Trend 2

 Home | News | Hefte | Mediadaten | Online-Artikel | Kommentare | Trends | Wir-ueber-uns | Tipps | Impressum | CeBIT 2012

 

Home
News
Trends
Hefte
Online-Artikel
Kommentare
Service-Angebote
Feedback
Abonnement
Wir-ueber-uns
Tipps
Impressum
Veranstaltungen


»manage it« als

E-Paper  5-6 2011
E-Paper  3-4 2011
E-Paper  1-2 2011
E-Paper  11-12 2010
E-Paper  9-10 2010

E-Paper  7-8 2010
E-Paper  5-6 2010
 




 

 


 




 


 


 

 

 

Trends 2.1

Disk-to-Disk (D2D) Backup vs. Tape-Backup: Auswirkungen auf TCO-Komponenten

Feste Platte kontra Band

 

2007 steht ganz im Zeichen von ERP

ERP an den Wandel anpassen

 

IT-Ausgaben: Großunternehmen üben Zurückhaltung, der Mittelstand stockt weiter auf

Mehr Effizienz

 

Trends 2.2

Was tut sich im Telekommunikationsmarkt?

Trends und Ausblick

 

Geschäftsprozesse haben den höchsten Stellenwert

Enterprise-SOA braucht Branchenfokus

 

Trends 2.3

Telefonieren über das Internet

VoIP in Kleinunternehmen auf dem Vormarsch

 

Studie: Unternehmen leiden verstärkt unter Datenverlust

Präventivschutz des Datenflusses

 

Online-Shopping boomt

Montags sind die Tüten voller

 

Trends 2.4

Web 2.0

Kampf der täglichen E-Mail-Flut!

 

Kommunikation per E-Mail ist in kleinen Unternehmen

Business as usual

 

Die ITK-Sicherheit in deutschen Unternehmen ist lückenhaft

Punktlösungen statt einheitlicher Konzepte

 


Web Reloaded – Bedrohung und Chance für klassische IT- und Telekommunikationsindustrie

Perspektiven des Web 2.0

Wiesbaden, 30. Januar 2007. Web 2.0 war wohl der am meisten diskutierte Begriff des Jahres 2006. Das Phänomen, das auch Internet zum Mitmachen genannt wird, stellt den Nutzer in den Mittelpunkt und das wird große Konsequenzen für den gesamten IT- und Telekommunikationsmarkt haben. Die Unternehmensberatung Arthur D. Little hat in ihrem aktuellen Report deshalb die Akteure des neuen Internet unter die Lupe genommen. Internetfirmen wie MySpace, YouTube und Flickr sind schnell zu den populärsten Anbietern neuer Internetservices avanciert und fordern klassische IT- und Telekommunikationsanbieter heraus. MySpace allein hat mittlerweile mehr als 140 Millionen Nutzer. Für Netzbetreiber, Anbieter von Inhalten und Anbieter von Diensten bedeuten diese Veränderungen deshalb Bedrohung und Chance gleichermaßen.

Der aktuelle Report Web Reloaded – Driving convergence in the real world gibt einen Überblick über die Unternehmen, die die derzeitigen Entwicklungen antreiben, zeigt die zukünftigen Perspektiven des Internets auf, und untersucht die vorherrschenden Geschäftsmodelle der neuen Dienste sowie die Auswirkungen auf die klassische IT- und Telekommunikationsindustrie.

Neben den großen Anbietern von Webservices wie MySpace, YouTube und Flickr wächst das Angebot an neuen Internetdiensten täglich. Der große Unterschied zwischen früheren und neuen Internetangeboten besteht darin, dass die Konsumenten im Mittelpunkt stehen werden. Die Nutzer der Zukunft erfüllen vermehrt soziale Bedürfnisse im Internet, sie konsumieren und produzieren Inhalte gleichermaßen und tauschen sich in sogenannten Communities aus. Nutzer werden deshalb in Zukunft auch einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung von Infrastrukturen, Technologien, Endgeräten und Services haben. Mit der wachsenden Anzahl an Internetnutzern und neuen Webdiensten wächst der Bedarf an Breitbandanschlüssen. Im Gegenzug wirkt sich die Verfügbarkeit preiswerter, schneller Internetzugänge auf das Nutzerverhalten aus. Bis ins Jahr 2010 werden nahezu 80 Prozent aller europäischen Haushalte über einen Breitbandanschluss verfügen. Neue Technologien wie UMTS und HSDPA treiben die mobile Nutzung des Internet an. Schon heute rufen 38 Prozent der europäischen 16-24 Jährigen ihre E-Mails mit mobilen Endgeräten ab. Nutzer werden in Zukunft das Internet vermehrt von verschiedenen Geräten über Mobilfunk- und Festnetz nutzen. Mit der Verfügbarkeit von Breitbandzugang über Fest- und Mobilfunknetze erreicht das Internet eine immer größere Popularität. Anders als vor sechs Jahren können die dort zur Verfügung gestellten Angebote und Dienste jetzt tatsächlich von einem breiten Publikum genutzt werden. Umsatzwachstum durch das Medium Internet steht durch die zu Verfügung stehenden Technologien heute auf einem solideren Fundament. Das belegen auch die Investitionen in den IT-Sektor. Im ersten Quartal 2006 betrugen die Investitionen an Venture Capital im IT-Sektor in Europa 474 Millionen Euro. Das ist der höchste Betrag für das erste Quartal seit 2002. Die neuen Hoffnungen, die jetzt in das Internet gesetzt werden, sind mit mehr Vorsicht gepaart als vor dem Niedergang der New Economy. Diese Vorsicht scheint auch weiterhin geboten, da im Moment der meiste Umsatz, der mit neuen Services erzielt wird, aus Werbeeinnahmen stammt. Geschäftsmodelle, die allein auf Werbung basieren, werden sich langfristig gesehen nur für eine begrenzte Zahl an Unternehmen rechnen.

Die neuen Dienste

Bei den neu entstandenen Services unterscheidet Arthur D. Little besonders sechs Kategorien: Mashup & Filters, Social Media, Web Top, Communication, Under the Hood und Multi Clusters. Unter Mashup & Filters werden Dienste zusammengefasst, die neue Webinhalte durch die Kombination bereits bestehender Webinhalte und -angebote erstellen, wie Technorati. Social Media-Dienste bieten Plattformen an, auf denen sich Konsumenten untereinander austauschen und neue Kontakte knüpfen können, wie MySpace, Flickr oder youtube. Web Top-Services stellen webbasierte Softwareanwendungen, wie Kalender oder Tabellen, bereit, als Alternative zu Software im Lieferumfang von Endgeräten. Kommunikationsdienste für das neue Internet bieten Sprach- und Messagingservices, wie Skype an. Under the Hood Services vermarkten Software für neue Dienste, wie Blogging. Multi Cluster bieten mehrere oder alle der genannten Dienste an. Zu ihnen gehören Firmen wie Yahoo! Um die neuen Bedürfnisse der Nutzer zu erfüllen, werden vor allem auch große Anbieter konvergente Dienste anbieten, die einfach über das Internet anzuwenden sind.

Die neuen Geschäftsmodelle

Werbung im Internet war seit den Anfängen populär. In den Jahren 2001 und 2002 gingen die Umsätze im Online-Marketing zurück, aber schon 2003 wurde Online- Werbung wieder häufiger genutzt. 2005 machten die Ausgaben für Onlinewerbung in Europa 26 Prozent der Gesamtwerbeausgaben aus. Die fünf Hauptgeschäftsmodelle, die sich im Internet finden, basieren auf:

    1. Werbung – die Inhalte einer Website werden umsonst angeboten und die angebotenen Dienste durch Werbung finanziert.
    2. Transaktionen – auf einer Website werden Verkäufer und Käufer zusammengebracht.
    3. Informationen – auf einer Website werden Informationen angeboten und an Besucher verkauft.
    4. Lizenzen – Nutzer zahlen für die einmalige Verwendung einer angebotenen Software.
    5. Abonnements – Nutzer zahlen eine Gebühr für einen bestimmten Nutzungszeitraum.

Online-Marketing wächst und fordert traditionelle Werbeformate heraus. Die Ausgaben für Online Werbung in Europa sind von 2004 bis 2005 um 25,5 Prozent gestiegen. Die größten Märkte in Europa sind Großbritannien, Deutschland und Frankreich. Für den Zeitraum zwischen 2005 und 2008 rechnet man mit 41 Prozent Wachstum, in den USA mit 70 Prozent.

Einer der großen Vorteile von Online-Werbung gegenüber traditioneller Werbung ist, dass sie sehr genau an die jeweilige Zielgruppe gerichtet werden kann. Nutzer können auf ihren Lieblingswebsites angesprochen werden. Im Zuge der neuen Internetnutzung haben sich besonders vier neue Werbeformate erfolgreich entwickelt: Video-Werbung, Blog-Werbung, Podcasting-Werbung und Werbung, die von Nutzern selbst gestaltet wird.

Auswirkungen auf die klassischen Player im IT- und Telcomarkt

Die seit Jahren beschworene Konvergenz wird weniger von Netzbetreibern oder Telekommunikationsfirmen angetrieben, als von den Akteuren des neuen Internets, die Inhalte und Services anbieten. Diese von den neuen Internet-Services getriebene Konvergenz wird die bisherige Wertschöpfungskette im IT- und Telekommunikationsmarkt verändern. Dienste und Inhalte können künftig von den verschiedensten Anbietern zur Verfügung gestellt werden.

Telekommunikationsfirmen, wie Betreiber von Fest- und Mobilfunknetzen, werden die ersten sein, die die Auswirkungen der neuen Internetdienste zu spüren bekommen. So werden zum Beispiel VoIP oder IM von Anbietern wie Skype oder Google Talk kostenlos oder gegen geringe Gebühren angeboten. Es entsteht größerer Wettbewerb zwischen Netzbetreibern und Anbietern von Internetdiensten. In Zukunft werden Netzbetreiber zusätzliche Dienste über Dritte bereitstellen oder selbst Produkte und Internetdienste aus eigener Hand anbieten. Um erfolgreich zu sein, müssen Telekommunikationsunternehmen die Verbraucher künftig mit einem ausgewogenen Service-Angebot überzeugen. »So bietet zum Beispiel Hutchison Whampoa mit den X-Series einen der ersten hybriden Webservices: Damit können Kunden mit Skype über Handy telefonieren, mit Sling mobil fernsehen, mit Orb von unterwegs auf den Heim-PC zugreifen und Instant Messaging von Yahoo!, Windows oder Google nutzen«, sagt Jürgen Morath Partner in der TIME Practice von Arthur D. Little.

Für Anbieter von Inhalten stellen die neuen Entwicklungen im Internet Bedrohung und Chance gleichermaßen dar. Klassische Content-Anbieter wie Medienunternehmen haben bisher ihre Inhalte exklusiv, geographisch und zeitlich begrenzt angeboten. Darauf sind Internetnutzer nicht länger angewiesen. Sie können ihre Informationen inzwischen unabhängig von Zeit und Ort weltweit beziehen. Klassische Content-Anbieter müssen sich außerdem der Konkurrenz durch Inhalte stellen, die von den Konsumenten selbst gestaltet werden. Um im Wettbewerb zu bestehen, könnten klassische Anbieter neue Wege gehen und ihre Inhalte über neue Vertriebskanäle direkt dem Konsumenten zur Verfügung stellen. RTL in Deutschland bietet zum Beispiel ebenfalls einen Videoclip-Dienst (www.clipfish.de) in Konkurrenz zu YouTube an. Die Konkurrenz aus dem Internet ist ebenfalls nicht untätig: Das Startup-Unternehmen Joost! will in seinem Online-Videodienst sowohl TV-Sendungen und Filme als auch Amateurvideos anbieten.

Gerätehersteller sind zwar im Moment noch weniger stark von den Entwicklungen betroffen, werden in Zukunft aber auch Veränderungen in ihrer Wertschöpfungskette spüren, denn Kunden werden Geräte und Inhalte, bzw. Dienste so flexibel wie möglich nutzen wollen.

Anbieter von Webservices haben auf den ersten Blick die besten Zukunftsaussichten. Sie finanzieren ihre Dienste über Werbeeinnahmen und stellen diese den Kunden kostenlos zur Verfügung. Auf diese Weise nehmen sie den klassischen Telekommunikationsunternehmen Marktanteile ab. Aber werbebasierte Geschäftsmodelle haben ein begrenztes Wachstum und auf Dauer müssen Anbieter von Webservices wahrscheinlich auch kostenpflichtige Dienste anbieten oder andere zusätzliche Einnahmequellen suchen.

Um weiterhin im Spiel zu bleiben, sollten die klassischen Player jetzt die Initiative ergreifen und selbst attraktive Dienste anbieten oder sich mit Anbietern von Internetdiensten zusammentun.

Zum Report:

Der vorliegende Report zum Thema »Web Reloaded – Driving convergence in the real world« untersucht die aktuellen Entwicklungen im Internet, die derzeit unter dem Schlagwort Web 2.0 diskutiert werden sowie dessen Implikation auf die traditionellen TIME-Märkte. Die quantitativen und qualitativen Ergebnisse resultieren aus Projekterfahrungen sowie Interviews mit Industrieexperten.

www.adlittle.com


Die meisten europäischen Arbeitnehmer arbeiten nur des Geldes wegen

Das Gehalt ist alles

Bad Homburg, 30. Januar 2007 – Die Einstellung gegenüber der Arbeit hat sich in den letzten Jahren stetig verändert. Für die meisten geht es im Beruf angeblich nicht mehr nur ums tägliche Brot, sondern zunehmend um Selbstverwirklichung und persönliche Interessen. Was aber treibt und motiviert Arbeitnehmer tatsächlich? Laut einer aktuellen Umfrage des Online-Karriereportals Monster ist es nach wie vor das Geld. Für fast jeden zweiten Arbeitnehmer in Deutschland bleibt der Gehaltszettel das entscheidende Motiv, täglich am frühen Morgen aufzustehen. Spaß an der Arbeit oder neue Herausforderungen spielen hingegen eine weit geringere Rolle.

Die Ergebnisse der Umfrage auf einen Blick

Monster-Umfrage unter 16.286 europäischen Arbeitnehmern: Für wen/was arbeiten Sie?

Ich arbeite ausschließlich zum Geld verdienen               48%

Ich arbeite für meine Familie                                     16%

Ich arbeite für meine berufliche Erfüllung                     18%

Ich arbeite um mich selbst herauszufordern                  13%

Ich arbeite für meinen Vorruhestand                            5%

Insbesondere Arbeitnehmer in Großbritannien achten auf die Bezahlung – für 54 Prozent zählt laut der Umfrage bei der Arbeit nur das Geld. Auch in Irland und Belgien vertreten mehr als die Hälfte der Befragten diese Ansicht.

Bei Deutschen und Österreichern spielt Geld ebenfalls eine wichtige Rolle – 46 beziehungsweise 42 Prozent gaben an, ausschließlich wegen des Gehalts zu arbeiten. An zweiter Stelle kommt bei den Deutschen die Familie – für 18 Prozent ist der Unterhalt für die Angehörigen das entscheidende Motiv, zu arbeiten. Den Österreichern geht es dann eher um den Spaß am Beruf – immerhin 23 Prozent arbeiten für ihre Selbstverwirklichung, so viel wie nirgends sonst in Europa. Zudem wollen die Österreicher im Job gern gefordert werden  – für 19 Prozent der Befragten ist dies die wesentliche Motivation am Arbeitsplatz. Das gilt weniger für die Deutschen, hier suchen nur zwölf Prozent neue Herausforderungen im Beruf.

Nur eine Minderheit der europäischen Arbeitnehmer scheint allerdings den vorzeitigen Ruhestand anzustreben. Lediglich fünf Prozent der Deutschen, Belgier und Franzosen sowie zwei Prozent der Österreicher arbeiten in erster Linie, um möglichst frühzeitig in Rente gehen zu können.

Mehr als 16.000 Besucher der europäischen Monster- und Jobpilot-Webseiten haben zwischen dem 4. Dezember 2006 und dem 2. Januar 2007 an der aktuellen Umfrage teilgenommen. Das Karriereportal Monster führt in regelmäßigen Abständen Befragungen auf allen lokalen Webseiten des Unternehmens zu Themen rund um Karriere und Arbeitsplatz durch. Die aktuelle Umfrage erhebt Daten zu der Frage: »Wie lange arbeiten Sie schon in Ihrem momentanen Job?« Weitere Informationen zu dieser Umfrage sind unter www.monster.de erhältlich.

www.monster.de


Deutsche mit ihrem Arbeitsplatz besonders zufrieden

Satt und glücklich?

90 Prozent der Beschäftigten in Deutschland fühlten sich mit ihrer Beschäftigung wohl, berichtet die Tageszeitung »Die Welt« unter Berufung auf einen unveröffentlichten Bericht über die Arbeitsbedingungen in Europa. Durchschnittlich sind demnach 83 Prozent der Arbeitnehmer in der EU mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden.

Neben Deutschland ist die Arbeitszufriedenheit in Dänemark, Norwegen und Großbritannien besonders hoch, zitiert das Blatt aus der Studie des EU-Forschungsinstituts »European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions«.

Dagegen seien die Beschäftigten aus den osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten und aus Spanien, Italien und Griechenland mit ihrer Arbeit am häufigsten unzufrieden. In der Landwirtschaft und im Gastgewerbe ist die Unzufriedenheit der europäischen Arbeitnehmer besonders hoch; am wohlsten fühlen sich laut EU-Bericht die Mitarbeiter der Finanz- und Immobilienbranche.

Wie das EU-Forschungsinstitut weiter berichtet, liegt das Durchschnittsalter der Arbeitnehmer in den Mitgliedstaaten der Union bei 40 Jahren. Die durchschnittliche Verweildauer am Arbeitsplatz liegt derzeit bei zehn Jahren.



Im ITK-Sektor kündigt sich Fachkräftemangel an

  •    Rückgang der Erstsemesterzahlen um 25 Prozent in vier Jahren

  •    Deutschland liegt bei Hochschul-Absolventen schon jetzt unterhalb des OECD-Durchschnitts

  •    Berufsakademien und Bachelor-Studiengänge stärker fördern

 

Berlin, 2005 – An deutschen Hochschulen werden weiterhin zu wenig Informatiker ausgebildet. „Ab 2008 wird die Nachfrage in den Unternehmen die Zahl der Absolventen wieder übertreffen“, warnt Jörg Menno Harms, Vizepräsident des BITKOM. Mittelfristig benötigen die ITK-Firmen und IT-Abteilungen in Unternehmen anderer Branchen pro Jahr zwischen 15.000 und 17.000 Absolventen. Doch die Zahl der Erstsemester in den Informatik-Studiengängen ist von 38.000 im Jahr 2000 auf 28.600 im Jahr 2004 gesunken – und rund 50 Prozent der Anfänger werden erfahrungsgemäß ihr Studium abbrechen. „Dieser Rückgang gefährdet die Innovationskraft unseres Landes“, sagt Harms. Die Zahl hoch qualifizierter Mitarbeiter, insbesondere aus den technischen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen, ist für das Innovationspotenzial einer Volkswirtschaft entscheidend.

Schon jetzt nehmen weniger deutsche Schulabgänger ein Studium auf als im OECD-Durchschnitt. Auch die Zahl der Absolventen von ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen im Verhältnis zu den Erwerbspersonen ist in Deutschland zu niedrig. Die hohe Zahl der Informatik-Studenten in den vergangenen Jahren ging vor allem zu Lasten der Ingenieurwissenschaften wie zum Beispiel der Elektrotechnik. Damit geht der in anderen Fächern zu beobachtende Zustrom an die Hochschulen gerade an den Zukunftstechnologien ITK vorbei. Mit anderen Worten: Gelingt es nicht, mehr junge Menschen für einschlägige Studiengänge zu begeistern, werden die Unternehmen in Zukunft verstärkt ausländische Fachkräfte einstellen oder Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ins Ausland verlagern müssen – weil die Experten im deutschen Arbeitsmarkt fehlen.

Denn nach 2008 wird die Zahl der Schulabgänger – und damit ab 2010 auch die Zahl der Erstsemester – sinken. Bis zum Jahr 2020 wird nach der Prognose der Kultusministerkonferenz die Zahl der Studierenden im ersten Fachsemester von max. 547.000 (2008) auf 484.700 zurückgehen. Darüber darf auch die derzeitige Debatte um eine „Überfüllung“ der Hochschulen und die bis 2012 steigenden Studentenzahlen insgesamt nicht hinwegtäuschen. Denn nach diesem Zeitpunkt sinkt die Zahl der Studierenden in Folge der rückläufigen Erstsemesterzahlen unwiderruflich. Um diesen demografischen Trend aufzufangen, müssten sich die Schulabgänger vermehrt für technisch-naturwissenschaftliche Studiengänge entscheiden. Dies ist derzeit jedoch nicht erkennbar. Zudem stagniert der Anteil weiblicher Informatik-Studierenden seit Jahren bei 17 Prozent, in der Elektrotechnik und dem Maschinenbau liegt er unter 10 Prozent.

Auch die Abbrecherquote von rund 50 Prozent muss verringert werden. „Die Hochschulen müssen sich ihre Studenten gezielt aussuchen dürfen, ihre personelle Betreuung verbessern, ihre Studiengänge klarer strukturieren und den Praxisbezug erhöhen“, sagt Harms. Zudem sei es unakzeptabel, wenn die Hochschulen auf die sich abzeichnende Überlast in einzelnen Fachbereichen mit Abschottungen reagierten. Stattdessen müssten die effektiven Studienzeiten verkürzt und die Effizienz der Ausbildung erhöht werden. Dies sei mancherorts nur mit zusätzlichen Kapazitäten für die Betreuung gerade der jüngeren Semester möglich. „Wenn die Landesregierungen auch in Zeiten knapper Kassen hier klug investieren, wird der Innovationsstandort Deutschland insgesamt davon erheblich profitieren“, so der BITKOM-Vizepräsident. Auch müssten die Einnahmen aus Studiengebühren konsequent für die Verbesserung der Lehre verwendet werden, fordert Harms. Die Akzeptanz der Gebühren sei umso höher, je unmittelbarer der Mehrwert für die Studenten ist.

Ein gelungenes Beispiel für eine ebenso hochwertige wie straffe Ausbildung sind die Berufsakademien in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern. „Solche praxisnahen und kooperativen Studiengänge muss die öffentliche Hand fördern und ausbauen – und das bundesweit“, sagt Harms. Ähnliches gilt für den Bachelor-Abschluss: Diese Absolventen haben eine stringente Hochschulbildung durchlaufen und echte Berufsfertigkeiten erworben. Nicht vergleichbar seien jedoch Konstrukte wie der „Bachelor Professional“, den Kammern und andere Bildungsträger verleihen wollen: „Bundes- und Landesregierungen dürfen nicht durch eine formale Anerkennung solcher Abschlüsse die Einführung und Akzeptanz akkreditierter Bachelor- und Masterstudiengänge bei Unternehmen und Studierenden gefährden“, sagt Harms.

www.bitkom.org

 


 


[Trend 1] [Trend 2] [Trend 3] [Trend 4] [Trend 5] [Trend 6] [Trend 7] [Trend 8] [Trend Umfragen]

Folgen Sie »manage it«

auf Google+


 


 


 

 

 
Copyright © 2003-2012  ap Verlag GmbH