Business Intelligence Management Reporting

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Das Management Reporting in deutschen Unternehmen

Auf dem Prüfstand

München, den 16. September 2008: Die Unternehmen in Deutschland haben in den vergangenen Jahren ihre Hausaufgaben in Sachen Management Reporting durchaus gemacht. Allerdings gibt es in Teilbereichen dieses erfolgskritischen Themas noch erhebliches Optimierungspotenzial. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die das Beratungsunternehmen Cirquent, München, in Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen Lünendonk, Kaufbeuren, im ersten Halbjahr 2008 durchgeführt hat. Befragt wurden dafür mehr als 80 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ziel der Studie war es, den Status quo des Management Reportings zu ermitteln, wesentliche Handlungsfelder dazustellen, künftige Herausforderungen und Trends zu identifizieren sowie zu überprüfen, wie sich die Unternehmen darauf vorbereiten. Dazu wurden branchenübergreifend CFOs sowie Leiter Controlling und Leiter Rechnungswesen in großen und mittelständischen Unternehmen befragt. »Mit den Ergebnissen der Studie«, so Alexandra Hiendlmeier, Leiterin des Studienprojekts und Teamleiterin Finance Business Consulting bei Cirquent, »wollen wir Unternehmen Hilfestellung bei der Beherrschung der zunehmenden Komplexität in der Unternehmenssteuerung geben und Möglichkeiten aufzuzeigen, die ein wertorientiertes Controlling bieten kann.«

Deutlich wurde im Rahmen der Untersuchung, dass in den meisten Unternehmen die Management Reports in verständlicher und konsistenter Form aufbereitet, aber dennoch nicht allen Erwartungen der Empfänger gerecht werden. Eine wesentliche Ursache ist, dass die Inhalte nicht ausreichend auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten sind. Für das Management beispielsweise werden Inhalte meist nicht ausreichend komprimiert dargestellt. Zudem fehlen entscheidungsrelevante Kennzahlen, schnell bereitzustellende Zusatzanalysen sowie hochwertige Kommentierungen. Alexandra Hiendlmeier: »An diesem Thema müssen die Autoren der Reports ebenso wie die Empfänger arbeiten, indem sie mehr oder gezieltere Fragen an ihr Gegenüber richten.«

An der Menge des Zahlenmaterials und dessen genereller Aufbereitung mangelt es den meisten Berichten also nicht, jedoch an unterstützender Interpretation sowie dem so wichtigen »Blick über den Tellerrand«. »Das Controlling als Business-Partner muss sowohl an der Qualität der Kommentierung als auch an einem durchgängigen Reporting-Prozess mit konsequenter Ableitung und Nachverfolgung von Maßnahmen arbeiten«, erläutert Alexandra Hiendlmeier: »Nur so können Berichte (etwas) bewegen.«

Die gute Nachricht: Die Unternehmen sind in dieser Hinsicht auf dem richtigen Weg. Alle Befragten planen, ihre personellen Kapazitäten massiv auf Analyse und Kommentierung sowie Maßnahmenableitung und -nachverfolgung, d. h. auf die wertsteigernden Aktivitäten zu verlagern (vgl. Chart 1). »Der Trend geht also eindeutig zu den entscheidungsunterstützenden, hochwertigen Services, die das Controlling künftig für das Management erbringen muss«, ist sich Alexandra Hiendlmeier sicher.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor wird auch die Steigerung der Effizienz in der Berichtsbereitstellung sein. Diese lässt sich beispielsweise durch die organisatorische und personelle Trennung von Datenbereitstellung und analytischen Aufgaben bewerkstelligen. In diesem Zusammenhang werden auch andere Steuerungsmodelle an Bedeutung gewinnen, beispielsweise in Form von Shared Service Centern und Reporting Factories.

Weiterhin zeigt die Studie, dass das Reporting in den letzten Jahren ganz offensichtlich seine finanzielle Perspektive geschärft hat, aber gelegentlich »das große Ganze« nicht angemessen sieht beziehungsweise darstellt. Thomas Lünendonk hält fest: »Es besteht eindeutig Handlungsbedarf beim Ausweis nichtfinanzieller Kennzahlen, wie zum Beispiel Informationen zu Markt und Wettbewerb, Qualität, Risiko und Compliance, strategischer Zielerreichung sowie zu Projekten.«

Alexandra Hiendlmeier: »An geeigneten Methoden und Instrumenten zur Erhebung dieser Informationen fehlt es nicht; sie müssen nur konsequent eingesetzt werden.« Gemäß den Studienergebnissen verfügen nämlich viele der Unternehmen bereits über Instrumente wie Benchmarking-Tools, systemgesteuertes Projekt-Controlling und die Balanced Scorecard (vgl. Chart 2).

Ermittelt haben Cirquent und Lünendonk auch die vergangenen und künftigen Herausforderungen für das Management Reporting (vgl. Chart 3). Nach umfangreichen Projekten zur Einführung, Erweiterung und Integration von Berichtssystemen sowie zur Umsetzung regulatorischer Anforderungen rücken künftig mehr qualitätsorientierte Themen in den Vordergrund, wie etwa die Steigerung von Effizienz (etwa Aktualität und Flexibilität) und Effektivität (etwa Empfängerorientierung) sowie die Komplexitätsbeherrschung. Vor dem Hintergrund einer ständig zunehmenden Veränderungsgeschwindigkeit, wie beispielsweise bei der Integration von Unternehmen oder Unternehmensteilen, wird die permanente Weiterentwicklung der Steuerungsinstrumente auch künftig eine wichtige Rolle spielen. Bislang haben die Studienteilnehmer zu diesen Themen allerdings nur wenige Projekte und Maßnahmen initiiert. Es bleibt für sie also noch einiges zu tun, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

Die Studie »Reporting Excellence – Erfolgsfaktoren für das Management Reporting« ist ab sofort zum Preis von 950,00 € (inkl. Versand und 19% MwSt.) verfügbar. Sie kann direkt im Internet unter www.cirquent.de oder über www.luenendonk.de/service bestellt werden.
Weitere Informationen sind erhältlich bei Cirquent GmbH, Alexandra Hiendlmeier (089-9936-1871 oder alexandra.hiendlmeier@cirquent.de) und Lünendonk GmbH, Christine Lang (08341-96636-13 beziehungsweise lang@luenendonk.de).

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