltpolitiken, die die Anschaffung und Betrieb von IT-Komponenten so umfassend regeln.

Was den Unternehmen derzeit offenkundig fehlt, ist ein tief greifendes Verständnis über den Life Cycle und die damit verbundenen Kosten der eingesetzten Hardware. Die Experton Group geht aber davon aus, dass sich dies im Laufe des Jahres 2008 ändern wird und prognostiziert, dass der Markt in den nächsten Jahren mit durchschnittlich 66,2 Prozent wachsen wird.

 

[1] Eine aktuelle Experton Group Studie nimmt den Markt für Green IT in Deutschland unter die Lupe. Im Besonderen werden – vorwiegend unter ökonomischer Prämisse – Entwicklungen in den Teilbereichen effiziente Nutzung von Energie, energieeffiziente Hardware, energieeffiziente Klimatisierung und Nutzung von Abwärme analysiert.

 

_____________________________________________________________________

Rendite-Index

Mit BI zu höheren Gewinnen

Business-Intelligence-Lösungen (BI) lohnen sich wirtschaftlichen für die Unternehmen. Denn wer sie nutzt, hat 2007 im Vergleich zum Vorjahr erneut eine höhere Netto-Rendite erzielt als Firmen ohne diese Technologie. Auch die aktuellen Wettbewerbsperspektiven bewerten die BI-Anwender optimistischer als die Vergleichsgruppe [1].

Danach stieg 2007 der Rendite-Index der Firmen mit Business Intelligence auf 133,2 Punkte. Dem liegt eine durchschnittliche Umsatzrendite-Entwicklung von 4,41 auf 5,66 Prozent zugrunde, was einem Zuwachs von mehr als einem Viertel gegenüber 2006 entspricht. Auch bei den Betrieben ohne BI-Lösungen kam es zu besseren wirtschaftlichen Zahlen, allerdings mit einem geringeren Plus: Ihr Rendite-Index verzeichnete eine Anstieg um etwa ein Fünftel und erreichte einen Wert von 116,9 Punkten. »Damit zeigt die wirtschaftliche Entwicklung der BI-Anwender eine wesentlich stärkere Dynamik«, urteilt Novem-Geschäftsführer Dr. Peer Schwieren. »Gleichzeitig wird der Return on Investment von Business-Intelligence-Lösungen deutlich nachgewiesen.«

Einen tendenziell ähnlichen Unterschied zwischen den beiden Unternehmensgruppen weist das BI-Barometer auch bei der Bewertung der weiteren geschäftlichen Perspektiven auf. Hier erwarten 68 Prozent der auf Business Intelligence ausgerichteten Unternehmen einen guten bis sehr guten Fortschritt für die nächste Zeit. Dies hat einen Anstieg des Index für die Business-Perspektiven um 13,9 Prozent von 111,6 auf 127,0 Punkte bewirkt. Dem gegenüber zeigen sich die anderen Firmen etwas weniger optimistisch. Ihr Index entwickelte sich zwar auch positiv, aber lediglich um 10,7 Prozent auf 97,9 Punkte, weil in dieser Gruppe vergleichsweise mehr Unternehmen skeptischer in die Zukunft schauen.

»Business Intelligence zeigt sich in der Praxis als wichtiger Wachstumstreiber«, sieht sich der BI-Spezialist Dr. Schwieren durch die Entwicklung des BI-Barometers bestätigt. »Angesichts der heute in den betrieblichen Organisationen produzierten Informationsfülle unterliegen Managemententscheidungen zwangsläufig gewissen Risiken, die sich dann letztlich auch negativ in den Geschäftsergebnissen darstellen können. Intelligente Analyseverfahren dagegen schaffen eine verlässlichere Informationsbasis für die Unternehmens- und Prozesssteuerung.« Insofern spricht nach Meinung von Dr. Schwieren die Logik dafür, dass Anwender mit Business Intelligence-Lösungen tendenziell über günstigere Erfolgsbedingungen verfügen.

[1] Zu diesen Ergebnissen kommt der 2006 gestartete BI-Barometer des Hamburger Beratungshauses Novem business applications GmbH, www.novemba.de

 

Welche Umsatzrendite (nach Steuern) wurde zuletzt erzielt?

 

mit BI

 

ohne BI

 
 

2006

2007

2006

2007

Durchschnittsergebnis:        

4,41%

5,66%

4,08%

4,97%

Unternehmen über € 100 Mio. Umsatz

 

 

_____________________________________________________________________

 Der deutsche CIO

Der CIO als Sourcing Manager und Businessberater

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ein Aufsatz mit dem Titel »IT doesn´t matter« eine heftige Kontroverse zum Stellenwert der IT-Organisationen in den Unternehmen auslöste. Denn wenn die IT tatsächlich nicht in der Lage ist, einen strategischen Vorteil für die Unternehmen zu erwirtschaften, dann ist sie nur eine Kostenstelle, deren einzige Aufgabe in der Gewährleistung eines kostengünstigen und reibungslosen IT-Betriebs liegt. Denkt man diese Logik konsequent weiter, dann erscheint eine vollständige Auslagerung an einen externen Dienstleister als sinnvolle Alternative.

Und tatsächlich hat ein signifikanter Teil der deutschen Unternehmen ihre IT mit Mann und Maus an externe Dienstleister ausgelagert [1]. Basis der Analyse ist eine repräsentative Befragung unter 238 Geschäftsbereichsverantwortlichen in deutschen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern. Auf die Eingangsfrage, wer denn der erste Ansprechpartner für IT-Fragen im Unternehmen sei, antworteten mehr als 10 Prozent der Geschäftsbereichsleiter für Sales, Business Development und Finance & Accounting: »Ein externer Dienstleister«.

Gleichzeitig bestimmen jedoch Schlagworte wie IT Business Alignment oder Business Service Management derzeit die Schlagzeilen. Der Aussage »Die IT kann den meisten Mehrwert leisten, wenn Sie das Business bei der Verbesserung von Geschäftsprozessen aktiv unterstützt«, stimmen heute mehr als zwei Drittel der Geschäftsbereichsleiter zu. Neun von zehn Geschäftsbereichsverantwortlichen wünschen sich zudem eine stärkere Einbindung der IT in die Planungsprozesse des Business, drei Viertel fordern eine stärkere Rolle der IT als Berater und jeder vierte Verantwortliche wünscht sich mehr Initiative.

Allerdings verfügt die interne IT bei der geforderten aktiven Unterstützung der Geschäftsbereiche im Vergleich zu externen Dienstleistern über einen entscheidenden Vorteil: ihre Nähe zum Business. So zeigt die Studie, dass die Sicht auf die IT als Kostenstelle insbesondere in großen Unternehmen und dort, wo die IT von externen Dienstleistern betrieben wird, besonders ausgeprägt ist. Mit anderen Worten: Je größer der »Abstand« zwischen IT und Geschäftsbereichen ist, desto weniger wird die IT als Business Enabler wahrgenommen – und, auch dies belegt die Befragung, desto weniger wird die IT in die Planungsprozesse des Business einbezogen.

Auch bei Anforderungen wie Kommunikationsbereitschaft, Businessverständnis oder Serviceorientierung schneiden die internen IT-Organisationen bei den Geschäftsbereichsverantwortlichen tendenziell besser ab als externe Dienstleister. Eine erfolgreiche Transformation des Business bedarf also augenscheinlich der Mitwirkung der internen IT-Organisation. Eine vollständige Auslagerung der IT scheint bei der Erfüllung dieser Forderungen wenig hilfreich.

Auch wenn diese Ergebnisse für den hohen Stellenwert der IT-Manager sprechen, wird das Leben dadurch für sie nicht gerade einfacher: Sie sollen einerseits einen kostengünstigen und reibungslosen IT-Betrieb gewährleisten und sich andererseits zum Businessberater entwickeln. Dass sich in Anbetracht dieser Mehraufgaben die IT-Budgets signifikant erhöhen werden, ist allerdings kaum zu erwarten. Um sich unter diesen Umständen mehr Freiraum für die aktive Unterstützung des Business zu verschaffen, erscheint es für die IT-Manager durchaus attraktiv, selbst die Outsourcing-Karte zu spielen – und zwar selektiv. Dort, wo es möglich und sinnvoll ist, sollten Teile des IT-Betriebs an externe Provider ausgelagert oder Managed-Services-Angebote externer Dienstleister in Anspruch genommen werden.

Dabei kann die IT heute aus einer wesentlich breiteren Angebotspalette schöpfen als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Zudem hat sich wegen des zunehmenden Wettbewerbsdrucks auf der Anbieterseite die Verhandlungsposition der Anwender deutlich verbessert. Eine erfolgreiche Einbindung externer Angebote setzt aber auf Anwenderseite Kompetenzen und geeignete Prozesse für die Providersteuerung und das Vertragsmanagement voraus. Kurzum: Die IT-Manager müssen sich zu Sourcing-Managern weiterentwickeln. Dafür benötigen die künftigen Sourcing Manager eine profunde Kenntnis des Lieferanten-, sprich: des IT-Services-Marktes. Denn nur, wer in der Lage ist, die Spreu vom Weizen zu trennen, kann seine Trümpfe gegenüber den Anbietern ausspielen.

Wenn die Verantwortung für den kostengünstigen und reibungslosen Betrieb zumindest teilweise an externe Dienstleister abgegeben wird, kann sich der IT-Manager stärker seiner Aufgabe als Business-Berater widmen und die Geschäftsbereiche bei der Verbesserung der Geschäftsprozesse aktiv unterstützen. Schließlich wird der Stellenwert der IT heute nicht mehr nach der Anzahl der betreuten PCs sondern nach ihrem Wertbeitrag zum Business bemessen.

www.berlecon.de

[1] Dies belegt die Studie »IT: Kostenstelle oder Businessmotor«, die Berlecon Research im Auftrag von Beck et al. Services erstellte.

_____________________________________________________________________

10 strategisch wichtige Trends für die nächsten Jahre

 

Die Analysten des Marktforschungshauses Gartner haben 10 strategische Trends ausgemacht, die IT-Entscheider schon jetzt unbedingt in ihrer strategischen Planung berücksichtigen sollten, damit sie in naher Zukunft nicht ins Hintertreffen geraten. Eine Entwicklung wird dann als »strategisch wichtig« bezeichnet, wenn sie die IT oder das Business langfristig verändert, einen erhöhten Investitionsbedarf aufweist oder wenn bei verspäteter Einführung markante Risiken drohen.

Green IT: Mehr als nur Strom sparen

Im Zuge der Klimadiskussion avancierte die »grüne« IT schon im letzten Jahr urplötzlich zum Top-Thema. 2008 wird die Ressourcenschonung in der IT weiter signifikant an Bedeutung gewinnen. Sowohl neue gesetzliche Regularien als auch die steigenden Strom- und Kühlungskosten werden zu Faktoren, die Unternehmen künftig beim Aus- und Aufbau von Rechenzentrumskapazitäten zwingend berücksichtigen müssen. Bei Servern wird die Stromeffizienz schon bald zum wichtigsten Auswahlkriterium avancieren.

Unified Communications

Weltweit haben bislang erst 20 Prozent der Unternehmen mit Telefonvermittlungsanlagen auf IP-Telefonie umgestellt. In den kommenden Jahren ist eine wahre Migrationswelle zu erwarten. So sollen derzeit etwa 80 Prozent der Unternehmen den Einsatz konvergenter Netzwerke prüfen. Ein Großteil von ihnen fokussiert dabei auf Unified Communications, also die clevere Zusammenführung aller Kommunikationskanäle im Unternehmen.

Business Process Management

Die Abbildung von Geschäftsprozessen in der IT gewinnt in den nächsten Jahren weiter an Relevanz. Die große Herausforderung für Unternehmen in diesem Zusammenhang wird es sein, SOA- und Business-Prozess-Verantwortliche an einen Tisch zu bringen. Business-Process-Management-Lösungen (BPM) werden SOA-Entwicklungen in Zukunft ergänzen.

Modernes Metadaten-Management

Für Unternehmen wird es immer wichtiger, einzelne Stammdaten-Management-Projekte zu einem übergreifenden EIM (Enterprise Information Management) zusammenzuführen. Dabei kommt dem Metadaten-Management eine tragende Rolle zu. Es sorgt für die Wiederverwendbarkeit, Konsistenz und Integration der Informationen. Zentral wird das Metadaten-Management zudem in den Bereichen SOA und CMDB (Configuration Management Database).

Virtualisierung und Automatisierung

Virtualisierung kann die Infrastrukturkosten senken und die IT-Flexibilität verbessern. Doch erst in Kombination mit Automatisierungstechniken spielt sie ihre wahren Stärken aus: Die Effizienz der Ressourcen lässt sich drastisch erhöhen, die Flexibilität kann automatisch den Anforderungen angepasst und Services können ganzheitlich verwaltet werden. Gartners Formel dazu: Virtualisierung plus Automatisierung gleich Echtzeit-Infrastruktur.

Mashups

Bis 2010 etablieren sich Web-Mashups zum vorherrschenden Modell für den Aufbau zusammengesetzter Unternehmensanwendungen, sogenannten »Composite-Applikationen«. Während der kommenden fünf Jahre werden die Mashup-Technologien definitiv den Kinderschuhen entwachsen.

Web-Plattformen

Software as a Service (SaaS) wird in immer mehr Industrien zu einer Option. Darüber hinaus entstehen Web-Plattformen, die über »Cloud-Computing«-Umgebungen den servicebasierten Zugriff auf Infrastrukturdienste, Informationen, Applikationen und auch Geschäftsprozesse ermöglichen. Unternehmen sollten bereits jetzt über den SaaS-Tellerrand hinaus blicken und analysieren, in welcher Weise solche Web-Plattformen ihr Geschäft in den kommenden drei bis fünf Jahren beeinflussen könnten.

Computing Fabric

»Computing Fabric« bedeutet die Evolution des heutigen Blade-Server-Designs. Demzufolge werden Technologien eingeführt, welche die Zusammenschaltung mehrerer Pizzaschachtel-Server zu einem einzigen System erlauben. Der Fabric-basierte Server der Zukunft wird sämtliche Speicher, Prozessoren und I/O-Komponenten nur noch als Bestandteile eines Pools betrachten, die passend zu den jeweils aktuellen Anforderungen des Unternehmens kombiniert werden können.

Real World Web

Der Begriff »Real World Web« steht für die Verknüpfung von Online-Content und Online-Diensten mit Echtzeitdaten aus der »realen« Welt. Diese Daten liefern verschiedene Funktechniken wie etwa GPS, WLAN oder Mobilfunk. Laut Gartner ist das Real World Web eine wahre Fundgrube für innovative Anwendungen. Auch wenn sich der Markt erst in einer frühen Adaptionsphase befindet, sollten Unternehmen sich bereits heute mit dem Thema befassen und nach neuen Anwendungen und Umsatzmöglichkeiten suchen, raten die Marktforscher.

Web 2.0 und Social Computing

Web 2.0 und Social Computing nehmen bei den CIOs einen immer höheren Stellenwert ein. Social Computing wird als Mittel gesehen, die IT gegenüber den Kunden und dem Markt als Differenziator zu etablieren. Social Software drängt immer stärker in die Firmen-IT und ergänzt traditionelle Collaboration-Produkte.

www.gartner.de

 

_____________________________________________________________________

Relativierte Trends 2008: Quo vadis Web?

München/Bedford, Massachusetts; 17.01.2008 – Als das Marktforschungsinstitut Gartner letzten Herbst die wichtigsten IT-Trends 2008 präsentierte, fielen so exotisch klingende Namen wie Mashup & Composite-Applikationen oder Web-orientierte Architektur (WOA). Aber wie realistisch sind diese und andere Internet-Trends tatsächlich? Und wie sieht die derzeitige Web-Praxis in der Mehrheit der Unternehmen aus? Die Firma Empirix (www.empirix.com), Spezialist für Testing und Monitoring von Web- und VoIP-Applikationen, hat wie kaum ein anderer Anbieter Einblick in diese Praxis. Die folgenden Trendaussagen für 2008 basieren auf den Erfahrungen der Spezialisten von Empirix bei weltweit über 3.500 Kunden.

Die Zeiten sind unsicher

Die gute Nachricht: Es gibt keinen dominierenden technologischen Trend, der alle anderen ausradiert. Die schlechte Nachricht: Es gibt überhaupt keinen klaren Trend für Web-Anwendungen, sondern zahlreiche Einzeltrends, was zu einer großen Verunsicherung bei CIOs und IT-Verantwortlichen führt. Denn welche Technologien und Standards für die nächsten Jahre bei Web-Anwendungen maßgebend sein werden, kann heute niemand beantworten. Nur eines ist klar: Die Komplexität der Applikationen wird massiv zunehmen.

SOA oder WOA?

Das Konzept der serviceorientierten Architektur (SOA), um die Systeme dem Workflow anzupassen, ist in aller Munde. Und Gartner sieht bereits den Nachfolger am Horizont: WOA (Web-orientierte Architektur). Aber wie sieht die Praxis tatsächlich aus? Laut Empirix hat sich SOA noch längst nicht etabliert. Vielmehr werden einzelne Systembereiche in den Unternehmen unter SOA-Gesichtspunkten aufgesetzt, aber den großen Umbau scheuen die meisten getreu dem Motto: Never change a running system. Von WOA kann noch gar nicht die Rede sein.

Diva Endkunde

Ein ganz wichtiger Treiber für die Etablierung neuer Web-Anwendungen werden die Endkunden sein. Deren Erwartungshaltung wird vor allem durch die Versprechungen der Werbung geschürt. Alles muss schneller, bunter und interaktiver werden. Problem der Anbieter: Bei vielen sind die bestehenden Applikationen noch lange nicht State-of-the-art und entsprechend hinkt die Technik den Ansprüchen hinterher. Die Konsequenz des Endkunden: Wenn ein Anbieter nicht spannend genug ist, wird einfach weitergeklickt.

Social Networking auf dem Siegeszug

Welche Web-Inhalte werden in diesem Jahr dominieren? Ganz offensichtlich haben Social-Networking-Plattformen die Nase vorn. Das virtuelle Anbandeln, Austauschen und Kommunizieren ist derzeit tonangebend im Web. Aber auch die Bereiche Gaming, Shopping, Travel und E-Learning werden weiterhin boomen – alles Anwendungen, die einen hohen Grad an Interaktivität erfordern. Die Kehrseite: Downtimes werden sich deutlich vermehren, denn die Komplexität der Applikationen und die hohen Nutzerzahlen haben ihren Preis. Und der Datenschutz wird immer prekärer.

Open Source als Retter in der Not

Eine klare Antwort auf die derzeitige Verunsicherung in Sachen Technologietrends ist die zunehmende Bedeutung von Open-Source-Lösungen und -Plattformen. Diese bieten Unternehmen neue Freiheitsgrade bei der Gestaltung und Qualitätssicherung ihrer Web-Anwendungen. Die Open-Source-Community erhält aber auch durch den Kostendruck in den Unternehmen immer mehr Auftrieb. Denn im Gegensatz zu proprietären Lösungen liefern sie nicht nur mehr Gestaltungsspielraum, sondern sind auch einfach kostengünstiger.

Die Globalisierung schlägt zurück

Die Qualität von Web-Applikationen wird von der Mehrheit der Unternehmen immer noch manuell getestet. Das ist insofern erstaunlich, als es mittlerweile eine ganze Reihe exzellenter Lösungen am Markt gibt, die stupides und zeitaufwendiges manuelles Testen obsolet machen. Doch scheinen es viele – oft auch große – Firmen zu bevorzugen, ganze Heere an Offshore-Teams einzusetzen, die rund um die Uhr manuelle Tests durchführen. Größte Schwierigkeit bei diesen Multizone-Lösungen: Verständigungsprobleme.

Der Ruf nach Softwarestandards wird lauter

Es gibt wohl kaum eine Industrie, die nicht ihre verbindlichen und klar definierten Qualitätsstandards hat – mit Ausnahme der Softwareindustrie. Wer schlecht programmierte Software vertreibt, kann dafür bis heute kaum geahndet werden. So fortschrittlich diese Industrie auch ist, vor verbindlichen Standards hat sie sich bislang elegant gedrückt. Das sollte und wird sich laut Empirix in den nächsten Jahren ändern. Denn sowohl vom Gesetzgeber als auch von Kundenseite wächst der Druck nach verbindlichen Standards.

Und was empfiehlt Empirix für 2008?

Die Unternehmen müssen anerkennen, dass
1. ihr Web-Auftritt ihre wichtigste Visitenkarte ist.
2. neue Anwendungen auch neue Testmethoden erfordern.
3. das Motto »einmal ist keinmal« für Downtimes nicht gilt.
4. die Branche sich für verbindliche Softwarestandards einsetzen muss, weil sie sonst vom Gesetzgeber diktiert werden.

www.empirix.com

 

_____________________________________________________________________

CIOs: Erhebliche Veränderungen in den nächsten drei Jahren

 

Gartner EXP Worldwide Survey of 1,500 CIOs Shows 85 Percent of CIOs Expect »Significant Change« Over Next Three Years

Worldwide Survey Results Show CIOs Must »Make the Difference« by Replacing Generic IT With Distinctive Solutions That Drive Enterprise Strategy

Stamford, Conn., January 23, 2008 — Eighty-five percent of chief information officers (CIOs) see significant change coming over the next three years as they look to meet rising business expectations for IT to make the difference in their enterprise strategy, according to a worldwide survey of 1,500 CIOs by Gartner Executive Programs (EXP).

»CIOs recognize the importance of IT in ‘making the difference’ by changing business processes, attracting customers and developing new products and services,« said Mark McDonald, group vice president and head of research for Gartner EXP. »However, they are guarded in their confidence in IT's ability to create results in these areas. Momentum has been building for IT to play a larger role. This year, those expectations are beginning to outpace CIO confidence to deliver. This sharpens CIOs' concentration on IT capabilities like never before.«

Making the Difference

The Gartner EXP CIO report Making the Difference: The 2008 CIO Agenda represents the most comprehensive examination of business priorities and CIO strategies. It encompasses more than $132 billion dollars of IT spending and the insights from more than 1,450 enterprises across 33 countries and 23 industries.

»The message is consistent across the survey; business leaders expect IT to make the difference rather than deliver generic IT solutions,« Mr. McDonald said.

»IT difference is the reason customers use when they choose a company's products and services,« added Mr. McDonald. »Making the difference involves taking on additional technical risk and cost, a departure from past CIO strategies that concentrated on managing these factors. CIOs will need to become more tolerant of risk and innovation and flexible to meet changing market and customer demands.«

CIOs are in a strong position to lead in making the difference. CIO tenure has stabilized at an average of four years and four months, giving CIOs ample time to work with executives to transform their enterprises. In addition, more than half of CIOs report having responsibilities outside of traditional IT, reflecting their enhanced business leadership position. The most common additional responsibility is related to business process improvement. 

CIO Staffing Challenges

While overall IT effectiveness continues to climb, CIOs face challenges in their people, their processes and IT performance. Only 27 percent of CIOs believe that they have the right number of skilled people to meet business needs. That is impacting both IT performance and IT's support for enterprise strategies.

»The skills of your people count,« said Mr. McDonald. »Two-thirds of IT organizations that do not meet business expectations claim that skills are at the core of their performance issue. This issue is not expected to be resolved quickly, because only half of CIOs reporting a skills issue have building IT skills as a top-five strategy for 2008.«

Web 2.0 and Social Computing

Web 2.0 and social computing are on the rise according to CIOs. Half of companies increasing their investment in Web 2.0 are doing so for the first time. Social computing is rapidly becoming a way that IT can play a direct role in making the difference to the customer and the market.

»Every company is entering a world rich with information and personal expression. Web 2.0 and social computing provide tools to capture both and turn them into customer insight, engagement and retention,« said Mr. McDonald.

IT Spending and Priorities

Worldwide IT budgets are expected to increase by an average of 3.3 percent in 2008, up slightly from 2007. Enterprises are willing to invest in IT that delivers distinctive solutions. IT budgets at these companies are growing at a rate of 4.9 percent on average, compared with IT budgets at generic IT shops, which will rise an average of 3.1 percent.

Improving business processes was the No. 1 business priority for the fourth consecutive year (see Table 1). Creating new products or services (innovation) moved from being the No. 10 priority in 2007 to the No. 3 priority for 2008. Business intelligence was the No. 1 technology priority for the third year in a row.

Table 1
Top 10 Business and Technology Priorities in 2008

Top 10 Business Priorities

Ranking

Top 10 Technology Priorities

Ranking

Business process improvement

1

Business intelligence applications

1

Attracting and retaining new customers

2

Enterprise applications (ERP, CRM and others)

2

Creating new products and services (innovation)

3

Servers and storage technologies

3

Expanding into new markets or geographies

4

Legacy modernization, upgrade or enhancement

4

Reducing enterprise costs

5

Technical infrastructure

5

Improving enterprise workforce effectiveness

6

Security technologies

6

Expanding current customer relationships

7

Networking, voice and data

7

Increasing the use of information and analytics

8

Collaboration technologies

8

Targeting customers and markets more effectively

9

Document management

9

Acquiring new companies and capabilities (mergers and acquisitions)

10

Service-oriented architecture (SOA) and service-oriented business applications (SOBA)

10

Source: Gartner EXP (January 2008)

»CIOs and IT will need to realign themselves around the enterprise strategy, enterprise performance and results, or else they will only reinforce the perception that IT provides market-matching solutions rather than market-making capabilities,« Mr. McDonald said. »CIOs see business expectations of IT taking a big leap in 2008, and CIOs are now expected to deliver the solutions that make the enterprise different in a way that matters to company performance and customer satisfaction. That is a tall order requiring CIOs to think differently about their role in 2008 and beyond.«

About Gartner EXP
Gartner Executive Programs (EXP) is a membership-based organization of more than 3,600 CIOs worldwide. Members benefit from the convenience of a single source of knowledge, one-to-one counsel, personalized service, the shared knowledge of the world's largest community of CIOs, and the assurance of Gartner objectivity and insight. Additional information about Gartner EXP can be found on the Gartner Web site at www.gartner.com/exp.

 

_____________________________________________________________________

Finanzprozesse leiden unter Veränderungen im Unternehmen

Unternehmerischer Wandel birgt große Risiken für die finanzielle Integrität

 

Reading, GB, 21. JANUAR 2007 - Zusammenschlüsse, Übernahmen, organisatorische Restrukturierungen sowie neue gesetzliche Regelungen stellen Unternehmen vor immer größeren Herausforderungen im Bereich von Finanzprozessen. Die geschäftlichen Veränderungen eröffnen größere Spielräume für Betrugsmöglichkeiten, Prozessfehler und ineffiziente Abläufe. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie von ACL Services, dem Anbieter von Business Assurance Analytics für Wirtschaftsprüfer, Kontrollbehörden und Finanzverwaltungen. So zeigt die Umfrage, dass die Risiken finanzieller Fehlentscheidungen und die damit verbundene unternehmerische Gefährdung stark davon abhängt, in welchem Maße sich das Unternehmen in einer Phase des Wandels und Umbruchs befindet.

Für die Studie wurden 300 international agierende Unternehmen aus Großbritannien, Deutschland und den USA von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut befragt. 52 Prozent der teilnehmenden Unternehmen waren in den vergangenen zwölf Monaten von einer Fusion, einer Übernahme oder einer Reorganisation betroffen.

Vor diesem Hintergrund lauten die wichtigsten Ergebnisse wie folgt:

·         Veränderungen gefährden Finanzabläufe und -systeme - Die Finanzanalyse-  Anwendungen von 85% der befragten Unternehmen wurden innerhalb der letzen zwölf Monate in irgendeiner Form modifiziert; nahezu die Hälfte der Befragten (47%) ist davon überzeugt, dass sich die unternehmerischen Veränderungen nachteilig auf die Finanzsysteme ausgewirkt haben.

·         Fehlerkontrolle als permanente Herausforderung - In einem von drei Unternehmen werden regelmäßig von der Finanzabteilung verursachte Fehler festgestellt; zwei Drittel sind auf der Suche nach Maßnahmen zur Verbesserung der Effektivität ihrer Prozesse für die Finanztransaktionsanalyse.

·         Das Gleichgewicht halten - 40% der Befragten sind der Meinung, dass es äußerst schwierig ist, das Gleichgewicht zwischen optimalen Kontrollen und Flexibilität der Systeme im Unternehmen zu halten.

 

»Offenbar können die Finanzsysteme und -prozesse der Unternehmen dem heutigen Druck eines kontinuierlichen Wandels nicht mehr standhalten«, äußert sich Harald Will, President und CEO von ACL Services, zu den Umfrageergebnissen. »Selbst scheinbar geringfügige Veränderungen, wie etwa die Zusammenlegung von Abteilungen oder die Einrichtung eines gemeinsam genutzten Servicezentrums, kann einschneidende Veränderungen im Finanzbereich nach sich ziehen, z.B. zu einer massiven finanziellen Konsolidierung führen. Die einzige Konstante heute ist der Wandel. Das bedeutet, dass Unternehmen automatisch einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind und somit leistungsfähigere Kontrollsysteme und -prozesse brauchen, um diese Herausforderungen zu meistern.«

Unternehmen spüren bereits sehr deutlich, dass Veränderungen durchaus finanzielle Nachteile nach sich ziehen. So gaben 13% der befragten Unternehmen an, aufgrund von unzureichendem Risikomanagement finanzielle Einbußen erlitten zu haben; 12% mussten auf Drängen der Kontrollbehörden ihre Prozesse nachbessern, und 5% wurden für Compliance-Mängel sogar bereits mit Geldbußen belegt. Als Reaktion darauf ist die Tatsache zu werten, dass ein Drittel der befragten Unternehmen bestätigt, ihren Geschäftsansatz zum Thema Risikoabschätzung in den vergangenen zwölf Monaten verändert zu haben.

Auch wenn 59% der Umfrageteilnehmer angeben, dass eine kontinuierliche Überprüfung und Überwachung der Finanztransaktionen im gesamten Unternehmen die Risiken minimiert und die Genauigkeit verbessert, verfügen nur 17% der Unternehmen über die hierfür erforderlichen technologischen Voraussetzungen.

»Bereits kleine Lücken und Schwachstellen führen zu erheblichen Verlagerungen, die letztlich sämtliche Finanzsysteme eines Unternehmens gefährden können«, führt Harald Will weiter aus. »Unternehmen halten dabei zwar das permanente Auditing für eine effektive Strategie, um Risiken zu mindern und Verknüpfungen zwischen Systemen herzustellen, verlassen sich gleichzeitig aber in den allermeisten Fällen nach wie vor auf Ad-hoc- Analysen. Um jedoch auf die kontinuierliche Veränderung angemessen reagieren zu können, benötigen sie Frühwarnsysteme. Diese unterstützen sie dabei, proaktiv mögliche Betrugsdelikte, Fehler und Ineffizienzen zu erkennen. Nur so lassen sich drohende finanzielle Schäden in Millionenhöhe und negative Folgen für den Ruf und den Marktwert des Unternehmens vermeiden.«

Pro Land wurden 100 Interviews durchgeführt. 39% der befragten Unternehmen gaben einen Jahresumsatz von über 700 Mio. an, bei 47% lag der Umsatz zwischen 350 und 700 Mio. während 12% ihren Jahresumsatz mit ca. 150 bis 350 Mio. bezifferten. Für die Umfrage wurden Unternehmen aus den Bereichen Finanzwesen, IT/Telekommunikation, Einzelhandel und Fertigung sowie aus der Pharmabranche, der Versorgungs-/Energiewirtschaft und dem Business Services-Sektor ausgewählt.

 

_____________________________________________________________________

Social Network Websites

Online Communities werden zunehmend zum IT-Sicherheits-Risiko

 

Mainz, 21. Januar 2008. Wie einfach es ist, in Online Communities an persönliche Daten von Unbekannten zu kommen, hat Sophos, Anbieter von IT-Lösungen für 'Security and Control', mit einem einfachen Experiment nachgewiesen:

Unter dem Pseudonym 'Natalie' wurde ein Profil im deutschsprachigen Online-Netzwerk Wer-kennt-wen erstellt, inklusive dem Foto einer leicht bekleideten jungen Frau sowie einigen Angaben zu persönlichen Interessen und Vorlieben. Beschrieben wurde 'Natalie' unter anderem als 'suchend' und 'für alles aufgeschlossen'. Ziel des Versuchs war es herauszufinden, was innerhalb von fünf Minuten ohne eigenes Zutun mit einem solchen Profil passiert. Das Ergebnis: Die fingierte Single-Frau erhielt 19 sofort bestätigte Kontakte, 27 E-Mails mit Kontaktanfragen sowie 48 Nachrichten und damit freien Zugang zu den persönlichen Daten der anderen Mitglieder, wie zum Beispiel Adresse, Alter, Instant-Messenger-Namen und persönliche Interessen. Nach fünf Minuten wurde das Profil wieder aus Wer-kennt-wen entfernt und damit sämtliche verbundene Kontakte gelöscht. Sophos warnt: Auch Cyberkriminelle können auf diese Weise mühelos an Informationen gelangen, die sie für gezielte Attacken gegen die Nutzer verwenden können, beispielsweise für personalisierte Spam- und Phishing-Attacken. Mitglieder sozialer Netzwerke sollten daher mit ihren persönlichen Daten sorgsam umgehen und sich erst erkundigen, wer sich hinter einem Nutzerprofil von bisher unbekannten Kontakten verbirgt. Für Unternehmen kann der nachlässige Umgang ihrer Mitarbeiter mit Firmenadressen ebenfalls zum Sicherheitsrisiko werden. Sie sollten daher Richtlinien zur beruflichen Nutzung von Online-Netzwerken definieren und geeignete Sicherheitslösungen zum Schutz vor Spam- und Hacker-Angriffen installieren. Nach Ansicht von Sophos wird die gezielte Datenspionage in Social Networks in Zukunft weiter steigen.

Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos, kommentiert: 'Für Spammer und Phisher stellen Social Networks ein Daten-Eldorado dar: Mit der Absicht, über Internet neue Kontakte zu knüpfen, geben zahlreiche Mitglieder unüberlegt persönliche Daten preis und Online-Kriminelle bekommen Zugang zu Informationen, mit denen sie die Nutzer systematisch angreifen können. Die von den Portal-Betreibern angebotenen Datenschutzfunktionen werden leider oftmals nicht ausreichend genutzt oder gar ignoriert.'

Nicht nur das bereitwillige Offenlegen persönlicher Daten durch die Mitglieder selbst wird zum Risiko. Immer mehr Hacker nutzen die zunehmende Popularität von Social Networks auch dazu, die Rechner der Nutzer mit Schadcode zu infizieren.

Mithilfe gefälschter Newsletter bekannter Online-Netzwerke oder imitierter Kontaktanfragen beispielsweise versuchen sie, die Empfänger auf Websites zu locken, auf denen Viren oder Trojaner hinterlegt sind. Oft handelt es sich bei den Internet-Seiten um eigentlich harmlose, jedoch unzureichend geschützte und von Hackern gezielt manipulierte Websites.

Christoph Hardy: 'Die Beliebtheit sozialer Netzwerke im Internet nimmt über alle Nutzer-, Alters- und Berufsgruppen hinweg zu. Es gibt heute kaum mehr einen Internet-Anwender, der nicht in einem der zahlreichen Social Networks registriert ist. Dass sich auch Spammer, Hacker und Phisher in Online Communities aufhalten können, scheinen bislang die wenigsten zu bedenken. Das Risiko, so zum Opfer krimineller Machenschaften zu werden, steigt. Dabei stellt nicht nur der leichtfertige Umgang mit persönlichen Daten, sondern auch die Infektion von Social Network Websites mit Schadcodes sowie der Missbrauch von Profilen eine ernstzunehmende Gefahr dar: Missbrauchen Cyberkriminelle beispielsweise fremde Profile für ihre Zwecke, kann das dem Ruf des betroffenen Nutzers schnell schaden, nicht nur innerhalb der Online-Gemeinschaft, sondern ebenso im Berufsleben.'

Sophos hat die wichtigsten Regeln für den sicheren Umgang mit in Social Networks zusammengefasst. Diese sind abrufbar unter:

http://www.sophos.de/security/topic/facebook.html

 

_____________________________________________________________________

IT-Outsourcing-Prognose für 2008

Outsourcing wird Consumer-lastig und grün

 

Sulzbach, 21. Januar 2008 – Die wachsende Zahl an mobilen Mitarbeitern, neue Anforderungen an die Verfügbarkeit von Services und ein erhöhtes Umweltbewusstsein werden im Jahr 2008 laut Joe Hogan, Vice President, Strategic Outsourcing bei Unisys, maßgeblichen Einfluss auf Outsourcing-Entscheidungen haben.

Für 2008 sieht Joe Hogan die folgenden Entwicklungen:

  1. Consumerorientierung der IT (IT-Consumerization) beeinflusst die Service-Strategien der Unternehmen
  2. Unternehmen werden zunehmend auf Utility-Modelle im Outsourcing setzen
  3. Mehr Umweltbewusstsein und entsprechende »grüne« Technologien halten Einzug in Rechenzentren
  4. Erfahrung und Service-Know-how werden zu Kernfaktoren für Outsourcing
  5. Notwendigkeit zu erhöhter Flexibilität und Kostendämpfungen zwingt zur schnelleren Modernisierung von Altanwendungen

»Kostensenkungen – bisher der Schlüsselfaktor bei Outsourcing-Entscheidungen – werden zunehmend selbstverständlich und sind deshalb nicht mehr das einzige oder ausschlaggebende Kriterium«, sagt Joe Hogan. »Der Wandel in der Art und Weise wie Menschen zusammenarbeiten und ihre Geschäfte betreiben stellt auch völlig neue Anforderungen an die IT-Services. In den kommenden Jahren ist es für Outsourcing-Anbieter eine Kernherausforderung genau diese neuen Bedürfnisse der Anwender zu erfüllen.«

1. Consumerorientierung der IT (IT-Consumerization) beeinflusst die Services-Strategien der Unternehmen

Neue Consumer-Technologien wie das iPhone von Apple drängen immer schneller auf den Markt. Mitarbeiter – vor allem im Vertrieb oder im Kundenservice – möchten diese Geräte auch für ihre Arbeit einsetzen.

Um diese steigende Nachfrage 2008 gewinnbringend zu nutzen, werden Unternehmen laut Joe Hogan zunehmend IT-Support für Consumer-Technologien in ihre IT-Outsourcing-Vereinbarungen aufnehmen. Viele Arbeitgeber werden sogar die Geräte bereitstellen oder Mitarbeiterkäufe finanziell unterstützen. Des Weiteren sollten Unternehmen ihren IT-Support stärker auf umsatzgenerierende Mitarbeiter als auf die Mitglieder des Managements ausrichten, die traditionell den besten Support erhalten. Diese Praxis hat sich bei Best-Practices-Unternehmen bereits durchgesetzt, wie eine 2007 veröffentlichte Unisys-Studie beweist.

2. Unternehmen werden zunehmend auf Utility-Modelle im Outsourcing setzen

Outsourcing hieß bisher oft, die eigenen Unternehmens-Rechenzentren durch Mitarbeiter eines Outsourcing-Anbieters betreuen zu lassen. Doch in Zukunft werden Unternehmen immer mehr auf Off-Site-Rechenzentren setzen, die vollständig von Service-Providern betrieben werden.

»Es ist für Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll, von den Investitionen ihrer Outsourcing-Partner in niedrige Servicekosten, standardisierte Systeme und »grüne« IT zu profitieren«, sagt Joe Hogan.

3. Mehr Umweltbewusstsein und entsprechende »grüne« Technologien halten Einzug in Rechenzentren

Gemäß einem 2007 veröffentlichten Bericht der US-amerikanischen Umweltschutzagentur hat sich der Stromverbrauch in amerikanischen Rechenzentren zwischen 2000 und 2006 verdoppelt und macht nun 1,5 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in den USA aus. Die Untersuchung legt nahe, dass sich dieser Verbrauch bis zum Jahr 2011 erneut verdoppeln kann. Wenn man diesem Trend nicht gezielt begegnet, wird das zu höheren Betriebskosten und möglicherweise zu Energie-Engpässen führen.

Um solche negativen Auswirkungen zu vermeiden, werden laut Joe Hogan 2008 Unternehmen stark in Green IT investieren. Und: sie fordern das auch von ihren Outsourcing-Partnern – nicht nur, um den Energieverbrauch zu senken, sondern auch, um ihre Aktionäre zu beruhigen und ihre Bilanz zu verbessern.

In outgesourcten Rechenzentren wird zunehmend auf effiziente Speicherung und bessere Energieausnutzung geachtet. Deshalb verwendet man Server mit Multi-Core-Prozessoren und Virtualisierungstechniken. Dies vermindert die Anzahl der Systeme, die eine separate Energiezufuhr erfordern. Gleichzeitig werden die Abläufe effizienter, wenn Aufgaben zwischen mehreren Prozessoren in einem Server aufgeteilt werden.

4. Erfahrung und Service-Know-how werden zu Kernfaktoren für Outsourcing

IT-Consumerization und -Modernisierung erfordern eine breite Palette an innovativen Services für Enduser-Support und Anwendungserneuerung. Die IT-Abteilungen der Unternehmen verfügen häufig nicht über die internen Ressourcen, um diese Leistungen effizient bereit zu stellen. Eine Studie von Unisys zeigt, dass 20 Prozent der IT-Entscheider in Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Jahre verstärkt auf Outsourcing setzen wollen.

»IT-Unternehmen müssen sich in den kommenden Jahren auf eine veränderte Arbeitswelt und neue Technologien einstellen«, sagt Joe Hogan. »Deshalb werden sie stark auf das Know-how ihrer Outsourcing-Partner setzen, die weltweite Best Practices entwickelt haben, um den neuen Herausforderungen zu begegnen.«

5. Notwendigkeit zu erhöhter Flexibilität und Kostendämpfung zwingt zur schnelleren Modernisierung von Altanwendungen

Wenn Unternehmen ihre IT nicht mehr selbst In-House betreiben, sondern zu externen Anbietern wechseln, die eigene Rechenzentren betreiben, dann sollten sie auch von den Fähigkeiten der qualifizierten Mitarbeiter des Outsourcing-Anbieters profitieren. Dazu zählt insbesondere Fachwissen für die Umwandlung bestehender Anwendungsumgebungen in serviceorientierte Architekturen (SOA).

Strategische Altanwendungen stellen häufig millionenschwere Investitionen dar, daher muss die Modernisierung mit Bedacht ausgeführt werden, um die Kontinuität der Anwendungen zu sichern und sie langfristig nutzbar zu machen.

»Mit SOA können Anwendungen effektiver modernisiert werden, gleichzeitig wird das Unternehmen flexibler und kann besser auf veränderte Marktbedingungen reagieren«, erklärt Joe Hogan.

 

Die Unisys 3D Blueprinting Methodik enthält eine Vorgehensweise für die Anwendungsmodernisierung in einer Outsourcing-Umgebung. Die Methode verdeutlicht die Beziehung zwischen Business und unterstützender IT. Sie macht die Verknüpfungen zwischen Unternehmensstrategie, Geschäftsprozessen, Anwendungen und der IT-Infrastruktur sichtbar. Dieser Ansatz von Unisys unterstützt Unternehmen darin, ihre Entscheidungen rechtzeitig zu fällen, Ursache und Wirkung besser zu verstehen und das Geschäftsrisiko zu minimieren.

www.unisys.de

_____________________________________________________________________

IT-Infrastruktur-Dienstleistungen – Weiche Faktoren dominieren

Eine aktuelle Untersuchung der Experton Group unter deutschen IT-Entscheidern hat ergeben, dass bei der Auswahl des Partners für IT-Infrastruktur- und Netzdienstleistungen besonderer Wert auf »weiche« Faktoren wie kompetente Mitarbeiter, Fairplay und  Kundenorientierung gelegt wird. Erst an vierter Stelle kommt mit dem Preis-/ Leistungsverhältnis ein »härterer«, sprich leichter messbarer Faktor ins Spiel, gefolgt von den Faktoren Innovation, Methoden-Know-how und vertrauensvoller, persönlicher Kontakt zur Servicemannschaft des Anbieters. Dennoch sind die beiden abgefragten »harten« preisspezifischen Faktoren mit dem Wert 1,9 und besser bewertet und somit immer noch als entscheidungskritisch anzusehen. Dass das Attribut »Internationaler Player« im Mittel das Schlusslicht darstellt, ist aufgrund der Struktur der deutschen Anwender Landschaft, welche durch einen nur bedingt global agierenden Mittelstand geprägt ist, nicht all zu überraschend. Dennoch wird dies für global agierende Unternehmen in der Regel ein K.O.-Kriterium bei der Anbieterauswahl darstellen. Anwenderunternehmen sind demnach auch bei Infrastruktur-Dienstleistungen insbesondere jene Punkte wichtig, welche die direkte faire Interaktion mit dem Anbieter widerspiegeln. Nachfolgende Tabelle zeigt das Ranking anhand der Mittelwerte.

 

Anwender-Anforderungen: IT-Infrastruktur-Dienstleistungen

Rang

Anforderung

Mittelwert

1

Kompetente Mitarbeiter

1,3

2

Fair Play

1,5

3

Kundenorientiert

1,6

4

Gutes Preis-/Leistungsverhältnis

1,6

5

Innovativ, zukunftsorientiert

1,8

6

Gutes Methoden-Know-how

1,8

7

Persönlicher vertrauensvoller Kontakt zur Servicemannschaft

1,8

8

Preisflexibel

1,9

9

Guter Ruf

2,2

10

Alles aus einer Hand

2,3

11

Branchenspezifisches Geschäftsprozess-Know-how

2,4

12

Internationaler Player

3,3

Angaben auf der Basis von 162 Unternehmen
Skala von 1-5; 1= stark gefordert / 5 = nicht gefordert
Quelle: Experton Group 2007

 


ITK- und BPO-Outsourcing Verträge

Outsourcing-Tracking Q4 2007 weltweit – Laufzeiten

Die im Q4 2007 publizierten ITK- und BPO-Outsourcing Verträge weisen zum überwiegenden Teil eine Laufzeit von fünf Jahren (29 Prozent) und weniger (31 Prozent) auf. Über eine Laufzeit von 6 bis 9 Jahren wurden 16 Prozent der Verträge geschlossen; 12 Prozent der Vereinbarungen sind 10 Jahre gültig. Lediglich ein Prozent der geschlossenen Outsourcing-Verträge laufen länger als 10 Jahre. 11 Prozent der Deals sind zusätzlich zur vereinbarten Laufzeit mit Verlängerungsoptionen ausgestattet worden.

Auch im Q4 2007 bevorzugen Unternehmen zum größten Teil geringe bis mittlere Laufzeiten (2 bis 5 Jahre). Somit hat die seit mehreren Quartalen sichtbare Entwicklungslinie weiter Bestand. Allerdings war im Q4 2007 auch eine signifikant sichtbare Zahl von langen Deals (10 Jahre und länger) zu verzeichnen. Hierbei handelt es sich überwiegend um strategische Kooperationen in den Branchen Versicherungen, Public Services und Healthcare. Zudem setzen sich Optionsmodelle (Vertragsaufzeiten mit Verlängerungsoption) zunehmend durch. Dies zeigt deutlich: Unternehmen gestalten ihre Outsourcing-Aktivitäten nicht nur hinsichtlich der Inhalte (selektives Outsourcing vs. Komplettoutsourcing), sondern auch in Bezug auf die Laufzeit variabler als dies noch vor einigen Jahren der Fall war.

ITK- und BPO Outsourcing Deals Q4 2007 weltweit - Laufzeiten

Vertragslaufzeit

Prozentuale Verteilung

1 Jahr

1%

2 bis 4 Jahre

30%

5 Jahre

29%

6 bis 9 Jahre

16%

10 Jahre

12%

>10 Jahre

1%

Optionsmodelle (Laufzeiten mit Verlängerungsoptionen)

11%

Angaben auf der Basis von 94 Verträgen
Quelle: Experton Group 2008

 

_____________________________________________________________________

 

Europa übernimmt Führung bei Outsourcing-Aktivitäten

 

• 2007 überstiegen erstmals sowohl die Anzahl der Outsourcing-Verträge als auch der Gesamtvertragswert (TCV, Total Contract Value) in EMEA die entsprechenden Werte von Nord- und Südamerika

• Der durchschnittliche Vertragswert in EMEA nahm aufgrund erweiterter neuer Anwendungsbereiche und einem gestiegenen Durchschnitts-Vertragswert bei BPO zu

• EMEA verzeichnete 2007 auch mehr Aktivitäten im Bereich der Mega-Abschlüsse

• In Indien ansässige Anbieter erreichten den gleichen Marktanteil wie die europäischen Big Five-Anbieter

• Global betrachtet war das vierte Quartal in Bezug auf den Jahresvertragswert (ACV, Annual Contract Value) das beste Quartal seit elf Jahren

• Im letzten Quartal war der weltweit vergebene TCV zwar hoch, bei einer geringeren Anzahl von Verträgen

Dem neuesten TPI Index der Sourcing-Beratungsfirma TPI zufolge konnte das Jahr 2007 eine grundlegende regionale Verlagerung verzeichnen. Europa, der Nahe Osten und Afrika (EMEA) haben bei den Outsourcing-Aktivitäten die Führung übernommen. 2007 überstiegen erstmals sowohl die Anzahl der Verträge als auch der Gesamtvertragswert (TCV, Total Contract Value) in dieser Region die entsprechenden Werte von Nord- und Südamerika. Obwohl im letzten Quartal 2007 im Vergleich zum Rest des Jahres die geringste Anzahl an Verträgen in EMEA vergeben wurde (51), war der TCV in diesem Quartal höher als in den anderen. Er lag im Quartalsvergleich um 43 Prozent und im Jahresvergleich um 18 Prozent höher. Trotz der geringeren Anzahl abgeschlossener Verträge in 2007 erzielte EMEA einen im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Mrd. Euro höheren TCV – ein Anstieg um 24 Prozent gegenüber 2006.

Der durchschnittliche Vertragswert stieg dabei im Jahresvergleich von 112 Mio. auf 149 Mio. Euro an, vor allem aufgrund erweiterter neuer Anwendungsbereiche und einem gestiegenen Durchschnittswert bei BPO (Business Process Outsourcing). Der durchschnittliche Vertragswert für zusätzliche neue Anwendungsbereiche nahm um 40 Prozent zu. 187 Verträge mit einem TCV von 27 Mrd. Euro und einem ACV von 4,7 Mrd. Euro ließen den Markt im vergangenen Jahr anwachsen. Bei den neuen Anwendungsbereichen lag der ACV in EMEA im Jahresvergleich um fast 31 Prozent höher, während er weltweit um 13 Prozent anstieg.

Außerdem war die BPO-Aktivität 2007 in dieser Region besonders intensiv. So stieg der durchschnittliche Vertragswert beim BPO sprunghaft um 82 Prozent an, bedingt durch außergewöhnlich gute Ergebnisse im vierten Quartal. Mit einem TCV von 10 Mrd. Euro nimmt die Region erstmals einen Anteil von mehr als der Hälfte des gesamten BPO-TCV im »Broader Market« ein. Mehrere im vierten Quartal abgeschlossene große BPO-Verträge, wie z. B. mit Nielsen and Prudential, ließen die TCV-Ergebnisse für 2007 ansteigen. In diesem Sektor konnte 2007 insbesondere das Outsourcing von Finanzdienstleistungen (FSO, Financial Services Outsourcing) einen Zuwachs von 56 Prozent im Jahresvergleich verbuchen.

»Unternehmen in Kontinentaleuropa setzen inzwischen vermehrt auf Outsourcing«, so Bernd Schäfer, Partner und Managing Director, TPI Deutschland. »Wir haben in dieser Hinsicht in EMEA, und hier vor allem in Deutschland, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz und Frankreich, eine im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Aktivität festgestellt.«

Europa, der Nahe Osten und Afrika verzeichneten 2007 auch mehr Aktivitäten im Bereich der Mega-Abschlüsse, insbesondere im letzten Quartal des Jahres. Die 18 während des Jahres in dieser Region unterzeichneten Mega-Abschlüsse mit einem Wert von 2,7 Mrd. Euro bedeuten im Jahresvergleich eine Zunahme um 63 Prozent in Hinblick auf ihre Anzahl und um 50 Prozent in Hinblick auf ihren Wert. Im Gegensatz zu Nord- und Südamerika, wo die durchschnittlichen Vertragsvolumen des Jahres um ca. 17 Prozent zurückgingen, stiegen diese in EMEA um beträchtliche 33 Prozent.

Der Anteil der in Indien ansässigen Anbieter an den globalen Verträgen nahm 2007 weiter zu, und zwar um 42 Prozent gegenüber dem Vorjahresanteil und um 114 Prozent im Vergleich zum Dreijahresdurchschnitt von 2004 bis 2006. Dagegen schrumpfte trotz des Gesamtwachstums von Europa als Outsourcing-Markt der Anteil der europäischen Big Five (Atos Origin, BT, Capgemini, Siemens und T-Systems) an den weltweit unterzeichneten Outsourcing-Verträgen im vergangenen Jahr um 17 Prozent sowie um mehr als 50 Prozent in den vorangehenden drei Jahren. Somit haben die in Indien ansässigen Anbieter erstmals den gleichen Marktanteil wie die europäischen Big Five erreicht.

Weitere zentrale Ergebnisse des letzten vierteljährlichen TPI Index:

Global betrachtet war das vierte Quartal in Bezug auf den ACV das beste Quartal seit elf Jahren

Ausgehend vom Jahresvertragswert, entsprachen die 2007 vergebenen mehr als 12 Mrd. Euro dem Fünfjahresdurchschnitt. Der ACV für neue Anwendungsbereiche stieg weltweit im Jahresvergleich um satte 13 Prozent. In Hinblick auf den ACV war das vierte Quartal das beste Quartal seit elf Jahren.

Im letzten Quartal war der weltweit vergebene TCV zwar hoch, allerdings gab es weniger Verträge

Das globale Ergebnis für das Gesamtjahr wurde erheblich durch das vierte Quartal beeinflusst, da in diesem ein bedeutender TCV vergeben wurde. Im Vergleich zu den vorangehenden drei Quartalen ließ der TCV des vierten Quartals den Gesamtwert für das Jahr auf über 64 Mrd. Euro anwachsen. Im Fünfjahresdurchschnitt blieb der Wert allerdings fast gleich, abgesehen von dem Zuwachs um 6,4 Mrd. Euro beim Vertragswert. Trotz des hohen TCV im vierten Quartal entspricht der globale Wert für das Gesamtjahr dem niedrigsten Vertragswert der letzten fünf Jahre sowie einem Rückgang um ca. 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Darüber hinaus wies das vierte Quartal eine vergleichsweise geringe Anzahl an Verträgen auf. Die 108 Verträge, die weltweit im vierten Quartal 2007 abgeschlossen wurden, entsprechen der niedrigsten Anzahl an abgeschlossenen Verträgen pro Quartal seit dem dritten Quartal 2005, aber dem höchsten Wert – 21,5 Mrd. Euro beim TCV und 4,3 Mrd. Euro beim ACV.

• Mega-Abschlüsse im vierten Quartal wieder im Aufwind

Der TCV des vierten Quartals wurde durch eine Reihe großer Mega-Abschlüsse begünstigt, also Transaktionen mit einem ACV oder durchschnittlichem Jahreswert von 80 Mio. Euro oder mehr. Das vierte Quartal verbuchte die größte Anzahl und den größten Wert an Mega-Abschlüssen aller Quartale in den letzten Jahren. Trotzdem gab es 2007 weltweit weniger Mega-Abschlüsse als 2006, und auch ihr Jahreswert ging leicht zurück.

Vergabe großer BPO-Verträge

Zusätzlich verzeichnete das vierte Quartal den Abschluß einiger großer BPO-Verträge, die den BPO-TCV für 2007 auf das 2006 erreichte Niveau anhoben, obgleich insgesamt weniger BPO-Verträge vergeben wurden. 2007 wurden weltweit 171 BPO-Verträge mit einem Wert von 18,5 Mrd. Euro vergeben. Die Abschlüsse im vierten Quartal entsprechen einem Anteil von 23 Prozent an der Gesamtanzahl für das Jahr, aber einem Anteil von 40 Prozent am TCV für das Jahr. Die im vierten Quartal 2007 erzielten BPO-Ergebnisse stellen in puncto TCV die besten Quartalsresultate seit zwei Jahren und in puncto ACV seit über drei Jahren dar. Dennoch war 2007 eine Verlagerung des relativen Anteils an den BPO-Verträgen von Nord- und Südamerika nach EMEA und in den Raum Asien-Pazifik zu verzeichnen, und zwar sowohl in Hinblick auf die Anzahl der Verträge als auch in Bezug auf deren TCV.

Bei sinkender Anbieterzahl verbuchten in Indien ansässige Anbieter im Jahresvergleich eine deutliche Zunahme ihres Anteils

Obgleich in dieser Branche nach wie vor eine hohe Zahl von Anbietern vertreten ist, fielen die Vertragsabschlüsse 2007 auf 12 Prozent weniger Dienstanbieter als noch 2006, nachdem zuvor die Anzahl der Anbieter vier Jahre in Folge zugenommen hatte.

 

_____________________________________________________________________

Die Welt wird kleiner und flacher

Fertigungsbranche: Mehr Agilität im Jahr 2008

 

Plano, Texas – Die Fertigungsbranche ist neugierig, was das Jahr 2008 bringen wird. Mit einer Rekordzahl von Berichten über Produktrückrufe, Rohstoffknappheit und Branchenkonsolidierung im letzten Jahr ist die Liste mit Herausforderungen in den letzten zwölf Monaten erneut etwas angewachsen. Die Welt wird kleiner und flacher, Fertigungszentren verlagern ihre Aktivitäten an neue Standorte, und die Hersteller spüren weiterhin die Auswirkungen auf ihr gesamtes Geschäftsmodell. Wie können sich die Hersteller auf die Ungewissheiten der Zukunft vorbereiten und gleichzeitig noch agiler werden?

»Fertigungsunternehmen sind gezwungen, ihre Strategie durch die Bank zu ändern, um in unserer flachen Welt Erfolg zu haben«, sagt Ben Langlinais, EDS Director of Global Manufacturing Industry Solutions. »Agilität und die Notwendigkeit eines anpassungsfähigen Unternehmens bleiben weiterhin höchste Priorität für Hersteller weltweit.«

EDS, ein Anbieter von IT-Services für die Fertigungsbranche, prognostiziert, dass diese wichtigen Trends im Jahr 2008 Firmen beeinflussen werden.

1. Globale Integration und Zusammenarbeit – Die beschleunigte Globalisierung ermöglicht es Unternehmen, in neuen Märkten neue Einnahmequellen zu erschließen und in Niedriglohnländern bessere Produktionsergebnisse zu erzielen. Auf der Gegenseite steigt das Risiko der Hersteller bei der Lieferkette, Produktentwicklung, Bildung und Verwaltung neuer Allianzen und bei der Verwaltung ihrer globalen Belegschaft.

2. Optimierung ist nicht genug – Während sich die Fertigungsbranche weiterhin auf die Optimierung konzentriert, stehen Hersteller Herausforderungen wie kürzeren Produktzyklen, höheren Kundenforderungen, der Suche nach kostengünstigeren Standorten und der Eroberung neuer Märkte gegenüber, die agile und anpassungsfähige Unternehmen und eine neue Kultur der Flexibilität erfordern.

3. Umweltbewusst handeln – Die wachsende Nachfrage nach Rohstoffen wie Öl, Stahl und Harz hat eine neue Generation umweltbewusster Kunden hervorgebracht, die umweltschonende Produkte verlangen. Diese Kunden fordern von den Herstellern, das Design, die Fertigungsprozesse und den Produktmix zu ändern.

4. Druck durch Bestimmungen – Regierungs- und Branchenrichtlinien für die Umwelt, Sicherheit, Unternehmensüberwachung und Produktleistung sind weltweit unterschiedlich. Aufgrund der unterschiedlichen Standards erhält die Datenaufzeichnung eine neue Bedeutung. Es müssen mehr Informationen erfasst und gemeldet und mehr Produkte überwacht werden.

5. Verbreitung von elektronischen/digitalen Inhalten – Die wachsende Menge elektronischer oder digitaler Bestandteile von Produkten sorgt für höhere Sicherheitsrisiken und ausgeklügelte Produkte, während gleichzeitig fähige Mitarbeiter knapp und neue Kompetenzen erforderlich werden.

6. Produktkommodifizierung – Kunden wünschen Produkte, die auf ihre persönlichen Anforderungen abgestimmt zu sein scheinen, weshalb der Druck auf Kosten und Qualität weiterhin ansteigt. Wegen des wachsenden Konsumdenkens werden die Produkte in zunehmendem Maß kommodifiziert.

7. Schwerpunkt Service – Der Wechsel vom Produktfokus zum Servicefokus zwingt die Hersteller, einen Echtzeit-Markteinblick zu erlangen, indem sie eng mit den Kunden zusammenarbeiten. Während der Kundenservice weiterhin Priorität hat, müssen die Hersteller nicht nur mit ihrer vorhandenen Lieferkette, sondern auch mit ihren Kunden zusammenarbeiten.

8. Konvergenz von Geschäft und Technologie – Nicht zum Kerngeschäft zählende Prozesse werden zunehmend outgesourct, und der Schwerpunkt verlagert sich auf eine höhere Übereinstimmung von Geschäft und Technologie. Die innovative Verwertung von Informationen und die integrierte Fertigung sind für den Wettbewerbsvorteil entscheidend.

Weitere Informationen finden Sie unter www.eds.de

 

_____________________________________________________________________

 

Banken beraten gerne – gegen Gebühr

 

Beratung gegen Gebühr – dieses Modell dürfte sich in den kommenden drei Jahren auch an manchem Bankschalter durchsetzen. Mehr als die Hälfte aller Bankentscheider erwartet, dass die kostenpflichtige Finanz- und Anlageberatung (Honorarberatung) zunimmt und sich zu einem der großen Trends im Privatkundengeschäft entwickelt. Erste Institute bieten ihren Kunden Beratungsgespräche bereits zum monatlichen Festpreis an. Zu dieser »Beratungsflatrate« addieren sich anteilige Volumengebühren für eventuelle Aktienberatungen und eine Erfolgsbeteiligung, falls der Kunde sein Vermögen von der Bank verwalten lässt. Neu ist dabei nicht, dass Banken für die Verwaltung von Großvermögen Gebühren erheben. Aber üblicherweise sind Beratung und Finanzplanung in die Produkte eingepreist und wurden somit bisher vom Kunden nicht direkt wahrgenommen. Das ergibt eine Umfrage von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Mit der Einführung einer Servicegebühr wollen die Banken die Beratung verstärkt als eigenständige Leistung herausstellen. 63 Prozent der befragten Bankentscheider messen der Beratungsqualität ihrer Bank mittlerweile größte Bedeutung bei und sehen in ihr das dominierende Branchenthema der kommenden Jahre. Der Faktor Beratung hat damit sprunghaft an Relevanz gewonnen, denn in den vergangenen drei Jahren lag die Zustimmung um rund 20 Prozent niedriger. Dies liegt auch an einem stark wachsenden Angebot an Bankprodukten. Die Palette möglicher Beratungsfelder wird somit immer breiter. Beispiele dafür sind unter anderem die Angebotsoffensiven für beratungsintensive Produkte zur Altersvorsorge, im Vermögensmanagement und zur Kredit- oder Immobilienfinanzierung.

Hinter dem gestiegenen Servicewillen der Banken steckt ein hart geführter Kampf um den Kunden, der immer besser informiert ist und entsprechend anspruchsvolle Beratungsleistungen erwartet. Zudem wollen sich die deutschen Institute im weitgehend gesättigten Markt weiteren Preiskämpfen entziehen. Mehr als 90 Prozent der Banken und Sparkassen planen deshalb, so genannte Potenzialkunden durch ein Mehr an Beratung gezielter anzusprechen. Zum Kern dieser Zielgruppe gehören beispielsweise finanzkräftige Kunden ab dem 50. Lebensjahr, von denen sich fast jeder zweite eine Anlageberatung bei seiner Hausbank holt. Vor allem im Geschäft mit Altersvorsorgeprodukten, privaten Finanzierungsplänen und Wertpapieren sehen drei Viertel der befragten Banker ein lukratives Wertschöpfungspotenzial. Gegenüber 2006 geht der Trend in den kommenden Jahren dabei noch stärker in Richtung Individualberatung.

»Damit die Rechnung für die Banken und die Kunden aufgeht, muss die kostenpflichtige Beratung dem Kunden allerdings einen spürbaren Mehrwert bieten – nicht nur, indem er auf die Beratung verzichtet, um das Produkt günstiger zu kaufen«, sagt Stefan Lamprecht von Steria Mummert Consulting. Dies erreichen die Banken beispielsweise, in dem sich die Anlage- und Finanzempfehlungen des Beraters an unabhängigen Renditeprognosen orientieren und weniger an den Produkten und Vertriebsinteressen des eigenen Hauses. Im Idealfall nimmt der Kunde das Beratungsgespräch als Plus an Qualität wahr, was die Kunde-Bank-Beziehung langfristig festigt.

Hintergrundinformationen
Im Juli 2007 befragte forsa im Auftrag von Steria Mummert Consulting 100 Führungskräfte aus 100 der größten Kreditinstitute Deutschlands zu den Branchentrends sowie zu Strategien und Investitionszielen bis 2010. Befragt wurden jeweils die Vorstandsvorsitzenden, die Vorstandsmitglieder, die Geschäftsführer, die Leiter der Unternehmensentwicklung, die Leiter von Finanzen und Controlling oder die Vertriebs- und Marketingleiter. forsa führte die Befragung mit der Methode des Computer Assisted Telephone Interview (CATI) durch.

 

_____________________________________________________________________

Intel-Umfrage

Notebook als unverzichtbares Element für den eigenen Lifestyle

 

Feldkirchen, den 17. Januar 2008 – Der Notebook-Markt boomt. Im dritten Quartal 2007 wurden in der EMEA-Region (Europe, Middle East and Africa) erstmals mehr Mobilrechner als Desktop-PCs verkauft. Intel hat daher eine Studie in Auftrag gegeben, welche die Einstellung der Notebook-Besitzer in neun europäischen Ländern untersucht. Die Umfrage zeigt, dass der Großteil sich als fortgeschrittene Nutzer oder gar Experten einstuft, was die Kenntnisse beim Umgang mit den mobilen Geräten angeht. Das Gros setzt das Notebook täglich zum Surfen im Internet, für die Kommunikation und für die Arbeit ein. Für viele Europäer bildet das Notebook einen wesentlichen Teil des eigenen Lifestyles, vor allem aber in Deutschland. Hier gaben 89 Prozent der Befragten an, dass ihr Notebook ihren Lebensstil repräsentiere und ein bestimmtes Image nach außen trage. 22 Prozent der Befragten ist das Notebook derart wichtig, dass sie dafür ein Jahr auf das Essen von Schokolade verzichten würden.

Die meisten Notebook-Besitzer sind der Umfrage zufolge von ihrem technischen Know- how sehr überzeugt, Deutschland bildet hier keine Ausnahme. Nur zwei Prozent der Befragten stuften sich selbst als »Anfänger« ein, während fast zwei Drittel sich als »Fortgeschrittene« oder »Experten« bezeichneten. Wie im übrigen Europa schätzen auch hierzulande die Männer ihre Notebook-Kompetenz (70 Prozent) höher ein als die Frauen (60 Prozent).

Notebook verkörpert den Lifestyle

Für die große Mehrheit der deutschen Benutzer stellt das Notebook nicht nur ein Werkzeug dar, sondern ein Accessoire, das den eigenen Lebensstil und die Persönlichkeit verkörpert. Für 89 Prozent der befragten Deutschen projiziert der mobile Rechner ein bestimmtes Image nach außen; im europäischen Durchschnitt denken das nur 74 Prozent. Das Notebook soll vor allem die Technik-Affinität und einen gewissen Pragmatismus aufzeigen. Schließlich nutzen sie ihr Notebook täglich für eine Vielzahl von Funktionen, die von E-Mail über Gaming bis hin zum Online-Shopping reichen. Die deutschen Notebook-Besitzer geben an, dass sie im Schnitt mindestens vier Anwendungen geöffnet haben.

Am liebsten surfen die Deutschen mit ihrem Notebook im Internet. 87 Prozent der Befragten nutzen es zur Kommunikation und steuern mindestens einmal täglich Webseiten an, die Zugang zu E-Mails, sozialen Netzwerken oder Blogs bieten. Weitere wichtige Aktivitäten sind Online-Medien (43 Prozent), Internet-Recherche (42 Prozent) sowie Online-Shopping und -Banking (jeweils 27 Prozent).

Notebook statt Schokolade

Das Notebook ist für viele Deutsche mittlerweile unverzichtbar. Fast zwei Drittel der Befragten nehmen ihren mobilen Rechner auf Reisen mit. Die Marktforscher wollten auch wissen, auf welche Produkte des Alltags oder Luxusgüter die Notebook-Besitzer verzichten würden, um ihren Laptop behalten zu können. 22 Prozent der Befragten gaben an, zugunsten des Notebooks ein Jahr auf den Genuss von Schokolade zu verzichten; Männern fällt dies leichter als Frauen. Insgesamt würden 85 Prozent der befragten Deutschen für ihren Laptop Verzicht üben und beispielsweise ihren MP3-Player (36 Prozent), ihr Navigationssystem (31 Prozent) oder ihre Geschirrspülmaschine (27 Prozent) aufgeben.

Lange Akkulaufzeit ist wichtiges Kaufkriterium Die Umfrage zeigt auch, welche Kriterien den Nutzern beim Kauf eines Notebooks am wichtigsten sind. 65 Prozent der Deutschen (Europa 60 Prozent) sehen die Akkulaufzeit als wichtigsten Entscheidungsgrund für den Kauf eines neuen Notebooks an; denn 40 Prozent sind mit der Akkulaufzeit ihres aktuellen Geräts unzufrieden (durchschnittliche Betriebszeit: 2,6 Stunden). 83 Prozent legen ein besonderes Augenmerk auf die Energieeffizienz ihres Geräts. Für 58 Prozent der Befragten sind verbesserte Multimediafunktionen durch HD DVD oder Blu-Ray wichtig (Europa: 72 Prozent).

Details zur Notebook-Studie

Intel hat beim Marktforschungsunternehmen Loudhouse eine Untersuchung in Auftrag gegeben, um Trends und Einstellungen von Notebook-Besitzern in neun europäischen Ländern herauszufinden: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Russland, Spanien, Schweden und Tschechien. Loudhouse befragte dazu im Dezember 2007 über das Internet insgesamt 2700 Notebook-Besitzer, jeweils 300 in jedem Land. Dabei differenzierten die Marktforscher zwischen den Geschlechtern und befragten unterschiedliche Altersgruppen (18-24 Jahre: 38 Prozent, 25-34 Jahre: 40 Prozent, 35-44 Jahre: 14 Prozent; 45-54 Jahre: 5 Prozent, 55+: 3 Prozent).

www.intel.de/ und http://blogs.intel.com.

 

_____________________________________________________________________

Ungeschützte Unternehmensdaten?

Integrierte Unternehmensstrategie zum Schutz der Daten notwendig

 

Deloitte-Studie »Treading Water« deckt Sicherheitsdefizite in der Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche (TMT) auf/Mobile Mitarbeiter erhöhen das Risiko.

Düsseldorf/München, 17. Januar 2008 – Unternehmen der TMT-Branche sind durch die Digitalisierung von Informationen und die Nutzung neuer Technologien ständig neuen Herausforderungen und Sicherheitsrisiken bei sensiblen Unternehmensdaten ausgesetzt. Dennoch hat knapp die Hälfte der TMT-Unternehmen keine Strategie zum Schutz solch sensibler Daten. Zwei Drittel behandeln den Schutz der physischen Unternehmenswerte völlig getrennt vom Schutz des immateriellen Firmeneigentums. Als schwächstes Glied der Sicherheitskette erweist sich insgesamt aber der externe Informationsschutz: Obwohl knapp 60 Prozent der Unternehmen ihre unternehmensinternen Daten externen Mitarbeitern oder Geschäftspartnern anvertrauen, werden deren Sicherheitsqualitäten nur von rund einem Fünftel der Unternehmen getestet. Dies sind die Kernergebnisse der Deloitte-Umfrage unter den weltweiten Top-100-TMT-Unternehmen.

Unternehmen, die ihre sensiblen Daten und Informationen wirksam schützen wollen, brauchen eine integrierte Unternehmensstrategie. Derzeit können nur etwa 54 Prozent der Befragten eine solche vorweisen, weitere 20 Prozent planen innerhalb der nächsten zwei Jahre deren Implementierung. »Die Branche ist in Bewegung – beispielsweise ist die Zahl der internen Chief Information Security Officer innerhalb eines Jahres von 57 auf 65 Prozent gewachsen. Mehr als ein Drittel hiervon klagt allerdings über fehlende Kompetenzen und Ressourcen, um den Bedrohungen für die Informationssicherheit umfassend zu begegnen«, so Frank M. Hülsberg, Partner im Bereich ERS und Assurance Leader TMT bei Deloitte.

Angst vor Datenverlust und virtueller Spionage

Die größten Bedrohungen für ihre vertraulichen Informationen sehen die Unternehmen im Verlust von Laptops oder anderen Datenträgern, sowie im gezielten Diebstahl von Informationen. Besonders anfällig erweist sich dabei der E-Mail-Verkehr, aber auch Viren und Würmer sowie Mitarbeiterversagen spielen eine erhebliche Rolle. Etwas geringer ist die Sorge vor Phishing- oder Denial-of-Service(DoS)-Attacken.

In der TMT-Branche spielen kreative und flexible Mitarbeiter eine wichtige Rolle. Aber gerade dieser hohe Grad an Individualität kann als Katalysator für Sicherheitsrisiken wirken. So sehen drei Viertel der Befragten als Hauptrisikofaktor den Menschen – 91 Prozent der Unternehmensleiter halten menschliches Fehlverhalten prinzipiell für ein ernstes Sicherheitsrisiko –, während auf Prozesse und Technologie nur jeweils 50 Prozent der Nennungen entfallen. Jedoch haben nur 58 Prozent ihre Mitarbeiter im letzten Jahr ein Sicherheitstraining absolvieren lassen.

Risikofaktoren Mobilität und Outsourcing

Besonders gefährdet sind jene Mitarbeiter, die außerhalb des Unternehmensgeländes arbeiten. Ganz gleich, ob im Home Office, im Flugzeug oder im Straßencafe: Laptops und andere mobile Endgeräte mit sensiblen Daten bergen ein erhebliches Risiko. Sie können verloren gehen oder aufgrund mangelnder Einbindung in das unternehmenseigene IT-Sicherheitskonzept gehackt werden – ein End-to-End-Sicherheitskonzept ist daher unverzichtbar. Mobile Mitarbeiter sind aber nur ein Teil fehlender End-to-End-Konzepte, denn ausgelagerte Prozesse, deren Durchführung Geschäftspartnern oder auch externen Dienstleistern obliegt, müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Immerhin delegieren fast 60 Prozent der befragten Unternehmen Prozesse an Dritte – aber nur 22 Prozent überprüfen regelmäßig, ob die jeweiligen Partner den geforderten Sicherheitsstandards genügen.

Digital Rights Management

Ein aktueller Punkt für die Unternehmen der TMT-Branchen ist das Rechte-Management digitaler Inhalte (DRM). Insbesondere der Schutz geistigen Eigentums steht dabei im Vordergrund. Wie können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Inhalte vor unerlaubter Duplizierung geschützt sind, ohne dabei dem Kunden zu viele Unannehmlichkeiten zuzumuten? 43 Prozent der Befragten schützen sich mittels entsprechender Mechanismen vor dem Verlust geistigen Eigentums, während 23 Prozent trotz Sorge vor Verlust nichts Vergleichbares vorweisen können.

»Da bei DRM nahezu jeder Branchensektor Besonderheiten aufweist, sind hier kaum generelle Aussagen zu treffen. Jedoch konnten wir feststellen, dass sich über 60 Prozent innerhalb der nächsten drei Jahre im Bereich DRM engagieren wollen«, kommentiert Frank M. Hülsberg. »Insgesamt zeigt unsere Studie aber, dass, wenn bei knapp der Hälfte aller Befragten noch kein adäquater Schutz sensibler Unternehmens- bzw. Kundeninformationen vorhanden ist, hier noch erhebliches Potential besteht. Erst sieben Prozent glauben bisher an die Zukunft ihres Sicherheitskonzepts. Der große Rest versucht entweder, den Anschluss nicht zu verlieren – oder hat ihn bereits verloren«, resümiert Frank M. Hülsberg.

Die komplette Studie finden Sie hier zum Download.

 

_____________________________________________________________________

 

Unterstützung für SOA-Sicherheit

 

11.01.2008 - Das BSI hat nun einen kostenlosen Leitfaden zum Thema Sicherheit in serviceorientierten Architekturen herausgegeben. Als Einführung für Entwickler, IT-Systemarchitekten und Entscheider. In die Grundzüge serviceorientierter Architekturen (SOA) und deren Sicherheitsaspekte möchte ein fast 50-seitiger (http://www.bsi.bund.de/literat/studien/soa/index.htm) Leitfaden des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) einführen. Hilfe sei nötig, da SOA ein Ansatz zur Realisierung komplexer IT-Systeme und der Abbildung von Geschäftsprozessen in solchen Systemen sei – und dazu zählen auch Geschäftsprozesse, die als kritisch und schutzbedürftig bewertet sein können. Themen hier sind etwa Vertraulichkeit, Authentizität oder Transaktionssicherheit. Vorgestellt werden auch die wichtigsten Konzepte und Technologien. Anhand eines Beispielszenarios soll ein mögliches Konzept illustriert werden. Zugeschnitten ist das Kompendium auf Entwickler, Architekten von IT-Systemen und Entscheider, die in dem Dokument grundlegende Informationen und Handlungsrichtlinien vorfinden, um sichere SOAs zu realisieren. Das SOA-Security-Kompendium soll fortlaufend weiter geschrieben und um aktuelle sicherheitsspezifische Themen erweitert werden, so das BSI.

 

_____________________________________________________________________

 

Missbrauch von Kundendaten für Softwaretests

 

10.01.2008 - Wie hoch die Nutzungsquote realer empfindlicher Daten bei der Erprobung von Softwareentwicklung wirklich ist, hat nun eine Studie ermittelt. Die Moral ist niedrig und die Verantwortlichkeit meist ungeklärt. In einer recht erschreckenden Studie hat das (http://www.ponemon.org) Ponemon Institute in Zusammenarbeit mit Compuware festgestellt, dass mehr als drei Viertel der deutschen Unternehmen echte Daten in Anwendungstests oder bei der Softwareentwicklung einsetzen. Der Grund: die Unternehmen gehen davon aus, dass Testdaten keine potenziellen Sicherheitslücken darstellen. 60 Prozent der Unternehmen geben vertrauliche Daten sogar an die Outsourcing-Partner weiter, die die Softwaretests ausführen. Darunter Informationen wie Kundennummern, Kreditkartennummern, Angaben zur Sozialversicherung, Zahlungsinformation sowie Daten von Mitarbeitern und Lieferanten. In diesem Ausmaß macht keine andere Nation die Datenschutzverletzung den Deutschen nach. Deutschland ist Schlusslicht im internationalen Vergleich. In den USA nutzen 69 Prozent, in Großbritannien 58 Prozent und Frankreich 43 Prozent der Firmen vertrauliche Daten in Tests. Meist führt auch die Meinung, dass bestehenden Kundendaten eine einfache und kostengünstige Datenquelle für Softwaretests sind, zum Missbrauch. Die Frage der Verantwortung für den Schutz vertraulicher Testdaten ist in vielen Firmen nicht abschließend geklärt. 20 Prozent der Unternehmen wissen nicht, wer verantwortlich ist oder sehen keinen bestimmten Bereich in der Verantwortung. Bei den übrigen Unternehmen ist die Zuständigkeit in ganz unterschiedlichen Abteilungen gelagert: IT (40 Prozent), Softwareentwicklung (25 Prozent), Fachbereiche (13 Prozent) und Compliance (ein Prozent).

 

_____________________________________________________________________

Studie untersucht Kundenabwanderungsquote in acht Märkten und sechs Ländern

Steigende Kundenabwanderungsquote

 

München, 16. Januar 2008 Group 1 Software, hundertprozentige Tochtergesellschaft von Pitney Bowes Inc., stellt eine neue Studie [1] zur steigenden Kundenabwanderungsrate vor. Seit 2003 verfolgt Group 1 Software diese Entwicklung in den USA und Großbritannien mit einer jährlichen Churn-Rate-Studie. Im vergangenen Jahr wurde die Marktstudie erstmals in fünf europäischen Ländern sowie in den USA durchgeführt. Dabei wurden verschiedene Märkte untersucht.

Eine repräsentative Stichprobe von über 1.000 Konsumenten wurde in jedem Land per Telefon und E-Mail zu folgenden Punkten befragt: 1. Welche Anbieter der untersuchten Märkte haben sie im Jahr 2007 gewechselt? 2. Haben sie vor einen der Anbieter im nächsten Jahr (2008) zu wechseln. 3. Welche Gründe haben sie zu dem Wechsel beweg. Neben der Befragung von Konsumenten untersuchte Group 1 Software außerdem die von repräsentativen Unternehmen in den verschiedenen Märkten verwendeten Mittel zur Kundenkommunikation.

Wichtige Ergebnisse im Überblick:

  • In Deutschland steht die größte Abwanderungswelle noch bevor: von 2005 bis zur aktuellen Studie 2007 sind die Raten stetig gestiegen. Der mobilste Markt 2007 war UK mit 22 Prozent noch vor den USA mit 19,6 Prozent, gefolgt von Spanien mit 19,4 Prozent, Italien mit 17,7 Prozent, Deutschland mit 16,3 Prozent und Frankreich mit 15,7 Prozent. Die Prognose für 2008 zeigt aber, dass die Bereitschaft zum Anbieterwechsel auch in Deutschland weiter steigt und nähert sich den höheren Raten der anderen Ländern an.
  • Die Branchen, die in Europa die höchste Steigerung ihrer Kundenabsprungrate im Vergleich zu 2005 verzeichnen sind Supermärkte (mit 31,4%) und Internet-Provider (26,2%) sowie Anbieter allgemeiner Versicherungen (19,4%).
  • Mobiltelefonanbieter wechseln die Europäer (25,3%) sogar deutlich häufiger als die Amerikaner (11,7%).
  • Bei Anbietern für Gas, Wasser und Elektrizität sind die Europäer bisher eher zurückhaltend (5,1%), während die US-Bevölkerung auch hier flexibler reagiert (12,4%).
  • Einen deutlichen Sprung beim Anstieg der Kundenverlustrate verzeichneten hingegen die Banken. Lag hier die Rate noch vor wenigen Jahren bei unter 10 Prozent, wurden 2007 in Deutschland 16,8, in Europa 19,2 und in den USA 25,3 Prozent verzeichnet. 

Die drei Top-Gründe aus denen Kunden ihre Anbieter wechseln sind in allen befragten europäischen Ländern und der USA die gleichen:

    1. sie fühlen sich nicht als wertvoller Kunde geschätzt und entsprechend betreut (durchschnittlich 55% in allen Ländern, in Deutschland sogar 69%)
    2. unkooperative Kundenbetreuer bzw. Ansprechpartner (durchschnittlich 47%, in Deutschland 54%)
    3. ineffektive Call Center (durchschnittlich 42%, in Deutschland nur 21%) 

Die Studienergebnisse zeigen, dass die Kunden heute schneller ihre Anbieter wechseln als je zuvor. Unternehmen, die die Loyalität ihrer Kunden bewahren oder verbessern wollen, müssen sich dieser veränderten Marktsituation stellen und neue Wege für die Kundenkommunikation in Angriff nehmen.

»Die durchschnittliche Kundenverlustrate ist 2007 auf durchschnittlich 18,2 Prozent in Europa und auf 19,6 Prozent in den USA angestiegen – und die Prognosen für 2008 sind weiter steigend. Kein Wunder, dass Kundenbindungsprogramme auf der Prioritätsliste von Vertrieb und Marketing ganz oben stehen«, kommentiert Jochen Razum, Geschäftsführer der Group 1 Software GmbH in München. »Trotz aller Bemühungen und Investitionen sind erfolgreiche Programme jedoch die Ausnahme.«

Unternehmen der untersuchten Branchen stehen unter einem enormen Druck, ihre Kundenbasis stetig zu erweitern. Der Markt, die Investoren und Anleger fordern ein messbares Unternehmenswachstum. Um die Kundenbasis mit der geringst möglichsten Investition zu stärken, sind Strategien für das Halten vorhandener Kunden entscheidend.

»Da die Kundenabsprungrate in allen Branchen weiter wächst werden wir in den nächsten Monaten und Jahren eine starke Polarisierung erleben zwischen Unternehmen, die es schaffen, Techniken und Technologien zur Kundenbindung erfolgreich einzusetzen und Firmen, die dies versäumen«, ergänzt Razum. »Erfolgreiche Unternehmen setzen schon heute stark auf das Anlegen aussagekräftiger Kundenprofile und beziehen Kundendaten aus allen Unternehmensbereichen sowie aus verschiedensten Systemen und Aufzeichnungen mit ein. So können sie beispielsweise Kunden, die häufig wechseln, oder Premiumkunden identifizieren. Marketingaktionen auf Basis dieser Daten ermöglichen eine wesentlich schnellere und effektivere Kundenkommunikation, die Informationen genau auf das Kundenprofil abstimmen können.«

 

[1] Informationen zur Chrun Rate-Studie

Pitney Bowes Group 1 Software befragte über 6.000 Kunden in den USA, UK, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien im dritten Quartal 2007. Zu den im Einzelnen untersuchten Märkten und Anbietern gehören Supermärkte, Internet Service Provider, Mobilfunkanbieter, Banken, Versicherungsgesellschaften, Kreditkarteninstitute, Reiseanbieter sowie Anbieter für Gas, Wasser und Elektrizität. Neben der Befragung von Konsumenten untersucht Group 1 Software außerdem die von repräsentativen Unternehmen in den verschiedenen Märkten verwendeten Mittel zur Kundenkommunikation.

Die Studie untersuchte die folgenden Punkte:

1.      Die jährliche Kundenverlustrate

2.      Die erwartete Kundenverlustrate für die kommenden 12 Monate

3.      Gründe für den Wechsel der Kunden

4.      Responsive Campaign Standards in Unternehmen der untersuchten Branchen, über Direct Mail, Direct E-Mail, Telemarketing und Cross-Selling oder Langzeitkampagnen über vorhandenen Kundenkommunikationsmittel (Rechnungen, Aufzeichnungen, Korrespondenz, etc)

5.      Verwendete Standards für Datenbank-Marketing und Analyse in Unternehmen der untersuchten Branchen 

Weitere Informationen, eine Zusammenfassung der Studienresultate sowie Grafiken stehen unter http://www.group1.de/html/news/presse/ zum Download bereit. 

 

_____________________________________________________________________

 

Virtuelle Kundenberatung punktet mit Kostenvorteilen

 

• Sparpotenziale moderner Internet-Lösungen werden nicht ausgeschöpft
• Online-Service günstiger als Telefon und Fax

Hamburg, 15. Januar 2008 – Fast jedes zweite Unternehmen der Internetwirtschaft in Deutschland verzichtet auf moderne Lösungen in der Kundenkommunikation. Insgesamt werden nicht einmal sieben Prozent aller eingehenden Kundenanfragen über Live-Chats, virtuelle Berater oder dynamische FAQ-Systeme bearbeitet. Stattdessen halten mehr als 80 Prozent an der personalintensiven Ansprache per Telefon, Fax oder E-Mail fest. Die Kommunikation über die etablierten Kanäle ist jedoch mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie »Multichannel-Management« des Softwareunternehmens novomind AG in Kooperation mit dem Fachmagazin Teletalk.

Neben dem persönlichen Gespräch vor Ort oder am Telefon kommen im Kundenservice vor allem die Kommunikationskanäle E-Mail und Fax zum Einsatz. Neun von zehn Internetfirmen nutzen die elektronische Post in der Kundenkommunikation. Erstaunlich: Bis zu einem Viertel aller Kundenanliegen werden noch immer per Fax bearbeitet.

In den kommenden Jahren werden auf immer mehr Unternehmenswebseiten virtuelle Agenten, dynamische FAQs und Live-Chats die Anfragen von Kunden beantworten. Die in der Studie fast 200 befragten Fach- und Führungskräfte erwarten, dass der Anteil der Internet-Dialoginstrumente im Kundenmanagement von derzeit sieben auf 17 Prozent steigen wird. Das hat vor allem Kostengründe. So schlagen Kundenanfragen über Online-Systeme durchschnittlich mit nur zehn Cent je Anfrage zu Buche. Wird eine Anfrage per E-Mail beantwortet, so steigen die Kosten für das Unternehmen bereits auf durchschnittlich fünf Euro. Beim Einsatz von Fax oder der telefonischen Betreuung liegen die Kosten pro Fall sogar bei sechs Euro.

Intelligente Weblösungen amortisieren sich so meist schon nach wenigen Monaten. Mit Hilfe dialogorientierter Online-Instrumente lassen sich aber nicht nur die Kosten der Kundenbetreuung senken. Gleichzeitig steigt mit der Betreuung im Internet auch die Zufriedenheit der Kunden, insbesondere im Vergleich zur Betreuung via E-Mail. So erhalten Internet-Lösungen bei hohen Anfragevolumen im Durchschnitt bessere Bewertungen als die zeitversetzte Kommunikation via E-Mail. Unternehmen, bei denen mehr als 800.000 Kundenanfragen pro Jahr eingehen, erledigen schon heute mehr Servicefälle über ihre Internetseiten als mit Hilfe von elektronischer Post oder Fax. Spätestens ab 50.000 Kundenanfragen pro Jahr verliert der Kommunikationskanal E-Mail merklich an Bedeutung. Um der Mail-Flut zu entrinnen, verlagern die Unternehmen ihre Kundenbetreuung zunehmend auf einen Mix aus Telefonhotline und Internet-Kommunikation. So lassen sich Anfragen schnell, effizient und serviceorientiert beantworten.

www.novomind.com

 

_____________________________________________________________________

Städte warten auf den Bund

E-Government: Fehlende Standards verzögern Serviceverbesserungen

 

In deutschen Städten gerät die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie ins Stocken. Zentrale Vorgaben des Bundes zu Abläufen und Technik fehlen. Insbesondere Großstädte bemängeln den Aufschub: Hier sieht jeder vierte Umsetzungsverantwortliche die fehlenden gesetzlichen und inhaltlichen Standards als Problem. Dadurch verzögern sich Projekte, mit denen die Kommunen ihre Attraktivität als Unternehmensstandort steigern möchten. Die EU-Dienstleistungsrichtlinie verpflichtet die Kommunen dazu, ihr Angebot an elektronischen Verwaltungsdienstleistungen zu erweitern und einen einheitlichen Ansprechpartner für Verwaltungsfragen zu schaffen. Dies ist ein Ergebnis der Studie Branchenkompass Public Services von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut.

In 88 Prozent der deutschen Großstädte und 71 Prozent der Mittelstädte (Einwohnerzahl zwischen 20.000 und 100.000) halten die verantwortlichen Verwaltungsentscheider die EU-Dienstleistungsrichtlinie für eine sinnvolle Neuerung. Zwei Drittel der Kommunen haben bereits mit der Einführung begonnen. Die Umsetzung wird jedoch dadurch aufgehalten, dass die Städte noch auf zentrale Vorgaben warten. Diese sind für die Harmonisierung der Verwaltungsstrukturen notwendig. So beklagt beispielsweise jeder fünfte Befragte das Fehlen von Bundesregeln zur Richtlinienumsetzung. Unter anderem verlangt die internationale Vorschrift, dass ein einheitlicher Ansprechpartner für Dienstleister eingerichtet wird, so dass diese nicht mehr mit mehreren Dienststellen zu tun haben. Hier fehlen vor allem noch technische Standards und Infrastruktureinrichtungen.

Die ausstehenden Fragen sollen erst im Laufe des Jahres 2008 in Arbeitskreisen und Modellversuchen geklärt werden. Zurzeit konkurrieren verschiedene Lösungsmodelle und Pilotprojekte. Während die vom Bund entwickelten E-Government-Portale und -Strategien BundOnline und Deutschland-Online bei mindestens vier von fünf Entscheidern bekannt sind, gibt es mit den Siegermodellen der Speyerer Qualitätswettbewerbe im Feld Electronic Government einen preisgekrönten Umsetzungsansatz, den nur ein Drittel der Befragten kennt. »Aufhorchen lässt das Ergebnis, dass gut jeder zehnte Kommunalentscheider von keinem einzigen der genannten E-Government-Modelle oder -Strategien weiß. Solche Entscheider sind vor allem in Mittelstädten zu finden, die noch keine Maßnahmen zur Realisierung der Richtlinie getroffen haben«, so Peter Krolle von Steria Mummert Consulting.

Hintergrundinformationen

Für den Branchenkompass Public Services 2007 informierten im Juni und Juli 2007 100 Top-Entscheider deutscher Groß- und Mittelstädte im Rahmen einer Befragung zu Maßnahmen und Strategien ihrer Kommunalverwaltungen in Bezug auf die EU-Dienstleistungsrichtlinie. Die Befragten sind in ihren Kommunen für die Umsetzung der Richtlinie verantwortlich. Die Marktforschungsgesellschaft forsa führte die Erhebung in Telefoninterviews durch. Daneben wurden Entscheider in den Landesregierungen mehrerer Länder telefonisch zur Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie interviewt.

Die EU-Dienstleistungsrichtlinie behandelt im Kern die Niederlassungsfreiheit von Dienstleistungsanbietern im gesamten Gebiet der Europäischen Union. Zur Vereinfachung der Freizügigkeit sind verschiedene Instrumente vorgesehen, um Ausländerdiskriminierung zu vermeiden und Verwaltungsprozesse zu vereinfachen. Hierzu gehört die Einrichtung eines einheitlichen Ansprechpartners, der für den Niederlassungswilligen alle Verwaltungsakte bündeln soll. Hier können Bundes-, staatliche, kommunale und berufsständische Zuständigkeiten betroffen sein. Zudem sollen die notwendigen Verwaltungsprozesse elektronisiert und auch aus der Ferne bedienbar sein. Mehrsprachigkeit der Verwaltungen ist eine weitere Forderung. Die Dienstleistungsrichtlinie befindet sich derzeit in der Bearbeitung beim Bundesinnen- und Bundeswirtschaftsministerium, um die notwendigen Gesetze und Richtlinien vorzubereiten.

 

_____________________________________________________________________

Fast die Hälfte der Angestellten erhält keine Gratifikation am Jahresende

Deutsche Firmen sind zurückhaltend bei Sonderzahlungen

 

Eschborn, 15. Januar 2008 – Es war ein gutes Jahr 2007 für die deutschen Unternehmen. Von konjunkturellem Aufschwung und Wirtschaftswachstum ist die Rede gewesen, von weniger Arbeitslosen und vielen neuen Aufträgen. Doch offenbar agieren viele Firmen noch vorsichtig und beteiligen die Mitarbeiter nicht immer an ihrem Erfolg: Fast 50 Prozent der Teilnehmer einer aktuellen Umfrage des Online-Karriereportals Monster gaben an, von ihrem Arbeitgeber keinerlei Sonderzahlung am Jahresende zu erhalten. Ein 13. Monatsgehalt bekommt lediglich ein Fünftel der Angestellten. Fast ebenso viele erhalten bei guten Geschäftsergebnissen einen Bonus.

 

Die Ergebnisse der Umfrage auf einen Blick:

Erhalten Sie am Ende des Jahres eine Sonderzahlung von Ihrem Unternehmen?

 

Nein, ich bekomme keinerlei Sonderzahlung.                         49% (516)

Ja, ich bekomme ein 13. Monatsgehalt                                  20% (215)

Bei guten Geschäftsergebnissen bekomme ich einen Bonus      19% (207)

Ja, ich bekomme ein 13. Monatsgehalt plus Bonus                  12% (124)

 

»Trotz des positiven Wirtschaftswachstums im vergangenen Jahr sind viele Unternehmen beim Thema Sonderzahlung noch zurückhaltend«, sagt Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide. »Entwickelt sich die deutsche Wirtschaft aber weiterhin so gut, könnten am Ende dieses Jahres möglicherweise mehr Angestellte am Gewinn ihrer Firmen beteiligt werden. Schließlich ist das für die Arbeitgeber auch eine Investition in die Zukunft, denn so etwas motiviert die Mitarbeiter für die weitere Arbeit.« Das haben einige Unternehmen bereits erkannt: Immerhin zwölf Prozent der Umfrageteilnehmer sagten, dass sie am Jahresende sowohl ein 13. Monatsgehalt als auch entsprechende Boni erhalten.

 

Sonderzahlungen und zusätzliche Monatsgehälter sind auch Thema im Karriere-Journal unter http://inhalt.monster.de/. Dort wird unter anderem in der Rubrik »Gehalts-Ratgeber« im Bereich »Praxis-Tipps« erläutert, warum das Weihnachtsgeld ein Auslaufmodell ist, und wie man als Berufseinsteiger trotzdem eine Sonderzahlung aushandeln kann – zum Beispiel mit einem leistungsbezogenen Bonus. Zudem können sich alle Interessierten zu diesem und weiteren Themen in der Monster-Community unter http://foren.monster.de/ mit anderen Nutzern austauschen.

 

_____________________________________________________________________

Führende Intranets zeigen geänderte Schwerpunkte im Wissensmanagement

Die zehn besten Intranets der Welt

 

München/London, 11. Januar 2008 - Intranets spielen schon seit mehreren Jahren eine wichtige Rolle für das Wissensmanagement - sei es in ihrer Funktion als Daten-Repository oder als Informationsplattform. Das im Bereich Anwendererfahrung (‚User Experience') tätige Marktforschungsunternehmen Nielsen Norman Group lokalisierte jetzt im Rahmen seines achten jährlichen Intranet-Design-Wettbewerbs neue Entwicklungstrends für die Gestaltung von Intranets: Führende Intranets gehen mittlerweile über die genannten Funktionen weit hinaus und verlagern ihren Schwerpunkt immer mehr von der Information hin zum Menschen. Die Erkenntnis, dass das Wissen bei den Menschen selbst zu finden ist, hat dazu geführt, den Schwerpunkt der Gestaltung heute auf geeignete Verfahren zu legen, die - statt auf Daten - direkt auf Menschen zugreifen, um das benötigte Know-how aufzubauen.

»Es ist heute schon selbstverständlich, dass im Intranet eines Unternehmens grundlegende Dinge vorhanden sind, wie etwa ein Verzeichnis der Mitarbeiter«, erklärt Usability-Experte Jakob Nielsen, Principal, Nielsen Norman Group. »Neu ist dagegen die Raffinesse und Professionalität, mit der dies von den Unternehmen realisiert wird, um den Nutzen weiter zu erhöhen. Im Falle der genannten Verzeichnisse bedeutet dies, dass nicht nur der Name, die Funktion und die laufende Nummer der Mitarbeiter angegeben werden, sondern z. B. auch die jeweiligen Fachkenntnisse.«

Die bei dem diesjährigen Wettbewerb ermittelten zehn besten Intranets der Welt liefern zahlreiche Beispiele für diesen und andere Trends in der Intranet-Gestaltung. Sie werden ausführlich in dem 365 Seiten starken Report der Nielsen Norman Group mit dem Titel »Intranet Design Annual 2008: The Year's 10 Best Intranets«, beschrieben, verfasst von Kara Pernice (Director of Research), dem Firmen-Mitbegründer Jakob Nielsen sowie Patty Caya (Researcher).

Die zehn Unternehmen mit den besten Intranets kommen aus sechs verschiedenen Ländern und beschäftigen zwischen 200 und 200.000 Mitarbeiter. Dies sind, in alphabetischer Reihenfolge:

Bank of America (US);

Bankinter S.A. (Spanien);

Barnes & Noble (US);

British Airways (UK);

Campbell Soup Company (US);

Coldwell Banker Real Estate Corporation (US);

IKEA North America Service, LLC, (US);

Ministry of Transport (New Zealand);

New South Wales Department of Primary Industries (Australien);

SAP AG (Deutschland).

Kara Pernice, Director of Research, Nielsen Norman Group, kommentiert: »Die herausragenden Intranets in diesem Jahr enthielten alle grundlegenden Merkmale, präsentierten diese jedoch besser als je zuvor. Das Qualitätsniveau ist definitiv gestiegen. Dies wird durch einen anderen wichtigen Trend unterstützt: Die Intranets haben heute eher eine gemeinsame, gut strukturierte Informationsarchitektur mit einem einheitlichen Seitendesign. Dies war in den vergangenen Jahren noch heftig umstritten, wobei die einzelnen Abteilungen ihre Unabhängigkeit und das »Recht« auf eine eigene, gewöhnlich weniger gut gelungene Gestaltung verteidigten.«

Weitere Trends die im Rahmen des »2008 Intranet Design Annual«-Wettbewerbs der Nielsen Norman Group ermittelt wurden:

  • Unternehmensnachrichten: Die besten Intranets räumen Unternehmens- und Branchennachrichten viel Platz auf der Homepage ein und investieren einen erheblichen Aufwand in die Bearbeitung und Pflege ihrer News-Bereiche.
  • Schwerpunkt Produktivität: Viele der wichtigsten Merkmale der preisgekrönten Intranets unterstützen direkt die tägliche Arbeit. Dies kann durch fortschrittliche Applikationen oder mit kleineren Tools erreicht werden, z. B. mit einem Formular zur Reservierung eines Firmenfahrzeugs für Außentermine.
  • Personalisierung: Die Organisationen gehen zunehmend dazu über, ihre Intranets stärker zu personalisieren, so dass die Informationen gemäß dem Bedarf der einzelnen Mitarbeiter entweder direkt angeboten werden oder verborgen bleiben.

Der Report »Intranet Design Annual 2008: The Year's Ten Best Intranets« mit ausführlichen Fallstudien der zehn Gewinner steht für 198 US-Dollar zum Download von der Website der Nielsen Norman Group zur Verfügung: http://www.nngroup.com/reports/intranet/design

 

_____________________________________________________________________

 

 

 

Folgen Sie »manage it«

auf Google+


 


 


 

 

 
Copyright © 2003-2012  ap Verlag GmbH