Trend 3

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Trends 3.1

ITIL V3 soll eine bessere Quantifizierung von Fortschritten beim IT-Servicemanagement aufzeigen

Anwender wollen genauer wissen, was ITIL ihnen nützt

 

Angst vor IT-Fachkräftemangel

 

Wer nutzt wie? Die Internet-Strukturdaten

 

Trends 3.2

Der Nutzer produziert, der Marketer staunt

 

Studie: Banken und Sparkassen sollten bald Chancen von »Web 2.0« nutzen

Besonders Vertrieb und Marketing profitieren

 

Viele Fehler auf dem Weg Richtung Business Intelligence

Anwender klagen über hohen Schwierigkeitsgrad der BI-Projekte

 

Trends 3.3

Neue Datenverlust-Studie

Hardware-Schäden nehmen zu

 

Keine Sicherheits-Policy für mobile Geräte

Unzureichender Schutz mobiler Endgeräte

 

Nach einer Studie von Hitachi Data Systems sind Benelux, Finnland und Norwegen führend in der Forderung nach »grünen« IT-Lösungen

Grüne IT im Schneckentempo

 

Trends 3.4

»Trend des Jahres« im Mobile Business

Das Internet wird mobil

 

Europäischer Telekommunikationsmarkt

Weiteres Wachstum erfordert neue Geschäftsmodelle

 

Produktivitätssteigerung und Compliance als zentrale Treiber für den Einsatz von Identity- und Access-Management-Lösungen (IdM/IAM)

Rollenbasiertes User-Provisioning und starke Authentifizierung

 



 

»Ubiquitous« Netzwerke

Wireless Communications bietet höchste Flexibilität

(TechConsult, Kassel – Frank Heuer) Unternehmen müssen heute schnell und hochflexibel sein, wollen sie sich erfolgreich im Markt behaupten. Die Mitarbeiter müssen fast jederzeit erreichbar sein – im Büro, unterwegs oder aber bei Kundenterminen. Und die Informationen müssen zu jeder Zeit und an jedem Ort zur Verfügung stehen: E-Mails, Kunden- und Produktinformationen und ggfls. Firmeninformationen aus dem Unternehmensnetz. Wireless Communications spielt dabei eine nicht mehr wegzudenkende Rolle.

Die deutschen Unternehmen haben in den vergangenen Jahren deutlich in Funk-LAN-Ausstattung investiert. Heute liegt die Abdeckung bei Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern bei mehr als 27%, ein Wachstum von 2% gegenüber dem Vorjahr. Angetrieben wurde diese Investitionsbereitschaft von dem klar erkennbaren Anwendervorteil und der »Centrino-on-board»-Technologie. Allerdings hat der enorme Preisverfall und die schnell zunehmende Durchdringung von WLAN-Ausrüstung in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass die enormen Wachstumsraten der letzten Jahre (z.B. 2003 +52%) der Vergangenheit angehören.

Besonders stark steigen die Ausgaben für WLAN-Ausrüstung in der Finanzindustrie. Nachdem durch verbesserte Sicherheits- und Authentifizierungsfeatures die früher stark bestehenden Sicherheitsbedenken etwas abgebaut werden konnten, werden auch in dieser Branche die Flexibilitätsvorteile verstärkt wahrgenommen. Daneben nimmt sich nun auch die öffentliche Verwaltung als »später Folger« verstärkt dem WLAN-Thema an. Forcierte Bemühungen hinsichtlich Effizienzsteigerungen führen zur Prüfung produktivitätssteigernder Technologien, wie Wireless LAN. Stärkster Nutzer von Wireless–LAN-Technologie ist jedoch weiterhin mit Abstand die Telekommunikationsbranche.

WLAN wird zukünftig auch weitere Anwendergruppen erreichen. Besondere Bedeutung kommt hier dem Ausbau des öffentlichen WLAN-Netzes zu. Derzeit betreiben T-COM und T-Mobile über 6.000 Hotspots, mit dem klaren Commitment, die Zahl auch weiterhin auszubauen. Gerade für T-Com ist dies natürlich auch ein Ziel, sinkende Einnahmen aus dem Festnetzgeschäft zu kompensieren.

Der Vorteil von WLAN liegt in der relativ hohen Übertragungsrate, ein Nachteil ist hingegen die geringe Reichweite, welche die Nutzbarkeit auf den unmittelbaren Umkreis des Hotspots begrenzt. UMTS ermöglicht dagegen eine höhere Reichweite, jedoch keine so große Übertragungsrate wie WLAN. So geht der Trend in Richtung nahtloser, so genannter »ubiquitous« Netzwerke, bei denen das drahtlose Gerät, wie z.B. das Notebook automatisch, das in der jeweiligen Situation technisch und nach Kostenaspekten optimal verfügbare Netz auswählt, ohne dass der Nutzer sich darum kümmern muss.

Hohe Bandbreiten und große Reichweiten vereinigt der »große Bruder« von WLAN, WiMax, in sich. Somit tritt WiMax zumindest technisch gesehen in Konkurrenz zu UMTS/HSPDA. Hier stellt sich die Frage, ob WiMax zur Gefahr für UMTS werden kann. Der Einsatzgrad von UMTS im deutschen B2B-Markt hat zwar stark gegenüber den Vorjahren angezogen, liegt aber immer noch erst bei 5%. Zwar ist die Infrastruktur vom UMTS bereits zu einem großen Teil ausgebaut, es bedarf aber nun erheblicher Marketingmaßnahmen, den Nutzungsgrad von UMTS zu steigern. Dies kann sicherlich durch entsprechende Flatrates erreicht werden, sowie durch entsprechende Assemblierung der Endgeräte. So kündigte Dell im vergangenen Jahr an, künftig seine Notebooks mit »UMTS on-board« ausstatten zu wollen. Zur CeBIT zog T-Mobile nach und stellte gemeinsam mit Fujitsu-Siemens das Notebook Amilo Pro V2035 im Bundle mit einem »web´n´walk»-Tarif vor.

Bei diesem Bundle sind analog zu Mobiltelefonen so hohe Subventionen für das Gerät vorgesehen, dass das Notebook mit nur noch symbolischen 1 Euro bepreist wird. In den kommenden Monaten planen die Partner, gemeinsam Notebooks mit integriertem UMTS-/HSPDA-Modem auf den Markt zu bringen. Wie ehemals am Beispiel des »Centrino-Effektes« könnte UMTS/HSPDA somit beschleunigt den Markt durchdringen.

Aber aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird UMTS wahrscheinlich nicht flächendeckend ausgebaut. So könnte sich WiMax daher als Nischenlösung anbieten. Hinsichtlich der flächendeckenden mobilen Nutzung ist aber zu beachten, dass gerade die problemlose Nutzung dank Handover und Roaming stark zum Erfolg des Mobilfunks beigetragen hat. Hierbei war das Oligopol der Mobilfunk-Netzbetreiber von Vorteil. Demgegenüber steht das Beispiel der Hotspot-Betreiber, die in großer Zahl vorhanden sind. Trotz Konzentration im Markt, z.B. im Zuge von Übernahmen durch Mobilfunk-Anbieter, besteht weiter eine Vielzahl von »Hotspot-Kleinstaaten«, die nur getrennt für sich abrechnen können. Bereits vor zwei Jahren jedoch, als die Hotspot-Nutzung noch am Anfang stand, ergab eine TechConsult-Studie, dass schon 40% der aktuellen und zukünftigen Nutzer von Hotspots umständliche Abrechnungs- und Nutzungsverfahren wie Wertkarten (so genannte »Voucher«) langfristig nicht als akzeptabel ansahen. Sicherlich wäre daher der Nutzungsgrad von Hotspots höher, wenn die Benutzung so einfach wie mobil telefonieren wäre.

Während als Anwendung derzeit noch Personal Information Management (PIM) dominiert, werden verstärkt Business-Lösungen für den drahtlosen Zugang erschlossen. PIM, also vor allem E-Mail-Zugriff, ist die klassische mobile Applikation, die für jeden mobilen Anwender von Nutzen ist. Im Kommen sind ERP- und vor allem CRM-Lösungen. Besonders letztgenannte legen hinsichtlich der Nutzung stark zu, da sie sich finanziell besonders schnell durch unmittelbaren Return of Investment auszahlen. Denn jederzeit verfügbare aktuelle Informationen zu Kundenprofilen, Produktverfügbarkeit, Konditionen etc. verschaffen umsatzwirksame Wettbewerbsvorteile.

 


Konvergenz der Zugangstechnologien

Der Zugangsmix

Unterschiedlichste Zugangstechnologien stehen je nach Nutzungssituation zur Verfügung, dabei nimmt der Bedarf an Bandbreite mit der Geschwindigkeit der Bewegung ab.

Im lokalen Umfeld (Büro, Heimarbeitsplatz, Fabrikumgebung – aber auch zunehmend an öffentlichen Orten) bieten WLAN und Bluetooth hohe Bandbreiten zu eher geringen Produktionskosten. In vielen »öffentlichen« Bereichen, die von diesen Technologie nicht vollständig abgedeckt werden, ist zukünftig mit einer Abdeckung durch WiMax-Systeme zu rechnen. Lediglich in Ausnahmefällen wird lediglich der im Vergleich teurere UMTS-Zugang zur Verfügung stehen.

 


 


Breitbandanbindungen

Gute Aussichten für WiMAX

Drahtlosen Internetzugängen gehört die Zukunft. Und vor allem die neue WiMAX-Technologie soll in den nächsten Jahren für zusätzliche Umsätze sorgen. So geht eine Untersuchung der Unternehmensberatungen (http://www.bwcs.com) BWCS und (http://www.senza-fili.com/) Senza-Fili Consulting davon aus, dass mit kabellosen Internetzugängen innerhalb von fünf Jahren allein in den Vereinigten Staaten ein Volumen von 3,9 Milliarden US-Dollar jährlich erreicht werden kann. Bis zum Jahr 2009 wird laut Studie die letzte Meile bei 3,6 Prozent aller Breitbandanbindungen an das Internet ohne Kabel überbrückt. Dabei wird sich WiMAX gegen den konkurrierenden Standard 802.20 durchsetzen, dessen Unterstützer bereits jetzt teilweise die Seiten wechseln. Der neue WiMAX-Standard wird allgemein als kostengünstige, effektive Alternative zu DSL- bzw. Kabelverbindungen angesehen und als geeignete Lösung für die „letzte Meile“ auch in ländlichen Gegenden betrachtet. Der WiMAX-Standard war im Vorjahr vom WiMAX-Forum, dem unter anderem die Branchengrößen Intel, Fujitsu und Nokia angehören, beschlossen worden.

Sowohl Mobilfunkunternehmen als auch Festnetz-Provider dürften die neuesten Entwicklungen des WiMAX-Standards mit gemischten Gefühlen verfolgen. Reichweiten von bis zu 50 Kilometern, Übertragungsgeschwindigkeiten, die GPRS um mehr als das tausendfache schlagen und Kosten für die Errichtung von Basisstationen, die aus der berühmten Portokasse bezahlt werden können.

WiMAX steht für „Woldwide Interoperability for Microwave Access“ und wird derzeit unter dem IEEE Kürzel 802.16 bekannt. Der Standard wurde von Anfang an für Metropolitan Area Networks entwickelt und im Vorjahr vom WiMAX-Forum definiert, dem unter anderem Branchengrößen wie Nokia, Intel, Fujitsu oder Siemens Mobile angehören. Neben der großen Reichweite der Technik können auch die erreichbaren Übertragungsraten mehr als überzeugen. Mit bis zu 70 Mbit/s ist WiMAX 1.300 mal so schnell wie GPRS (53,6 kbit/s) und rund 180 mal so schnell wie das jetzt z.B. von Vodafone angebotene UMTS mit 384 kbit/s. Aber selbst die schnellsten privaten ADSL-Festnetzanschlüsse mit 3 Mbit/s werden noch um Längen geschlagen.

Besonders aktiv auf dem Gebiet scheint der Prozessorriese Intel zu sein, der nun zusammen mit dem französischen Hersteller von Telekommunikationsgeräten Alcatel eine Kooperation über die Entwicklung von WiMAX-Produkten geschlossen hat. Entsprechende Erzeugnisse sind für die zweite Jahreshälfte 2005 angekündigt und dazu dürften dann auch WiMAX Chips für Notebooks, PDAs und PCs zählen. Zuvor hatten bereits Intel und Siemens bei der Infrastruktur-Entwicklung eine Kooperation bekannt gegeben. Auch hier sollen in der zweiten Jahreshälfte 2005 die ersten WiMAX-Netze in Betrieb gehen. Demnach hätten die Telekommunikationsunternehmen noch rund eineinhalb Jahre Zeit, um sich mit ihren UMTS-Angeboten am Markt zu etablieren und auch die entlegensten Ecken der Republik mit High-Speed-Internet-Zugängen zu versorgen, bevor WiMAX die Marktreife erreicht hat.

So dürfte sich WiMAX laut Prognosen der Marktforscher von Maravedis in wenigen Jahren zum weltweit führenden Standard für den kabellosen Breitband-Zugang entwickeln. Maravedis beziffert den weltweiten Bedarf an Wireless-Lösungen als beträchtlich. Dies gelte insbesondere in Ländern, deren Telekommunikationsinfrastruktur heute noch nicht flächendeckend ausgebaut ist. Explizit werden Wachstumsmärkte in Asien, wie z.B. Indien und China, genannt.

Und was die notwendigen Infrastruktur-Investitionen betrifft, so kann WiMAX auch hier punkten. Im Vergleich zum WLAN werden zwar größere Sender benötigt, doch gehen Marktexperten von Kosten pro Basisstation von etwa 10.000 US-Dollar aus, was angesichts einer Reichweite von 30 bis 50 Kilometern als verschwindet gering eingestuft werden kann. Schließlich können über eine einzige Basisstation hunderte von Haushalten mit schnellen Breitband-Internetanschlüssen versorgt werden.
 


Status von WiMax in Deutschland

Drahtlose Netzwerke auf Basis des WiMax-Standards werden seit 2005 verbreitet in Pilotumgebungen getestet; erste Netze sind bereits produktiv. Ab 2006/07 wird sich WiMax in ausgewählten Einsatzbereichen über den Pilotstatus hinaus entwickeln. Technologielieferanten wie Intel, Nokia und Motorola treiben die Entwicklung der erforderlichen Hardware voran.

Für WiMax gibt es je nach Zielgruppe unterschiedliche Einsatz-Szenarien. Für Festnetzbetreiber kann der Einsatz von WiMax-Technologie im Sinne des „Back-Haul“ zu Kosteneinsparungen führen. Mobilfunk-Carrier können die Mobilfunk-Basisstationen statt per Kabel per Funk anbinden, bei vergleichbarer Zuverlässigkeit. Für Geschäftskunden lassen sich drahtlose Standleitungen realisieren (z.B. Health Care, temporäre Netze bei Events), und Privatkunden bietet sich eine Alternative zu DSL. WiMax ermöglicht theoretische Datentransferraten bis zu 109 Mbit/s bei einer Reichweite bis zu 50 km. Im Praxisbetrieb müssen allerdings deutliche Abstriche gemacht werden. Nichtsdestotrotz ist die Bandbreite deutlich größer als bei UMTS oder dem Nachfolger HSDPA.

Nach Ansicht der Experton Group liegt das primäre Einsatzpotenzial von WiMax in Deutschland in UMTS- und DSL-losen Zonen (z.B. in Ostdeutschland) beziehungsweise in ländlichen Regionen ohne Breitbandnetze, sprich in Nischenmärkten. Es ist zudem nicht auszuschließen, dass alternative Stadtnetzbetreiber künftig auf den Aufbau lokaler WiMax-Netze setzen, anstatt als Wiederverkäufer von DSL-Kapazitäten der DTAG zu agieren. Für den flächendeckenden Einsatz sind die Kosten bei WiMax derzeit aber noch zu hoch.

Aktuell steht „Fixed WiMax“ im Fokus. Dabei handelt es sich um den drahtlosen Zugriff auf einen bestimmten Hotspot ohne Handover-Möglichkeiten zwischen verschiedenen Funkzellen (802.16a). Das 'Institute of Electrical and Electronics Engineers' (IEEE) hat im Dezember 2005 die Spezifikationen für mobiles WiMax (802.16-2005) verabschiedet. Die so genannte „nomadische“ (mobile) Nutzung gemäß dem 802.16e-Standard soll frühestens ab 2007 realisierbar sein. Dann ist die WiMax-Nutzung ergänzend oder alternativ zu UMTS und HSDPA möglich – freilich vorausgesetzt, dass entsprechende Netzwerke aufgebaut werden. Motorola plant bereits für Anfang 2007 ein WiMax-Telefon. In Asien treibt Samsung mit „Wibro“ (Wireless Broadcasting) einen mit WiMax ähnlichen Standard voran. Die Telecom Italia möchte als erster europäischer Netzbetreiber Wibro einführen.

 

WiMax-Vorhaben im deutschsprachigen Raum (Auszug)

  • Deutsche Breitband Dienste (DBD) – „DSLonair“. Unter dem Markennamen Maxxtelekom nimmt das Unternehmen WiMax-Netze für Privat- und Geschäftskunden in Betrieb, darunter:

    • 70 000 Bewohner des Berliner Stadtteils Pankow (Bandbreite: 1,5 bis 3,5 Mbit/s)

    • Weitere 20 Regionalnetze, unter anderem in Heidelberg.

  • Die WiMAX Telecom GmbH, eine Tochtergesellschaft der Schweizer WiMAX Telecom AG, hat die landesweiten Frequenzen für WiMax in Österreich erworben. Weitere Netze sind Ost- und Südosteuropa geplant.

  • Die Landeshauptstadt Düsseldorf wird gemeinsam mit den Partnern Intel, Capgemini und Siemens eine WiMAX-Infrastruktur aufbauen, zu der Arcor seine Hot Spot-Infrastruktur zur Verfügung stellt. Eine der ersten Anwendungen wird ein mobiler Stadtführer sein, in einer zweiten Anwendung wird WiMAX mobile Kameras bei Feuerwehreinsätzen unterstützen. Die Anwendungen werden nach derzeitigem Stand ab Februar 2006 zur Verfügung stehen.

  • Arcor bietet außerdem seit Dezember Breitband-Zugänge auf WiMAX-Basis an. Zunächst ist der Aufbau eines Netzes in Kaiserslautern geplant.

  • T-Com testet WiMax mit 100 Privatkunden im Großraum Bonn.

Quelle: Mitteilungen der Anbieter

Business Services

Mobilität ja, aber um welchen Preis?

Paris/Eschborn, 17. Januar 2007 Mobilität ist aus Unternehmen nicht mehr wegzudenken und Kosten scheinen hier die große Unbekannte zu sein: Viel zu viele Entscheider wissen nicht, wie viel ihr Unternehmen für mobile Dienste ausgibt. Dies belegt eine aktuelle Befragung von Orange Business Services (OBS) unter CIOs von 650 Unternehmen in Deutschland, Österreich, Skandinavien, Italien, Belgien sowie in der Schweiz und in der EEMEA-Region. Ziel war es, aus erster Hand mehr über die Mobility-Strategie von führenden Unternehmen in diesen Märkten zu erfahren. Unter mobilen Mitarbeitern werden nicht nur die Geschäftsreisenden zusammengefasst, sondern auch all diejenigen, die von zu Hause aus tätig sind und mindestens ein Fünftel ihrer Arbeitszeit außerhalb des Unternehmens verbringen.

42 Prozent der CIOs haben keinen Überblick, wie teuer mobile Sicherheit für ihr Unternehmen ist. Bei den Kosten für mobile Geräte und für Remote Access fehlt ebenfalls vielen die Transparenz: 40 beziehungsweise 37 Prozent der Befragten fühlen sich nicht im Bilde. »Ohne strikte Unternehmenspolitik haben CIOs hier wenig Kontrolle. Es kann sogar passieren, dass mobile Mitarbeiter selbst Standards festlegen und ihre eigenen Geräte und Netzverbindungen nutzen. Diese Kosten sind jedoch nicht Teil des IT-Budgets, werden aber über die Reisekosten abgerechnet. Somit entziehen sie sich jeglicher Kontrolle und Planung«, erklärt Frank Sommerfeld, Vice President bei Orange Business Services und für das Geschäft in Deutschland verantwortlich.

Geld ist auch der Hauptgrund, dass IT-Entscheider zögern, eine mobile Lösung einzuführen. Hier mussten die Befragten diverse Aspekte wie Kosten, Mangel an interner Expertise, Sicherheitsbedenken oder eine fehlende globale Strategie der Wichtigkeit nach einstufen. Ein möglicherweise zu geringer ROI hält 37 Prozent von einer mobilen Datenlösung ab. Fast ein Drittel der CIOs haben Sicherheitsbedenken und 29 Prozent Probleme mit der Zuverlässigkeit, befürchten also eine schlechte Servicequalität. 22 Prozent haben einfach kein ausreichendes Budget für eine Mobility-Lösung. Mangelnde interne Expertise hält jedoch kaum ein Unternehmen ab: Für 64 Prozent ist dies absolut unwichtig – nur zehn Prozent bewerten dieses Kriterium mit Priorität eins.

»Der Sinn neuer Mobility-Technologien ist, Geschäftsprozesse abzuändern, um besser auf sich wandelnde Marktsituationen zu reagieren und somit produktiver zu sein. Eine ROI-Kalkulation der Mobility-Anforderungen sollte deshalb unbedingt im Hinblick auf die allgemeine Roadmap vorgenommen werden. Kosteneinsparungen und Effektivitätsgewinne entstehen oftmals nicht dort, wo sie ursprünglich erwartet werden. Mobile Lösungen müssen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden und hängen sehr stark von der Unternehmensstruktur, dem Kerngeschäft und der allgemeinen Unternehmensstrategie ab«, so Frank Sommerfeld weiter.

Mobility-Anbieter mit großer Reichweite sind im klaren Vorteil. Bei der Wahl eines Service Providers für mobile Dienste spielen unterschiedliche Kriterien eine Rolle. Nach den wichtigsten befragt, stehen die Reichweite des Anbieters (39 Prozent), der Preis (36 Prozent) sowie die Service-Qualität und Customer Care (34 Prozent) an erster Stelle, gefolgt von der Sicherheitsexpertise des Anbieters (24 Prozent). Für 12 Prozent ist die Qualifikation und die Expertise der Mitarbeiter sowie die Fähigkeit des Anbieters, komplette End-to-End-Lösungen zu bieten, wichtig. Zehn Prozent bevorzugen einen Anbieter, der alles aus einer Hand bieten kann. Dabei scheinen sich Unternehmen nicht nach Analystenmeinung zu richten: 70 Prozent meinen, das dies nicht ausschlaggebend für sie sei. Das gleiche gilt für das Portfolio-Angebot (66 Prozent) und die Innovationsfähigkeit (63 Prozent). Im Gegensatz dazu, steht der Preis, der von nur 13 Prozent nicht berücksichtigt wird.

An was denken Entscheider, wenn sie an künftige mobile Themen denken? Field Force Automation ist mobil am interessantesten. Supply Chain Management, Field Force Automation, sensorische Netzwerke, Telemetrie, Asset Tracking, Location Aware-Lösung oder Nomadic Work-Lösung sind klassische Anwendungen, bei denen Unternehmen von mobilen Infrastrukturen profitieren. Der Umfrage zufolge haben sich mit 60 Prozent die meisten CIOs bereits einmal für eine mobile Lösung für Field Force Automation interessiert. Fast die Hälfte der Befragten hat sich schon einmal mit einer Nomadic Work-Lösung und 46 Prozent mit einer mobilen Lösung für das Supply Chain Management beschäftigt. Dagegen gaben nur neun Prozent an, über eine Mobility-Lösung für sensorische Netzwerke und 11 Prozent für Location Aware-Lösungen nachgedacht zu haben.

www.orange-business.com


 


Unverlangte E-Mail-Werbung: sittenwidrig!

Die Zusendung einer unverlangten E-Mail zu Werbezwecken verstößt grundsätzlich gegen die guten Sitten im Wettbewerb. Und es gibt laut aktuellem Urteil des BGH nur wenige Ausnahmen. Die Werbung per E-Mail ist nur dann ausnahmsweise zulässig, wenn der Empfänger ausdrücklich oder indirekt sein Einverständnis erklärt hat, E-Mail-Werbung zu erhalten. Oder wenn bei der Werbung gegenüber Gewerbetreibenden aufgrund konkreter Umstände ein sachliches Interesse des Empfängers vermutet werden kann.

Dies stellt der (http://www.bundesgerichtshof.de) Bundesgerichtshof in einem aktuellen Urteil unter dem Aktenzeichen I ZR 81/01 fest und entscheidet damit die Klage eines Internetdienstleisters aus dem Jahr 1998, der trotz mehrmaliger Beschwerde immer wieder Newsletter des beklagten Unternehmens erhalten hatte. Der Senat des BGH hob damit ein anders lautendes Urteil des Oberlandesgerichts München auf. Ungeklärt blieb dabei allerdings die Frage, unter welchen Umständen von einem indirekten Interesse ausgegangen werden kann.

Wie bisher bleibt das Einverständnis des Empfängers der Dreh- und Angelpunkt, wenn es um E-Mail-Werbung geht: Ein die Wettbewerbswidrigkeit ausschließendes Einverständnis des Empfängers der E-Mail, so der BGH in seinem Urteil, habe der Werbende darzulegen und gegebenenfalls zu beweisen. Darüber hinaus sei der Werbende verpflichtet durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass es nicht zu einer fehlerhaften Zusendung einer E-Mail zu Werbezwecken aufgrund eines Schreibversehens eines Dritten komme.

 


 


IT-Sicherheit: kostenloser Basis-Check

Die Initiative „Mittelstand sicher im Internet“ bietet jetzt den Basis-Check IT-Sicherheit an. In nur fünf bis zehn Minuten können sich mittelständische Unternehmer einen ersten Eindruck verschaffen, ob ihre Daten gegen Viren oder Hacker ausreichend geschützt sind.

Der Basistest ist bewusst verständlich gehalten und enthält ganz konkrete Fragen: „Wie regelmäßig sichern Sie Ihre Daten? Wie oft schulen Sie Ihre Mitarbeiter? Gibt es interne Richtlinien für die Nutzung des Internet? Existiert ein Notfallplan für den Ausfall des gesamten IT-Systems?“ Technische Gegebenheiten und organisatorische Vorkehrungen werden in der Bestandsaufnahme gleichermaßen berücksichtigt.

Ingesamt zeigt der (http://www.mittelstand-sicher-im-internet.de/sicherheitscheck.php) Basis-Check IT-Sicherheit dem mittelständischen Unternehmer, wo Sicherheitslücken klaffen können und an welcher Stelle Maßnahmen zum Schutz des EDV-Systems notwendig sind. Anschließend lassen sich mit Hilfe des „Leitfaden IT-Sicherheit“ vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Defizite beheben. Die Initiative „Mittelstand sicher im Internet“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit sowie dem Bundesministerium des Innern getragen. Fachlich begleitet wird die Initiative durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Eine Vielzahl weiterer Aktivitäten von „Mittelstand sicher im Internet“ sollen dem Basis-Check folgen. Die Initiative, die eng mit Verbänden und IT-Dienstleistern zusammenarbeitet, wird künftig jeden Monat einzelne mittelstandsrelevante Aspekte der IT-Sicherheit aufgreifen und spezifische Branchenlösungen darstellen.


 



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