Trend Maerz - April 2008

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Inhalt

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IT-Trends 2008: Portale, CRM, Mobility und Business Intelligence sind Investitionsbereiche der Zukunft

ERP-Trends

Green-IT: Kunden zu Mehrausgaben bereit

Europäische Unternehmen streben nach höherer Energieeffizienz bei PCs

US-Studie belegt: Widescreen Monitore steigern die Produktivität im Unternehmen

PC Market Is Expected To Continue Double-Digit Growth

VoIP stärker in die Unternehmen

SOA-Plattform gestartet

Fünf Punkte für Web 2.0 in Unternehmen

Die Adoption von IT-Sicherheit in Großunternehmen und KMUs

So fühlen sich deutsche Arbeitnehmer/innen an ihrem Arbeitsplatz:

Grüne IT gerne – aber wie?

RFID – Status und Trends

Nachfrage nach Unified Communications verleiht VoIP Aufwind

Finanzdienstleister und das Gesundheitswesen sind führend im Innovationsmanagement

Studie zum IPTV- und Mobile TV-Markt

Strategien der Start-Ups

Unternehmens-IT mit neuen Herausforderungen

10 Top-Trends im Identity Management

Mobile Sicherheit: Nutzer treffen keine Vorsichtsmaßnahmen

Software-Outsourcing: Deutsche schlagen USA um Längen

Deutsche IT-Freiberufler bleiben finanziell weiter obenauf

»Mein ERP-Anbieter bleibt mein ERP-Anbieter«

E-Communities auf der Überholspur

Managed Security Services: Sicherheit per Mietvertrag

Speichervirtualisierung

Telearbeit setzt sich durch

CRM wird virtuell

Markt für Virtualisierung und flexible Preismodelle zieht an

Neue Geschäftsmodelle im mobilen Internet

Lokalisierte Computerviren auf dem Vormarsch

Neben Telefonie und SMS entdecken die Deutschen zunehmend das mobile Internet für sich

Mangelhaftes Anforderungsmanagement bei den IT-Services

Business Intelligence im Handel

Microsoft adressiert mit Software-plus-Service-Strategie den europäischen Massenmarkt

 

 

 

 

IT-Trends 2008: Portale, CRM, Mobility und Business Intelligence sind Investitionsbereiche der Zukunft

IT-Leiter im Spagat zwischen Technik-Dienstleister und Partner des Managements

Berlin, 4. März 2008 – IT-Funktionen rund um Portale, Kundenbeziehungsmanagement und Mobillösungen werden in den nächsten fünf Jahren mehrheitlich Budgetzuwächse verzeichnen können. Dies gilt auch für Business Intelligence, also die IT-gestützte Aufbereitung von Geschäftsdaten. Auf der aktuellen Agenda 2008 der IT-Leiter stehen jedoch andere Themen an der Spitze: IT-Security und IT-Infrastruktur/IT-Servicemanagement. Letzteres muss sich allerdings trotz der derzeit hohen Bedeutung in den nächsten Jahren mit kleiner werdenden Budgets begnügen. Investiert wird nur noch, um Kosten zu senken. Business Intelligence folgt auf der Agenda auf Platz drei und kann damit sowohl bei der aktuellen Aufmerksamkeit punkten als auch bei den künftigen Budgets. Das zeigt die aktuelle Ausgabe der IT-Trends Studie des Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmens Capgemini. Für die Ausgabe 2008 der jährlichen Untersuchung wurden knapp 100 Großunternehmen aus dem deutschsprachigen Raum befragt.

Kostendruck zu Lasten von Innovationen

Die IT-Leiter gehen mit insgesamt leicht steigenden Budgets in das Jahr 2008, aber für Innovationen steht immer weniger Geld zur Verfügung. Die Quote sinkt und liegt inzwischen bei 22 Prozent, so dass Neuerungen durch Einsparungen an anderer Stelle finanziert werden müssen. »Wer die Innovationskraft der IT nutzen will, muss das auch bei den Ausgaben angemessen berücksichtigen. Sparen ist die eine Sache, gezielte Investitionen sind die andere«, so Martin Bettels, Vice President bei Capgemini und Verantwortlicher für die Studie.

Spagat zwischen internem Dienstleister und Partner des Managements

Seit einigen Jahren wird immer wieder die notwendige Orientierung der IT-Abteilung hin zu den Geschäftseinheiten propagiert. Die Antworten auf die Frage »welche Rolle soll der IT-Leiter zukünftig in Ihrem Unternehmen einnehmen« unterstreichen das: die Rubrik »Business Partner des Managements« wird von fast 90 Prozent der befragten IT-Leiter genannt. Ihr derzeitiger Status sieht jedoch immer noch anders aus. Knapp 80 Prozent sehen sich heute als IT-Dienstleister, nur 50 Prozent als Business Partner. »Die IT Leiter sind immer noch tief im Tagesgeschäft gefangen und müssen sich gleichzeitig bedingt durch die Industrialisierung zu einem Generalunternehmer in Sachen IT entwickeln. Für diesen Veränderungsprozess müssen Know-how und Zeit vorhanden sein«, so Bettels.

Fertigungstiefe sinkt geringer als erwartet

Der Anteil der im eigenen Haus erbrachten IT-Leistungen wird den aktuellen Daten zufolge weniger stark sinken als in den vergangenen Jahren prognostiziert. Am stärksten lagern die Unternehmen die Softwareentwicklung aus. Hier sinkt der Eigenfertigungsanteil in den kommenden fünf Jahren von einem heute schon niedrigen Niveau von 32 Prozent auf 25 Prozent. Bei der Infrastruktur und den Anwendungen nimmt die Fertigungstiefe von heute etwa 50 Prozent auf 37 beziehungsweise 44 Prozent ab. Einzig bei den Geschäftsprozessen ist ein gegenläufiger Trend festzustellen: der Eigenanteil steigt in den kommenden Jahren wieder. Martin Bettels schlussfolgert: »Die Industrialisierung der Informationstechnologie ist auf einem guten Weg. Ein Vorbild in Punkto Fertigungstiefe und Prozesssteuerung könnte die Automobilindustrie sein, die inzwischen mit ihren Zulieferern ein nahezu perfektes Netzwerk bildet.«

SOA wird erwachsen

Nach Jahren einer technischen Debatte um Service-orientierte Architekturen (SOA) nimmt nun die geschäftliche Dimension zu. Vor allem die »höhere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an neue Anforderungen« wird von den befragten IT-Leitern als Motivation für den Einsatz von SOA betont (95 Prozent). Die Flexibilität erstreckt sich auch auf die Ebene der Integration von Standard- und Individualsoftwarekomponenten. Mehr als 50 Prozent sehen durch SOA die Chance, sich unabhängiger von den Standardprodukten zu machen und Spezial- oder Branchenlösungen wie auch Individualsoftware leichter integrieren zu können. »Der Nutzen von Standardsoftware wird damit wieder individueller«, fasst Martin Bettels von Capgemini zusammen.

http://www.de.capgemini.com

 


 

ERP-Trends

14.3.2008 - In den nächsten drei bis fünf Jahren stehen für die Global 2000 Unternehmen signifikante Änderungen ihrer (Standard)-ERP-Systeme an. Diese sind vorrangig auf die Entwicklungen auf der Anbieterseite zurückzuführen. Viele Anwender setzen heute Businessapplikationen von Unternehmen ein, die in den vergangenen Jahren von einem Wettbewerber übernommen worden sind. Zudem schreitet die technologische und funktionale Entwicklung bei Businessanwendungen und der darunter liegenden Middleware / Architektur rasch voran.

Grundlegende ERP-Trends sind:

  • Weitere Anbieterkonsolidierung: Oracle wird nach Einschätzung der Experton Group seine Akquisitionsstrategie weiterhin fortsetzen. Der Anbieter hat in den vergangenen Jahren mehr als 25 Unternehmen gekauft und dafür ca. 20 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Auch nach der Übernahme eines Tier-One-Anbieters (Business Objects) wird die SAP ihr Portfolio weiterhin durch (kleinere) Zukäufe erweitern. Auch bei mittelgroßen und kleinen ERP-Anbietern ist das Konsolidierungspotenzial noch nicht ausgereizt.
  • Konvergenz von ERP-Systemen innerhalb von SOA, Standard-basierter Middleware und BPM: Die Anbieter treiben den Umbau ihrer Angebote in Richtung SOA und Geschäftsprozessplattformen weiter voran. Auf der anderen Seite entstehen schlagkräftige Angebote, die SOA und BPM miteinander stärker verzahnen (z.B. die Übernahme von webMethods durch die Software AG).
  • Erweiterung der Partner-Ökosysteme: Die Tier-One-ERP-Anbieter treiben den Ausbau ihrer Partnerlandschaften ebenso voran wie die Tier-Two- und die Tier-Three-Anbieter. Der erfolgreiche Ausbau der Partnerlandschaften wird künftig ein wesentliches Erfolgkriterium für die meisten ERP-Anbieter sein.
  • Mehr Software as a Service (SaaS)-Angebote: Nachdem SaaS-Modelle vorrangig für CRM zur Verfügung standen, sind nun auch Angebote in der klassischen ERP-Domäne vorhanden. Hierbei bieten immer mehr Anbieter Lösungen an. Seitens der Anwender ist heute eine steigende Nachfrage für SaaS zu verzeichnen.
  • Wachsender Stellenwert von Open-Source-Lösungen: Open-Source-basierte Standardanwendungen (ERP, CRM, Groupware) verfügen heute über eine ausreichende Marktreife. Die Marktdurchdringung ist freilich noch sehr gering.

www.experton-group.de

 


 

Green-IT: Kunden zu Mehrausgaben bereit

03.03.2008 - Nachdem auch die CeBIT einen eigenen Schwerpunkt Green-IT angekündigt hat, könnte sich der Trend auch in Deutschland etablieren. Doch die Käufer wollen Details, keine Schlagworte. Die Mehrheit der Konsumenten würde für umweltfreundliche Computer, Fernseher oder Mobiltelefone bis zu zehn Prozent mehr bezahlen als für herkömmliche Geräte. 57 Prozent der Befragten zeigten sich dazu in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von (http://www.pwc.com) PricewaterhouseCoopers (PwC) bereit. Mehr Geld für umweltfreundliche Technik würden grundsätzlich knapp drei von vier Befragten (72 Prozent) ausgeben. Dabei hängt die Zahlungsbereitschaft zwar vom verfügbaren Haushaltseinkommen ab, doch auch zwei Drittel der Geringverdiener mit einem Nettoeinkommen von weniger als 1.000 Euro im Monat wären zu einem Umwelt-Aufschlag bereit. Ein Aufpreis von bis zu fünf Prozent ist für gut jeden vierten Konsumenten die Obergrenze. Vor allem Geringverdiener wollen oder können nur einen geringen Aufpreis zahlen. So würden 43 Prozent mit einem Nettoeinkommen zwischen 1.000 und 1.500 Euro maximal fünf Prozent mehr für ökologische Nachhaltigkeit ausgeben, während dies nur für 17 Prozent der Befragten mit einem Haushaltseinkommen zwischen 2.000 und 2.500 Euro die Obergrenze wäre. Überdurchschnittlich viel Geld für positive Umwelteigenschaften würden Schüler investieren:

Immerhin 14 Prozent wären zu einem Aufpreis von bis zu 20 Prozent bereit, mehr als zwei Drittel (68 Prozent) akzeptieren einen Aufschlag von maximal zehn Prozent. Mit dem von der Industrie geprägten Begriff »Green-IT« kann jedoch kaum ein Verbraucher etwas anfangen: Nur sechs Prozent der Befragten glauben zu wissen, was sich hinter dem Schlagwort verbirgt. Für umweltfreundliche Elektronik- und IT-Produkte gebe es offensichtlich ein großes Marktpotenzial, bilanziert Michael Werner von PwC Deutschland.

Allerdings akzeptierten Kunden nur dann einen Aufpreis, wenn sie die vom Hersteller angepriesenen positiven Eigenschaften anhand genauer Angaben zu Stromverbrauch und den verwendeten Materialien nachvollziehen können. Ein nicht genauer definiertes Öko-Label auf PCs und anderen Geräten werde als Kaufargument allein kaum ausreichen, glaubt Werner.

http://www.ecin.de

 


Europäische Unternehmen streben nach höherer Energieeffizienz bei PCs

80 % der deutschen IT-Manager sind bereit, höhere Preise für energieeffiziente Produkte zu zahlen

Die meisten IT-Manager sind mit den existierenden Umweltgesetzen nicht vertraut

Stuttgart, 25.02.2008 – Eine von Lenovo und AMD durgeführte Studie hat ergeben, dass die meisten europäischen IT-Manager über ein durchaus stark ausgeprägtes Umweltbewusstsein verfügen und der Wunsch nach energieeffizienten Technologien weit verbreitet ist. Die überwältigende Mehrheit (82 %) der befragten IT-Manager wäre nach eigener Aussage bereit, höhere Preise für energieeffiziente Produkte zu zahlen.

Diese Aussage beruht aber größtenteils auf der falschen Annahme, dass der Einsatz umweltfreundlicher Produkte mit höheren Investitionskosten verbunden ist. Tatsächlich sind energieeffiziente PCs in der Anschaffung nicht zwangsläufig teurer als herkömmliche Geräte. Bestes Beispiel hierfür ist der Lenovo ThinkCentre A61e PC mit seinem kompakten Gehäuse. Dieser ist mit der EPEAT-Goldmedaille für Desktop-PCs ausgezeichnet und wahlweise mit energieeffizienten AMD Athlon™ Dual-Core- oder AMD Sempron™ Einzel-Core-Prozessoren ausgestattet.

Die Mehrheit (60 %) der befragten IT-Manager gab weiter an, derzeit keine energieeffizienten und EPEAT-zertifizierten PCs einzusetzen, da erst ab Juni 2006 die EPEAT-Registrierung verfügbar gewesen sei. Viele der eingesetzten PCs wurden aber vor mehr als drei Jahren angeschafft und werden nun nach und nach durch neue Geräte ersetzt.  So setzen in Deutschland 50 % der IT-Manager nicht-EPEAT-konforme oder nicht-energieeffiziente PCs ein. In Großbritannien und Nordirland (65 %) sowie in Frankreich (66 %) sind diese Zahlen geringfügig höher.

Gefragt nach Funktionalität, Preis, Energieeffizienz, Design oder Markenname, nannten die Befragten europaweit mehrheitlich die Funktionalität als wichtigsten Entscheidungsfaktor beim Kauf eines PCs. 

  • In Deutschland wählten 54 % der IT-Manager die Funktionalität als das Top-Kriterium bei der Kaufentscheidung. Auf Platz 2 folgt mit 24 % - wenig überraschend - der Preis.
  • In Großbritannien und Nordirland entfielen 53 % auf die Funktionalität. Die Befragten legen keinen besonders großen Wert auf Markennamen, und auch das Design spielt eine eher untergeordnete Rolle.  31 % würden sich jedoch bei einem attraktiven Preisangebot schneller zum Kauf entschließen.
  • Französische IT-Manager zeigten sich geringfügig markentreuer und legen auch etwas mehr Wert auf gutes Design. Dennoch votierten auch hier 34 % der Befragten für Funktionalität als wichtigsten Faktor bei der Kaufentscheidung. Der Preis wurde von 32 % der Befragten als wichtigster Faktor bei der Investitionsentscheidung für PCs genannt.

Sowohl Lenovo als auch AMD sehen es als ihre Pflicht an, ihren Kunden sichere, innovative und energieeffiziente Computerlösungen anzubieten. Die Entwicklung des Lenovo ThinkCentre A61e-Desktops stellt hierbei einen wichtigen Schritt dar. Milko van Duijl, Präsident von Lenovo EMEA und Senior Vice President von Lenovo, erklärt, dass durch die Partnerschaft seines Unternehmens mit AMD die Messlatte für die Entwicklung von PCs mit innovativem Design und einer hohen Energieeffizienz sehr hoch liege. »Umweltverträglichkeit ist am heutigen Markt ein zentraler Erfolgsfaktor und bringt spürbare wirtschaftliche und funktionale Vorteile mit sich, von denen die Kosteneinsparungen nur der offensichtlichste sind. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, unseren Kunden mit unseren Produkte eine Möglichkeit zu bieten, ihr wachsendes Umweltengagement praktisch umzusetzen.«

AMDs Chefstratege Larry Vertal ergänzt, dass Lenovo und AMD die Bedeutung der Energieeffizienz als Schlüsselfaktor für unternehmerischen Erfolg sehr früh erkannt haben. »Wir haben verstanden, dass wir energiesparende Produkte entwickeln müssen, weil unser eigenes Geschäft und der Erfolg unserer Kunden langfristig davon abhängen.«

An der Umfrage, die im Januar 2008 im Auftrag der beiden Unternehmen durch Red Shift durchgeführt wurde, nahmen über 600 CIOs und IT-Manager mittelständischer Unternehmen (500-2.500 Mitarbeiter) aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland teil.

 http://www.lenovo.de

 


 

US-Studie belegt: Widescreen Monitore steigern die Produktivität im Unternehmen

München/Chicago, 13. März 2008 - NEC Display Solutions of America veröffentlicht die Ergebnisse einer Produktivitätsstudie von Widescreen Monitoren. Für die Studie verantwortlich zeigte sich Dr. James A. Anderson, Professor für Kommunikation an der University of Utah. Ziel der Untersuchung war es, zu verdeutlichen, wie sich die Displaygröße auf die Arbeitsweise von Mitarbeitern in Unternehmen auswirkt. Bei Anwendern, die täglich lange Zeit vor dem PC verbringen, wurden signifikante Steigerungen der Produktivität von bis zu 52 Prozent festgestellt. So wurden etwa Aufgaben, für die User an 19-Zoll Standard-Format Bildschirmen acht Stunden benötigten, mit einem Wide-Format Display in fünfeinhalb Stunden erledigt.

Untersucht wurde das Arbeitsverhalten unter anderem nach dem Tausch von der klassischen Ein-Monitor-Lösung im 18-/19-Zoll Standard-Format zu einem 24-Zoll Wide Bildschirm. Bei dieser Umstellung zeigten sich Verbesserungen der Produktivität um bis zu 52 Prozent. Hier reduziert sich die für eine Aufgabe notwendige Arbeitszeit von acht auf fünfeinhalb Stunden. Die jährliche Zeitersparnis beträgt somit 76 Tage.

Eine signifikante Verbesserung um 44 Prozent wird auch beim Vergleich der Produktivität bei der Arbeit an 19-Zoll Einzel-Lösungen zu 20-Zoll Dualscreen-Lösungen festgestellt. Dualscreen-Lösungen mit 20-Zoll Displays zeigten sich in der Studie als die effektivere Anwendung - die Produktivität steigt hier um 12 Prozent.

Insgesamt kam die Studie zu dem Ergebnis, dass sich einzelne Wide-Format Lösungen ab 20-Zoll in der Regel für Textanwendungen besser eignen. Dualscreen-Lösungen dagegen sind eher für Tabellen-Anwendungen von Vorteil. Hier schnitten die Lösungen mit 20-Zoll Displays im Vergleich zu 24- und 26-Zoll Bildschirmen am besten ab.

Darüber hinaus erlaubt die Arbeit mit Wide-Format Displays auch weniger geübten Anwendern, ihre Leistungen sowohl bei Text- als auch bei Tabellenaufgaben zu verbessern. Aber auch erfahrene User legten mit Bildschirmen im Wide-Format eine bessere Performance an den Tag als mit konventionellen 19-Zoll Formaten.

»Unsere Analyse hat gezeigt, dass mit Wide-Format- oder auch Dualscreen- Lösungen enorme Kosteneinsparungen möglich sind. Die Menschen arbeiten schneller, sicherer und produktiver«, erklärt Dr. James A. Anderson, Professor für Kommunikation an der Universität Utah und Leiter der Studie.

Die Ergebnisse der Untersuchung können darüber hinaus auch auf Arbeitsumgebungen übertragen werden, in denen vorwiegend Notebooks eingesetzt werden. In immer mehr Unternehmen ersetzen Notebooks heute bereits die klassischen PCs. Ein Bildschirm in Wide-Format als Zweitmonitor zum Notebook bewirkt gleichfalls eine Steigerung der Produktivität. Die Teilnehmer der Studie bevorzugten die Wide-Format Displays sowohl in Einzel- als auch in Dualscreen-Anwendungen, da sie mehr Bildfläche bieten, einfacher in der Handhabung sind und weil sich die Arbeit mit ihnen effektiver und schneller erledigen lässt.

»Fest steht, dass das Widescreen Format eine enorme Auswirkung auf die Produktivität im Unternehmen hat«, sagt Peter Kroyer, Vice President Marketing, Product & Solution Management, NEC Display Solutions. »Ein Unternehmen mit beispielsweise 250 Mitarbeitern, das 24- bis 26-Zoll Wide-Format Displays einführt, könnte eine Produktivitätssteigerung von 19.000 Arbeitstagen pro Jahr erreichen«, so Kroyer.

Die aktuelle Studie wurde im August 2007 mit 100 Teilnehmern erstellt. In die Untersuchung einbezogen wurden Display-Konfigurationen von Ein- und Zwei-Monitor-Lösungen in 20-Zoll Wide sowie Einzellösungen von LCD-Displays in 24- und 26-Zoll Wide. Untersucht wurden sowohl Text- als auch Tabellenapplikationen. Genau analysiert wurden der nötige Zeitaufwand zur Bewältigung einer Aufgabe, die Leistungsqualität sowie die von Probanden bevorzugte Monitor-Lösung. Die Untersuchung berücksichtigt zudem auch die Ergebnisse einer bereits vorliegenden Studie von der Universität Utah mit ATI und NEC Display Solutions aus dem Jahr 2003, die Multi-Monitor-Lösungen mit Einzellösungen in 19-Zoll verglich.

Mehr Informationen sowie die umfassende Studie erhalten Sie bei der NEC Display Solutions Europe GmbH.

www.nec-display-solutions.com


 

PC Market Is Expected To Continue Double-Digit Growth

FRAMINGHAM, Mass., March 12, 2008 – Worldwide PC shipments are projected to grow by 12.8% in 2008 to reach 302 million units, according to IDC's Worldwide Quarterly PC Tracker. Growth will continue at above 11% in 2009 followed by high single-digit growth through 2012, boosting annual shipments to over 426 million in 2012. Overall volume growth, combined with a steady transition to Portable PCs, which generally cost more than Desktops, will help offset falling average prices. The total value of PC shipments is projected to grow by 7.4% in 2008 to nearly $280 billion. Shipment value will continue to grow by roughly 4% annually from 2009 through 2012, reaching nearly $330 billion by 2012.

Portable adoption remains the primary driver in all regions, nearly matching record quarterly growth in Q3 2007, and record annual growth in 2005. Increases of more than 50% in Asia/Pacific (excluding Japan) and Rest of World helped boost these regions to more than 36% of Portable volume, while the United States and Western Europe saw growth above 20% and continue to account for more than 50% of Portable volume.

»The deteriorating economic environment can certainly put a damper on PC growth,« said Loren Loverde, director of IDC's Worldwide Quarterly PC Tracker. »However, fourth quarter growth was the fastest since mid 2005 and we should see continued Portable adoption and PC acquisition by both Commercial and Consumer segments. Replacements in mature regions supported by ongoing rapid growth in new users in emerging regions will add to pervasive technology evolution and falling prices to sustain growth.«

»Lower cost consumer notebooks continue to drive PC market growth in all regions around the world,« said Bob O'Donnell, vice president for Clients and Displays. »Consumers are increasingly seeing notebooks as essential personal communication and information gathering tools and we expect that will continue to drive growth and higher PC penetration ratios for several years to come.«

 

PC Shipments By Region And Form Factor (in Millions), 2007-2012

Region

Form Factor

2007

2008*

2009*

2010*

2011*

2012*

USA

Desktop & x86 Server

37.0

35.3

33.7

32.2

31.0

29.3

 

Portables

30.0

36.3

41.7

47.1

52.4

55.8

 

Total

67.0

71.7

75.4

79.4

83.4

85.1

               

International

Desktop & x86 Server

122.7

130.4

137.7

145.3

153.0

160.4

 

Portables

77.9

100.0

122.3

143.3

161.9

180.5

 

Total

200.6

230.3

260.0

288.6

314.9

340.9

               

Worldwide

Desktop & x86 Server

159.7

165.7

171.4

177.6

184.1

189.7

 

Portables

108.0

136.3

164.0

190.4

214.3

236.4

 

Total

267.7

302.0

335.4

368.0

398.3

426.1

*Forecast data

Source: IDC Worldwide Quarterly PC Tracker, March 2008

 

PC Shipment Growth By Region And Form Factor, 2007-2012

Region

Form Factor

2007

2008*

2009*

2010*

2011*

2012*

USA

Desktop & x86 Server

-2.8%

-4.6%

-4.7%

-4.3%

-3.7%

-5.6%

 

Portables

23.6%

21.0%

14.8%

13.1%

11.1%

6.6%

 

Total

7.5%

6.9%

5.2%

5.3%

5.1%

2.1%

               

International

Desktop & x86 Server

7.3%

6.3%

5.6%

5.6%

5.3%

4.8%

 

Portables

38.2%

28.3%

22.4%

17.1%

13.0%

11.5%

 

Total

17.5%

14.8%

12.9%

11.0%

9.1%

8.3%

               

Worldwide

Desktop & x86 Server

4.8%

3.8%

3.4%

3.6%

3.7%

3.1%

 

Portables

33.8%

26.2%

20.3%

16.1%

12.5%

10.3%

 

Total

14.8%

12.8%

11.1%

9.7%

8.3%

7.0%

 

*Forecast data

Source: IDC Worldwide Quarterly PC Tracker, March 2008

Taxonomy Note: PCs include Desktop, Notebook, Ultra Portable, and x86 Server and do not include handhelds.

IDC's Worldwide Quarterly PC Tracker gathers PC market data in 55 countries by vendor, form factor, brand, processor brand and speed, sales channel and user segment. The research includes historical and forecast trend analysis as well as price band and installed base data.

For more information, or to subscribe to the research, please contact Kathy Nagamine at 650-350-6423 or knagamine@idc.com.

 


 

VoIP stärker in die Unternehmen

11.03.2008 - Wer alle Kommunikationskanäle vernetzen möchte, braucht auch VoiP. Die meisten deutschen Unternehmen haben das noch nicht wirklich realisiert. Voice-over-Internet-Protocol (VoIP) ist noch nicht wirklich in den deutschen Unternehmen angekommen. Einer Studie der Berater von (http://www.berlecon.de/) Berlecon Research zufolge setzen weniger als die Hälfte aller deutschen Unternehmen bisher VoIP-Technologien ein oder haben konkrete Pläne zur Einführung. Für die Studie wurden 150 ITK-Entscheider in deutschen Unternehmen zu ihren Anforderungen und Plänen im Zusammenhang mit IP-basierten Kommunikationstechnologien befragt. Demnach hält die überwältigende Mehrheit der CIOs die Integration verschiedener Kommunikationskanäle und deren Einbindung in Office-Anwendungen in ihrem Unternehmen für sinnvoll. Doch eine Voraussetzung für Unified-Communications (UC) ist die Einführung von VoIP. Hier wird ein Widerspruch deutlich:

Obwohl die VoIP-Durchdringung in den deutschen Unternehmen so gering ist, erachten drei Viertel der Befragten die UC-Funktionalitäten als wichtigen Wertbeitrag für ihr Unternehmen. Darüber hinaus wünschen sich die Unternehmen eine bessere Unterstützung mobiler Mitarbeiter durch Unified-Communications. Man gehe deshalb davon aus, dass die offensichtliche Nachfrage nach Unified-Communications-Funktionalitäten dem Vertrieb von VoIP-Technologien einen kräftigen Schub verleihen werde, erklärt Philipp Bohn Berlecon. Davor müsse man allerdings die Sicherheitsbedenken der Unternehmen aus dem Weg räumen.

http://www.ecin.de

 


 

SOA-Plattform gestartet

06.03.2008 - Auf der CeBIT wurde eine Informationsseite zu serviceorientierten Architekturen vorgestellt. Die Hoffnung ist, den Markt in Deutschland zu stärken und so Prognosen spätestens 2010 eintreffen zu lassen. In deutschen Unternehmen vollzieht sich der aktuelle Paradigmenwechsel hin zu serviceorientierten Architekturen (SOA) langsamer als in anderen Ländern. Das konstatiert der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) anlässlich des Starts seiner Informationsplattform (http://www.SOA-Know-How.de) SOA-Know-How.de zu diesem Thema. Zum einen seien deutsche Unternehmen traditionell zurückhaltend bei der Einführung neuer IT-Technologien. Zum zweiten fehle den Anwendern häufig das grundlegende Verständnis des SOA-Konzepts. Dabei hatte eine BITKOM-Prognose 2006 ergeben, dass sich in Deutschland aktuell etwa 50 Prozent der Anwenderunternehmen mit SOA beschäftigen. Der Umsatz in Deutschland sollte von 250 Millionen Euro im Jahr 2006 auf fast zwei Milliarden Euro im Jahr 2010 steigen. In einem Gemeinschaftsprojekt haben 19 SOA-Anbieter die webbasierte Informationsplattform entwickelt, die unter der Regie des BITKOM läuft und die anlässlich der CeBIT vorgestellt worden ist. Die Plattform soll die Anwender mit aktuellen Informationen und Tipps beim Umbau ihrer IT unterstützen. Sie werde das SOA-Verständnis auf Kundenseite verbessern und die Diskussion um SOA versachlichen, kündigte Karl-Heinz Streibich für das BITKOM-Präsidium an. Mit der Web-Plattform wollen die Hersteller potenziellen Interessenten das Konzept SOA über Herstellergrenzen hinweg verständlich machen. Zudem soll die Plattform ein Diskussionsforum für Anwender, Anbieter und Forschung bieten und so Berührungsängste abbauen.

http://www.ecin.de

 


 

Fünf Punkte für Web 2.0 in Unternehmen

07.03.2008 - Diese fünf Punkte sollten Organisationen beherzigen, wenn sie Social-Software einsetzen: Grundlegendes beobachten, Zeit in den Aufbau investieren, keine Vergleich mit kommerziellen Angeboten wagen, schlechtes Verhalten unterbinden und die Produktivität erhalten. Die Diskussion um Chancen und Risiken von Web 2.0-Technologien in Unternehmen ist schon etwas älter. Nach Meinung der Marktforscher von (http://www.gartner.com) Gartner hat sich die Lage für die Firmen aber verändert - zumindest für solche, die Web 2.0 ignorieren: Denn man sollte nicht den Fehler begehen, Web 2.0 nicht in Betracht zu ziehen. Im »Notfall« behelfen sich die Mitarbeiter selber und greifen dann auf Privatnutzerprogramme zurück - was potenziell viel mehr Risiken berge als gar kein Web 2.0. Gartner formuliert deshalb fünf Hauptherausforderungen für Unternehmen in Bezug auf Social-Software.

Erstens sollten Firmen soziale Software grundlegend untersuchen und zur Not abwartend behandeln. Denn abwarten heißt nicht ignorieren.

Zweitens sollten Unternehmen nicht einfach nur die Anwendungen 2.0 bereitstellen, sondern auch Zeit und Kraft in grundlegendes Verständnis, Design, Wachstum und Pflege der Anwendungen investieren.

Drittens sollte man die Aufregung um Fehltritte von Facebook, MySpace und YouTube nicht überbewerten, denn professionelle Web 2.0-Anwendungen werden nicht von einer großen Öffentlichkeit genutzt und sind auch nicht auf Werbeeinnahmen angewiesen.

Viertens sollten Unternehmen auch schlechtes Verhalten in ihren Reihen erwarten. Dagegen helfen weniger sorgfältig ausgearbeitete Regeln, als vielmehr wachsame Mitarbeiter, solche, die einfache Regeln einhalten und diese Einhaltung gegenseitig fordern.

Der fünfte Punkt in der Gartner-Liste betrifft die Trennung von Freizeit und Arbeitszeit. Firmen sind gezwungen, je mehr 2.0 das Unternehmen durchdringt, die Work/Life-Balance und die Produktivität ihrer Mitarbeiter ständig neu zu evaluieren und neu zu verhandeln.

http://www.ecin.de

 


 

Die Adoption von IT-Sicherheit in Großunternehmen und KMUs

80 Prozent der für die Sicherheit Verantwortlichen sagen, dass der Schutz von Daten und Mobilsystemen 2008 ein wichtiges Thema ist

Amsterdam, 12.03.2008 – Nach Aussage einer neuen Forrester-Untersuchung, die auf der Befragung von 2.000 Sicherheitsverantwortlichen in Großunternehmen sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) basiert, haben 80 Prozent der Befragten angegeben, dass der Schutz von Daten und Mobilsystemen, mit dem sie 2008 konfrontiert werden, ein äußerst wichtiges Thema ist. 77 Prozent gaben an, dass die Kontinuität des Geschäfts und die Desaster Recovery wichtig oder sehr wichtig sind.

»Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass europäische Unternehmen IT-Governance sowie Risiko- und Compliance-Initiativen (GRC) als größere Herausforderung ansehen als nordamerikanische Unternehmen«, sagt Jonathan Penn, Vice President und Research Director bei Forrester Reseach.

Basierend auf der Untersuchung hat Forrester zwei durch Daten untermauerte Studien mit dem Fokus auf die IT-Sicherheitsadoption in Großunternehmen und KMUs erstellt. Zu den weiteren Highlights gehören:

·         Großunternehmen (7 %) geben weniger von ihrem IT-Budget aus als KMUs (9 %);

·         Großunternehmen geben mehr für das Sicherheitspersonal und weniger für Sicherheitstechnologie aus als KMUs;

·         Die drei wesentlichen Probleme, die den IT-Sicherheitsprogrammen im Wege stehen, sind der Mangel an Geld, der Mangel an firmeneigenen Kenntnissen und zu viele andere Aufgaben;

·         64 Prozent der IT-Sicherheitsprogramme in Großunternehmen haben ein Berichtswesen – direkt oder über die fachliche Ebene – das außerhalb der IT liegt.

 

Zusammenfassungen der Studien und der Biografie des Autors finden Sie unter den folgenden Links:

»The State Of Enterprise IT Security Adoption 2007«

http://www.forrester.com/go?docid=44366

»The State of SMB IT Security Adoption 2007”

http://www.forrester.com/go?docid=44692

 


 

So fühlen sich deutsche Arbeitnehmer/innen an ihrem Arbeitsplatz:

 

JOB AG legt ab sofort vierteljährlichen Index zum Thema Arbeitsklima und Zufriedenheit vor

Auswertung 1-2008:

Zufriedenheitsindex 7,5 (Skala von 1=sehr schlecht bis 10=sehr gut)

Die Stimmung ist gut

Kein Unterschied zwischen Ost und West

Frauen etwas zufriedener als Männer

 

Fulda, 11. März 2008 - Aktuelle Marktentwicklungs- und Umsatzdaten sind wichtige Messgrößen für einen Wirtschaftsstandort, die subjektive Befindlichkeit und die Stimmung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Unternehmen spielen jedoch eine große Rolle für Attraktivität und Motivationsklima in Deutschland. Aus diesem Grund hat sich das Personal Management und Job Management Unternehmen JOB AG, Fulda, entschlossen, ab sofort einen Quartalsindex zu veröffentlichen, der das Arbeitsklima in Unternehmen in Deutschland kontinuierlich misst. Wigbert Biedenbach, Gründer der JOB AG, dazu: »Wenn wir stets davon sprechen, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, dürfen wir nicht nur Umsätze und Erträge messen, sondern müssen auch wissen, wie es den arbeitenden Menschen geht und was ihre Stimmungslage und Zufriedenheit beeinflusst.«

Die JOB AG hat darum ein Befragungsinstrumentarium konzipiert, das in Zusammenarbeit mit TNS Emnid (Bielefeld) einmal pro Quartal zum Einsatz kommt. Befragt werden aus einer repräsentativen Stichprobe von über 2.000 Personen mindestens 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in allen Bundesländern und allen Betriebsgrößen. Die zwei Hauptfragestellungen zu einem Kernthema werden dabei unverändert beibehalten, um einen Langzeitvergleich zu ermöglichen.

Sie lauten:

-          1) »Wie wohl fühlen Sie sich derzeit an Ihrem Arbeitsplatz?« (Bitte bewerten Sie auf einer Skala von 1=sehr schlecht bis 10=sehr gut.)

-          2) »Was beeinflusst Ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz derzeit am meisten?« (Multiple Choice)

Hinzu kommt pro Quartalsbefragung eine variable Sonderfrage, mit der für den Arbeitsmarkt Deutschland relevante Themen abgefragt werden.

Die Ergebnisse des JOB AG Arbeitsklima-Index stehen ab sofort allen Medien und Unternehmen gegen Quellenangabe kostenfrei zur Verfügung. Auf Wunsch können von Medien Sonderauswertungen – soweit aus dem Datenmaterial ableitbar – abgerufen werden.

Die Ergebnisse des 1. JOB AG Arbeitsklima-Index 2008 im Detail

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland fühlen sich derzeit an ihren Arbeitsplätzen wohl. Der von der JOB AG, Fulda, herausgegebene Arbeitsklima-Index 1-2008, für den im Februar 1.169 berufstätige Menschen in ganz Deutschland repräsentativ befragt wurden, steht auf einer Skala von 1 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) beim Wert 7,5! Dabei zeigt sich kein Unterschied zwischen Ost und West; in beiden Regionen steht der Index auf 7,5. Eine geringfügige Abweichung ergibt sich bei der gesonderten Betrachtung nach Männern und Frauen: hier liegen die Frauen mit 7,6 (Männer 7,5) in der Zufriedenheit leicht vorn. Als besonders zufrieden können die Altersgruppen über 60 Jahre (Index: 7,8) und die jüngeren Berufstätigen zwischen 14 und 29 Jahre (Index: 7,7) bezeichnet werden. Interessant ist auch das Ergebnis, dass Menschen aus Haushalten mit vier und mehr Personen einen überdurchschnittlichen Wert (7,9) für die Zufriedenheitswerte an ihrem Arbeitsplatz vergeben.

Betrachtet man die Zufriedenheitswerte nach Berufsgruppen, so liegen Selbstständige, Freiberufler und Landwirte mit einem Wert von 8,4 an der Spitze der Zufriedenheitsskala, gefolgt von leitenden Angestellten und leitenden Beamten mit 8,1. Weitere Angestellten- und Beamten-Gruppen sowie Facharbeiter spiegeln mit 7,5 exakt den Durchschnittsindex wider, während andere Arbeiter (beispielsweise ungelernte) ihre Zufriedenheit am Arbeitsplatz mit 6,1 deutlich unter dem Durchschnitt werten.

Einen leichten Unterschied zeigt der Index bei der Zufriedenheit von Vollzeit- und Teilzeitkräften: die Teilzeitkräfte sind mit 7,6 etwas zufriedener als die Vollzeitkräfte (7,5). Sichtbarer ist die Abweichung der Zufriedenheit bei Gewerkschaftsmitgliedern. Während nicht gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmer mit 7,6 noch über dem Index-Wert von 7,5 liegen, zeigen sich Gewerkschaftsmitglieder mit 7,3 etwas unzufriedener. Allerdings kann diese Abweichung nicht als sehr signifikant gewertet werden

Unter dem Gesichtspunkt der Zugehörigkeit zu einer Konfession wird deutlich, dass katholische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer überdurchschnittlich zufrieden an ihrem Arbeitsplatz sind (Index: 8,0). Damit liegen sie deutlich über evangelischen Befragten, bei denen lediglich ein Index von 7,1 ermittelt wurde. Sogar Konfessionslose oder Anhänger anderer Konfessionen liegen hier mit einem Index von 7,5 noch etwas höher.

Eine gute Ausbildung hat – wenig überraschend – einen deutlichen Einfluss auf das Wohlbefinden eines Berufstätigen. So bewerten Menschen mit Abitur und/oder Hochschulabschuss ihre Zufriedenheit mit überdurchschnittlichen 7,9 Punkten auf der Index-Skala, während Arbeitnehmer mit Volksschule ohne Lehre (7,0) oder auch mit Lehre (7,1) etwas weniger zufrieden sind. Dabei spielt natürlich auch das Geld eine wichtige Rolle: Arbeitnehmer aus Haushalten mit einem Netto-Einkommen von weniger als 1.000 € pro Monat (Index: 6,4) bekunden eine geringere Zufriedenheit am Arbeitsplatz als Menschen, die aus einem Haushalt mit einem monatlichen Netto-Einkommen von über 2.500 € kommen (Index: 7,9). Legt man das persönliche Netto-Einkommen pro Monat zugrunde, so sorgt auch hier das hohe Netto-Einkommen (2.500 € und mehr) für einen Indexfaktor von 8,5. Interessant ist in diesem Kontext jedoch, dass auch Menschen, die bis 1.000 € oder mehr, aber weniger als 2.500 € verdienen, ihrer Zufriedenheit am Arbeitsplatz immer noch eine Bewertung von über 7 Index-Punkten geben.

Unter dem Gesichtspunkt, in welchen Regionalstrukturen Menschen eine besondere Zufriedenheit an ihrem Arbeitsplatz aufweisen, liegen die Regionen, in denen 5.000 bis 20.000 Menschen – also Kleinstädte –wohnen (Index: 8,0) und Regionen mit mehr als 500.000 Menschen – also überwiegend Großstädte und Ballungsräume – mit einem Index von 7,6 über dem Durchschnitt. Unterdurchschnittlich zeigt sich die Zufriedenheit im ländlichen Raum mit bis zu 5.000 Einwohnern im Umfeld des Berufstätigen (Index: 7,1).

Einflussfaktoren auf die Zufriedenheit am Arbeitsplatz

Geld ist nicht das Wichtigste! Diese gelegentlich in Zweifel gezogene Aussage findet eine deutliche Bestätigung im ersten Arbeitsklima-Index der JOB AG. Mit 51 Prozent der Nennungen (Mehrfachnennungen möglich) liegt der Faktor »Das Arbeitsklima im Unternehmen« deutlich an der Spitze der Nennungen, wenn es darum geht, was das Wohlbefinden der berufstätigen Menschen am meisten beeinflusst.

Auf Platz 2 folgen mir 40 Prozent »die Aufgaben«, die für das Wohlbefinden maßgeblich sind. Erst auf Platz 3 folgt mit 38 Prozent »das Gehalt«. Wenig überraschend folgt auf Platz 4 dann mit 29 Prozent der Nennungen »die Sicherheit des Arbeitsplatzes« als Wohlfühl-Faktor. Alle weiteren Faktoren liegen unter der 20-Prozent-Marke, so zum Beispiel »die Angebote zur Vereinbarkeit von Berufs-, Familien- und Privatleben« (17%).

Unter dem geschlechtsspezifischen Gesichtspunkt sind folgende Abweichungen zu registrieren: Für Frauen ist das Arbeitsklima geringfügig wichtiger (52 % zu 50%) als für Männer. Einen signifikanten Unterschied gibt es jedoch beim Gehalt, das für Männer (44%) deutlich wichtiger ist als für Frauen (31%). Ein ähnlich deutlicher Unterschied bei diesem Wohlfühl-Faktor zeigt sich auch zwischen Ost und West. Während im Osten das Gehalt von 47 Prozent der Beschäftigten als wesentlicher Faktor gesehen wird, sind es im Westen nur 36 Prozent. Und bei jüngeren Menschen (unter 30) spielt das Gehalt eine deutlich wichtigere Rolle (45%) als bei Menschen über 60 Jahre (29%). Für nicht gewerkschaftlich organisierte Menschen steht das Gehalt als Wohlfühl-Faktor mit 36 Prozent an dritter Stelle, während es bei Gewerkschaftsmitgliedern mit 51 Prozent gleichauf mit dem Arbeitsklima als Faktor (ebenfalls 51%) auf Platz 1 rangiert.

Hinsichtlich der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben unterscheiden sich die Nennungen von Männern und Frauen auch sehr deutlich: Während dieser Faktor von nur 13 Prozent der Männer als wichtig angesehen wird, halten ihn 23 Prozent der Frauen – oft gezwungenermaßen - für relevant. Dass sich dieser Konflikt zwischen Beruf, Familie und individueller Entfaltung am stärksten nach der Ausbildung und in der Phase der ersten Karriereentwicklung, Familiengründung etc. stellt, zeigt sich daran, dass insbesondere 30 bis 39 Jahre alte berufstätige Menschen diesen Faktor mit 23 Prozent am stärksten werten.

Bei den Berufsgruppen schälen sich auch Unterschiede bei den Wohlfühl-Faktoren heraus. So sind insbesondere für Arbeiter Arbeitsklima (59%), Gehalt (50%) und Sicherheit des Arbeitsplatzes (41%) sehr wichtig, während für Selbstständige, Freiberufler und Landwirte die Aufgaben (56%) im Mittelpunkt stehen. Für sie sind auch die Angebote zur Vereinbarkeit von Berufs-, Familien- und Privatleben (29%) überdurchschnittlich wichtig. Darin unterscheiden sich evangelische und katholische Berufstätige wieder: Während nur 14 Prozent der evangelischen Befragten dies für wichtig halten, sind es bei den Katholiken 21 Prozent.

Interessant ist im Kontext der Wohlfühl-Faktoren noch die Erkenntnis, dass die viel genutzte Begrifflichkeit der »Unternehmenskultur« überwiegend nur im einstelligen Prozentbereich gewertet wird. Dies lässt sich erklären mit der Tatsache, dass teilweise das Arbeitsklima wohl als erlebte Unternehmenskultur gesehen werden kann, aber auch damit, dass diese Begrifflichkeit für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine zu abstrakte Größe ist. Konkrete Themen wie Arbeitsklima, Aufgaben, Gehalt und Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben sind eindeutig erlebbarere Faktoren als intellektuelle Kulturdefinitionen.

Der nächste Arbeitsklima-Index der JOB AG erscheint Mitte Mai 2008.

www.job-ag.com

 


 

Grüne IT gerne – aber wie?

Europaweite Studie von BEA Systems zeigt den Status grüner Unternehmensinitiativen

München-Dornach – 11. März 2008 – Grün ist en vogue. Eine europäische Umfrage von BEA Systems bestätigt diesen weltweiten Trend auch für die IT: Europäische Unternehmen sind offen für »Green IT« und möchten ihre Umweltbilanz verbessern. Geplant sind insbesondere die Reduzierung von Stromverbrauch und Emissionen durch IT. Das möchten nahezu zwei Drittel der Befragten, die am Sustainable IT Survey 2008 von Vanson Bourne teilnahmen. Das unabhängige Marktforschungsinstitut befragte im Auftrag von BEA im Januar europäische IT-Entscheider und C-Level Manager aus der Finanzbranche, der öffentlichen Verwaltung und der Telekommunikations­industrie.

Investitionsbereitschaft wird jedoch gebremst durch knappe Budgets, eine wichtige Rolle spielt aber auch unzureichendes Wissen über verfügbare Technologie-Lösungen. Der Begriff »Virtualisierung« ist dagegen noch nicht klar bei den Verantwortlichen angekommen, obwohl dies ein Schlüsselbegriff für Green IT ist, so die BEA-Umfrage.

Virtualisierung – die große Unbekannte?

Der Sustainable IT Survey 2008 beleuchtet die Virtualisierung genauer – also die Reduktion der erforderlichen Server und so Energieeinsparungen, bessere Ausnutzung der IT-Basiskomponenten und längere Lebenszyklen für Datencenter, was wiederum mehr Umweltverträglichkeit bedeutet. Die Befragten konnten auf einer Skala von 1-5 angeben, wie gut sie das Thema Virtualisierung kennen. 39 Prozent kannten sich im Januar europaweit nicht sehr gut aus, nur 7 Prozent waren sehr gut informiert. Dabei ist der Kenntnisstand in UK zwei bis dreimal höher als in Deutschland oder den Niederlanden.

Die folgenden Vorteile der Virtualisierung sind den Befragten bekannt: Kosteneinsparungen (41 Prozent), effizientere Serverauslastung (34 Prozent) sowie höhere IT-Agilität, um die bestehende Nachfrage zu Spitzenzeiten (Kapazitätspeaks) zu bewältigen (22 Prozent).

Grün in den europäischen Ländern

»Wie ist der Status grüner IT-Initiativen?«, hat Vanson Bourne gefragt. 27 Prozent der europäischen Unternehmen setzen bereits eine Strategie um, die Stromverbrauch und Emissionen der IT reduziert. 10 Prozent der Interviewten haben das Konzept bereits abgeschlossen, aber noch nicht in den Unterneh­mensalltag integriert, 22 Prozent arbeiten gerade einen  entsprechenden Plan aus und 33 Prozent wollen noch nicht über die Vermeidung von IT-verursach­ter Energie und Emission nachdenken.

Dabei gibt es einige Unterschiede zwischen den europäischen Ländern. In Deutschland setzen beispielsweise schon fast 33 Prozent der Unternehmen IT-Energiesparkonzepte um, in den Niederlanden bereits 47 Prozent und in den skandinavischen Ländern 29 Prozent. Europäische Organisationen, die mit solchen Konzepten arbeiten, achten besonders auf steigende Energie­kosten (55 Prozent), Sozialverantwortlichkeit des Unternehmens (45 Prozent), Compliance-Anforderungen (41 Prozent) und die Kapazitätsauslastung ihrer Speicher (15 Prozent).

»Unternehmen, die grüne IT-Strategien weiter entwickeln wollen und dazu Hardware, Server und Java-Virtualisierungstechnologien brauchen, helfen wir mit den vier Rs von BEA: Reduce, Reuse, Recycle und Re-Engineer«, bestätigt Wolfgang Weigend, Principal System Engineer bei BEA Systems GmbH.

Vanson Bourne hat die Umfragedaten in Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden und Großbritannien/Nordirland telefonisch im Januar 2008 erhoben.

Das Whitepaper »IT nachhaltig gestalten / Sustainability IT« von BEA Systems können Sie beziehen unter: http://eu.bea.com/sustainableIT.

Weitere Informationen zur Virtualisierung von Java-Anwendungen finden Sie unter www.bea.com/virtualization.

 


 

RFID – Status und Trends

Das allgemeine sichtbare Interesse an der Thematik RFID hat in den vergangenen 1,5 bis 2 Jahren deutlich nachgelassen. Jedoch ist die inhaltliche und organisatorische Weiterentwicklung weiterhin vorangeschritten. Im Allgemeinen wurde in den vergangenen 24 Monaten von den führenden IT- und TK-Anbietern und Dienstleistern die das Gesamtsystem betreffenden Herausforderungen der RFID-Thematik – nämlich die eigenständige und integrative Weiterentwicklung der Bereiche Software, Hardware und Dienstleistung – in großen Bereichen gelöst. Über diesen Fortschritt sind in der Regel nur wenige Entscheidungsträger (außerhalb der direkten Fachabteilungen) in den Unternehmen informiert. Auch aus diesem Grund kommt es dazu, dass über alle Branchen und Größenklassen betrachtet das Thema RFID aktuell in Deutschland keine treibende Größe ist. Werden jedoch bestimmte einzelne Branchen (an dieser Stelle exemplarisch die Bereiche Logistik, Fertigung oder Handel) betrachtet, so steht das Thema RFID sehr wohl auf einem der vorderen Plätze der Unternehmensagenda. Teilweise wird es namentlich direkt durch die Entscheider benannt, teilweise ist es jedoch die Lösung vieler einzelner Unternehmensanforderungen, wie z.B. die Verbesserung der Qualität, der Prozessoptimierung (auch im Zusammenhang mit Kostenreduktion) oder die Kontrolle von Prozessen.

RFID ist kein klassisches IT-Thema. Vielmehr handelt es sich um eine Technologie, welche zur unternehmensweiten (und unternehmensübergreifenden) Verbesserung von Prozessen eingesetzt wird. Gleichwohl (und insbesondere deshalb) sind RFID-Projekte ein Treiber von Investitionen in den Bereichen Business-Applications und Business Intelligence – sowie selbstverständlich für entsprechende Middleware-Lösungen. Bedingt wird dies u.a. dadurch, dass ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis nur dann zeitnah erzielt werden kann, wenn die gewonnen Informationen in der gesamten Leistungseinheit (Unternehmen) bereitgestellt werden.

 

07.03.2008 - Die Metro Group setzt den Ausbau ihrer Prozesskette mit RFID fort. Neben neuen Märkten ist auch der Einsatz in Lagern unter extremen Bedingungen und die stärkere Einbindung der Partner geplant. Im Oktober 2007 startete die (http://www.metrogroup.de) Metro Group den Großeinsatz der RFID-Funktechnologie in ausgewählten Real-Märkten. Nun sollen, als Bestandteil der nächsten RFID-Phase der Metro Group, 200 weitere Standorte von Real mit RFID-Lesegeräten an den Wareneingangstoren ausgestattet werden. Bei der Vertriebsmarke Metro Cash & Carry Deutschland werden bereits durchschnittlich 40 Prozent aller verkauften Waren auf RFID-Paletten angeliefert. Metro Cash & Carry bereitet darüber hinaus den operativen Einsatz der Funktechnologie in französischen Märkten vor. Ebenfalls seit Ende 2007 bereitet die Metro Group den Praxiseinsatz von RFID im Lagerbetrieb vor. Unter den extremen Bedingungen eines Tiefkühllagers mit minus 24 Grad Celsius muss sich vor allem die Hardware bewähren. Zusammen mit ihren Technologiepartnern entwickelt die Metro Group hierfür unter anderem Lösungen für die Verwendung von RFID-Lesegeräten auf Gabelstaplern. Nach erfolgreichen Tests möchte man nun die Anwendung für den operativen Betrieb weiterentwickeln. Eine weitere Bemühung, die gesamten Prozesskette, vom Hersteller bis in den Verkaufsraum, mit RFID zu versehen, ist die Ausstattung eines Hochregallagers mir der Funktechnologie. Ab Mitte 2008, so die Planung, können Industriepartner, die operativ am RFID-Einsatz der Metro Group teilnehmen, online einen Überblick über ihren Warenfluss erhalten. Im Lieferantenportal Metro Link werden dann zusätzliche Daten bereitgestellt, die jederzeit genau zeigen, wann und wo eine Lieferung innerhalb der Metro Group registriert worden ist.

 

RFID und GPRS - ein Anwendungsfall

05.03.2008 - Wie man die Funktechnologie mit dem Mobilfunk verknüpfen könnte, zeigt ein mögliches Praxisbeispiel in der Objektbewachung. Eine Firma entwickelt momentan die Software dafür.

Die Ankündigung der Handyhersteller, RFID-Leseköpfe standardmäßig in Mobiltelefone zu integrieren, regt die Phantasie des Software-Unternehmens pitcom an. So hat man dort eine Software für erste Anwendungsfälle entwickelt, die gedanklich auf einer Lösung aufsetzt, die die Firma bereits für die Objektbewachung entwickelt hat. Mit der Einführung von RFID auf den Mobiltelefonen sollen sich auch Einsatzszenarios ergeben, die GPRS einbinden könnten. So wäre es dann beispielsweise bei der Objektbewachung möglich, vor Ort die Kontrolldaten, die der RFID-Chip notiert, per GPRS an eine Zentrale zu senden. Dort kann dann auf Unregelmäßigkeiten ohne Verzug reagiert werden. Mit einen Testlauf veranschaulicht das Unternehmen im Internet einen (http://demo.mcc-s.de) virtuellen Einsatzfall.

Danach erhält das Personal im Objekt- und Personenschutz Telefone mit Lesekopf sowie Dienstausweise mit RFID-Transpondern. Wichtige Kontrollpunkte werden ebenfalls mit den Tags ausgerüstet und die entsprechenden Daten (Zeit, Dienstbeginn und - ende, Kontrollpunkte) durch Annähern des Handys erfasst. Die pitcom-Software auf den Telefonen sorgt dafür, dass diese Daten mit dem Mobilfunk-Standard GPRS zum Server gesendet werden. Die Kosten reduzieren sich hierbei nach Herstellerangaben – abhängig vom jeweiligen Anwendungsfall – auf einen Bruchteil der herkömmlichen Aufwendungen.

 

RFID: Zweite Welle erwartet

03.03.2008 - Nach ersten erfolgreichen Pilotprojekten und damit verbundenen Mandaten, soll sich RFID nun durch seine Innovationskraft durchsetzen. Dabei hat keine spezifische Branche Vorreiterposition. Die Experten von (http://www.gartner.com) Gartner geben einen hoffnungsvollen Ausblick auf die Entwicklung der Funktechnologie RFID. Eine zweite Welle der Einbindung von RFID stehe bevor, die man als Erforschungsphase definieren könne und auf die einzelne Pilotprojekte folgen. Insgesamt prognostiziert Gartner weltweit 1,2 Milliarden US-Dollar Umsätze im laufenden Jahr und damit einem Anstieg von 30,9 Prozent. Für 2012 erwarten die Experten Umsätze von 3,5 Milliarden US-Dollar weltweit. Der Markt habe sich gewandelt vom richtlinienorientierten Einsatz zu umsatzorientierten und innovativen Einsatzmöglichkeiten, erklärt Chad Eschinger von

Gartner: Denn früher wurden die Unternehmen zur Implementierung von RFID-Technologie verpflichtet. Wettbewerbsfähigkeit sei damals kein triftiger Grund für den Einsatz gewesen. Heute dagegen werde Innovation immer mehr zur Hauptantriebskraft für den Einsatz von RFID. Zudem habe der Markt noch nicht den Wendepunkt erreicht. Das Interesse an der Technologie sei hoch, jedoch seien potenzielle Anwender auch kritischer gegenüber der Technologie in puncto Hype und Nutzen. Im Kern zählten für die Anwender ein größerer Funktionsumfang und höhere Returns-on-Investment. Der RFID-Markt bleibt also vielfältig und komplex; mit vielen Start-Ups, die zudem noch das Gefühl von einer Unreife des Marktes erzeugen. Der Einsatz von RFID sei auch stark beeinflusst von dem Umstand, dass Nutzer ihre End-to-End-Lösung nicht von einem einzigen Anbieter kaufen könnten. Trotzdem sollen sowohl Software- als auch Hardware-Anbieter im laufenden Jahr schnelle Konsolidierungen erfahren. Der Erfolg von RFID ist Gartner zufolge nicht abhängig von einer spezifischen Branche. Kern des Erfolgs ist das Streben der Unternehmen nach Maximierung der Technologieinvestitionen, besseren industriespezifischen Lösungen und wachsender Expertise.

 

RFID mit Niedlichkeitsfaktor

29.02.2008 - Was klingt, wie die Science-Fiction-Version von Alice im Wunderland, könnte die Einführung von RFID-Technologie für den Markt der Heimelektronik sein: Ein Hase liest Kinderbücher vor. Dass die Funktechnologie nicht immer knallhartes Logistik-Business sein muss, beweist eine Zusammenarbeit zwischen dem Technologiehersteller Violet mit der Kinderbuch-Sektion der berühmten Éditions Gallimard: RFID-Hasen lesen aus Kinderbüchern vor. (http://www.nabaztag.com/de/index.html) Nabaztag lautet der Name des possierlichen Nagers, und das Häschen konnte bisher Nachrichten, Wettervorhersagen und eingehende eMails aus dem Internet abrufen und vorlesen. Mittels eines RFID-Tags auf einem Kinderbuch fängt Nabaztag nun an, die jeweilige Geschichte vorzulesen, sobald der in das Buch integrierte Chip in Reichweite ist. Der Hase greift dabei auf das Internet zu und holt sich die passende Datei zum jeweiligen Buch. Vor- und zurückgespult wird über die Löffel des Nagers. Der Hase kann sich auch merken, wo er aufgehört hat zu lesen, und fängt beim nächsten Hinhalten des Buchs wieder an dieser Stelle an. Die Betreiber sprechen von einer »zauberhaften und futuristischen Welt«. Rafi Haladjian, Mitbegründer von Violet, kommentiert die Zusammenführung der RFID-Technologie von Violet mit dem Kinderbuch von Gallimard Jeunesse: Die Kooperation mit dem Kinderbuch-Verlag sei die erste RFID-Anwendung, die auf Consumer-Niveau stattfindet, und somit für ein breites Publikum geeignet. Diese Revolution sei sehr weit reichend: Heute könnten mit den Tags Bücher verbunden werden, und morgen viele weitere Objekte, die genauso über das Internet lebendig werden könnten. 2008 will Violet eine Million mit Hilfe von RFID kommunizierende Objekte im Markt haben.

 

Wer RFID hat...

28.02.2008 - ...braucht für den Hacker nicht zu sorgen. RFID ist nützlich und wird am Markt immer wichtiger. Dass damit auch das Interesse seitens Cyberkrimineller immer größer wird, mahnen Experten an. Experten prognostizieren drei Milliarden US-Dollar Umsatz durch RFID-Chips bis zum Jahr 2010. Dass es sich bei dem Identifikationsmechanismus um eine nützliche und intelligente Technologie handelt, dürfte unbestritten sein. Dass die Technologie aber andererseits eine ernsthafte Bedrohung für die Privatsphäre des Einzelnen darstellt, zeigen die ITK-Sicherheitsexperten von (http://www.visukom.net) VisuKom. Neben der berührungslosen Identifikation und der Lokalisierung von Objekten ist durch diese Technologie auch die automatische Erfassung und Speicherung von Daten möglich. Durch den Einsatz der versteckten Sender habe der Einzelne keinen Einfluss mehr darauf, welche Informationen über ihn preisgegeben werden. Alle am Markt erhältlichen Lösungen zum Schutz der Informationen - wie etwa Schutzhüllen - verhindern das Auslesen des Chips. Leider sind diese Maßnahmen damit für Zutrittskontrollsysteme unbrauchbar. So bleibe den Herstellern nur der Weg der Verschlüsselung, bilanziert VisuKom. Die Hauptkritik der Sicherheitsexperten: Primär werde bei der Einführung von RFID-Anwendungen in die Funktionalität, anstatt in die Sicherheit investiert. Dabei sei bedenklich, dass die RFID-Chips per Funk, ohne das Wissen des Einzelnen lesbar sind, mahnt Marco Di Filippo von VisuKom. Im Internet stünden entsprechende Tools wie z.B. RFIDIOt zur Verfügung, die selbst von Hobbyhackern auf einfache Weise zu bedienen sind. Dieser Markt wachse kontinuierlich.   

http://www.ecin.de

 


 

Nachfrage nach Unified Communications verleiht VoIP Aufwind

Berlin, 07.03.2008 - Eine heute von Berlecon Research veröffentlichte Studie bestätigt den großen Bedarf an Unified-Communications-Funktionalitäten in deutschen Unternehmen.

Allerdings müssen viele Unternehmen zunächst in eine VoIP-Infrastruktur investieren, um von den damit verbundenen Vorteilen profitieren zu können. Die Anbieter von Voice over IP (VoIP) und Unified Communications (UC) können hier noch erhebliche ungenutzte Potenziale aktivieren. Sie sind jedoch gefordert, die Bedenken der Unternehmen hinsichtlich Sicherheit und Administrierbarkeit auszuräumen. Laut der Studie zeichnet sich auch im VoIP- und UC-Markt eine Tendenz zu Managed Services ab.

Für die aktuelle Studie »VoIP und Unified Communications 2008« haben die Berliner Analysten 150 ITK-Entscheider in deutschen Unternehmen zu ihren Anforderungen und Plänen im Zusammenhang mit IP-basierten Kommunikationstechnologien befragt. »Die überwältigende Mehrheit der CIOs hält die Integration verschiedener Kommunikationskanäle und deren Einbindung in Office-Anwendungen in ihrem Unternehmen für sinnvoll. Drei Viertel der Befragungsteilnehmer sehen in diesen UC-Funktionalitäten einen wichtigen Wertbeitrag für ihr Unternehmen,« erläutert der Berlecon-Analyst Philipp Bohn.

Darüber hinaus wünschen sich die Unternehmen eine bessere Unterstützung mobiler Mitarbeiter durch Unified Communications.

Hier spielen vor allem Find-Me-Follow-Me- und One-Number-Funktionen, die eine automatische Weiterleitung von Anrufen zum aktuell genutzten Endgerät gewährleisten, eine wichtige Rolle.

Allerdings - auch das zeigen die Ergebnisse der Umfrage - müssen in den meisten deutschen Unternehmen die notwendigen technischen Voraussetzungen für Unified Communications erst noch geschaffen werden. Mehr als die Hälfte aller deutschen Unternehmen hat bisher weder VoIP-Technologien im Einsatz, noch konkrete Pläne zur Einführung. Von den befragten Unternehmen verfügen beispielsweise nur 38 Prozent über gemeinsame IP-Netze für Daten und Sprache und gerade einmal 25 Prozent nutzen eine IP PBX.

Philipp Bohn: »VoIP ist die Grundvoraussetzung für Unified Communications, da ansonsten eine ITK-Integration unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht sinnvoll ist. Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir von einer Sättigung des VoIP-Marktes noch weit entfernt sind, und die Anbieter hier noch beachtliche ungenutzte Potenziale aktivieren können. Wir gehen davon aus, dass die offensichtliche Nachfrage nach Unified-Communications-Funktionalitäten dem Vertrieb von VoIP-Technologien einen kräftigen Schub verleihen wird.«

Allerdings müssen die Anbieter das Thema Sicherheit stärker in den Mittelpunkt rücken. Denn mit den Vorteilen von UC, etwa der verbesserten Erreichbarkeit der Mitarbeiter und effizienteren Geschäftsprozessen, gehen nach Einschätzung der CIOs auch neue Sicherheitsrisiken einher. »Die Anbieter müssen klar kommunizieren, wie diese Herausforderung bewältigt werden kann.

Denn Sicherheit und Administrierbarkeit sind für 90 Prozent der CIOs die zentralen Entscheidungskriterien bei der Auswahl einer VoIP- bzw. UC-Lösung«, so Bohn.

Die Ergebnisse weisen zudem auf signifikantes Potenzial für Managed VoIP und UC Services hin: Für rund 40 Prozent der Unternehmen stellt der Betrieb ihrer Kommunikationsinfrastruktur durch einen externen Provider eine attraktive Alternative zum Eigenbetrieb dar.

Die Studie »VoIP und Unified Communications 2008« wurde von Cisco Systems und T-Systems finanziell unterstützt. Sie gibt Aufschluss über die Nutzung und Planung IP-basierter Kommunikationstechnologien in deutschen Unternehmen. Sie zeigt auf, welche Chancen und Herausforderungen ITK-Entscheider mit Unified Communications verbinden, welchen Anbietergruppen sie die größte Kompetenz zutrauen, und wie sie zu Managed-Services-Modellen stehen. Die Ergebnisse werden im Hinblick auf ihre Implikationen für Anbieter und Service Provider analysiert.

Grundlage der Analyse ist eine repräsentative Befragung von 150 CIOs und ITK-Entscheidern in deutschen Unternehmen mit mindestens 100 Mitarbeitern. Die Befragung wurde im Zeitraum Januar-Februar 2008 durchgeführt.

Weitere Informationen und Grafiken aus der Studie stehen unter www.berlecon.de/voip_uc2008 zur Verfügung.

 


 

Finanzdienstleister und das Gesundheitswesen sind führend im Innovationsmanagement

80 Prozent der deutschen Firmen, die die CeBIT besuchen, schauen sich dort gezielt nach aktuellen IT-Trends um, so eine Befragung von Steria Mummert Consulting. Durchschnittlich schafft es rund ein Fünftel der deutschen Unternehmen, diese Technologien systematisch über ein gutes Innovationsmanagement in neues Wachstum zu verwandeln. Finanzdienstleister sowie Unternehmen aus dem Gesundheitswesen haben hierbei die Nase vorn. In diesen Branchen verfügt jedes dritte Unternehmen über ein gutes oder sehr gutes Innovationsmanagement. Die öffentliche Verwaltung und das verarbeitende Gewerbe haben dagegen Nachholbedarf. Zu diesen Ergebnissen kommt der Managementkompass Wachstumstreiber Technologie von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Branchenübergreifend gibt es einen signifikanten Zusammenhang zwischen Umsatzwachstum und der Fähigkeit, Technologieinnovationen erfolgreich zu managen. Denn während nur acht Prozent der Umsatzverlierer über ein funktionierendes Innovationsmanagement verfügen, ist der Anteil bei den Umsatzgewinnern dreimal so groß (24 Prozent). Banken und Versicherungen sowie Kliniken und Krankenkassen sind vor allem bei der Integration neuer Technologien in die vorhandenen Prozesse führend. Zudem berücksichtigen sie stärker als andere Branchen neben technologischen weitere Faktoren, die außerordentliches Wachstum begünstigen. Hierzu gehören unter anderem eine funktionierende Organisation der Geschäftsabläufe und eine umfassende Kundenkenntnis.

Insbesondere Banken und Versicherungen haben im Zuge des starken Wettbewerbsdrucks massiv in IT und schlankere Arbeitsprozesse investiert. 63 Prozent der Kreditinstitute wollen somit beispielsweise die individuelle Finanzplanung für Privatkunden deutlich verbessern. Konkret sollen Vertriebs- und Servicemitarbeiter mehr Zeit für die Kundenberatung haben. Der Fokus der Maßnahmen liegt allerdings nicht auf dem bloßen Anschaffen neuer Soft- und Hardware, sondern auf dem Vereinfachen von Arbeitsabläufen, unterstützt durch IT-Innovationen. Hier haben es die Finanzdienstleister besser als andere Branchen geschafft, innovative Technologielösungen an die Anforderungen im operativen Bank- und Versicherungsbetrieb anzupassen. IT-gestützte Abläufe nach Vorbild der Industrie sorgen inzwischen zunehmend für die nötige Effizienz, damit Finanzdienstleister mit attraktiven Angeboten, beispielsweise kostenlosen Depots und Girokonten oder einer individuellen Vorsorgeberatung, Wachstum vorantreiben können. 84 Prozent der Banken wollen die Industrialisierung ihrer Prozesse bis 2010 weiter ausbauen.

Auch die befragten Kliniken und Krankenkassen erzielen Wachstum aus IT-Trends, indem sie in besonderem Maße auf das Zusammenspiel zwischen Technologie und einer guten Planung der Abläufe achten. »Dass Ärzte mit dem Laptop unter dem Arm zur Visite kommen, führt alleine noch nicht dazu, dass die Zufriedenheit der Patienten steigt und Krankenhäuser bessere Renditen erzielen«, erläutert Dr. Joachim Philippi von Steria Mummert Consulting. Wenn allerdings durch das mobile und elektronische Erfassen von Patientendaten alle am Behandlungsprozess Beteiligten vernetzt werden, fallen Laufwege für Mitarbeiter weg und Medienbrüche werden vermieden. Damit können sich Krankenhausaufenthalte für Patienten verkürzen und die Ärzte haben mehr Zeit für Diagnose und Behandlung. Durch den Einsatz von Informationstechnologie steigt somit die Servicequalität und es ergeben sich neue Wachstumspotenziale.

Hintergrundinformationen
Der Managementkompass Wachstumstreiber Technologie bietet Kompaktwissen für Manager, indem er zeigt, wie Unternehmen ihre Abteilung als strategischen Geschäftsbereich neu ausrichten können, um das technologische Wachstumspotenzial systematisch zu nutzen. Er beinhaltet zudem die wichtigsten Ergebnisse der gleichnamigen Potenzialanalyse. Mittels einer Online-Befragung vom 20. November bis zum 23. November 2007 wurden 360 Fach- und Führungskräfte aus allen Branchen der deutschen Wirtschaft befragt.

 


 

Studie zum IPTV- und Mobile TV-Markt

Ericsson hat auf der CeBIT 2008 eine neue Studie vorgestellt, die untersucht, wie sich multimediale Trends auf den TV-Markt auswirken werden. Für die Studie wurden Experten in elf Ländern interviewt. Die Kernfragen lauteten: Welche neuen Möglichkeiten und Geschäftsmodelle können IPTV- WebTV- und Mobile TV-Lösungen zum Durchbruch verhelfen, mit welchen Problemen sehen sich Unternehmen in diesem Markt derzeit noch konfrontiert?

Der TV-Branche stehen in den nächsten Jahren gravierende Veränderungen bevor. Das liegt nicht nur daran, dass sich mit Mobile TV und IPTV neue Verbreitungskanäle fürs Fernsehangebot etablieren werden. Zugleich eröffnen sich mit den neuen Technologien auch völlig neue Möglichkeiten: Die Fernsehnutzung wird persönlich und interaktiv, feste Programmschemata lösen sich immer mehr auf. Und neue multimediale Dienste sorgen zudem dafür, dass die bislang streng getrennten Unterhaltungs- und Kommunikationsdienste zunehmend verschmelzen.

Doch wie lassen sich in diesem neuen Markt profitable Geschäftsmodelle realisieren und welche Hindernisse gilt es noch aus dem Weg zu räumen? Ericsson hat dazu 49 Experten befragt, die in Unternehmen in elf Ländern an verschiedenen Stellen der neuen TV-Wertschöpfungskette tätig sind. Die Ergebnisse der Befragung sind in der Studie: »The new TV world - barriers and boosters« zusammengefasst, die Ericsson am 5. März auf der CeBIT 2008 vorgestellt hat. Zu den befragten Unternehmen gehören private und öffentlich-rechtliche Fernsehsender, Kabelnetzbetreiber, Diensteanbieter sowie Fest- und Mobilfunkbetreiber, für die der TV-Markt noch einen verhältnismäßig neuen Geschäftsbereich darstellt.

Bei einem Großteil der Bevölkerung weltweit nimmt Fernsehen bei den täglichen Freizeitaktivitäten eine wichtige Rolle ein. Dabei gibt es allerdings deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern. So etwa schauen Schweizer fast zwei Stunden pro Tag weniger fern als der Durchschnittsamerikaner, der auf über 5 Stunden kommt (Stand 2006). Der TV-Konsum findet vorzugsweise abends statt, wobei das Medium eher passiv (bequem auf dem Sofa sitzend) genutzt wird.

Als – neben dem klassischen Fernsehkonsumenten – viel versprechende Zielgruppen für IPTV nennen die Teilnehmer der Befragung vor allem jüngere und technikaffine Nutzer. Ihnen ist die Unabhängigkeit vom vorgegebenen Programmschema wichtig, sie sind zum Beispiel an VoD- (Video on Demand), zeitversetztem Fernsehen oder Nischenangeboten interessiert. Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Mobile TV: Auch hier sehen die Anbieter in jüngeren Nutzern, die keine Scheu vor Technik haben, eine viel versprechende Zielgruppe. Hinzu kommen hier Business-User und alle Menschen, mit einem eher mobilen Lebensstil.

Die Studie konzentrierte sich auf den europäischen Markt, der Untersuchungsschwerpunkt lag in Deutschland. Die Einschätzung der befragten Fachleute deckt sich weitgehend mit Marktforschungsdaten: Mit 88 Prozent ist der weitaus größte Teil der Nutzer, die bereits Erfahrungen mit Mobile TV gesammelt haben, männlich, rund ein Drittel davon gehört der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren an. Bei den weitaus am häufigsten genutzten Inhalten handelt es sich um Nachrichtenangebote gefolgt von Sportprogrammen.

Insgesamt erwarten die von Ericsson befragten Fachleute, dass die Akzeptanz der neuen TV-Verbreitungskanäle im Laufe der nächsten Jahre deutlich zunehmen wird. Gefragt nach besonders wichtigen Faktoren, von denen der Erfolg der neuen TV-Angebote abhängt, werden vor allem Komfort und Nutzerfreundlichkeit der Angebote, angemessene und transparente Preisgestaltung, eine hohe Übertragungsqualität und beim Mobile TV auch die Verfügbarkeit geeigneter Endgräte genannt. Mit Priorität wollen die marktaktiven Unternehmen auf alle Fälle drei Bereiche behandelt sehen: Die Verbesserung des Nutzererlebnisses bei neuen TV-Angeboten, das Schaffen einheitlicher technischer Standards und die Konvergenz der verschiedenen Zugangstechnologien.

Um mehr Nutzer erfolgreich zur Nutzung neuer TV-Angeboten bewegen zu können, fehlt es, so fassen es viele der befragten Experten zusammen, noch an interessanten Inhalten und neuen Mehrwert bringenden Anwendungen. Auch mehr Interaktivität wurde als möglicher Erfolgsfaktor genannt. Die Teilnehmer der Befragung gehen nicht von einer schnellen Revolution im TV-Sektor aus und erwarten dementsprechend auch keine schnellen Gewinne. Doch sie stimmen darin überein, dass der neue TV-Markt das Potential besitzt, um erfolgreiche Geschäftsmodelle zu realisieren.

Die Studie kann hier bezogen werden:

http://www.ericsson.com/de/cebit/tv_studie/

 


 

Strategien der Start-Ups

04.03.2008 - Nicht jede Neugründung wird auch erfolgreich. Start-Ups investieren viel Geld in die Bekanntheit ihres Angebots.

Viral-Marketing ist zwar eine kostengünstige Alternative, aber nicht gezielt einsetzbar. Im vergangenen Jahr sind etwa 300 Web-Start-Ups gegründet worden. Doch entgegen dem Image der jungen und erfolgreichen Internet-Unternehmen, ist der Erfolg im Netz harte Arbeit. Das fand nun eine Studie der (http://www.fh-bonn-rhein-sieg.de/online_medienspiegel.html) FH Bonn-Rhein-Sieg im Auftrag der Ranking-Community (http://www.woobby.com) woobby.com heraus. Die Ergebnisse zeigen: Um ein relevanter Spieler im Wettbewerb um die Online-Budgets zu werden, muss zuerst einmal kräftig in Reichweite und Bekanntheit der Websites investiert werden. Im Schnitt investieren die Neugründungen ein Drittel ihrer Mitarbeiterressourcen und fast 40 Prozent der gesamten Kosten für diesen Posten. Die Kosten, um 100.000 Besucher pro Monat zu gewinnen, werden von den befragten Firmen mit durchschnittlich 14.500 Euro beziffert. Die von allen Start-Ups ersehnte kritische Masse an registrierten Nutzern wird nach Einschätzung von 70 Prozent der Unternehmen spätestens bei 50.000 Mitgliedern erreicht. Über 150.000 Euro, so die Kalkulation, koste demnach das Gewinnen dieser kritischen Masse, was umgerechnet 3,10 EUR pro Nutzer entspricht. Auch das Zauberwort »Viral« ist nicht wirklich eine Alternative, denn obwohl die Mundpropaganda als das mit Abstand wirkungsvollste Marketing-Instrument angesehen wird, kann Viralität nur sehr schwer gezielt produziert werden. Insgesamt werden zwei Drittel des Kommunikationsbudgets in Online-Maßnahmen gesteckt, weil diese deutlich besser messbar sind. Den größten Teil des Online-Budgets investieren die Firmen mit 24 Prozent in Keyword-Advertising, gefolgt von Bannerwerbung und Affiliate Marketing mit jeweils 13 Prozent.

http://www.ecin.de

 


 

Unternehmens-IT mit neuen Herausforderungen

04.03.2008 - Die Durchdringung des Alltags mit Technologie 2.0 wirkt sich ebenfalls auf die Unternehmens-IT aus. Arbeitgeber und IT-Entscheider sehen sich geänderten Ansprüchen seitens der Arbeitnehmer gegenüber. Die Marktbeobachter von (http://www.forrester.com) Forrester prognostizieren signifikante Änderungen im Umgang mit IT innerhalb der Unternehmen und liefern das passende Stichwort gleich mit: »Technology Populism«. Damit sind die Auswirkungen der Popularisierung neuer Technologien und ihr Erfolg am Markt gemeint, die die Analysten auf drei Kernfaktoren zurückführen. Die starke Zunahme von Heimelektronik, die besondere Funktionen der sozialen Netzwerke und die Möglichkeiten der Cloud-IT würden das Informations- und Wissensmanagement der Zukunft stark beeinflussen, so die Experten. Der Wille zur Interaktion seitens der Arbeitskräfte sei einer der Hauptgründe für die Verschiebung. Viele jüngere Arbeitnehmer würden nicht mehr so sehr auf PC, eMail und Telefon setzen, sondern über Instant-Messaging und soziale Netzwerke kommunizieren. Sogar von dem Fall eines Arbeitgebers, der Support für Sonys Playstation anforderte, weiß Forrester zu berichten; dessen Arbeitnehmer nutzten nämlich lieber die Konsole statt eines herkömmlichen PCs. Die weitere Ausdehnung von Breitband-Anschlüssen, Applikationen, die auf soziale Netzwerke zurückgreifen und die gestiegene Achtung von Web 2.0 durch die IT-Entscheider seien weitere Triebkräfte hinter der Entwicklung.

http://www.ecin.de

 


 

 

10 Top-Trends im Identity Management

Wie schon in den vergangenen Jahren haben die Analysten von Kuppinger Cole + Partner die 10 Top-Trends im Identity Management identifiziert. Einige Entwicklungen im Identity Management haben in den vergangenen Wochen ja schon für Aufmerksamkeit gesorgt. Dazu zählen der Ausstieg von HP, aber insbesondere die massiv gestiegene Unterstützung für OpenID als einem der wichtigsten Standards für Identity 2.0, wie eine stärker auf den Endanwender ausgerichtete Sichtweise für das Identity Management auch genannt wird.

Es gibt aber viele weitere Entwicklungen im Identity Management, die nicht so im Blickpunkt der breiten (IT-)Öffentlichkeit stehen, nichtsdestotrotz aber bedeutsam sind und sich im Jahr 2008 auf die Entwicklung der IT und manchmal bis hin in gesellschaftliche Diskussionen auswirken werden.

Die 10 Top-Trends

Trend Nr. 1: OpenID, Infocards, CardSpace - Identity 2.0 wird gelebte Realität

Das dominierende Thema ist zweifelsohne Identity 2.0. Die Unterstützung von OpenID durch große Unternehmen wie Yahoo, Google, Microsoft und IBM ist ein wichtiges Signal. Es steht zwar außer Frage, dass sich bei den Standards noch einiges tun muss, auch im Hinblick auf die Interoperabilität von OpenID und CardSpace. Es wird aber innovative CardSpace-Implementierungen geben. Und das Thema kommt in den Köpfen nicht nur der »geeks« an, sondern wird auch für die breite Masse der Benutzer relevant. Daher ist es für alle Anbieter von Web-Sites zwingend, sich nun mit Identity 2.0 zu beschäftigen, um die geänderten Erwartungen ihrer Benutzer zukünftig optimal bedienen zu können.

Trend Nr. 2: Governance, Risk Management, Compliance - der »Überbau«

Auch wenn oft von Compliance gesprochen wird - das Thema ist heute breiter und wird zu Recht als GRC (Governance, Risk Management, Compliance) bezeichnet. Es ist inzwischen der wichtigste Treiber für das Identity Management und mit verantwortlich für den Wandel von einem eher »administrativen« Identity Management hin zu einer stärkeren Business-Orientierung. Das wird sich in diesem Jahr noch verstärken. Neben dem bereits prominenten Thema des Business Role Managements werden mehr und mehr spezialisierte Anwendungen für das Identity Risk Management und das Auditing auf den Markt kommen - ein Markt, der schon im Entstehen ist, mit vielen interessanten, innovativen Anbietern.

Trend Nr. 3: Modularität und Offenheit statt monolithischer Suiten

Schon im vergangenen Jahr hat sich abgezeichnet, dass sich insbesondere die Kernprodukte des Identity Managements, die meist als »Identity Manager« bezeichneten Provisioning-Lösungen öffnen müssen. Die Unterstützung auch von externen Workflows und von Standards wie BPEL (Business Process Execution Language) sind aber nur ein Schritt in diese Richtung. Ein flexibles Zusammenspiel mit GRC-Lösungen gehört ebenso dazu wie eine Strategie für die Unterstützung von ESBs (Enterprise Service Bus) für die Kommunikation. Die Zukunft gehört Anwendungen, die flexibel mit anderen Komponenten der IT-Infrastruktur zusammenarbeiten. Das bietet auch die Chance für einen Markteintritt neuer Anbieter aus Feldern wie dem MDM (Master Data Management) und dem BPM (Business Process Management), aber auch für Spezialisten, die dann Connectoren zu den verschiedenen Identitätsspeichern wie beispielsweise LDAP-Verzeichnissen liefern.

Trend Nr. 4: SOA und IAM wachsen zusammen

Es hat lange gedauert. Inzwischen ist die Bedeutung des Zusammenspiels von SOA (Service-orientierten Architekturen) und dem Identity Management aber in den Köpfen nicht nur der Anbieter auf beiden Seiten, sondern auch der Anwendungsarchitekten angekommen. Die Diskussion darüber, welche Modelle für die Ausführung von Services im Kontext von Identitäten für eine Ende-zu-Ende-Sicherheit sorgen, kommt in Gang und wird im kommenden Jahr an Gewicht gewinnen - und damit die Bedeutung des Identity Managements und hier insbesondere von Teilthemen wie der Identity Federation für die anwendungsübergreifende Nutzung von Identitätsinformationen und von virtuellen Verzeichnissen für die flexible Bereitstellung eines Ausschnitts von Identitätsinformationen steigern.

Trend Nr. 5: Authentifizierung und Autorisierung im Kontext des Benutzers

Insbesondere im eBanking wird das Thema der risiko-basierenden Authentifizierung bereits adressiert. Dabei geht es zunächst primär darum, Informationen der Fraud Detection bei der Authentifizierung zu berücksichtigen. Mit der Erweiterung hin zu einer kontext-basierenden Authentifizierung und Autorisierung wird das aber in Zukunft ein Thema für alle sicherheitssensitiven Bereiche, vom eBanking über eCommerce bis hin zu internen IT-Systemen, werden. Dabei geht es darum, beispielsweise Informationen von physischen Zugangskontrollsystemen, aus der NAC (Network Access Control), über das verwendete Gerät und seinen Standort, aus der Fraud Detection und anderen Quellen zu kombinieren und über Regeln zu entscheiden, unter welchen Bedingungen eine Authentifizierung zugelassen wird und welche Anwendungen genutzt werden dürfen.

Trend Nr. 6:Privacy und Datenschutz werden wieder zum Thema

Gerade die in der Folge der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum »Bundestrojaner« aufgekommene Diskussion, aber auch die Sicherheitsdiskussionen rund um OpenID zeigen, dass langsam Themen wie der Schutz der Privatsphäre und des Datenschutzes wieder mehr in den Blickpunkt rücken. Wir erwarten hier ein wachsendes Bewusstsein, auch durch die Erkenntnis, dass man sich selbst im Internet oft zum gläsernen Menschen macht und es zumindest eines bewussten Umgangs mit dieser Entwicklung bedarf.

Trend Nr. 7: Mehr Anbieter - nicht weniger...

Auch wenn sich HP aus dem Identity Management-Markt verabschiedet hat: Die Zahl der Anbieter wächst. Daran ändern auch strategisch fragwürdige (Fehl-)Einschätzungen einzelner Unternehmen nichts. Die oft weit über dem Durchschnitt des IT-Marktes liegenden Umsatzzuwächse vieler Anbieter machen auch deutlich, dass der Identity Management-Markt zu den Boom-Märkten der IT gehört. Die neuen Trend-Themen wie GRC-Applikationen und die Chancen, die sich durch mehr Modularität und Offenheit ergeben, sind ebenso wie die kontext-basierende Authentifizierung Segmente, in denen es schon jetzt viele interessante neue Anbieter gibt. Und deren Zahl wird nach unserer Einschätzung noch wachsen.

Trend Nr. 8: Endlich sicheres Online-Banking

In den USA, aber auch in Großbritannien ist es schon unübersehbar: Online-Banking wird sicherer und man geht deutlich über die archaischen PIN-/TAN-Verfahren und ihre Derivate wie die iTAN hinaus. Ausgefeilte Verschlüsselungsmechanismen, Flash Player-basierende Mechanismen und viele andere Entwicklungen werden von Banken ausprobiert, um einen ebenso einfachen wie sicheren Zugang zum eBanking zu realisieren. Dieser Trend wird sich auch auf Deutschland auswirken, auch wenn die deutsche Bankenlandschaft wohl weiterhin keine Vorreiterrolle übernehmen wird, sondern den Entwicklungen sowohl in den USA und Großbritannien als auch vielen asiatischen und südamerikanischen Ländern hinterherhinken wird.

Trend Nr. 9: Information und Identitäten werden verknüpft - »Enterprise Information Management«

Sicherlich erst als zarter Trend erkennbar, aber doch unübersehbar: In Folge einer stärker business-orientierten wird sich auch der Blick auf das Identity Management verändern. Die Zielrichtung ist ein Enterprise Information Management, bei dem die Information im Mittelpunkt steht. Für diese wird festgelegt, wer sie wie nutzen darf und wie sie generell geschützt wird. Zugriffsberechtigungen, Information Rights Management, aber auch die Archivierung lassen sich in diesem Konzept zentral steuern. Business-Rollen werden benötigt, damit Benutzer entscheiden können, wer was mit der Information machen darf. Identity Management ist ein wichtiges Fundament in diesem Modell, aber keineswegs der einzige Baustein. Enterprise Information Management ist aber der Ansatz, der den Benutzern die Kontrolle über die Informationen gibt, vor allem aber für einen konsistenten, durchgängigen Schutz von Informationen sorgt.

Trend Nr. 10: Federation reift - wenn auch nur langsam

Federation, über lange Zeit einer unserer Top-Trends, ist etwas aus dem Blickpunkt verschwunden. Das liegt nicht daran, dass Federation keine Bedeutung mehr hätte - im Gegenteil, es gibt immer mehr Implementierungen von immer mehr Anbietern. Auch die Frage der Interoperabilität ist inzwischen auf hohem Niveau adressiert. Wie bei allen Hypes ist Federation aber nun in der Phase angekommen, in der es um praktische Lösungen geht. Und diese kommen mehr und mehr, auch wenn das Wachstum langsam ist. Das liegt auch an den organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen für die Identity Federation, die oft eine Hürde sind. Klar ist aber: Inzwischen hat man sowohl für den Einsatz im B2B-Umfeld als auch im B2C-Bereich - und hier kommen Standards wie CardSpace ins Spiel - ein praxisgeprägtes Verständnis, das die ersten oft recht theoretischen Ideen in diesem Bereich, die noch vor einigen Jahren die Diskussion geprägt («Circles of Trust«) haben, abgelöst hat.

2nd European Identity Management Conference

Vom 22. bis zum 25. April veranstaltet Kuppinger Cole in München die zweite European Identity Management Conference. Erwartet werden mehr als 100 Referenten aus aller Welt, die über die neuesten Entwicklungen und Trends berichten sowie interessante Best Practices vorstellen, darunter Dave Kearns von Network World, André Durand von Ping Identity, Kim Cameron von Microsoft und Prof. Dr. Reinhard Posch, CIO der österreichischen Regierung. Das erfolgreiche Konzept der ersten Konferenz wurde beibehalten: zahlreiche hochkarätige Sprecher in dichter Abfolge und genügend Möglichkeiten für Networking mit den Kollegen. Die klassischen IM-Themen wurden in diesem Jahr allerdings um E-Government und E-Health erweitert.

http://www.id-conf.com
http://www.kuppingercole.de/events/eic2008

 


 

Mobile Sicherheit: Nutzer treffen keine Vorsichtsmaßnahmen

86% der Handy-Nutzer haben keine Sicherheitssoftware installiert

München, 4. März 2008 - F-Secure veröffentlicht den zweiten Teil der Ergebnisse seiner jährlich stattfindenden ‚Online Wellbeing' Studie. In diesem Teil stand vor allem das Thema mobile Sicherheit im Mittelpunkt. Die Ergebnisse dazu sind bedenklich: Über zwei Drittel der Befragten sind sich bewusst, dass ihre mobilen Geräte via Bluetooth mit Malware infiziert werden können - haben aber keinerlei Sicherheitssoftware installiert

Für die Studie wurden Webnutzer aus den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich und Deutschland befragt. Die Nutzer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren beantworteten dazu Fragen aus verschiedenen Bereichen der Internet- und mobilen Sicherheit.

28% der Befragten gaben an, ihre mobilen Endgeräte für den Zugang zum Internet zu verwenden. Die große Mehrheit von 86% verfügte jedoch über keinerlei Sicherheitsmaßnahmen. In Großbritannien nutzen mit 46% fast die Hälfte aller befragten User ihre mobilen Geräte auch für den Zugang zum Web - gleichzeitig hatten hier die wenigsten Sicherheitssoftware auf ihrem Handy installiert. Die meisten Nutzer sind sich durchaus der Risiken bewusst, die sich durch die Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen Geräten ergeben - nur 21% der Befragten glaubten Bluetooth-Verbindungen seien sicher, bei WiFi-Verbindungen waren es nur etwa 15%.

Über die Hälfte der befragten Nutzer gingen davon aus, jeder sei für die mobile Sicherheit selbst verantwortlich. Ein Drittel erwartete, dass die Sicherheit der mobilen Endgeräte vom Handy-Betreiber gewährleistet wird. Besonders die Befragten aus den USA sahen die Verantwortungen bei dritten Personen oder Unternehmen. Nur 12% der deutschen Nutzer sind der Meinung, dass die mobile Sicherheit vom Handybetreiber gewährleistet werden muss - im Gegensatz dazu waren es 32% in Frankreich.

»Im Moment ist die Gefahr von Malware-Angriffen auf mobile Geräte noch relativ gering - allerdings ist es nur eine Frage der Zeit, bis Internetkriminelle das Potenzial der zunehmenden Smartphone-Nutzung erkennen«, warnt Mikko Hyppönen, Chief Research Officer bei F-Secure. »Bis jetzt wurden etwa 400 Viren entdeckt, die speziell auf Handys und mobile  Endgeräte ausgerichtet waren. Wenn Smartphones jedoch die Stelle des PCs als vorherrschende Internetplattform einnehmen, wird diese Zahl enorm ansteigen.«

Geografisch betrachtet, gehen die Gefahren für mobile Endgeräte von verschiedenen Ländern rund um den Globus aus - so etwa von Russland, Süd-Ost-Asien und Südamerika. Momentan ist die Zahl der Handyviren relativ überschaubar - die Anzahl der Spyware-Applikationen ist jedoch gestiegen. Mit diesen Spionage-Anwendungen ist es möglich, alle Funktionen des infizierten Handys zu nutzen: Die Täter können einzelne Telefonate aufzeichnen, Nachrichten lesen oder sogar das Handy-Mikrofon einschalten, um mitzuhören.

Die geringe Zahl der installierten Sicherheitssoftware und die zunehmende Verbreitung der Smartphones wird die mobilen Endgeräte zu einem extrem lohnenswerten Ziel für Hacker machen.

Die vorliegende Studie wurde im Januar 2008 unter Internetnutzern im Alter zwischen 20 und 40 Jahren durchgeführt. Dazu wurden 1169 Teilnehmer aus den USA (225 Befragte), Kanada (228 Befragte), Großbritannien (227 Befragte), Frankreich (256 Befragte) und Deutschland (224 Befragte) befragt. Die teilnehmenden Internetnutzer beantworteten im Rahmen der Untersuchung eine Reihe von grundlegenden Fragen zur mobilen Sicherheit. Dazu sollten sie ihr Vertrauen in die alltäglichen Online-Aktivitäten auf einer Likert-Skala bewerten.

 


 

Software-Outsourcing: Deutsche schlagen USA um Längen

Bei der Umsetzung von Softwareprojekten genießen deutsche IT-Dienstleister starkes Vertrauen in der heimischen Wirtschaft. Rund 34 Prozent der deutschen Auftraggeber schreiben der Software Made in Germany über alle Projektphasen hinweg die größte Kompetenz zu. Im internationalen Vergleich rangieren die deutschen Anbieter damit vor den US-Herstellern und indischen Softwareschmieden auf Platz eins.

US-Anbieter werden von 22 Prozent der deutschen Auftraggeber bevorzugt. Indische Softwarehäuser favorisieren nur fünf Prozent. Mit Blick auf die einzelnen Entwicklungsschritte beweisen deutsche Entwickler vor allem in der Realisierungsphase von Projekten große Expertise. Dazu zählt beispielsweise die Auswahl bedarfsgerechter Technologien und die darauf aufbauende Programmierung von Basiskomponenten. Stark im internationalen Wettbewerb sind die deutschen Teams laut den Befragten aber auch in den späteren Testläufen und der abschließenden Integration der Systeme. Dies sind die Ergebnisse der Studie »Software - Made in Germany 2007«, der PPI AG in Zusammenarbeit mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.

In den Umsetzungsphasen Realisierung, Test und Integration sehen durchschnittlich 36 Prozent der Auftraggeber die größten Kompetenzen bei deutschen Dienstleistern. Nur durchschnittlich 18 Prozent halten die US-Branche in diesen Projektabschnitten für kompetenter. Enger als in den Umsetzungsphasen schließen die US-Dienstleister in den strategisch vorgeschalteten Projektphasen auf: In Bezug auf Vorstudien, Fachkonzeptionen und IT-Architekturen halten nur sieben Prozent der heimischen Abnehmer die deutschen Softwareanbieter für kompetenter als die Zulieferer aus den USA.

Die projekteinleitenden Vorstudien der amerikanischen Softwarehäuser bewerten die befragten IT-Verantwortlichen hingegen als qualitativ fast so gut wie die Studien der deutschen Spezialisten. In dieser Phase werden vor allem die grundlegenden Ziele und die Machbarkeit des IT-Projekts geprüft und festgelegt. In der zweiten Projektphase, der Fachkonzeption, beträgt der Unterschied trotz sprachlicher Hürden und der geographischen Distanz zum Kunden nur 15 Prozentpunkte. Das Fachkonzept beschreibt beispielsweise die aus Anwendersicht erforderlichen Funktionalitäten der Programme, es legt deren Grundregeln fest und definiert das technische wie betriebswirtschaftliche Systemprofil.

Ein wirkliches Kopf-an-Kopf-Rennen liefern sich die US-Anbieter mit der deutschen Konkurrenz beim Entwurf der zugrundeliegenden IT-Architektur. Beide Softwarenationen bauen nach Einschätzung der deutschen Abnehmer vergleichbar gute Basissysteme. Eine merklich bessere Dienstleistungsqualität liefern die deutschen IT-Anbieter allerdings wieder in den drei Umsetzungsphasen, die auf diesen Architekturen aufbauen.

 


 

Deutsche IT-Freiberufler bleiben finanziell weiter obenauf

Der Höhenflug bei den Stundensätzen deutscher IT-Freiberufler geht weiter: Nach erneuter Steigerung um einen Euro verlangen sie für Projekteinsätze nun im Schnitt 71 Euro pro Stunde. Zu diesem Ergebnis kommt die IT-Personalagentur GULP Information Services GmbH im halbjährlichen Update ihrer großangelegten Stundensatz-Studie. Die umfassende Honorar-Auswertung basiert auf den Daten der über 60.000 bei www.gulp.de eingetragenen IT-Freiberufler-Profilen sowie den mehr als 500.000 über GULP abgewickelten Projektangeboten.

Mit dem abermaligen Anstieg der Freiberuflerhonorare verlagern sich diese nun in eine neue Mitte oberhalb von 70 Euro. Im Ländervergleich liegen deutsche IT-Selbstständige damit aber immer noch hinter ihren österreichischen und Schweizer Kollegen, deren allgemeiner Stundensatz aktuell 73 Euro bzw. 86 Euro beträgt. Dennoch geht der Trend unmissverständlich in eine klare Richtung – nämlich immer weiter nach oben: So fordert mittlerweile jeder fünfte IT-Selbstständige (21 Prozent) ein Honorar zwischen 80 bis 99 Euro pro Stunde. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs der Anteil von IT-Experten, die einen Satz von 100 Euro und mehr für Projekteinsätze verlangen am deutlichsten:

Anteil IT-Freiberufler mit Stundensatzforderung in Prozent, Jahresvergleich

Alter und Erfahrung kosten mehr
Generell gilt: Je älter und berufserfahrenerer die IT-Freiberufler sind, desto höher fallen ihre Honorarforderungen aus. So profitierten von den höheren Stundensätzen ausschließlich IT-Freiberufler der Jahrgänge ab Mitte Dreißig. Sie hoben ihre Honorare im vergangenen halben Jahr um durchschnittlich einen Euro weiter an und verlangen nun zwischen 70 bis 73 Euro für Projekteinsätze. Die teuerste Altersstufe sind die 40- bis 44-Jährigen mit einem Stundensatz von 73 Euro. Im Vergleich dazu fordern Freiberufler unter dieser Altersgrenze (< 35 Jahre) eine Stundenvergütung von durchschnittlich 64 Euro.

Analog dazu entwickeln sich auch die Stundensätze nach Berufserfahrung. Im letzten halben Jahr erhöhten vor allem sehr berufserfahrene IT-Spezialisten, die schon mehr als 20 Jahre im Job sind, ihre Preise. Ihre Honorare variieren zwischen 71 bis 74 Euro. Die Berufsneulinge mit weniger als f ünf Jahren Berufserfahrung sowie IT-Freiberufler mit fünf bis neun Jahren Berufspraxis bleiben mit ihren Honorarforderungen von 50 Euro bzw. 60 Euro weit hinter dem finanziellen Durchschnitt zurück.

»Alte Hasen« werden für Projektbesetzung immer wichtiger
Trotz ihrer überdurchschnittlich hohen Honorare werden die älteren und berufserfahreneren Jahrgänge für Projektanbieter immer mehr zur ersten Wahl. Schon seit längerem intensivieren sie ihre Kontakte an IT-Selbstständige im Alter von über 40 Jahren und mit mehr als 20-jähriger Berufspraxis. Das hat vor allem demografische Ursachen, denn die IT-Freiberufler werden immer älter. Neuer Nachwuchs rückt so gut wie keiner nach. Hier ergibt sich bereits ein deutliches Missverhältnis. Die Vierzig überschritten haben heute schon zwei Drittel aller IT-Selbstständigen. Die anteilsmäßig größte Gruppe (26,6 Prozent) im IT-Freiberuflermarkt bilden derzeit die 40- bis 44-Jährigen. Zudem überholte der Anteil der über 60-Jährigen (3,1 Prozent) bei der aktuellen GULP Auswertung erstmals die Gruppe der unter 30-Jährigen (2,7 Prozent).

Eine Tendenz, die sich auf Grund der aktuellen Altersverteilung noch verstärken und den bereits bestehenden IT-Fachkräftemangel deutlich verschärfen wird. In ca. zehn Jahren wird etwa jeder zehnte IT-Selbstständige das derzeitige Rentenalter von 65 Jahren überschritten haben und dem Projektmarkt voraussichtlich nicht mehr zur Verfügung stehen.

Preiskluft bei Positionen verschärft sich
Bei den Positionen profitierten die Projektleiter finanziell mal wieder am stärksten. Sie erhöhten ihr Durchschnittshonorar von 76 Euro auf 78 Euro und verlangen damit weiterhin für Projekteinsätze das meiste Geld. Finanziell ebenfalls verbessert haben sich im letzten halben Jahr auch die Berater (74 Euro), Trainer (67 Euro), Software-Entwickler (64 Euro) und Qualitätssicherungsexperten (63 Euro). Einzig die Administratoren stagnieren unverändert bei 55 Euro. Damit öffnet sich die Schere zwischen den hoch und niedrig bezahlten Positionen immer mehr.

Teuerstes Pflaster im IT-Projektmarkt bleibt der Frankfurter Raum
Der erneute Preisanstieg externer IT-Mitarbeiter zieht sich auch durch fast alle Postleitzahlregionen (PLZ). Die höchsten Honorare verlangen IT-Spezialisten mit 73 Euro in Frankfurt am Main (D6) und 72 Euro im Gebiet Düsseldorf-Köln-Bonn (D5), gefolgt vom bayerischen Raum (D8) und dem hohen Norden (D2). Wesentlich bescheidener fallen mit 63 Euro bzw. 66 Euro die Forderungen von IT-Selbstständigen aus der Region Halle-Leipzig-Dresden (D0) sowie dem Berliner Raum (D1) aus. Das West-Ost-Gefälle bleibt also auch weiter bestehen.

Die komplette Auswertung finden Sie unter http://www.gulp.de/kb/st/stdsaetze/sstext_f.html.

 


 

»Mein ERP-Anbieter bleibt mein ERP-Anbieter«

Entscheider ignorieren Wandel und nehmen lieber hohe Kosten nach der Implementierung in Kauf statt nach ERP-Alternativen zu suchen

München, 28. Februar 2008 – Käufer von Business-Software tendieren dazu bei dem einmal gewählten ERP-Anbieter zu bleiben, auch wenn hohe Kosten nach der Implementierung drohen. Dies ergab eine Studie, die IDC im Auftrag des ERP-Anbieters Agresso durchgeführt hat. Die Marktforscher haben 250 Unternehmen weltweit befragt.

83 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie wieder beim selben Anbieter kaufen würden, auch wenn sie durch ein möglicherweise unflexibles System hohe Anpassungskosten nach der Erst-Implementierung riskieren. Dies ist umso bemerkenswerter angesichts der Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Befragten jedes Jahr mit bedeutenden Veränderungen im Unternehmen konfrontiert werden.

Solche Entwicklungen erfordern oft Anpassungen des ERP-Systems – bei fast allen heutzutage gängigen ERP-Lösungen ein langwieriger und kostenintensiver Prozess. Die häufigsten Gründe für Systemanpassungen sind der Studie zufolge Fusionen und Akquisitionen (35 Prozent), neue Geschäftsstrategien (31 Prozent), Reorganisation und Restrukturierung (27 Prozent) sowie neue Kundenbedürfnisse (26 Prozent).

Als wichtigsten Grund für die Investition in eine neue Finanz-Software, nannten die befragten Unternehmen Kostenersparnis (28 Prozent), gefolgt von der einfachen Installation und Konfiguration (14 Prozent) sowie der Geschwindigkeit (14 Prozent). Die Agilität in der Postimplementierung nennen die Befragten an vierter Stelle (12 Prozent).

«Unternehmen müssen sich heute den versteckten Kosten ihres ERP-Systems stellen, die nach der Erst-Implementierung anfallen«, weiß Albert Pang, Director Enterprise Applications Research von IDC. »Nutzer sollten sich fragen, ob sie bei ihrem bisherigen ERP-Anbieter bleiben wollen. Stellen Sie sich diese Frage nicht, muss man vermuten, dass sie die Möglichkeiten eines neuen, vielleicht weniger bekannten Anbieters nicht in Betracht ziehen wollen.«

»Angesichts der hohen Kosten, die durch Anpassungen der Software verursacht werden, sind Unternehmen zunehmend frustriert. Doch dann kaufen sie eine neue Version derselben Software, um ihre Kosten zu reduzieren«, sagt Dieter Große-Kreul, Geschäftsführer Agresso Deutschland. »Man muss kein Mathematiker sein, um zu wissen, dass dies gewisse Widersprüche beinhaltet. Der einzige Weg aus der Misere ist, der Agilität nach der Implementierung eine höhere Bedeutung beizumessen – und folglich eine ERP-Software zu kaufen, die sich dem Wandel im Unternehmen schnell und einfach anpasst.«

Mehr Informationen über Agresso unter: www.agresso.de <http://www.agresso.de>

 


 

E-Communities auf der Überholspur

Expertenbefragung: Prozessintegration erfährt in den kommenden Jahren grundlegenden Wandel

Düsseldorf, 28. Februar 2008 - Wie ist der Status quo in Sachen Prozessintegration? Was sind die wichtigsten Treiber und welche Themen stehen bei den Unternehmen ganz oben auf der Agenda? Sterling Commerce, ein Tochterunternehmen von AT&T (NYSE:T), hat ausgewählte Experten aus Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu diesen und weiteren Punkten befragt. Ein Trend ist dabei ganz klar erkennbar: Die Zusammenarbeit mit Partnern - ob Kunden, Lieferanten oder Distributoren - gewinnt zunehmend an Bedeutung. Zudem scheinen immer mehr Manager zu begreifen, dass die elektronische Integration mehr ist als eine technologische Notwendigkeit, sondern den Boden für unternehmerischen Erfolg ebnet.

Mit Partnern gemeinsam zum Erfolg

Manuelle Kommunikationskanäle sind out - die befragten Entscheider räumen dem Dokumentenaustausch via Fax oder Brief kaum noch Chancen ein. Elektronische Dokumentenübermittlungen über Portale und E-Communities beziehungsweise E-Marketplaces nehmen hingegen weiter an Bedeutung zu. Über die Hälfte der Befragten gab an, bereits mehr als zehn Handelspartner angebunden zu haben und in den kommenden Jahren mindestens genauso viele Partner ins Boot holen zu wollen.

Viele Vorhaben liegen in der Schublade

Über die strategische Bedeutung integrierter Prozesse sind sich die Unternehmen demnach bewusst. Fast alle Experten haben Integrationskonzepte in ihrer Unternehmensstrategie verankert, um hauptsächlich dem steigenden Kostendruck, den erhöhten Kundenanforderungen sowie dem verschärften Wettbewerb effizient begegnen zu können. Dennoch gibt es bei der Umsetzung noch Nachholbedarf: Lediglich die Hälfte der Befragten hat bereits durchgängige Prozesse implementiert.

Prozessintegration ist Chefsache

Die geschäftskritische Rolle von Integrationslösungen zeigt sich anhand der Unternehmensbereiche, die an der Investition beteiligt sind. In etwa zwei Dritteln aller untersuchten Fälle stammt die Bedarfsmeldung aus den Fachabteilungen und nicht aus dem IT-Bereich. Die endgültige Investitionsentscheidung trifft in sieben von zehn Fällen die Geschäftsleitung.

Den Durchblick im Standard-Dschungel bewahren

Wer sich letztendlich für eine Geschäftsprozessintegrations-lösung entscheidet, sollte laut Expertenmeinung sicherstellen, dass diese sämtliche Standards in den Griff bekommt. Obwohl EDIFACT (38 Prozent) und XML (33 Prozent) eine vorherrschende Rolle innerhalb der Kommunikationsstandards einnehmen, gaben die wenigsten Befragten an, mehr als zwei Standards einzusetzen. Nur eine Software, die alle gängigen Formaten und Protokolle unterstützt, ist deshalb für den Aufbau einer e-Community geeignet.

Die komplette Auswertung der Expertenbefragung »Prozessintegration heute - Status Quo und Trends« ist auf Anfrage bei Sterling Commerce erhältlich. Für mehr Informationen besuchen Sie uns im Internet unter www.sterlingcommerce.de.

 


 

Managed Security Services: Sicherheit per Mietvertrag

In jedem dritten Unternehmen in Deutschland haben IT-Attacken im vergangenen Jahr zum Ausfall kritischer Geschäftsanwendungen geführt. Vor diesem Hintergrund gehen Firmen dazu über, Teile ihrer IT-Sicherheit an externe Dienstleister auszulagern. Der Fokus liegt auf der Kontrolle von Zugriffen aus dem Internet. Bereits 80 Prozent der auslagernden Betriebe lassen ihre Firewalls von externen IT-Sicherheitsfirmen managen. Rund 62 Prozent legen zudem den Schutz ihrer E-Mail-Fächer sowie Anti-Viren-Verfahren in die Hände von Spezialisten. Attraktiv sind diese so genannten Managed Security Services vor allem für mittelständische Unternehmen. Ihre IT-Abteilungen sind häufig unterbesetzt, was zu Lasten der IT-Sicherheit geht. Mit der Auslagerung an externe Dienstleister lässt sich das Sicherheitsniveau erheblich steigern. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie »IT-Security 2007« der InformationWeek, die zusammen mit Steria Mummert Consulting ausgewertet wurde.

Die stärkste Bedrohung geht von Viren, Würmern und Trojanern aus. Das sagen rund 60 Prozent der IT-Sicherheitsverantwortlichen. Ein Viertel der Firmen lagert deshalb zumindest Standard-Sicherheitsaufgaben aus. Dafür dass die als Security Center fungierenden Anbieter den Schutz von Daten und IT übernehmen, zahlen die Auftraggeber üblicherweise eine monatliche Mietgebühr. Diese wird pro Arbeitsplatz und je nach Art der Schutzbausteine berechnet. Der Umfang des Schutzes ist also flexibel skalierbar und lässt sich an die aktuellen Bedürfnisse anpassen. Für die berechnete Pauschale stellt der Service-Anbieter die nötige Hardware bereit und ist für die Wartung sowie für die permanente Aktualisierung und Weiterentwicklung der Software verantwortlich. Viele Dienstleister verbriefen ihre Servicequalität mittlerweile auch vertraglich: 43 Prozent der befragten Unternehmen verwenden in ihren Outsourcing-Verträgen eine Rückabwicklungsklausel, von der der Kunde im Falle unbefriedigender Leistung des Dienstleisters Gebrauch machen kann, um das Vertragsverhältnis zu lösen.

Während sich die meisten Managed Security Services-Vereinbarungen auf den technologischen Basisschutz der E-Mail- und Internet-Kommunikation beschränken, nimmt die Bedeutung umfassenderer Sicherheitskonzepte kontinuierlich zu. Denn die Betriebe agieren immer vernetzter, und die Anwender greifen über mehr Netzwerke denn je auf die Firmensysteme zu. Dennoch lassen nur 15 Prozent der befragten Unternehmen eine umfassende Schwachstellenanalyse durchführen. Weniger als jedes zehnte verfügt über einen aktuellen Notfallplan. »Der gemietete Schutz von Managed Security Services-Anbietern leistet IT-Sicherheit ohne kostspielige Anschaffungsinvestion«, so Dr. Robert Hilgers, Senior Consultant für IT-Security bei Steria Mummert Consulting. »Im Tagesbetrieb muss der Auftraggeber zudem kein Personal für Sicherheitsschulungen, Überwachung und Wartung der Systeme abstellen«. Gleichwohl empfiehlt der Experte umfassende Sicherheitsansätze: »IT-Security beschränkt sich nicht auf das technische Abwehren äußerer Bedrohungen. Ganzheitliche Security-Konzepte berücksichtigen beispielsweise die internen Zugangsverfahren und das reale IT-Verhalten der Nutzer. Selbst fortgeschrittene Schutztechnologien lassen sich bei falschen Benutzungsspielregeln aus den Angeln heben.

 


Speichervirtualisierung

Cannes/München 28. Februar 2008 – NAS-Experte ONStor stellt die Resultate seiner VMworld-Trendstudie vor. ONStor befragte auf der VMworld in Cannes über 200 Unternehmensvertreter zu Themen rund um die Entwicklung auf dem Markt für Speicher-Virtualisierung.

Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage belegen, dass Speicher-Virtualisierung nicht mehr länger zu den Nischenlösungen gehört, sondern zu einem Mainstream-Technologiethema geworden ist. 68 Prozent der befragten Unternehmensvertreter sind sich sicher, dass Speichervirtualisierung, die Speicherverfügbarkeit in ihren Unternehmen verbessern wird.

Die große Mehrheit von 78 Prozent der Befragten betont, dass die Flexibilität und die Möglichkeit Speicherkomponenten herstellerunabhängig zu integrieren ein besonders wichtiges Entscheidungskriterium bei der Wahl ihrer Speicherlösung darstellt. Die Flexibilität offener Systeme ist also offensichtlich zu einem Schlüsselfaktor geworden, der mittlerweile ein genauso wichtiger Punkt für die Entscheidung zu einem Speicher-Virtualisierungsprojekt ist, wie die bekannten Vorteile im Bereich Skalierbarkeit und Heterogenität. Anbieter von hoch-skalierbaren und offenen NAS-Lösungen, sind damit für den derzeitigen Umbruch im Speichermarkt bestens aufgestellt.

Weitere Resultate der Trendstudie Speicher-Virtualisierung :

  • Nur knapp über die Hälfte (55%) der Befragten glauben, dass ihre derzeitige Speicherlösung für kommende Anforderungen ausreichend skalierbar ist. 
  • Im Sinne von Marktpotenzial kann man daraus schließen, dass Anbietern ein potenzieller Markt von rund 45 Prozent von Unternehmen zur Verfügung steht, die glauben, dass sie noch nicht die richtige Lösung für die Zukunft gefunden haben.
  • Die Studienergebnisse zeigen auch wie groß die Bedenken am Markt bezüglich Skalierbarkeit von Speichersystemen sind und das hoch-skalierbare Lösungen mittlerweile eine Grundvoraussetzung für viele IT-Abteilungen sind.
  • 79 Prozent der Unternehmen sind sich darüber bewusst, inwiefern Speicher-Virtualisierung ihre Prozesse bezüglich Ausfallsicherung verbessern kann. 
  • Zwar haben 61 Prozent der Umfrageteilnehmer noch keinen Kostenvergleich zwischen ihrer bestehenden Speicherlösung und einer NAS-Speicherumgebung durchgeführt. Die Tatsache, dass immerhin 39 Prozent einen solchen Vergleich durchführen zeigt aber, dass das Einsparungspotenzial von NAS-Speicherlösungen der neuen Generation stärker in den Fokus der IT-Abteilungen und Verantwortlichen rückt. 

»Aus Gesprächen auf der VMworld wissen wir, dass der rasante Anstieg der Datenmengen, belegt auch vom immer weiter ansteigenden Energieverbrauch in Rechenzentren, zu den größten Sorgen der CIOs und IT-Fachleute gehört«, erklärt Roland Voelskow, VP Continental Europe von ONStor. »Was wir an den Studienergebnissen besonders interessant finden ist, wie viele IT-Abteilungen noch immer keine Lösungen implementieren, die diese Probleme angehen. Immerhin gehört das Thema Skalierbarkeit mittlerweile zu den wichtigsten Kriterien der Verantwortlichen. Ein ebenso wichtiger Aspekt, der in Cannes heiß diskutiert wurde, ist der Schutz bereits getätigter Investitionen in vorhandene Systeme. Die Möglichkeit vorhandene Systeme mit neuen Lösungen für die Speicher-Virtualisierung zu kombinieren, kommt vielen Unternehmen daher wie gerufen. Zudem liefern ONStor-Lösungen mit Thin Provisioning und der Möglichkeit verschiedene Speicherklassen zu kombinieren eine ideale Plattform für die File Server Konsoliodierung.«

 

Die aktuelle Umfrage setzt ONStors Markt- und Trendstudien zu den Themen Virtualisierung und »grünes« Rechenzentrum fort. Die Ergebnisse der Virtualisierungsstudie von der Storage Networking World Europe finden Sie unter: http://www.gc-pr.de/1-1/onstor_studie_virtualisierung_2008.html, Ergebnisse zu Green Computing-Trends unter http://www.gc-pr.de/1-1/onstor_gruenesrechenzentrum_22102007.html.

www.onstor.com.

 


 

Telearbeit setzt sich durch

26.02.2008 - Immer mehr Beschäftigte erledigen Teile ihres Jobs von zu Hause oder unterwegs. Doch nicht in der Form wie man es ursprünglich annahm. Ende der Neunziger Jahre glaubten Trendforscher an das Ende der Büroarbeit und dadurch 30 Prozent weniger Verkehr.

Heute erweisen sich diese Vorstellung als übertrieben. Trotzdem bleibe Telearbeit ein Trend, der durch leistungsfähigere Internetverbindungen, Laptops und Smartphones angetrieben werde. Das ist die Einschätzung des Beraters Bernd Steimel, der sich seit einigen Jahren mit dem Thema befasst und den die (http://www.telekom.de) Deutsche Telekom, neben anderen Personen, dazu befragte. Waren Telearbeiter früher separate Einheiten, die sich mühsam einwählen mussten, seien sie heute Teil eines Unternehmensnetzes, resümiert Steimel. Handys und Festnetztelefone rechne man über Flat-Rates ab und wLAN, DSL oder UMTS ermöglichten praktisch überall einen schnellen Internetzugang. Theoretisch sei in Sachen mobiler Arbeit tatsächlich heute fast alles möglich, erklärt Anette Weisbecker, Leiterin des Fraunhofer IAO. Probleme bereite eher die Organisation. Ingrid Hofmann, Gründerin und Inhaberin einer Personal Leasing Firma, betont, dass die Tätigkeit zum Ort passen müsse. Sie könne von Zuhause aus reine Verwaltungsaufgaben erledigen, Kundenkontakte gebe es nur vom Büro aus. Beachten Unternehmen die Grundregeln, dann werden Mitarbeiter deutlich leistungsfähiger. Dazu gehöre auch die Trennung von Freizeit und Arbeitszeit in einem privaten Umfeld. Das fordert andererseits auch viel Selbstdisziplin und -organisation.

http://www.ecin.de

 


 

CRM wird virtuell

25.02.2008 - Das Kundenbeziehungsmanagement wandelt auf ausgetretenen Pfaden, konstatieren Analysten. Web 2.0 und virtuelle Welten erfordern eine Anpassung seitens der Unternehmen. Mit der »Generation Virtual« versuchen die Marktanalysten von (http://www.gartner.com) Gartner ein neues Konzept zu etablieren, das neue Türen im Customer-Relationship-Management (CRM) aufstoßen soll. Denn die bisherige Kundendatenerhebung sei veraltet. Das Augenmerk liege auf obsoleten Kategorien wie Alter, Geschlecht oder Wohnort. Für die »Generation V« seien diese Einteilungen aber nicht mehr tragfähig, da ihre Mitglieder sich häufig mit anonymisierten, eigens angelegten virtuellen Persönlichkeiten durch das Netz bewegen. Zum Glück folgen dieser ernüchterten Feststellung fünf Tipps für CRM-Tätige, diese Nutzer fassbar zu machen. Erstens gelte es auch bei den virtuellen Personen, Daten für alle wichtigen Marketing-Segmente zu sammeln, denn diese Daten seien die Grundlage aller CRM-Tätigkeit. Zweitens müsse die bisherige, produktbasierte Marktsegmentierung zugunsten einer zukünftigen Fokussierung auf Nutzerwünsche weichen. Drittens fordert Gartner, die bloße Datenerhebung um aktive Kommunikation mit den Kunden in spe zu ergänzen. Der vierte Tipp: Das Kundenbeziehungsmanagment solle mit Erkenntnissen aus den Human- und Sozialwissenschaften angereichert werden, verbunden mit Spezialisierungen, beispielsweise auf den Bereich Game-Design. Nur so könnten die verschiedenen Teilnehmer und Spielertypen in Second Life und anderen virtuellen Umgebungen erfasst werden. Schließlich prognostiziert Gartner für 2017 mehr als 20 Millionen »Bots« allein in den USA. Bots sind automatisch handelnde Avatare, die für eine reale Person stehen. Gartner rät Unternehmen, ihrerseits Bots einzusetzen, um Marketing, Kundenservice und Verkauf für diese Käufergruppe angemessen zu gestalten.

http://www.ecin.de

 


 

Markt für Virtualisierung und flexible Preismodelle zieht an

Flexible Preismodelle in der IT sind bisher noch nicht breit im Markt angekommen, stehen jedoch vor dem Durchbruch. Dagegen setzen bereits 87 % der Unternehmen auf Virtualisierungskonzepte, mit denen sie Kosten einsparen und ihre IT-Infrastruktur flexibilisieren wollen. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage von Pierre Audoin Consultants (PAC) in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz. Ende 2007 hatte das Marktanalyse- und Beratungsunternehmen 117 IT-Führungskräfte nach Virtualisierungskonzepten und dem Einsatz flexibler Preismodelle in deren Unternehmen befragt.

München, Februar 2008 - Bisher setzt erst ein Viertel der befragten Unternehmen auf flexible Preismodelle in der IT, obwohl knapp 40 % Kosteneinsparpotenziale als Hauptargument für die Einführung solcher Angebote identifizieren. »Es besteht demnach ein enormes Marktpotenzial für Preismodelle, die sich dem tatsächlichen Verbrauch anpassen«, prognostiziert Stephan Kaiser, Senior Consultant bei PAC. »Höhere Flexibilität und daraus resultierende Kosteneinsparungen lassen die Nachfrage nach solchen Konzepten stetig zunehmen.« Dies bestätigen mehr als 50 % der befragten IT-Manager: Sie wollen noch in diesem Jahr flexible Preismodelle und Virtualisierungskonzepte einführen und damit ihre Kosten auch planbarer machen. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass 17 % der Befragten kein Budget für die Einführung solcher Konzepte zur Verfügung steht. Kaiser: »Demnach erkennen sie anscheinend noch nicht die Einsparpotenziale der Modelle.«

Im Fokus der Virtualisierung stehen bei mehr als der Hälfte der Befragten die Exchange-Server sowie an zweiter Stelle die Archivierung, was die IT-Entscheider insbesondere auf neue gesetzliche Vorgaben zurückführen. Diese führen zu neuen Anforderungen an Geschäftsprozesse und damit auch an die IT-Landschaft. Im weiteren Fokus der Virtualisierung stehen SAP, Lotus Domino und die Mainframes.

Erstaunlich ist, dass die Unternehmen ihre Virtualisierungsprojekte in den meisten Fällen ohne externe Dienstleister durchführen. Nur 9 % lagern diese Projekte komplett an einen IT-Dienstleister aus, ein Fünftel holt sich zumindest teilweise externe Hilfe ins Haus. »Dies wird sich in Zukunft nachhaltig ändern. Immer mehr CIOs erkennen, dass ihr wirklicher Wertbeitrag zum Unternehmenserfolg das Umsetzen von Innovationspotenzialen ist und weniger in der Aufrechterhaltung und Optimierung des laufenden IT-Betriebs liegt«, ist Kaiser überzeugt. Hier gibt es demnach ein großes Potenzial für Service Provider, die gleichzeitig flexible Preismodelle anbieten könnten.

www.pac-online.com.

 


 

Neue Geschäftsmodelle im mobilen Internet

Bonn/Eschborn, 27. Februar 2008. Erfolgreiche Geschäftsmodelle im mobilen Internet basieren künftig verstärkt im Angebot so genannter Metadaten. Als Kontextinformationen bezeichnen diese beispielsweise den per GPS ermittelten Aufnahmeort eines Fotos oder den Verfügbarkeitsstatus von Mobilfunkteilnehmern. Betreibern von Mobilfunknetzen bieten sich damit Marktchancen, da sie aufgrund ihrer Netzhoheit über zahlreiche Metadaten verfügen und diese kostenpflichtig Internet-Dienstanbietern zur Verfügung stellen können. Erfolgsfaktoren für Marktmodelle im mobilen Internet analysiert das neue White-Paper »Barbarians on your Networks – How Over-top-Player Googlize your Business« der Managementberatung Detecon International.

»Die konvergierenden Märkte des mobilen Internet schaffen für Mobilfunkanbieter Chancen und Risiken«, resümiert Thomas Grota, Managing Consultant bei Detecon. »Einerseits bieten margenstarke Konvergenzprodukte und die Migration von Anwendungen auf mobile Terminals neue Umsatzchancen. Andererseits gefährden netzunabhängige Internet-Dienstanbieter bestehende Markthoheiten, indem sie IP-basierte Angebote ohne Infrastrukturinvestitionen erbringen können und lediglich auf werbefinanzierte Geschäftsmodelle setzen.«

Folglich empfiehlt Detecon den Mobilfunkanbietern sich auch im Rahmen von Partnerschaften auf Stärken wie die Netzwerkexpertise zu besinnen: »So wäre beispielsweise denkbar, dass Mobilfunkkunden ihre Metadaten, also Informationen über Präsenz, Lokation und Mobilität, in mehreren Social Networks oder Mobile Blogs gleichzeitig nutzen können«, hebt Detecon-Consultant und Mitautor Daniel dos Reis hervor. »Auf diese Weise kann beispielsweise ein Endanwender allen Communities mit einem Klick mitteilen, dass er ab sofort an einem anderen Standort erreichbar ist.«

IT-Plattform stellt Datenschutz sicher

Eine wichtige Voraussetzung für solche Szenarien besteht laut Detecon neben der Existenz eines All-IP-Netzwerkes im Aufbau einer kundenfokussierten IT-Architektur, die Metadaten geschützt zur Verfügung stellt und dabei gleichzeitig Privacy und Copyright der Besitzer sichert. Weiterhin stellt die Architektur die Integrationsfähigkeit der Steuerelemente her, indem sie ein IP Multimedia Subsystem (IMS) und eine Service-Delivery-Plattform (SDP) nutzt. Diese Komponenten können Informationen aus Netzwerken verarbeiten und innerhalb der angebotenen Dienste zur Verfügung stellen.

Das Opinion Paper »Barbarians on your Networks – How Over-top-Player Googlize your Business« steht unter www.detecon.com zum Download bereit. Unter anderem beleuchtet es Erfolgsfaktoren und spricht Handlungsempfehlungen aus, um vom wachsenden Potenzial konvergierender Internet-Märkte profitieren zu können.

 


 

Lokalisierte Computerviren auf dem Vormarsch

München, 26. Februar 2008. Kriminelle Hacker arbeiten zunehmend mit mehrsprachiger Malware und schießen sich auf lokale Webangebote ein – so das Fazit einer Studie des IT-Sicherheitsspezialisten McAfee.

»Moderne Malware funktioniert nicht mehr nach dem Gießkannenprinzip«, warnt Jeff Green, der bei McAfee die Forschungs- und Entwicklungsabteilung Avert Labs leitet. »Die Cyberpiraten sind in allen Weltregionen zu Hause und erschaffen Viren speziell zum Einsatz in einzelnen Ländern. Sie sind nicht nur versierte Programmierer, sondern verstehen auch etwas von Psychologie und Sprachen.«

Unter dem Titel »One Internet, Many Worlds« fasst die dritte Ausgabe des Global Threat Report neueste Erkenntnisse des internationalen McAfee-Forscherstabs zusammen. Darin wird die Globalisierung der Cyberkriminalität ebenso untersucht wie landesspezifische und regionale Bedrohungen. Hier die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Profihacker richten ihre Kampagnen zunehmend auf einzelne Länder, Sprachräume, Firmen oder Softwaretypen aus.
  • Die Angreifer entwickeln ein immer feineres Gespür für kulturelle Unterschiede und stimmen ihre Infiltrationstechniken darauf ab.
  • Cyberbanden rekrutieren ihre Programmierer überwiegend in Ländern mit hoher Arbeitslosigkeit unter IT-Fachkräften, allen voran Russland und China.
  • Die Webkriminalität operiert vorzugsweise in Staaten mit ineffektiver Strafverfolgung.
  • Rund um den Globus setzen die Schöpfer von Computerviren auf besonders ansteckende Übertragungswege wie Web-2.0-Anwendungen und Peer-to-Peer-Netze.
  • Mehr denn je zielen Schadprogramme auf Sicherheitslücken in Software und Diensten lokaler Webangebote.

»Die seit einigen Jahren feststellbare Regionalisierung ist ein weiteres Indiz dafür, dass bei Attacken aus dem Internet finanzielle Motive in den Vordergrund rücken«, erklärt Green. »Lästige, aber vergleichsweise harmlose Cybergraffiti und Computerwürmer sind Schnee von gestern. Die Hacker denken sich ständig neue Schachzüge aus. Doch wir werden ihnen in jeder Sprache Paroli bieten.«

Malware-Schmelztiegel USA

Die Urheimat der Schadprogramme ist selbst zum bevorzugten Zielhafen aller erdenklichen Spielarten der Cyberpiraterie geworden. Mit immer raffinierteren Täuschungsmanövern erbeuten die Angreifer Daten und Geld und dringen über Schwachstellen wie Web-2.0-Applikationen in Amerikas vernetzte Rechner ein. Weil Online-Straftaten in vielen Ländern nicht geahndet werden und entsprechende Auslieferungsabkommen fehlen, können sich aus dem Ausland operierende Täter meist der Strafverfolgung entziehen.

Europa: polyglotte Cybermafia

Europas Sprachenvielfalt – allein die EU zählt 23 Amtssprachen – hat die Reichweite der dort aktiven Hacker lange eingeschränkt. Um sich vor Spam und Datendiebstahl zu schützen, reichte es oft, englischsprachige E-Mails zu ignorieren. Heute verfassen Cyberbetrüger ihre Nachrichten jeweils in der Sprache des Landes, aus dem die Adressen stammen. Je nach Zieldomäne übertragen Malware-Server automatisch die passend lokalisierte Version eines Schadprogramms. In zeitlicher Nähe zu Medienspektakeln wie der Fußballweltmeisterschaft fallen gutgläubige Fans regelmäßig auf E-Mail-Betrüger und Phisher herein. Je findiger die Malware-Autoren, desto stärker gerät die europäische Internetgemeinde unter Beschuss.

China: Alles nur Spiel?

Weil sich ein Viertel der gut 137 Millionen Websurfer Chinas an Onlinespielen beteiligt, lässt sich dort aus dem Diebstahl von Spielgeld, virtuellen Waren und Nutzerdaten leicht Kapital schlagen. Bei Schadprogrammen aus der Volksrepublik handelt es sich größtenteils um Trojaner, mit denen Hacker Passwörter auslesen, um sich Spielfiguren anzueignen oder virtuelle Guthaben zu plündern. Dass der chinesische Arbeitsmarkt ganzen Heerscharen gelernter Programmierer keine geregelte Beschäftigung bietet, veranlasst viele dazu, ihr Auskommen in der Malware-Szene zu suchen.

Japan: Ansteckung von Rechner zu Rechner

Die japanische Online-Tauschbörse Winny gilt als Tummelplatz von Cybersaboteuren. Wird die Peer-to-Peer-Anwendung in Firmennetze integriert, können darüber eindringende Schadprogramme Kennwörter kopieren und auf Geschäftsdaten zugreifen. Japans Hacker gehören zu den wenigen, die nicht auf Bereicherung aus sind; vielmehr dominiert der Ehrgeiz, sensible Informationen offenzulegen oder zu löschen. Ein weiteres Einfallstor ist das Textverarbeitungsprogramm Ichitaro. Über vernachlässigte Sicherheitslücken der Software werden immer wieder Schnüffelprogramme auf die Rechner ahnungsloser Anwender geschmuggelt.

Russland: Cybercrime als Krisensymptom

Angesichts der Wirtschaftskrise und einer großen Reserve an arbeitslosen Informatikern herrscht auf dem russischen Malwaremarkt Hochkonjunktur. Einige der bekanntesten Hackertools werden in Russland geschmiedet und in einer rechtlichen Grauzone vertrieben. Eher früher als später dürften der leichte Zugang zu diesem Arsenal und das Fehlen strafrechtlicher Bestimmungen gegen Computerkriminalität dazu führen, dass mafiöse Organisationen in das Malware-Geschäft einsteigen. Da viele russische Hacker wie ihre chinesischen Kollegen von materieller Not in die Illegalität getrieben werden, erwartet man in den Avert Labs, dass der Marktanteil der Schadprogramme »made in Russia« dank Wirtschaftswachstum und besserer Strafverfolgung allmählich zurückgeht.

Brasilien: Sturm auf die Banken

In kaum einem Land ist virtueller Bankraub so häufig wie in Brasilien. Da die Mehrheit ihrer Landsleute ihre Bankgeschäfte via Internet erledigt, hat sich die brasilianische Cybermafia auf das Erschwindeln von Zugangsdaten spezialisiert. Der Branchenverband FEBRABAN (Federação Brasileira de Bancos) schätzt den Schaden durch Online-Betrug allein für 2005 auf 300 Millionen Real (100 Mio. €). Änderungen an den Webauftritten der Kreditinstitute vollziehen die Hacker in ihren Trojanern im Handumdrehen nach.

Die Bedrohung in Zahlen

  • von McAfee erfasste Computerrisiken insgesamt: 371.002 (Stand 1. Februar 2008)
  • Gesamtzahl der erkannten Bedrohungen im Jahr 2007: 131.800
  • Gesamtaufkommen an Schadprogrammen 2006: 53.567
  • Zunahme der Bedrohungen von 2006 auf 2007: 246 Prozent
  • Tagesaufkommen an neuen Schadprogrammen Anfang 2008: 527
  • geschätztes Tagesaufkommen Ende 2008: 750

»Der Einfallsreichtum und die Raffinesse mancher Hacker sind beeindruckend«, bemerkt Joe Telafici, der das operative Geschäft der Avert Labs verantwortet. »Diese Profis machen sich die kulturspezifischen Vorlieben von PC-Besitzern aus aller Herren Länder zunutze. Als global aufgestelltes Team sind wir jedoch darauf vorbereitet, unsere Kunden vor solchen Angriffen zu schützen.«

Eine elektronische Fassung des aktuellen Global Threat Report ist im Internet unter www.mcafee.com/us/threat_center/default.asp erhältlich.

 


 

Neben Telefonie und SMS entdecken die Deutschen zunehmend das mobile Internet für sich

- Kunden wollen einfache und günstige Tarife

- Immer mehr Deutsche würden zugunsten einer mobilen Lösung auf ihr Festnetztelefon verzichten

- Das Interesse an der Nutzung mobiler Breitbanddienste steigt deutlich

Im Januar 2008 hat das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Rahmen einer repräsentativen Umfrage über 2000 Bundesbürger im Auftrag der E-Plus Gruppe zu ihrem Telefonieverhalten befragt. Das Ergebnis war eindeutig: Mobilfunknutzer möchten, wie in den vergangenen Jahren auch, vor allem günstig telefonieren und SMS schreiben. Dabei ist die Flatrate, mit der die Kunden für einen festen Betrag unbegrenzt telefonieren können, das beliebteste Tarifmodell. Außerdem gewinnen mobile Breitbanddienste erstmals klar an Bedeutung. Auf die Frage, was für die Kunden in Zukunft in Sachen mobiler Kommunikation das wichtigste sei, waren die häufigsten Antworten »Sprachtelefonie«, »einfache Tarife« und »SMS«.

Auch wenn Sprachtelefonie und SMS immer noch die bestimmenden Themen im Mobilfunk sind, wird die Nutzung mobiler Breitbanddienste zunehmend attraktiver. Das Interesse an der Nutzung verdreifachte sich binnen eines Jahres von 9 Prozent auf 27 Prozent. Am häufigsten nutzen die Kunden heute abseits von SMS dabei das mobile Internet oder versenden E-Mails. Immerhin die Hälfte der Befragten versendet mindestens einmal wöchentlich eine E-Mail. 29 Prozent surfen ebenso häufig mobil im Internet. Aber auch Dienste wie der Versand von MMS und der Download von Musik mit dem Handy werden öfter genutzt.

Durch die vermehrte Nutzung mobiler Breitbanddienste steigt auch die Bereitschaft der Kunden, den Festnetzanschluss aufzugeben. Fast jeder dritte Deutsche kann sich vorstellen, seinen Festnetzanschluss zu kündigen, um nur noch mobil zu telefonieren. Immerhin 18 Prozent würden ihren stationären Breitbandzugang für eine mobile Lösung aufgeben.

Die TNS Infratest Studie 2008 ist eine Nachfolgebefragung zu vergleichbaren Umfragen aus dem Jahr 2006 und 2007. Detaillierte Tabellen zu den wichtigsten Punkten sowie weiterer Ergebnisse zu den Themen Roaming, SIM-only Tarife oder Handy-TV können im Downloadbereich auf www.eplus-unternehmen.de/presse abgerufen werden.

 


 

Mangelhaftes Anforderungsmanagement bei den IT-Services

exagon-Erhebung: Zu hohe Fehlerquote, unzureichend automatisierte Abläufe und unklare Verantwortlichkeiten

Statt ITIL zu nutzen, haben viele Unternehmen individuelle Prozesse für das Anforderungsmanagement entwickelt

(Kerpen, 14.03.2007) Wenn Fachabteilungen technische Anforderungen an die IT-Abteilung übergeben, können sie keineswegs sicher sein, dass sie damit einen reibungslosen Prozess initiieren. Denn das Auftragsmanagement funktioniert nach einer Erhebung der Unternehmensberatung exagon nur vergleichsweise selten in der gewünschten Weise. Die Ursachen liegen vor allem darin, dass eine zu hohe Fehlerquote besteht, die Abläufe nicht ausreichend automatisiert laufen und unklare Verantwortlichkeiten bestehen.

Der Befragung von fast 300 Mittelstands- und Großunternehmen zufolge bezeichnet nur ein Fünftel der Firmen ihr eigenes Auftragsmanagement als gut oder sehr gut. Ein weiteres Viertel bewertet es zumindest als befriedigend, aber mehr als die Hälfte sieht einen deutlichen Optimierungsbedarf. So urteilen 21 Prozent, dass die Prozesse im IT Service Management bei der Umsetzung von Anforderungen nur »mäßig« sind. Ein noch härteres Urteil treffen 35 Prozent der Befragten, indem sie ihr Auftragsmanagement als »sehr unbefriedigend« bezeichnen. »Aus dieser Sicht betrachtet, ist es kaum verwunderlich, dass so viele IT-Projekte nur mäßig erfolgreich sind«, bewertet exagon-Geschäftsführer Joachim Fremmer die Ergebnisse.

Als hauptsächliche Probleme nennen zwei Drittel der befragten IT-Manager, dass in der Abwicklung der Service-Aufträge ein zu geringer Automatismus besteht. Auch der Mangel an klar geregelten Verantwortlichkeiten gehört für ähnlich viele zu den typischen Ursachen. Drei von Fünf sehen außerdem, dass die Transparenz der Prozesse mangelhaft ist und sie im weiteren IT Service Management nicht in dem erforderlichen Maß integriert sind. Ebenso weist die Qualitätssteuerung in den Augen von mehr als jedem zweiten IT-Chef deutliche Defizite auf.

»Dies sind allerdings nur die sichtbaren Symptome und weniger die eigentlichen Ursachen«, urteilt Fremmer. Das eigentliche Problem resultiere aus einem mangelhaften Anforderungsmanagement. »Die definierten Prozesse entsprechen oft nicht den Ansprüchen eines Service Level Managements, weil sie Account-orientiert sind und damit eher eine kaufmännische Ausrichtung haben.« So würden Anforderungen der Fachabteilung zwar auf einen Account-Manager der IT übertragen, dieser habe aber nicht die Funktion, die weiteren Abläufe zu steuern oder dafür zu sorgen, dass die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung stehen. »Viele Informationen gehen innerhalb der verschiedenen Prozessschritte verloren. Außerdem erfolgt die Übergabe der Aufgaben relativ zufällig und alles andere als nach einem klar strukturierten Vorgehensmodell auch unter dem Einsatz eines unternehmensspezifischen Projektmanagements«, hat Fremmer in der Praxis beobachtet. Auch ein Tracking sei hierbei nur bedingt in einem kunden- und serviceorientierten Umfang möglich.

Ohnehin wundert sich der ITSM-Experte, dass viele Unternehmen individuelle Modelle für das Auftragsmanagement konzipiert haben, obwohl das Regelwerk ITIL dafür einen Prozess biete. »Die selbst entwickelten Prozesse erzeugen eine Schattenwelt und lassen sich nicht oder nur schwer in die ITIL-Infrastruktur integrieren«, beschreibt er die weiteren Nachteile. Dass sich die Firmen aber dafür entschieden haben, hat für den exagon-Geschäftsführer einen bestimmten Grund: Die Service Delivery Prozesse seien noch nicht richtig verstanden worden. Insbesondere würden vielfach Service Level Management (SLM) mit einem in dieser Form nicht vorhandenen Service Level Agreement Management (SLA) verwechselt, urteilt Fremmer. »Letztlich ist das unzureichende Verständnis der Delivery-Prozesse der Grund dafür, dass die Unternehmen nicht auf ITIL zurück gegriffen und stattdessen individuelle Vorgehensweisen für das Anforderungsmanagement entwickelt haben.«

Ob ITIL 3 den Unternehmen eine ausreichende Hilfestellung bieten könne, bleibt nach Meinung des ITSM-Experten abzuwarten. Denn dort würden zwar Ansätze bestehen, sie seien aber lückenhaft und nicht konsistent, außerdem würden die Fragen der methodischen Umsetzung zu wenig berücksichtigt. »Der Anwender wird dadurch etwas allein gelassen«, kritisiert Fremmer.

 

Befragungsergebnisse

 

Wie gut funktioniert Ihr Auftragsmanagement für die IT-Services?

- gut oder sehr gut:

18%

- befriedigend:       

26%

- mäßig:

21%

- sehr unbefriedigend:

35%

(279 Mittelstand- und Großunternehmen; Quelle: exagon consulting, 2008)

 

Welche hauptsächlichen Probleme bestehen in den Prozessen
des Auftragsmanagements?

- zu geringer Automatismus:

69%

- unzureichende Transparenz:

58%

- unklare Verantwortlichkeiten:

64%

- Defizite in der Qualitätssteuerung:

53%

- unzureichend integriert:

56%

- zu hohe Fehlerquote:

61%

- andere Probleme:

37%

(Mehrfachnennung möglich)

www.exagon.de

 


 

Business Intelligence im Handel

14.3.2008 - Der Handel agiert im Allgemeinen recht vorsichtig, was Investitionen in neue Technologien anbetrifft. Dennoch rücken angesichts steigender Wettbewerbsintensität und abnehmender Kundentreue IT-Themen wie z.B. Business Intelligence in den Vordergrund, die eine immer bessere und gezieltere Kundenansprache unterstützen. Konsistente Informationen über Kundenverhalten sind im Handel von entscheidender Bedeutung für die Steuerung des Unternehmens. So können bei richtiger Analyse der Daten zum Beispiel Zielgruppendefinitionen für Mailings, Kundentypologien oder auch Potentialschätzungen bei Neukunden generiert werden.

Auch um die Ware bedarfsgerecht im Regal zu platzieren, muss der Handel Käuferwünsche kennen und verstehen, Reaktionszeiten am Point-of-Sale (POS) verkürzen und bedarfsorientierte Bestellmengen identifizieren. Hilfestellung hierbei liefert Business Intelligence. Durch die konsequente Sammlung aller relevanten Daten und die bedarfsgerechte Analyse wird eine gezielte Marketingstrategie ermöglicht. Ob der Komplexität und Vielzahl an zu berücksichtigenden Parametern stellt dies aber eine zunehmende Herausforderung dar und ist somit Treiber für spezielle BI-Lösungen im Handel. Technologien wie RFID und die damit einhergehende Zunahme des Datenvolumens machen zudem  analytische Applikationen für ein Data Warehouse notwendig.

»Simulations-Tools«, also Systeme die das Kaufverhalten von Kunden unter Einbeziehung von externen Einflussfaktoren wie z.B. Konkurrenzverhalten, Markttrends, Saisonale Einflüsse, demografische Daten prognostizieren können, werden bereits in einigen Unternehmen eingesetzt. Durch die Simulationen können bestimme Szenarien durchgespielt werden, um so z.B. den optimalen Preis zu bestimmen. Durch gute Prognosedaten wird auch die Basis für die Integration von Demand- und Supply Chain, Warenwirtschafts- und ERP-Systemen entscheidend verbessert. Weiterhin können vernetzte Wertschöpfungsketten von Händlern und Industrie dem Thema ECR und CPFR (Collaborative Planning, Forecasting und Replenishment) einen Entwicklungsschub geben.

www.experton-group.de

 


 

Microsoft adressiert mit Software-plus-Service-Strategie den europäischen Massenmarkt

Microsoft bietet sein Office Live Workspace Beta-Programm jetzt auch in Europa an. Dieser derzeit noch kostenlose Online Storage Service für Einzelanwender adressiert vor allem die Zielgruppe der Information Workers und Studenten.

Mit Office Live Workspace (OLW) können alle Arten von Dokumenten abgelegt werden, auch Nicht-Microsoft-Formate. Einzige Einschränkung: Bestimmte Dateitypen (z.B. ausführbare EXE-Dateien) sind nicht erlaubt. Für Dokumente in Microsoft-Formaten gibt es zudem einen Online Viewer, mit dem Dokumente gesichtet werden und um Kommentare auf Dokumenten- und Seitenebene ergänzt werden können. Nutzer können ihren Desktop und 25 Dokumente in einer kollaborativen Sitzung bis zu 15 weiteren Nutzern zugänglich machen (eine abgespeckte Version der LiveMeeting-Funktionalität). Auch Plug-ins für neuere Microsoft Office Versionen sind zum Herunterladen verfügbar; damit kann der OLW für die Speicherung und Auffindung von Dokumenten direkt aus diesen Applikationen genutzt werden. Allerdings ist es nicht möglich, Dokumente online zu erstellen bzw. zu bearbeiten.

«Mit diesem Schritt scheint Microsoft den bereits existierenden Service für Nordamerika einfach auf den europäischen Markt auszudehnen«, stellt Rüdiger Spies, Independent Vice President Enterprise Applications bei IDC fest. Doch es steckt noch mehr dahinter.

Das Angebot ist der erste reelle Schritt hin zum Ausbau der Software-plus-Service-Strategie von Microsoft, um den europäischen Massenmarkt mit Abermillionen von potenziellen Anwendern zu adressieren. Praktisch jeder, der mit Office XP, 2003 oder 2007 arbeitet, kann (nach Einrichtung eines Kontos) seine Dokumente aus Office-Applikationen online ablegen und darauf zugreifen (die Dokumente müssen nicht erst gespeichert und in einem Extraschritt hochgeladen werden). Da Microsoft den Office-Markt beherrscht, kann eine sehr große Anzahl an Information Workers nun direkt die Möglichkeit des virtuellen Storage nutzen.

Die Software-plus-Service-Strategie kann eine elegante Möglichkeit für Microsoft sein, auf den Software-as-a-Service-Zug (SaaS) aufzuspringen, ohne dadurch seine Softwareprodukte obsolet bzw. überflüssig zu machen, und Office Live ist das Aushängeschild dieser Strategie. Nutzer haben damit einen sicheren webbasierten Speicherservice für ihre Dokumente (auch für Spreadsheets und Präsentationen) zur Hand und können diese für die Online-Zusammenarbeit freigeben, ohne auf die umfangreichen Möglichkeiten für die Dokumentenerstellung und -bearbeitung ihrer vorhandenen Microsoft Office Produkte verzichten zu müssen. Natürlich ist dafür ein Internetanschluss erforderlich, aber angesichts der in den meisten Ländern ziemlich guten Abdeckung mit kabelgebundenen Internetanschlüssen für Privathaushalte und im professionellen Arbeitsumfeld und der zunehmenden Nutzung von drahtlosen Internetanbindungen dürfte dies der Akzeptanz nicht im Wege stehen.

Die Online-Speicherung von Dokumenten ist aus mehreren Gründen attraktiv. Zum einen müssen Information Workers Dokumente nicht mehr per Email verschicken oder auf USB-Sticks mit sich herumschleppen, sei es nun für die gemeinsame Nutzung mit anderen oder für die Arbeit an verschiedenen Standorten. Verglichen mit USB-Sticks oder Email sind der Online-Storage und die Online-Freigabe eine sehr viel elegantere Lösung, nicht zuletzt deshalb weil dadurch das Risiko, unterschiedliche Versionen desselben Dokuments zu erstellen, gemindert wird.

Allerdings sind im Markt jede Menge Online-Storage-Angebote verfügbar, die meisten auch noch kostenlos (zumindest wenn man nur minimale Speicherkapazitäten in Anspruch nimmt), doch der wesentliche Punkt beim OLW ist die enge Verknüpfung des Online-Storage mit den am meisten genutzten Office-Applikationen. Durch das Add-on für die Office-Suite ist die Nutzung des Online-Speichers nicht viel aufwändiger als das Speichern auf einer lokalen Festplatte oder einem LAN-basierten Speichermedium – ein interessantes Angebot für all diejenigen, die von unterschiedlichen Standorten aus arbeiten; durch die zusätzlichen Collaboration-Möglichkeiten gewinnt es noch weiter an Attraktivität.

Die Verfügbarkeit von OLW als Service auch für Einzelpersonen in Unternehmen (und nicht den Arbeitgeber) ist nach wie vor problematisch, geht es dabei doch darum, dass Dokumente außerhalb der Unternehmens-Firewall abgelegt werden können, wo die firmeninternen Vorgaben für die Dokumentenkontrolle nicht greifen und nur der einzelne Nutzer die alleinige Kontrolle hat. Die Reaktionen von IT-Abteilungen und Governance-Beauftragten werden unterschiedlich sein; mancher sieht es als das kleinere von vielen Übeln an, die Meisten leisten erbitterten Widerstand. Doch auch wenn das Sicherheitsniveau von OLW vom Passwort des jeweiligen Nutzers abhängig ist, ist die Sicherheit immer noch erheblich höher als im Falle eines verloren gegangenen oder gestohlenen Laptops oder USB-Sticks

Eine weitere Konsequenz (und sicherlich beabsichtigt): OLW motiviert Einzelanwender (wenn auch nicht Unternehmen), Microsoft Office auch in Zukunft treu zu bleiben und schließlich auf Office 2007 aufzurüsten. Auch wenn Microsoft hier nicht sehr verwundbar erscheint, gibt es doch billigere oder sogar kostenlose direkt vergleichbare Ersatzlösungen wie OpenOffice und Webnative von Google, Zoho, IBM und anderen Anbietern, die sich mit jedem Update stärker durchsetzen. Microsoft kann sich nicht darauf verlassen, dass Unternehmensanwender in naher Zukunft aufrüsten oder Microsoft wirklich die Treue halten.

IDC geht davon aus, das OLW bei den Information Workers auf Interesse stoßen wird. Man kann mit OLW Dokumente – im Gegensatz zu Konkurrenzangeboten - zwar nicht online bearbeiten, setzt damit aber durchaus gegen attraktive Features für Knowledge Workers, wie sie Tools wie z.B. Google Docs und Zoho Writer bieten. Zudem hat OLW das Potenzial, einige attraktive Features der »unternehmensfähigen« Services für Google Docs von Capgemini zu untergraben. OLW leistet einen erfolgreichen Beitrag, um Microsoft Office auch für die Online-Nutzung zu empfehlen und ganz allgemein die Online-Speicherung von Dokumenten für den professionellen Einsatz zu etablieren; das kommt indirekt auch anderen Marktteilnehmern wie Google und Zoho zugute. Die Ankündigung der Verfügbarkeit von OLW in Europa ist also nicht nur eine schlechte, sondern durchaus auch eine gute Nachricht.

Rüdiger Spies

http://www.idc.com/germany/

 


 
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