Trends bei Banken und Finanzwesen

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Prozessverbesserung und größere Agilität sind entscheidende Schutzschilder gegen Kreditkrisen

Der Abwärtstrend in der Finanzwelt hält voraussichtlich bis zu zwei Jahre an

Sibos, Wien, 16. September 2008 – Einige der weltweit größten Organisationen aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor gehen davon aus, dass die Auswirkungen der derzeitigen Kreditkrise mindestens weitere zwölf bis 24 Monate anhalten werden.

Mehr als vier von fünf Befragten sind davon überzeugt, dass Business Process Management (BPM)-Instrumente dabei helfen können, sich gegen viele der bedrohlichen Auswirkungen des Wirtschaftsrückgangs zu wappnen, da sie für eine größere Geschäftsagilität sorgen und damit Effizienzsteigerungen sowie einen besseren Kundenservice ermöglichen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter Führungskräften, die Pegasystems, einer der führenden Anbieter von regelbasierten BPM-Lösungen, kürzlich in Form eines Internetforums initiiert hat.

Langfristige, breit gestreute Effekte

Mehr als zwei Drittel der Befragten (67 %) gehen davon aus, dass die Kreditkrise weitere zwölf bis 24 Monate andauern wird. Weitere 20 % sind noch pessimistischer und glauben, dass die Auswirkungen länger als zwei Jahre zu spüren sein werden. Nur 13 % der Befragten glauben an eine Wende beziehungsweise einen erneuten Aufschwung innerhalb der kommenden zwölf Monate. Auf die Frage, wie sich die Auswirkungen bemerkbar machen, antworten die Befragten folgender Maßen:

  • 88 % gehen davon aus, dass Investitionen in Technologien zurückgehen, da die Endnutzer alles aus dem herausholen werden, was bereits vor Ort vorhanden ist.
  • Gleichzeitig geht eine genauso überwältigende Mehrheit von 84 % davon aus, dass der Druck größer wird, schneller Investitionsrentabilität zu erreichen. Und 79 % der Befragten sind davon überzeugt, dass ein zunehmender Druck für weitere Preisreduzierungen für diese IT-Investitionen sorgt.
  • Zu den besseren Nachrichten zählt jedoch, dass weniger Befragte von einem Rückgang bei den Hauptprojekttätigkeiten ausgehen: Nur 49 % sehen eine reduzierte Wahrscheinlichkeit der Genehmigung umfassender Implementierungen. »Offensichtlich ist auf diesem Gebiet das letzte Wort noch nicht gesprochen, da Unternehmen den Bedarf erkennen, ihre Wettbewerbsfähigkeit in noch schwierigeren Märkten zu erhalten«, sagt der Marketing Direktor von Pegasystems, Jeremy Payne.

 

Dem Druck widerstehen

Als weiteres entscheidendes Ergebnis bestätigte die Umfrage, dass mehr als vier von fünf (82 %) der Befragten glauben, dass das Vorhandensein einer äußerst agilen BPM-Lösung Unternehmen dabei helfen wird, dem Druck der Kreditkrise besser zu widerstehen. »Interessanterweise fußt dieses Vertrauen auf der Erkenntnis, dass eine durch den Einsatz von BPM erweiterte Unternehmensflexibilität sowohl interne betriebliche Effizienzen als auch hervorragende Kundenlieferungen unterstützen kann«, bestätigt Jeremy Payne.

Auf die Frage, welche Vorteile von BPM im Widerstand gegen einen derartigen Finanzdruck am wertvollsten wären, bestätigen 27 % dies durch Angabe von verbesserter betrieblicher Effizienz als wichtigsten Vorteil, gefolgt von 22 % der Befragten, die Kosteneinsparungen angeben. Fast ebenso wichtig ist allerdings eine bessere Reaktion auf Kundenanforderungen (19 %). Die Antwort »Bessere Möglichkeiten, das Kundenwachstum zu unterstützen« erreicht ebenfalls hohe Werte (15 %).

Den Ertrag der Investitionen maximieren

Von den befragten Unternehmen, bei denen es bereits BPM-Lösungen gibt, haben 22 % eine unternehmensweite Lösung eingeführt, weitere 62 % im Ausführungs-Bereich.

»Die Umfrage bestätigt den Eindruck von Pegasystems, dass sich regelbasiertes BPM besonders gut dazu eignet, Unternehmen bei der Bewältigung dieses Marktdrucks zu unterstützen«, bestätigt Jeremy Payne. »Zudem können BPM-Projekte schnell Anlagenrendite generieren und den Ertrag von IT-Investionen maximieren, indem sie den Unternehmen einen Aufbau auf bestehenden Systemen und deren Verbesserung ermöglichen, statt veraltete Systeme herauszureißen und einfach zu ersetzen.

»Die wichtigste Anforderung an die Unternehmen von heute ist, schnell auf sich ändernde Kundenanforderungen und rechtliche Vorschriften reagieren zu können. Als Antwort darauf unterstützt der regelbasierte Ansatz von Pegasystems eine noch nie da gewesene geschäftliche Agilität der Organisationen, so dass diese schnell Geschäftsprozesse übernehmen und verbessern können – ein entscheidender Vorteil, wenn es darum geht, Kunden zu gewinnen und – noch wichtiger – zu behalten.

 

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»Zukunft der Branche bleibt ungewiss«

Banken vor fundamentalem Wandel

Walldorf, 11. September 2008 – Angesichts des aktuellen wirtschaftlichen und demografischen Wandels gehen 82 Prozent der Führungskräfte europäischer Banken davon aus, dass externe Faktoren wie die Kreditkrise die Bankenbranche künftig wesentlich stärker beeinflussen werden als intern getriebene Veränderungen. Dieses Ergebnis geht aus einer Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Novamétrie hervor, die von SAP in Auftrag gegebenen wurde. Zur Entwicklung des Finanzsektors in den kommenden zehn Jahren wurden Führungskräfte europäischer Banken sowie externe Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft befragt.

»Wir haben auf die allgemeine Entwicklung in der Bankenbranche keinen Einfluss mehr«, erklärt ein Teilnehmer der Umfrage. »[Die Krise] schränkt die Kreditvergabe ein, bremst das Wachstum und wirkt sich letztlich auf die Kundenbetreuung aus.« Weitere maßgebliche Ergebnisse der Studie:

- Die Hälfte der Führungskräfte sieht die Kreditkrise als ein Aspekt längerfristiger Veränderungsprozesse der Finanzbranche;

- Als entscheidende Faktoren für den Wandel der Branche sehen über 70 Prozent der Umfrageteilnehmer die zunehmende Differenzierung von Kundensegmenten, die Globalisierung sowie den hohen Konkurrenzdruck;

- 19 Prozent der Befragten sehen den IT-Einsatz als kritischen Erfolgsfaktor, obwohl eine Vielzahl von Banken ältere, teure und unflexible IT-Infrastrukturen vorhalten;

- Der systematischen Analyse von Unternehmensdaten (Business Intelligence) wird noch wenig Bedeutung beigemessen. Dies zeigt, dass Banken die Möglichkeiten zur Verbesserung ihres Kundenbeziehungsmanagements oder zur Entwicklung neuer Geschäftsmöglichkeiten noch wenig nutzen;

- Finanzinstitute sind sich über die Notwendigkeit von Veränderungen bewusst. Mehr als 85 Prozent der Umfrageteilnehmer nennen den Ausbau von Vertriebskanälen sowie Verbesserzungen bei der Kundenbindung als wesentliche Investitionsbereiche;

- Führungskompetenz wurde von 41 Prozent der Befragten als der wichtigste interne Erfolgsfaktor angegeben.

»Die Ergebnisse der Studie vermitteln den Eindruck, dass der Einfluss der Banken auf ihre eigene Entwicklung kleiner wird«, resümiert Arnoud De Meyer, Director an der Judge Business School der Cambridge University. »Sie sehen sich als Opfer der Krise und scheinen zu akzeptieren, dass der künftige Kurs ihrer Bank nicht durch die eigenen Visionen, sondern die derzeitige Branchensituation getrieben ist. Solange sich Banken diesem Umstand ergeben, bleibt die Zukunft der Branche ungewiss.«

Zukunftsstrategien

Die Studie zeigt, dass die aktuellen Investitionen der Banken mehrheitlich kurzfristig ausgerichtet sind, und eher dem Zweck dienen, Marktanteile zu halten denn langfristiges Wachstum zu generieren. Die Befragten erkennen zwar die Chancen einer neuen Kundengeneration – die wenig Wert auf traditionelle Bankmodelle legt – setzen sie aber nicht um. Dies sind etwa Kunden, die ausschließlich über das Internet oder mobile Anwendungen Kontakt zu ihrer Bank halten. Weitere Kundensegmente entstehen durch die demografischen Veränderungen bei der älteren Generation oder bei Einwanderern.

Die in der Studie befragten externen Experten sind der Meinung, dass Banken derzeit keine solide Grundlage schaffen, um diese neuen Kundensegmente zu adressieren. Sie investieren weder in eine größere Vielfalt und Flexibilität ihrer Dienstleistungen noch in ihre IT-Infrastruktur, sondern konzentrieren sich stark auf die Umsetzung rein interner Anforderungen. Ein Bankenvertreter kommentiert: »Banken sprechen viel über Kundenorientierung. Das bedeutet aber nicht, dass sie auch kundenorientiert arbeiten.«

»Die Umfrage bietet interessante externe Perspektiven, die in dieser Form durch interne Diskussionen in der Branche nicht entstehen«, erklärt Johan Kestens, Senior Vice President, Line of Business Financial Services, SAP. »Zudem zeigt sie, in welch abwartender Haltung sich derzeit viele Banken befinden. Um jedoch ihre Zukunftschancen zu nutzen, müssen sie eigene Strategien entwickeln und vorantreiben.«

Die Ergebnisse der Studie führen zu dem Schluss, dass Banken ihre Investitionen in folgenden neun Schlüsselbereichen überprüfen sollten:

·         Verbessertes Kundenbeziehungsmanagement als langfristiger, übergreifender Fokus

·         Integration der Vertriebskanäle

·         Verbessertes Risikomanagement für alle Akteure

·         Unternehmensübergreifende, automatisierte und standardisierte Geschäftsprozesse sowie der effiziente Einsatz von Business-Intelligence-Tools

·         Strategien für Out- und Insourcing

·         Nutzung und Steuerung des Unternehmenswissen durch ein verbessertes Berichtswesen, Regulierung und Compliance

·         Aufbau von Initiativen zur verantwortlichen Unternehmensführung (Corporate Social Responsibility)

·         Die Weiterentwicklung talentierter Mitarbeiter auf allen Ebenen

·         Image- und Markenkampagnen, um verlorene Glaubwürdigkeit zurück zu gewinnen

Informationen zur Bankenstudie der SAP

Für die Studie wurden Interviews mit 38 Fachkräften aus führenden Banken in ganz Europa durchgeführt. Zusätzlich ließ SAP acht Experten aus den Disziplinen Betriebswirtschaft, Soziologie, Demographie, Mathematik und Naturwissenschaften befragen. So konnten die externen Faktoren beleuchtet werden, welche die Bankenbranche derzeit beeinflussen. Interessenten wenden sich bitte an: marie-laure.le.magueresse@sap.com.

 

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