Standortfaktoren Deutschland verliert

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Studie analysiert Standortfaktoren in 66 Ländern

Schwächen bei Bildung und Forschung: Deutschland verliert an Attraktivität als IT-Standort

München, den 16.9.2008 Eine aktuelle Studie der Economist Intelligence Unit (EIU) zeigt auf, welche Nachteile Schwächen bei Forschung, Entwicklung und Bildung für Deutschland haben. In der Rangfolge ihrer Attraktivität für die IT-Industrie verliert Deutschland an Boden, und liegt jetzt nur noch auf Platz 19. Die Bedingungen für die IT-Industrie sind europaweit vor allem in Skandinavien, Großbritannien (Platz 3), den Niederlanden (Platz 10) und der Schweiz (Platz 11) günstiger. Weltweit führt die USA die Liste an, gefolgt von Taiwan. Schwächen im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld, der Infrastruktur und bei Innovationen hemmen das Wachstum der Branche in Indien, China und Russland, die auf den Rängen 48 bis 50 liegen. Die EIU basiert ihre Analyse auf einer Bewertung der Faktoren Forschungs- und Entwicklungsgemeinschaft, IT-Infrastruktur, Rechtssystem, gesamtwirtschaftliches Umfeld, Bildung und das Angebot an qualifizierten Fachkräften sowie die staatliche Unterstützung für die IT-Branche.

Sechs Faktoren für erfolgreiche IT-Standorte

Die Economist Intelligence Unit identifiziert sechs Faktoren, die für das Gedeihen der IT-Branche von Bedeutung sind. Länder, die bei diesen Wettbewerbsvorteilen vorne liegen, sind im Allgemeinen Standorte einer hochleistungsfähigen IT-Branche. Diese tragen unmittelbar über 5 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt der meisten fortschrittlichen Länder bei. Sie sind auch für die Gesamtwirtschaft förderlich, da sie Organisationen und Angestellten effektivere und produktivere Arbeit ermöglichen.

»Politik und Wirtschaft müssen jeden der Faktoren für eine wettbewerbsfähige IT-Branche berücksichtigen«, so Denis McCauley, Director, Global Technology Research der Economist Intelligence Unit. »Kaum ein Land wird einen dynamischen IT Produktionssektor aufbauen können, wenn ein sicheres wirtschaftliches und rechtliches Umfeld fehlt , ein Mangel an Fachkräften besteht, Innovation nicht gefördert wird oder moderne Technologien in der Gesellschaft nicht verbreitet sind.«

Weitere Erkenntnisse der Studie sind:

  • Die Investition in Menschen und Mitarbeiter ist entscheidend für die ansässige IT-Branche. Die Talentsuche wird in den nächsten Jahren zu den größten Herausforderungen von IT-Firmen werden.
  • Wettbewerb im Breitbandmarkt belebt das IT-Geschäft. Ohne schnellen, verlässlichen und sicheren Internetzugang können Technologiefirmen nicht effektiv mit Partnern und der Forschungsgemeinschaft interagieren oder ihre Dienste online anbieten.
  • Der rechtliche Schutz geistigen Eigentums (IPR) und entschlossenes Vorgehen gegen Onlinekriminalität ist unverzichtbar. Die USA, Australien und die westeuropäischen Staaten haben die effektivsten Systeme zum Schutz des Urheberrechts und zum Kampf gegen Onlinekriminalität, aber auch in schwierigen Umfeldern wie China sind schrittweise Verbesserungen sichtbar.
  • Die Globalisierung und das Internet werden Forschung und Entwicklung »befreien«. Rahmenbedingungen, die Talent, Technologie, Kapital und Universitäten zusammen bringen, gleich ob dies nun online oder auf andere Art und Weise geschieht, bieten zusammen mit einer risikofreudigen Einstellung die besten Voraussetzungen für Innovationen.

 

Der Index wertet die sechs analysierten Faktoren wie folgt: Forschungs- und Entwicklung (25 %), IT-Infrastruktur (20 %), rechtliches Umfeld (10 %), gesamtwirtschaftliches Umfeld (10 %), das Angebot an qualifizierten Fachkräften (20 %) sowie die staatliche Unterstützung für das Wachstum der IT-Branche (15 %).   

Sie erhalten die gesamte englischsprachige Studie »How technology sectors grow: Benchmarking IT industry competitiveness 2008,« inklusive der Methodologie unter www.eiu.com und www.bsa.org/globalindex.

 

Rangliste »How technology sectors grow: Benchmarking IT industry competitiveness 2008»

Rang

Land

Wert

2007 Rang

1

USA

74.6

1

2

Taiwan

69.2

6

3

Großbritannien

67.2

4

4

Schweden

66.0

7

5

Dänemark

65.2

8

6

Kanada

64.4

9

7

Australien

64.1

5

8

Südkorea

64.1

3

9

Singapur

63.4

11

10

Niederlande

62.7

12

11

Schweiz

62.3

10

12

Japan

62.2

2

13

Finnland

61.5

13

14

Norwegen

59.7

14

15

Irland

59.4

15

16

Israel

56.7

20

17

Neuseeland

56.6

17

18

Österreich

56.1

19

19

Deutschland

55.4

16

20

Frankreich

54.3

18

21

Hongkong

54.1

21

22

Belgien

53.4

22

23

Spanien

46.3

24

24

Estland

45.7

25

25

Italien

45.6

23

26

Slowenien

45.5

27

27

Portugal

42.2

25

28

Ungarn

40.6

28

29

Tschechische Republik

40.4

29

30

Chile

39.6

31

31

Slowakei

39.5

31

32

Polen

39.0

30

33

Griechenland

38.2

33

 

34

Lettland

38.1

34

35

Litauen

37.1

35

36

Malaysia

34.2

36

37

Südafrika

32.6

37

38

Türkei

32.4

39

39

Rumänien

32.3

40

40

Saudi Arabien

32.3

38

41

Kroatien*

31.6

42

Thailand

31.5

41

43

Brasilien

31.0

43

44

Mexiko

30.7

44

45

Bulgarien

30.2

42

46

Argentinien

30.1

45

47

Philippinen

29.8

47

48

Indien

28.9

46

49

Russland

27.7

48

50

China

27.6

49

51

Venezuela

25.7

52

52

Kolumbien

25.4

51

53

Ägypten

25.3

55

54

Sri Lanka

24.9

50

55

Peru

24.8

54

56

Ekuador

24.5

53

57

Ukraine

24.3

56

58

Indonesien

23.1

57

59

Kasachstan

22.9

58

60

Bangladesh*

22.4

61

Vietnam

21.4

61

62

Pakistan

20.9

60

63

Aserbaidschan

19.5

62

64

Nigeria

19.0

63

65

Algerien

18.5

59

66

Iran

16.5

64

     

*2008 neu in der Liste

   

Source: Economist Intelligence Unit, 2008.

 

 

 

Firma in Kürze:
Die Economist Intelligence Unit ist die Business-Information-Sparte der The Economist Group, Herausgeber von The Economist. Durch unser weltweites Netzwerk von über 650 Analysten bewerten und prognostizieren wir fortlaufend die politische, wirtschaftliche und geschäftliche Lage in 200 Ländern. Als weltführender Anbieter von lokalen Daten und Informationen verhelfen wir Wirtschaftsführern durch unsere frühen, verlässlichen und unabhängigen Analysen globaler Markttrends und Strategien zu besseren Entscheidungen. Weitere Informationen unter www.store.eiu.com.

Informationen zur BSA:

Die Business Software Alliance (BSA) ist die im Bereich der Förderung einer sicheren und gesetzestreuen digitalen Welt führende Organisation. Sie ist der Sprecher der Softwarebranche und ihrer Hardwarepartner gegenüber Regierungen und Kunden auf dem globalen Markt. Ihre Mitglieder stellen einen der am schnellsten wachsenden Industriezweige der Welt dar. Die BSA unterstützt durch ihre politischen und informativen Initiativen die technologische Innovation in den Bereichen Urheberrecht, Internet-Sicherheit, Handel und E-Commerce. Deutsche Mitglieder der BSA sind unter anderem Adobe, Altium, Apple, Attachmate, Autodesk, Avid, Babylon, Bentley Systems, Centennial Software, CNC, Corel, CyberLink, Dassault Systèmes SolidWorks Corporation, Enteo Software, Famatech, LINKService, ManageSoft GmbH, Materialise Software, Microsoft, Mindjet, Monotype Imaging, O&O Software, Quark, Quest Software, Ringler-Informatik, Scalable Software, Siemens, Staff & Line, Symantec, Tekla und The MathWorks. BSA-Websites – Deutschland: www.bsa.de; International: www.bsa.org.

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