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Trends 4.1

Einsatz von Kommunikationsinstrumenten im Mittelstand

 

Mobile Business – Mobile TV

 

Ankündigung neuer Server-Linie

Interessante Konstellation für den deutschen Markt

 

Trends 4.2

Elemente von Security Policies

Status bei Unternehmen in Deutschland

 

Auslandsverlagerung mit »Lift&Shift«- und »Transform&Shift«-Konzepten kombinieren

Einsparungen in Milliarden-Höhe

 

Technikverliebte IT-Leiter landen im Abseits

CIOs sollten Sprache der Vorstände sprechen

 

Trends 4.3

Betriebskosten

Unternehmen kennen ihre Druckkosten nicht

 

Smart-Client-Konzepte

Meist zu viele Anwendungen auf den Desktops

 

Trends 4.4

Cyber-Kriminelle nehmen immer häufiger Einzelpersonen ins Visier

Rasante Zunahme bei 1:1-Angriffen

 

Intels Fortschritte in der Silizium-Technologie halten den Wachstumsmotor Mobile Computing auf Touren

 

 


Spotlight-Analyse

Wachstumsmarkt SOA

»SOA« (Serviceorientierte Architektur) sorgt für Wachstumsfantasien im IT-Dienstleistungsmarkt und Dollarzeichen in den Augen von IT-Beratern und -Integratoren. Der Run auf den SOA-Kuchen hat bereits begonnen. Die Presse ist voll von SOA-Fachartikeln und Ankündigungen zu SOA-Workshops und -Konferenzen. Denn in dieser Frühphase der Marktentwicklung ist Flagge zeigen angesagt. Anbieter, denen es gelingt, frühzeitig Themen zu besetzen, die den potenziellen SOA-Kunden auf den Nägeln brennen, dürften überdurchschnittlich stark vom SOA-Hype profitieren.

Wie stark der Informationsbedarf beim Thema SOA heute ist, zeigt auch ein Blick in den Google-Trend-Service. Dieser Dienst wertet Google-Suchanfragen und Pressereferenzen nach Stichwörtern aus und stellt die Ergebnisse auf einer Zeitachse grafisch dar. Beim Begriff »SOA« scheint der Trend eindeutig: Die Suchanfragen zu diesem Thema in Deutschland sind seit Mitte 2005 in die Höhe geschnellt und verharren seitdem auf hohem Niveau. Demgegenüber steht eine stetig steigende Anzahl der SOA-News. Mit anderen Worten: trotz oder vielleicht auch wegen der steigenden Anzahl von SOA-Pressereferenzen herrscht offensichtlich ein erheblicher Informationsbedarf zu diesem Thema.

Man kann darüber streiten, ob die derzeitigen Informationsangebote diesen Bedarf wirklich decken. Bei einer ersten groben Recherche entsteht zumindest der Eindruck, dass die aktuelle SOA-Diskussion vornehmlich technische Details und visionäre Konzepte der Anbieter beleuchtet, wogegen praktische Fragen bei der Umsetzung von SOA-Konzepten oft zweitrangig behandelt werden. Womöglich liegt der starke technische Fokus der Diskussion auch darin begründet, dass ein wesentlicher Teil der SOA-Suchanfragen bei Google – auch das zeigt der Trend-Service – aus Walldorf kommen. Böse Zungen würden daraus schließen, dass sich die Technologieanbieter beim Thema SOA eher mit sich selbst als mit ihren Kunden befassen.

Dass es – den bösen Zungen zum Trotz – heute bereits praxisreife SOA-Technologien gibt und SOAs Unternehmen erheblichen Nutzen bringen können, zeigt der Berlecon Report SOA in der Praxis – Wie Unternehmen SOA erfolgreich einsetzen. Im Report werden acht SOA-Projekte von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen vorgestellt und ausgewertet. Das Spektrum der Projekte reicht dabei von einer unternehmensweiten Einführung mit klaren Vorgaben bis hin zu einer punktuellen Nutzung der SOA-Konzepte für bestimmte Funktionalitäten. Insgesamt berichten die befragten Anwender, dass die SOA-Projekte ihre Erwartungen erfüllt oder sogar übertroffen haben.

Der Report beleuchtet, wo die kritischen Herausforderungen beim Thema SOA liegen. Er liefert damit auch Hinweise, wo es einen erhöhten Bedarf an Informationen und ggf. auch an Unterstützung durch externe Dienstleister gibt. Ein erstes – gerade für IT-Dienstleister – interessantes Ergebnis des Reports ist, dass die wesentlichen Herausforderungen bei der Umsetzung der SOA-Projekte weniger in der technischen als vielmehr in der organisatorischen Umsetzung stecken.

Probleme ergeben sich beispielsweise bei der Modellierung von Prozessen. Nach der Theorie sollte diese Aufgabe von den Fachabteilungen gelöst werden. Schließlich liegt ja ein wesentlicher Vorteil der Serviceorientierung in der Architektur gerade darin, dass Businessaspekte bei der Abbildung von Prozessen in die IT im Vordergrund stehen. In der Praxis zeigen sich die Fachbereiche – wie Erfahrungsberichte im Report zeigen – von dieser Aufgabe jedoch häufig überfordert.

Zudem deuten die Projektberichte auf einen erhöhten Bedarf nach Moderation zwischen IT-Abteilungen, Fachbereichen und deren Mitarbeitern hin. Konflikte zwischen IT- und Fachabteilungen sind beispielsweise bei der Governance der Services vorprogrammiert. Auf der einen Seite stehen die Fachabteilungen, die eine schnelle, individuelle Lösung für ihre Probleme benötigen. Auf der anderen Seite ist es die Aufgabe der IT-Administration, auf Qualität und Wiederverwendbarkeit bei der Serviceerstellung zu achten. Damit verbunden sind ein größerer Arbeitsaufwand und längere Entwicklungszeiten. Es braucht nicht viel Fantasie, um aus den oben geschilderten Problemen einen Business Case für IT-Beratungen zu entwickeln.

Darüber hinaus geben die Projektberichte auch Hinweise auf technischen Entwicklungs- und Integrationsbedarf. Entwicklungsbedarf zeigt sich insbesondere bei den Themen Management und Monitoring. Komplexe Prozesse, die viele Einzeldienste und Systeme oder Anwendungen umfassen, sollen – so der Wunsch der Kunden – in ihrer Gesamtheit besser überwacht werden. Die Verknüpfung von SOA mit Aspekten von BPM (Business Process Management) erscheint aus dieser Sicht heraus logisch.

Integrationsbedarf entsteht ungeachtet der voranschreitenden Konsolidierung im Bereich Unternehmenssoftware und Plattformen. Auch in Zukunft werden die IT-Landschaften in den meisten Unternehmen heterogen bleiben. So setzen viele Anbieter neben der gewählten SOA-Plattform weitere Plattformen ein. Übergreifende Lösungen im Bereich Management und Sicherheit sowie Interoperabilität zwischen Anbietern bleiben daher auch weiterhin wichtige Themen – sowohl für die Technologieanbieter als auch für die SOA-Kunden und deren IT-Dienstleister.

Ein weiteres Geschäftsfeld der IT-Dienstleister ist die Entwicklung der einzelnen SOA-Services. Nicht umsonst haben Akteure wie Accenture und IBM Millionen in den Aufbau von Offshore-Ressourcen investiert. Vor diesem Hintergrund ist interessant, dass die kostensenkende und zeitsparende Wiederverwendung von SOA-Diensten als Motiv für die Umsetzung von SOA-Projekten bei den meisten von Berlecon befragten Unternehmen bislang nur eine untergeordnete Rolle spielte. Die Projektberichte zeigen zudem, dass dieser von vielen Anbietern propagierte Vorteil für die einzelnen Unternehmen (noch) nicht in allen Fällen relevant oder realisierbar ist. IT-Dienstleister, die SOA-Services für viele potenzielle Anwender von der Stange anbieten können, dürften ungleich mehr von den Vorteilen durch die Wiederverwendbarkeit der SOA-Dienste profitieren.

Es gibt also durchaus viele Themen, mit denen sich IT-Dienstleister eine gute Startposition beim Run auf den SOA-Kuchen sichern können. Wir freuen uns auf einen spannenden Wettbewerb und unterstützen Sie gern bei der Erschließung des SOA-Marktes.

Dr. Andreas Stiehler (as@berlecon.de)


Informations- und Kaufverhalten der Kunden

Channel contra Internet?

TechConsult, Kassel – Claus Vogt: Den (potenziellen) Kunden und sein Verhalten so gut wie möglich zu kennen, ist grundlegende Voraussetzung für jeden effizienten Einsatz von Marketing-Mitteln und Ressourcen seitens der IT-Vendoren.

Wo informieren sich die Consumer vorab und wo kaufen Sie dann tatsächlich ein? Im »Digital Lifestyle Consumer Monitor« durchleuchtet TechConsult das Consumer-Umfeld für mehr als 20 unterschiedliche Zielgruppen und identifiziert Nutzungsmuster. In der Praxis sind umfassende und valide Aussagen auf diese Frage von multivariater Natur, so dass beispielsweise Größen wie lokale Gegebenheiten oder verfügbare Haushaltseinkommen stets berücksichtigt werden müssen, nie aber eine allein als Erklärung für ein bestimmtes Verhalten ausreichend ist. Im Folgenden werden für einen Einstieg in dieses Thema eindimensionale Gesamtmarktzahlen betrachtet. Vertiefende Analysen können nur für konkrete Aufgabenstellungen angefertigt werden.

Zwei Dinge liegen auf der Hand und finden Bestätigung in unseren Untersuchungen von mehr als 3.000 Endkunden-Haushalten: Zum einen beschränken sich Informationssuchende in den wenigsten Fällen auf nur eine Informationsquelle. Untersuchungen der TechConsult zeigen, dass durchschnittlich mehr als drei unterschiedliche Quellen herangezogen werden, um die endgültige Kaufentscheidung zu treffen. Zum anderen wird nicht zwangsläufig dort gekauft, wo man sich vorher informiert hatte.

In der Informations-/Kaufmatrix lassen sich drei Cluster erkennen:

  1. Das Internet: Seiten im Internet zeichnen sich dadurch aus, dass sie privaten Endkunden als wichtiger Informationskanal dienen. Gerade Seiten von unabhängigen Anbietern, auf denen beispielsweise Testberichte zu finden sind, sind für die Meinungsbildung sehr wichtig. Händlerseiten im Netz werden zur Informationssuche nicht so oft aufgesucht, jedoch wird bei diesen dann schlussendlich am meisten online bestellt.
  2. Kaufhäuser/Discounter: Bei diesen primär nicht auf IT oder CE ausgerichteten Vertriebskanälen wird sich aufgrund der vermuteten mangelnden Fachkompetenz der Verkäufer am wenigsten oft informieren. Auch wenn Aldi, Lidl und Co. seit einigen Jahren mit attraktiven IT-Angeboten locken, läuft die Großzahl an IT nicht über deren Ladentheken.
  3. Computerläden/Elektromärkte: Vor allem geschultes Personal in Computerläden ist immer noch der entscheidende Faktor, dass man sich hier gerne informiert und dann auch kauft. Elektromärkte wie Media Markt oder Saturn ziehen mit ihrem enormen Werbedruck viele Kunden in ihre Verkaufsräume, die – nach vorheriger Information – überwiegend Standard-IT kaufen.


Informations-/Kaufmatrix
Abbildung 1: Informations-/Kaufmatrix

Werden die absoluten Differenzen zwischen »Wo wird sich informiert?« und »wo wird final gekauft?« betrachtet, so lässt sich auch ganz klar abbilden, dass Informationen heute überwiegend im Internet gesucht werden, wohingegen dann im stationären Handel immer noch oft die Ware gekauft wird. Dieses Bild wird sich in den nächsten Jahren jedoch für das Internet noch positiver entwickeln. Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass diese Gegenüberstellung bei unterschiedlichen Zielgruppen wie beispielsweise Jugendlichen heute schon deutlich anders aussieht. In folgender Grafik werden jedoch alle Bundesbürger, also auch die Vielzahl an IT-nutzenden älteren, berücksichtigt.

Information im Internet - Kauf im Handel

Abbildung 2: Information im Internet – Kauf im Handel

Als Fazit für IT-Anbieter lässt sich festhalten, dass es unumgänglich ist, die relevanten Zielgruppen genau zu analysieren und zu kennen Denn sowohl im Informations- als auch im Kaufverhalten gibt es sehr große Unterschiede, die Grundlagen für die Ressourcenallokation sein müssen. Gerade als Informationskanal sollte das Internet intensiv gepflegt werden. Auch wenn der Handel als IT-Vertriebskanal inzwischen oft gerne vernachlässigt wird, ist er wichtiger denn je. Geschulte Mitarbeiter und ein positive Image im Channel sind immer noch Erfolgsfaktoren für den Absatz von Hardware und Software.

www.techconsult.de


Parlamentarier mit schlechtem Urteil über Deutschlands Behörden

Digitale Verwaltungsprozesse werden den Anforderungen eines modernen Wirtschaftsstandorts nicht gerecht

Infora-Erhebung: Bundestags- und Landtagsabgeordnete sehen großen Nachholbedarf im europäischen Vergleich

(Köln, 12.02.2007) Die Bundes- und Landespolitiker bemängeln, dass Deutschland in Sachen E-Government den Anforderungen eines modernen Wirtschaftsstandorts noch längst nicht gerecht wird. Nach einer Erhebung des Beratungshauses Infora unter 312 Abgeordneten gibt nur jeder Siebte ein positives Urteil ab. Dagegen bezeichnen über die Hälfte der Parlamentarier die digitalen Verwaltungsprozesse und elektronischen Informationsangebote der Behörden als mittelmäßig, von weiteren 27 Prozent werden sie sogar als unzureichend bewertet. Vorgestellt wurden diese Ergebnisse auf dem »13. Anwenderforum E-Government« in Berlin, das gemeinsam vom Bundesministerium des Innern, der Senatsverwaltung für Inneres Berlin und der Infora GmbH durchgeführt wird.

Der Studie zufolge zeichnen die Politiker auch beim europäischen Vergleich ein ähnlich kritisches Bild. Auf die Frage, welche Position Deutschland beim E-Government gegenüber den Nachbarstaaten einnimmt, weisen drei Viertel der Volksvertreter der Bundesrepublik einen Platz im Mittelfeld zu. In der Spitzengruppe von Europa wird sie lediglich von sechs Prozent gesehen, aber drei Mal so viele Bundestags- und Landtagsabgeordneten ordnen Deutschland im hinteren Feld der EU-Staaten ein.

Mehr Investitionen und Koordination gefordert

Damit die Behörden mittels moderner Technologien kosteneffizienter und bürgerfreundlicher arbeiten können, bedarf es nach Meinung von zwei Drittel der Politiker vor allem höherer Investitionen in digitale Verwaltungsdienste. Fast ebenso viele plädieren in der Infora-Erhebung für ein koordinierteres Vorgehen der unterschiedlichen Behörden. Auch bei der Entwicklung und Durchsetzung bundesweiter Standards für E-Government-Projekte sehen 42 Prozent der Parlamentarier einen deutlichen Optimierungsbedarf. Zudem fordern zwei von fünf von der Öffentlichen Verwaltung eine verbindlichere Selbstverpflichtung zur Kundenorientierung. Sich über internationale Benchmarks mit anderen Staaten zu messen, erachtet allerdings nur eine Minderheit der befragten Politiker als notwendig.

»Wer in Zeiten der Globalisierung als attraktiver Standort gelten will, muss zwangsläufig auch über eine moderne Verwaltung verfügen«, urteilt Infora-Geschäftsführer Rainer Ullrich. »Aber in dieser Hinsicht herrschen in Deutschland noch erhebliche Defizite«, greift er die kritische Position der Politiker auf. Es herrsche häufig noch eine zu enge Blickrichtung auf einzelne Projekte ohne übergreifende E-Government-Strategien und Abstimmung mit den Vorhaben anderer Behörden, so dass sich die digitalen Verwaltungsdienste anschließend schlecht integrieren ließen. Andererseits wären übergreifende Maßnahmen häufig durch lähmende Koordinationsprozesse geprägt. »Die Notwendigkeiten einer technischen Modernisierung sind zwar erkannt, aber auf dem Weg dort hin sind noch eine Menge Hürden zu beseitigen«, weiß Ullrich auch aus seiner Beratungspraxis.

Effizientere Verwaltungsprozesse

Das »Anwenderforum E-Government« wird bereits seit 12 Jahren veranstaltet. Als Plattform für den Erfahrungs- und Ideenaustausch führt es Behörden und Lösungsanbieter zu aktuellen E-Government-Themen zusammen. Nachdem in den vergangenen Jahren die IT-Infrastruktur, Standardisierung und die Basiskomponenten für E-Government-Anwendungen im Mittelpunkt der Diskussion standen, richtet sich der Fokus der 13. Veranstaltung mit über 400 Teilnehmern und einem Dutzend Ausstellern diesmal auf die Optimierung der Verwaltungsprozesse. »Darin verbirgt sich das größte Potenzial, um die Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu steigern«, urteilt Infora-Geschäftsführer Ullrich und verweist auf die Erfahrungen in der Wirtschaft. Dieses Thema sei auch in der Öffentlichen Verwaltung von zunehmend zentraler Bedeutung. Ullrich sieht hier einen großen Handlungsbedarf, da die Behörden immer mehr an ihrer Leistungsfähigkeit gemessen werden, gleichzeitig aber durch die knappen öffentlichen Haushalte unter einem immer stärkeren Kostendruck stehen.

 

Befragungsergebnisse

Wird Deutschland in Sachen E-Government den Anforderungen eines modernen Wirtschaftsstandorts schon gerecht?

 

ja:

14%

mittelmäßig:

59%

unzureichend:

27%

 

Wo steht Deutschland beim E-Government nach Ihrer Einschätzung im europäischen Vergleich?

 

in der Spitzengruppe:

6%

im Mittelfeld:

76%

im hinteren Feld:

18%

 

Wo sehen Sie vor allem Optimierungsbedarf, damit die Verwaltung kosteneffizienter und bürgerfreundlicher arbeiten kann?

 

höhere Investitionen in digitale Verwaltungsdienste:

64%

koordinierteres Vorgehen der unterschiedlichen Behörden:

60%

Entwicklung bundesweiter Standards für eGovernment- Initiativen:


42%

Einsatz internationaler Benchmarks:

18%

verbindlichere Selbstverpflichtung der Behörden zur Kundenorientierung:


38%

Sonstiges:

5%


Studie

Büroprinter drucken Text, Text und Text

 

Wiesbaden, 06. Februar 2007 – Bei der Anschaffung eines Computerdruckers legen die Unternehmen Wert auf Dutzende von Kaufkriterien, aber im Büroalltag werden 90 Prozent der Geräte lediglich genutzt, um Text zu Papier zu bringen. Diese Diskrepanz deckt der aktuelle Report »Einsatz von Drucklösungen in der deutschen Wirtschaft 2006/2007« auf, den das »Elite News Institut für Druck und Kommunikation« im Auftrag des Druckerherstellers Samsung durchgeführt hat. Der vollständige Berichtsband ist im Internet kostenlos abrufbar unter www.samsung.de/druckerreport

Immerhin die Hälfte der Firmendrucker dienen laut Elite/Samsung-Report dazu, regelmäßig auch Hardcopies von Präsentationen zu erstellen. Ein Drittel der Büroprinter wird demnach für anspruchsvollere Druckerzeugnisse wie Broschüren oder Banner verwendet. Fotos und Grafiken bringen 28 Prozent der Drucker zu Papier.

»DIN A4 ist nicht genug«, lautet eine weitere Erkenntnis des Druckerreports 2006/2007. In 25 Prozent der deutschen Büros wird nach dem Kleinformat DIN A5 verlangt. Die Verarbeitung von Sonderformaten etwa zum Bedrucken von Briefumschlägen ist ebenfalls in einem Viertel der Bürostuben ein Muss. Als »Normalfall« im Arbeitsalltag gilt, dass sich mehrere Mitarbeiter(innen) einen Drucker teilen müssen. Das ist laut Elite/Samsung-Studie auch bei zwei Drittel aller Unternehmen der Fall. Aber: 30 Prozent der Firmen stellen tatsächlich jeder Kollegin und jedem Kollegen einen eigenen Computerprinter zur Verfügung.

Weitere Informationen: Elite News Institut für Druck und Kommunikation, Mühlhohle 2, 65205 Wiesbaden, Tel. 0611/973150, Fax 0611/719290, E-Mail: info@elitenews.de


Die Zukunft von RFID – ein Überblick

Radio Frequency Identification (RFID) erfreut sich zunehmenden Interesses. Bis auf weiteres hat RFID allerdings noch einen experimentellen Charakter und bleibt zunächst auf Nischenbereiche beschränkt. So zeigt eine aktuelle Untersuchung der META Group im deutschen Anwenderumfeld, dass nur 2 Prozent von 132 befragten Unternehmen in absehbarer Zukunft den Einsatz von RFID planen.

RFID ist mittlerweile ein Begriff, der besonders häufig im Zusammenhang mit Handel und Konsumgütern sowie mit Etiketten im unteren Preissegment ($0,02 bis $0,50) ins Spiel kommt. Einige Handelskonzerne haben bereits entsprechende Initiativen angekündigt (siehe Tabelle).

Nach Einschätzung der META Group wird weltweit die Zukunft von RFID im Unternehmenseinsatz durch folgende Phasen geprägt sein:

  • Das Jahr 2004 ist eine dynamische Zeit mit Pilotprojekten, Tests und Implementierungen bei technologisch führenden Unternehmen. Hierzu zählen unter anderem Projekte im Handel (z.B. wie bei Wal-Mart, Metro) und bei der Gepäckabfertigung von Fluggesellschaften.

  • In den Jahren 2005/06 werden die führenden Unternehmen von Pilotprojekten zu produktiven Umgebungen übergehen, beispielsweise für ein komplettes Distributions-Zentrum, mehrere Ladengeschäfte, oder für eine oder zwei Produktionslinien. In dieser Phase der zunehmenden Realisierung RFID-basierter Lösungen wird gleichzeitig die Problembehandlung im Zusammenhang mit SCM und RFID-Technologie (Etiketten, Lesegeräte, Produktfragen) ein zentraler Punkt sein. Weitere innovative Unternehmen – unter anderem Lieferanten der RFID-„Pioniere“ – haben in 2005/06 erste Pilotprojekte abgeschlossen und gehen 2006/07 den produktiven Roll-Out an.

  • Die Jahre 2007 und 2008 sind die Zeit der Nachzügler. Hierzu gehören mittelständische Zulieferer, Einzelhändler oder Unternehmen der Fertigungsindustrie, die derzeit noch keinen unmittelbaren Zwang zur Implementierung von RFID-Lösungen haben. Sie werden dann von bewährten und reifen Modellen für den RFID-Einsatz profitieren können.

Auswahl aktueller RFID-Ankündigungen – Stand Januar 2004

Die Metro-Gruppe präsentiert Pläne für den Roll-Out in 10 zentralen Distributions-Zentren und in rund 50 der deutschen Märkte (Future Store).

SAP kündigt eine gebündelte RFID-Lösung für Supply Chain Management an. Diese unterstützt Unternehmen beim Management der Ein- und Auslesedaten von RFID-Etiketten (im Einsatz bei Metro).

Carrefour, Intel, die Metro-Gruppe und Tesco gründen eine europäische Arbeitsgruppe, um die Einführung von Electronic Product Code (EPC) Technologie zu beschleunigen (EPC Retail Users Group of Europe). Zielsetzung ist die Schaffung von Standards und Best Practices.

Microsoft kündigt die „Smarter Retailing Initiative“ an. Unterstützt wird Microsoft durch System-Integratoren, ISVs und Technologieanbieter.

Oracle gibt den künftigen Support des RFID Warehouse Management auf Behälter-/Paletten-Ebene bekannt.

Quelle: META Group, Inc., 2004

 


IT-Verantwortliche in Westeuropa zeigen sehr unterschiedlichen Arbeitseinsatz

 

Eine von Mercury (Nasdaq: MERQ) und der Manchester Business School unter deutschen, britischen und französischen IT-Chefs durchgeführte Studie zur Arbeitszeit und Einhaltung der von der EU vorgeschlagenen Richtlinien zur Arbeitszeitgestaltung belegt: Von Einheitlichkeit keine Spur, größtenteils verfahren die Unternehmen in den Ländern noch nach eigenem Gusto.

Die EU-Kommission in Brüssel hat im Hinblick auf den Erfolg ihrer 1993 erlassenen Richtlinie zur Arbeitszeitgestaltung in den Mitgliedsstaaten derzeit wahrhaftig wenig Grund zur Freude. Unter anderem wurde darin eine wöchentliche Arbeitszeit von maximal 48 Stunden vorgeschlagen. Damit befinden sich die EU-Beamten noch immer ein gutes Stück von der Realität entfernt: Mit dem Bekanntheitsgrad dieser Richtlinie in einigen Ländern scheint es nämlich nicht weit her zu sein. Zumindest den IT-Verantwortlichen einiger großer Unternehmen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zufolge fahren die Länder nach wie vor ihren eigenen Kurs - oft, ohne Genaues über die neuen Regelungen zu wissen.

So zumindest der Tenor der aktuellen Mercury-Studie: Der Marktführer im Bereich Business Technology Optimization (BTO) befragte IT-Verantwortliche in mehr als 300 Unternehmen (in etwa zu gleichen Teilen) in Deutschland, Frankreich und England, deren Umsatz zwischen 107 und 381 Millionen Euro jährlich beträgt.

Wochenarbeitszeiten: Britische IT-Verantwortliche arbeiten am längsten Die EU-Kommissare dürften jedoch erfreut sein, wenn sie einen Blick auf das Ergebnis der Studie werfen: Die tatsächlichen Wochenarbeitszeiten der IT-Chefs liegen in allen drei Ländern nämlich größtenteils im gewünschten Rahmen, auch und besonders bei den Franzosen: Sie arbeiten zu knapp 65 Prozent zwischen 36 und 48 Stunden in der Woche, gefolgt von den Deutschen (rund 55 Prozent) und den Briten (rund 52 Prozent). 40 Prozent der Deutschen gaben an, eher zwischen 48 und 60 Stunden zu arbeiten (Briten zu 37 Prozent, Franzosen zu 21 Prozent), was wiederum eine erhebliche Überschreitung der vorgegebenen EU-Richtlinie von maximal 48 Stunden bedeutet.

Die Arbeitnehmer mit der größten Ausdauer findet man der Studie zufolge aber in Großbritannien: 13 Prozent der britischen IT-Verantwortlichen arbeiten mehr als 60 Stunden in der Woche, während die Deutschen mit 2 Prozent und die Franzosen mit 3 Prozent erheblich weniger Einsatz oder Sitzfleisch zeigen. Den Baguette & Cidre-Preis für die entspanntesten CIOs und IT-Chefs dürfte Frankreich erhalten: Hier gaben immerhin zehn Prozent der Befragten an, wöchentlich weniger als 36 Stunden zu arbeiten. Demnach halten sich Frankreich und Deutschland anders als bisher England stärker an die EU Richtlinie und sehen diese als Chance, die Arbeitszeit zu optimieren und die Produktivität im Unternehmen zu steigern.

Das zweite Resultat der Studie überrascht: So glauben beispielsweise fast 50 Prozent der französischen IT-Verantwortlichen, dass sie laut EU-Richtlinie weniger als 36 Stunden statt der veranschlagten 48 Stunden wöchentlich arbeiten sollen. Die Deutschen und die Briten dagegen glauben, dass die EU ihnen weit mehr Arbeitszeit zumute: Rund 15 Prozent der Engländer und sogar fast 40 Prozent der Deutschen gehen fälschlicherweise davon aus, dass die EU ihnen eine Maximalarbeitszeit von über 60 Stunden pro Woche verordnet hätte. Der Informationsstand variiert stark zwischen den Ländern: Wussten rund 80 Prozent der britischen Teilnehmer noch die richtige Antwort, waren es bei den deutschen nur noch 60 Prozent und die Franzosen tippten gar nur noch zu 40 Prozent richtig.

 



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