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Mobilisierung von Geschäftsprozessen Fluch oder Segen?
Mai 2007 - Mit der Mobilisierung von Geschäftsprozessen können Unternehmen heute deutliche Produktivitätsvorteile realisieren. Gleichzeitig gehen mit der Mobilisierung der ITK-Infrastruktur aber auch erhebliche Sicherheitsrisiken einher, denn immer mehr sensible Informationen verlassen auf mobilen Endgeräten und externen Datenträgern das Firmennetz. Die Nutzung mobiler Endgeräte durch die Mitarbeiter wird demnach auch von fast der Hälfte aller deutschen ITK-Verantwortlichen als ein hohes Sicherheitsrisiko eingeschätzt. Das ist eines der Ergebnisse der Studie ITK-Sicherheit auf dem Prüfstand , für die Berlecon Research im Auftrag von Damovo, Decru und Nortel über 100 ITK-Verantwortliche in größeren deutschen Unternehmen nach ihrer Einschätzung von Sicherheitsrisiken und den umgesetzten oder geplanten Security-Maßnahmen befragte. Die zunehmende Nutzung von Endgeräten wie Smartphones und Laptops bringt auch eine massive Verbreitung portabler Speichermedien mit sich: Nach Angaben der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik wurden 2006 in Deutschland 15,25 Millionen Speicherkarten verkauft – fast 20 Prozent mehr als in den vorangegangenen zwölf Monaten. Ein noch größeres Wachstum gab es bei den USB-Sticks: Die verkaufte Stückzahl von 5 Millionen entspricht einem Anstieg um 56 Prozent. Nicht nur die Verbreitung, sondern auch die Leistungsfähigkeit der Speichermedien wächst: So wollen etwa San Disk und Sony die Kapazität ihrer gemeinsam entwickelten Speicherkarten bis 2009 auf 32 GB ausbauen. Für Unternehmen bedeutet dies, dass große Datenmengen immer einfacher das Firmennetz verlassen können und von Mitarbeitern durch die Welt getragen werden. Schließlich lassen sich auf 32-GB-Karten problemlos die Kundendaten eines mittelgroßen Unternehmens speichern. Gleichzeitig können diese Speichermedien wegen ihrer geringen Größe schneller verloren gehen. Und auch aufgrund immer geringerer Preise wird nachlässiger mit ihnen umgegangen, als mit teuren Smartphones oder Laptops. Der Handlungsbedarf bei den Unternehmen ist entsprechend groß. So groß, dass einige zu rigiden Mitteln greifen, wie ein wenig nachahmenswertes Beispiel aus den USA zeigt: Dort wurden in einem Unternehmen kurzerhand die USB-Anschlüsse aller Rechner mit Kunstharz verklebt. Effizienter ist es, die von den Mitarbeitern unterwegs oder im Home Office genutzten Daten durch Verschlüsselung zu schützen. Auf mobilen Endgeräten gespeicherte Daten werden derzeit jedoch nur in weniger als der Hälfte der deutschen Unternehmen verschlüsselt – auch das zeigen die Ergebnisse der Befragung. Im Fall von USB-Sticks ist der Nachholbedarf sogar noch größer: Lediglich bei einem Viertel der Unternehmen werden hier die Daten geschützt. Den Handlungsbedarf sehen auch viele ITK-Entscheider: Bei immerhin 27 Prozent von ihnen steht die Datenverschlüsselung auf mobilen Endgeräten auf der Agenda, 41 Prozent planen die Verschlüsselung von externen Speichermedien. Darüber hinaus müssen unternehmensweit Sicherheitsvorgaben für den Umgang mit sensiblen Daten – und vor allem für deren Nutzung auf mobilen Endgeräten und Speichermedien – definiert werden. Allerdings sehen fast zwei Drittel aller Unternehmen genau hier ein Problem: Sie glauben, dass ihre Mitarbeiter nur schwer zur Einhaltung von Sicherheitsvorgaben zu bewegen sind. Regelmäßige Schulungen und eine Sensibilisierung der Mitarbeiter stehen daher bei vielen Unternehmen auf der Security-Agenda. Abhilfe können aber auch Device-Management-Systeme schaffen, die von 67 Prozent der Unternehmen bereits eingesetzt werden. Mithilfe dieser Systeme können beispielsweise zentral definierte Sicherheitsvorgaben auf den Endgeräten durchgesetzt und im Verlustfall auf ihnen gespeicherten Daten ferngesteuert gelöscht werden. Jedoch schon aufgrund der großen Verbreitung portabler Speichermedien erscheint der Wunsch nach vollständiger Kontrolle illusorisch. Unternehmen benötigen daher ein ganzheitliches Sicherheitskonzept, das alle Komponenten der ITK-Infrastruktur umfasst. Daher sollten nicht nur für Datenträger und Endgeräte Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, sondern ebenso für die Datenquellen – also beispielsweise zentrale Massenspeicher des CRM-Systems. Denn wenn etwa IT-Mitarbeiter auf die von ihnen verwalteten Daten nur in verschlüsselter Form Zugriff haben, reduziert sich die Gefahr des Datenmissbrauchs. Diese Möglichkeit nutzt jedoch die Mehrheit der Unternehmen bisher nicht: Lediglich 17 Prozent von ihnen verschlüsseln Daten auf Massenspeichern, während entsprechende Planungen bei nur 20 Prozent bestehen. Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass die Mobilisierung der ITK-Infrastruktur und der damit verbundene Kontrollverlust der Verantwortlichen ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Unternehmen darstellt. Die Herausforderung für die ITK-Verantwortlichen liegt jetzt also darin, die Mobilisierung der ITK voranzutreiben, ohne die Datensicherheit signifikant zu gefährden. Denn vor allem portable Datenträger mögen zwar zunehmend zu billiger Massenware werden – die auf ihnen gespeicherten Firmendaten sind es sicherlich nicht.
Philipp Bohn (pb@berlecon.de)
Diensteanbieter sehen in der Integration von Operations Support Systemen (OSS) und Business Support Systemen (BSS) die wichtigste Anforderung an OSS Unzureichender operativer Support beeinträchtigt Markteinführung neuer Services
München, 2. Mai 2007 – Die Transformation bei Operations Support Systemen (OSS) ist von entscheidender Bedeutung für die Einführung neuer Services. Allerdings haben viele Provider aufgrund mangelnder Funktionalität der vorhandenen operativen Systeme Probleme, neue Dienste schnell auf den Markt zu bringen. Zu diesem Ergebnis kommt die neueste Studie von Amdocs [1]. »Die Studie zeigt, dass Service-Providern die Bedeutung von OSS Transformation sehr wohl bewusst ist und sie verschiedene Strategien verfolgen. Viele Anbieter wählen ein unternehmensweites Konzept, andere gehen das Thema OSS Transformation auf der Grundlage einzelner Serviceangebote an«, so Guy Dubois, President von Cramer, der OSS Division von Amdocs. »Die Services werden immer komplexer. Provider müssen daher sicherstellen, dass ihre Operations Support Systeme den Wandel beschleunigen anstatt ein Hindernis für Agilität und Profitabilität zu sein.« Laut der Studie stellt die Einführung neuer Services, wie beispielsweise Virtual Private Networks (VPN), Internet Protocol Television (IPTV) und Voice over Internet Protocol (VoIP), Diensteanbieter vor erhebliche operative Herausforderungen. Ursache ist, dass die Systeme zur Unterstützung der komplexen Services an ihre Belastungsgrenzen stoßen: 77 Prozent der Service-Provider erklären, dass ihre Legacy-Systeme weder den Kundenanforderungen gerecht werden noch für die schnelle Einführung neuer Services ausgelegt sind. Außerdem wirken sich Probleme wie mangelnde Transparenz der Geschäftsprozesse und der Unternehmenssysteme, unzulängliche Legacy-Systeme und unzureichendes Datenmanagement negativ auf Kosten, Ausfallraten und Time-to-Market aus. Die Studie kommt zu folgenden Ergebnissen: Speed-to-Market und Komplexität: In den nächsten zwei Jahren ist die schnelle Markteinführung neuer Services eine Hauptherausforderung für Diensteanbieter. Obwohl die meisten Provider der Time-to-Market hohe Priorität einräumen, können nur 43 Prozent neue Angebote in weniger als sechs Monaten einführen. Die meisten Anbieter benötigen sechs bis achtzehn Monate. Ausfallraten verringern Margen: Fehler im Service-Fulfillment-Prozess führen zu Ausfall und erhöhen somit die Kosten. Nur 18 Prozent der befragten Unternehmen verzeichnen sinkende Ausfallraten. 82 Prozent geben an, dass die Raten gleich bleiben oder steigen. Genauigkeit der Daten und einheitliche Sicht auf Netzwerk, Service und Kunden: 73 Prozent der Befragten halten die Verfügbarkeit der Daten für die Einführung neuer Serviceangebote für unzureichend. 56 Prozent vertreten die Ansicht, die Ungenauigkeit der Daten behindere die Einführung neuer Services. Über 70 Prozent der Teilnehmer erachten eine einheitliche Sicht auf Netzwerk, Service und Kunden als eine Grundanforderung an OSS. Zukünftige OSS-Anforderungen und OSS Transformation: Die wichtigste OSS-Anforderung der kommenden zwei Jahren ist die Integration von OSS- und BSS-Systemen, um ganzheitliche und kollaborative Geschäftsabläufe zu schaffen. Diese Integration erhöht die Flexibilität und verstärkt die Fokussierung auf den Kunden bei bereichsübergreifenden Prozessen. Hierdurch ist Kundenerfahrung planbar (intentional customer experience). 70 Prozent sehen OSS Transformation als entscheidend für die Einführung neuer Services an. Allerdings geben nur 38 Prozent der befragten Unternehmen an, dass die Einführung neuer Dienste immer mit OSS Transformation verbunden wird.
Weitere Informationen finden Sie unter www.amdocs.com [1] Die Studie zu Trends und Problemen im Zusammenhang mit OSS Transformation und der Bereitstellung neuer Serviceangebote hat Coleman Parkes Research durchgeführt. Das Marktforschungsunternehmen hat hierzu 100 Führungskräfte von Festnetz- und Mobilnetz-Betreibern weltweit befragt. Die Ergebnisse stehen unter http://amdocs.com/news zur Verfügung.
Microsoft Umfrage: Nur bei jedem vierten kleinen Unternehmen sind Firmenkreditkarten im Einsatz MasterCard führt vor VisaCard und American Express Beliebtheitsskala an
Unterschleißheim, 2. Mai 2007. Firmenkreditkarten erleichtern den Alltag im Privat- und Berufsleben. Sie entlasten Geschäftsreisende von zeitaufwändigen Abrechnungen der Hotel- oder Bewirtungskosten und ersetzen häufig das Bargeld. Bei großen Unternehmen und in vielen Privathaushalten gehört die Kreditkarte deshalb schon zum Standard. Dagegen lässt ihre Beliebtheit bei kleinen Unternehmen noch zu wünschen übrig. Hier haben bisher nur 23 Prozent der Befragten Firmenkreditkarten eingeführt. Drei Viertel der Kleinunternehmer bezahlen bar oder mit einer privaten Kreditkarte, wenn sie Firmenausgaben begleichen. Signifikante Branchenunterschiede sind dabei nicht erkennbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Microsoft beim Marktforschungsinstitut TechConsult in Auftrag gegebene Umfrage. Die Marktforscher stellten fest, dass in vielen Kleinbetrieben kein Bedarf an Kreditkarten besteht, weil Reise- und Hotel- oder auch Bewirtungskosten nur selten oder gar nicht anfallen. Dabei zahlen Kleinunternehmer in der Regel lieber bar. Die Ergebnisse der Studie können unter der Adresse www.kleineUnternehmen.de/trendbarometer abgerufen werden. Wenn deutsche Kleinunternehmer Firmenkreditkarten einsetzen, dann am liebsten die MasterCard. Sie wird von 54 Prozent der Befragten genutzt, besonders von Finanzagenturen. Von den 20 Prozent, die in dieser Branche Kreditkarten einsetzen, nutzen etwa drei Viertel die MasterCard. An zweiter Stelle folgt die VisaCard, die 41 Prozent der kleinen Unternehmen aller Branchen einsetzen. Die American Express Card kommt bei 22 Prozent der Unternehmen zum Einsatz. Vorhandene Firmenkreditkarten werden bei 96 Prozent der kleinen Betriebe hauptsächlich von der Geschäftsführung genutzt. 26 Prozent der Befragten gaben an, dass auch leitende Mitarbeiter Anspruch auf die Kreditkarte der Firma hätten. Überdurchschnittlich hoch ist hier der Anteil bei den Finanzagenturen (37 Prozent) und in kleinen Industriebetrieben (32 Prozent). Dienstliche und private Nutzung Die große Mehrheit der befragten Unternehmen (74 Prozent) nutzt die Firmenkreditkarten ausschließlich dienstlich, während 24 Prozent die Karten sowohl dienstlich als auch privat einsetzen. Auch hier ist der Anteil der Finanzagenturen mit 47 Prozent überdurchschnittlich hoch. Firmenkreditkarten sind vor allem für Mitarbeiter wichtig, die oft reisen, teilweise außer Haus oder vollständig im Außendienst arbeiten. Sie verwenden Kreditkarten maßgeblich für das Bezahlen der Reise- (35 Prozent) und Benzinkosten (28 Prozent). Die Umfrage wurde im Rahmen der Panelstudie «Microsoft Trendbarometer für kleine Unternehmen« erhoben. Das Marktforschungsinstitut TechConsult untersucht darin die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen kleiner Unternehmen, Aspekte der Unternehmensführung sowie die Nutzung von Informationstechnologien in Firmen mit weniger als 50 Mitarbeitern. Die Panelstudie basiert auf einer repräsentativen Anzahl von Interviews, die TechConsult quartalsweise mit kleinen Unternehmen und Organisationen führt. Dabei werden besonders die Branchen Industrie, Dienstleistungen, Handel, Kredit- und Versicherungsgewerbe, Energie- und Wasserversorgung sowie Telekommunikation betrachtet.
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