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Paradigmenwechsel in der IT

Virtuelle Infrastruktur

Die Virtualisierung entwickelte sich rasch von einer »Early Adopter«-Technologie zu einer Mainstream-Praxis für Unternehmen. Organisationen jeder Größe stufen Virtualisierung als eine ihrer höchsten IT-Prioritäten der kommenden Jahre ein. Das wird den bereits verbreiteten Einsatz von Virtualisierung in heutigen IT-Umgebungen weiter steigern:

 Nach Schätzungen von IDC wurden im Jahr 2006 1,3 Millionen virtuelle Server eingesetzt, verglichen mit 7,7 Millionen physischen Servern im gleichen Jahr. [1]

 Eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung von IDC ergab, dass 76 Prozent der Unternehmen im Begriff stehen, x86-Virtualisierung einzuführen, oder dies innerhalb der nächsten zwölf Monate planen. [2]

 Schätzungen von Forrester zufolge nutzen 46 Prozent der Global 2000-Unternehmen Virtualisierungstechnologie bereits oder streben dies innerhalb der nächsten zwölf Monate an. 71 Prozent von ihnen werden ihre Ausgaben für Virtualisierung in den nächsten 12 Monaten erhöhen. [3]

Der Markt für Virtualisierungs-bezogene Dienstleistungen, Hardware und Software erlebte 2006 ein enormes Wachstum. Die Anfragen, die Kunden an die Technologie-Branche richten, beinhalten zunehmend Lösungen, die für Virtualisierung optimiert sind. Dieser Trend erhielt 2006 mit dem Aufkommen Hardware-unterstützter Virtualisierung, Paravirtualisierung im Betriebssystem, breiter ISV-Unterstützung für virtuelle Maschinen und ein rasch wachsendes Ökosystem an Dienstleistern weiteren Auftrieb.

 

[1] IDC Special Study, Worldwide Server Virtualization, 2006-2010 Forecast, Doc #07C5089, Jan 2007.

[2] Ibidem.

[3] Server Virtualization Goes Mainstream, Forrester Research, Inc., Feb 2006.


Unternehmen können 50 Millionen US-Dollar für jede Milliarde an Ausgaben durch Fokussierung auf Schlüssellieferanten einsparen
 

  •  Verringerung der Anzahl an Lieferanten, um Einkaufskosten zu senken

  •  Aufbau strategischer Lieferantenbeziehungen

  •  Verbesserung der Einkaufsmacht
     

Frankfurt/München, 2005 - Unternehmen können Einsparungen von mehr als 50 Millionen US$ für jede Milliarde an Ausgaben erreichen und zudem die Kosten der Einkaufsfunktion deutlich verringern, indem sie mit weniger Lieferanten zusammen arbeiten und ihr Einkaufsvolumen verstärkt bei Schlüssellieferanten bündeln. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste "Procurement Book of Numbers"©-Forschungsstudie von The Hackett Group, einem auf Geschäftsprozesse fokussierten Advisory-Unternehmen (NASDAQ: ANSR).

Laut Hackett sind die Kosten der Einkaufsfunktion von World-Class Unternehmen um 27 Prozent geringer als in typischen Unternehmen; zudem arbeiten in World-Class Einkaufsabteilungen um 38 Prozent weniger Mitarbeiter. Zu den Schlüsselstrategien von World-Class Unternehmen zählt die Verringerung der Komplexität. Dies wird erreicht, indem die Gesamtzahl der Lieferanten reduziert und das Einkaufsvolumen auf wenige Schlüssellieferanten konzentriert wird. Hacketts Forschungsergebnisse zeigen, dass auch typische Unternehmen über die vergangenen acht Jahre hinweg die Zahl ihrer Lieferanten erheblich reduziert haben. Dennoch verfügen World-Class Einkaufsorganisationen noch immer über weniger als die Hälfte an Zulieferern (je Milliarde an Ausgaben) als ihre Peergruppe.

The Hackett Group ist weltweit in den Bereichen Best-Practices-Forschung, Benchmarking sowie Beratungsdienstleistungen tätig. Hackett verfolgt das Ziel, es Unternehmen zu ermöglichen, World-Class Performance zu erreichen. Hackett bietet Analysen und Erkenntnisse, die auf empirisch erhobenen Daten aus mehr als 3.300 Benchmarking-Studien, die in den letzten 13 Jahren bei annähernd 2.000 der weltweit führenden Unternehmen erhoben wurden. Hierzu zählen 93 Prozent der Dow Jones Industrials.

Die neueste "Book of Numbers"-Analyse sowie der Forschungs-Band von Hackett "Optimizing a Return on Business Complexity: Performance Metrics and Practices of World-Class Companies", setzt den Fokus ausschließlich auf den Wertbeitrag, der sich durch eine Reduzierung der Komplexität im Bereich Human Resources sowie in den anderen Back-office Bereichen, u. a. Finanzwesen, IT und Beschaffung erzielen lässt.

"Nur noch wenige Unternehmen halten an der Überzeugung fest, dass die Zusammenarbeit mit einer großen Anzahl an Lieferanten dazu beiträgt, die Kosten niedrig zu halten; denn die empirischen Beweise sprechen eindeutig dagegen", sagt Chris Sawchuk, Procurement Practice Leader bei The Hackett Group. "Auf breiter Front erkennen Einkaufsverantwortliche die potenziellen Kosteneinsparungen, die sie durch die Bereinigung ihrer Lieferantenbasis und der damit verbundenen Prozesse erzielen können. World-Class Unternehmen haben diesen Ansatz konsequent weiterverfolgt. Anstatt sich auf den Lorbeeren schneller Kosteneinsparungen auszuruhen, die durch die Reduzierung der Lieferantenbasis möglich wurden, arbeiten diese Unternehmen eng mit ihren Lieferanten zusammen, um unnachgiebig jegliche Komplexität aus den Prozessen, Spezifikationen, der Verwaltung und Technologie zu entfernen."

Drastisches Einsparungspotenzial
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Seit 1996 konnten typische Unternehmen laut den Hackett Forschungsergebnissen die Anzahl ihrer Lieferanten um 36 Prozent reduzieren, von 12.199 Lieferanten je Milliarde Ausgaben auf mittlerweile 7.805 Zulieferer. World-Class Einkaufsorganisationen jedoch arbeiten heute mit gerade einmal 3.408 Lieferanten pro Milliarde Ausgaben und damit mit um 55 Prozent weniger als typische Unternehmen.

Hacketts Forschung ergab eine direkte Korrelation zwischen der Verringerung der Lieferantenanzahl (je Milliarde Ausgaben) und geringeren Gesamtkosten des Einkaufsbereichs als Prozentsatz der Gesamtausgaben. So resultiert jede Reduzierung von 2.000 Lieferanten/Milliarde Ausgaben in Einsparungen von mehr als fünf Prozent bei den Procurement-Kosten. Wenn beispielsweise ein Unternehmen die Anzahl seiner Lieferanten von 20.000 auf 10.000 reduziert, kann das Unternehmen dadurch 2,4 Millionen pro Milliarde an Ausgaben einsparen. Hackett fand heraus, dass selbst Unternehmen, die keine übermäßig hohe Zahl an Lieferanten haben, mittels dieses Ansatzes signifikante Einsparungen erzielen können.

Hackett fand jedoch auch heraus, dass die Reduzierung der Lieferantenbasis noch weiter reichende Auswirkungen hat als nur Kosten im Einkaufsbereich einzusparen. Wenn Unternehmen die Zahl ihrer Lieferanten verringern, können sie einen proportional größeren Anteil ihrer Ressourcen darauf konzentrieren, stärkere und strategisch ausgerichtete Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Im Ergebnis können sie parallel mit den Kosteneinsparungen auch an Einkaufsmacht gewinnen und die laufenden Kosten für die Überwachung und Verwaltung der Lieferanten reduzieren.

Wenn Unternehmen 80 Prozent ihrer Ausgaben des gesamten Jahres auf 20 Prozent ihrer Lieferanten verteilen, bedeutet jede 1 US$-Ausgabe für die Einkaufsfunktion laut Hackett 2,1 US$ an Einsparungen bei den Ausgaben. Für eine typische Firma mit Ausgaben in Höhe von 1 Milliarde US$ bedeutet dies bei den Gesamtausgaben jährliche Einsparungen von 21,5 Millionen US$. Diese werden durch eine Investition in Höhe von 10,1 Millionen US$ in den Einkaufsbereich erzielt.

Obwohl der Return on Investment (ROI) hier bereits beträchtlich ist, verblasst dies im Vergleich zu den Auswirkungen, den Unternehmen durch die Konzentration ihrer jährlichen Gesamtausgaben auf weniger als 2,5 Prozent ihrer Lieferanten erreichen können. In diesem Fall steigt das Verhältnis zwischen Ausgabenreduzierung und den Kosten des Einkaufsprozesses auf über 5:1 an. Anders ausgedrückt: Die gleiche Firma könnte jährliche Einsparungen ihrer Gesamtausgaben von 51,4 Millionen US$ erreichen und damit die vorherigen Einsparungen verdoppeln, wobei der Return on Investment für die Einkaufsabteilung auf über 500 Prozent ansteigen würde.

Hackett kam zu dem Ergebnis, dass World-Class Einkaufsabteilungen Methoden zur Komplexitätsreduzierung auch in vielen anderen Gebieten des Einkaufs nutzen, die weit über Lieferantenbe-ziehungen hinausgehen. Beispielsweise verwenden alle World-Class Procurement-Organisationen (100 Prozent) eine unternehmensweite Artikel-Masterdatei sowie eine unternehmensweite Warenkodierung.

Hacketts "Book of Numbers" Forschungsserie
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The Hackett Group fasst ihre Forschungsergebnisse für World-Class Performance in der so genannten "Book of Numbers"-Serie zusammen. Diese bietet Führungskräften in Unternehmen fundierte Leistungskriterien und Erkenntnisse. Dabei stützt sie sich auf die umfangreiche Datenbank von Hackett, die unter anderem Best Practices und Prozesskennzahlen in den Bereichen IT, Finanzen, Personalwesen und Beschaffung beinhaltet. Die "Book of Numbers"- Serie steht exklusiv allen Kunden der Hackett-Executive-Advisory-Programme zur Verfügung. Diese für Mitglieder exklusiven Programme bieten die Möglichkeit vertraulicher Anfragen, Best-Practices-Forschung sowie den Austausch mit Unternehmen der Peergruppe.

Weitere Informationen über The Hackett Group erhalten Sie per Telefon unter der Rufnummer 06196 77726 -0, per Email unter info.Europe@thehackettgroup.com oder im Internet unter www.thehackettgroup.com.

 

 


Business Intelligence – 10 Fehler, die es zu vermeiden gilt

IT-Abteilungen müssen sorgfältig ihren BI-Einsatz planen und managen, um einen optimalen Return on Investment (ROI) zu realisieren. Die META Group hat zehn häufig zu beobachtende Fehler im Bereich Business Intelligence identifiziert, die Planungs- und Strategiethemen (1-5), Implementierungs­probleme (6-8) und das Management des BI-Portfolios (9-10) betreffen:

  1. Keine Business Intelligence Standards
  2. Versuch eines BI-Angebots „aus einer Hand“ und damit ungenügende Abdeckung der Anforderungen
  3. Keine Koordination mit dem Portal-Team
  4. Reporting auf Basis unzuverlässiger Datenquellen
  5. Verbesserungsbedarf bei der Analyse von Enterprise-Applikationen/noch nicht ausgereifte Angebote der jeweiligen Anbieter (ERP, CRM etc.)
  6. Unterschätzen der Systems-Management-Anforderungen
  7. Keine End-User Support-Gruppe
  8. Management von Lizenzen/ Tracking der tatsächlichen Nutzung von Lizenzen
  9. Fehlende Bedarfsidentifizierung bei den Anwendern bzw. Überausstattung mit BI-Tools („Shelfware-Problem“)
  10. Keine Ausstiegs-Strategie für alte BI-Ressourcen

Umsetzungsgrad verschiedener Themenstellungen im Zusammenhang mit Business Intelligence

Im Rahmen einer aktuellen Analyse der Experton Group zum Thema Business Intelligence (BI) wurden Verantwortliche aus Management und IT um Auskunft über die Umsetzung ausgewählter Themenstellungen im Zusammenhang mit der BI-Initiative in ihren Unternehmen gebeten. Dabei zeigt sich, dass Management-Informationssysteme (in 91 Prozent der befragten Unternehmen) und regulatorisches Reporting (in 71 Prozent der befragten Unternehmen) am häufigsten umgesetzt worden sind. Immerhin noch mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen hat analytisches CRM bereits umgesetzt.

Dagegen sind Themen wie Performance-Metriken und Balanced Scorecard, Realtime Analytics oder Collaborative Analytics erst in weniger als 30 Prozent der befragten Unternehmen in die Umsetzungsphase getreten.

 

Welche der folgenden Themenstellungen im Zusammenhang mit BI haben sie bereits ganz bzw. teilweise umgesetzt?*
Themenstellung
Umsetzung (Anteil der befragten Unternehmen)
Management-Informationssystem
91 %
Regulatorisches Reporting
71 %
Analytisches CRM
56 %
Business Performance Management
44 %
Predictive Analytics
32 %
Performance-Metriken und Balanced Scorecard
29 %
Realtime Analytics
29 %
Collaborative Analytics
18 %
Basis: 34 Anwenderunternehmen in Deutschland
*Initiative bereits abgeschlossen bzw. derzeit in der Umsetzungsphase
Quelle: Experton Group AG, 2006

 


 

Servicetrends 2006

Für 2006 zeigen sich deutsche Unternehmen in Sachen IT Services wieder investitionsbereiter trotz einer immer noch angespannten allgemeinen wirtschaftlichen Situation. In einigen Branchen jedoch, wie z.B. dem Handel und bei der öffentlichen Hand, muss auch in diesem Jahr mit einer eher verhaltenen Ausgabenpolitik gerechnet werden. Insgesamt rechnet die Experton Group mit einem Wachstum des IT-Servicemarktes in 2006 von 5,8 % auf 28,6 Mrd. Euro. Mittelfristig, d.h. bis 2008 wird der Markt ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 6,6 % aufweisen können.

Einer der Gründe für diese Wachstumsaussichten ist, dass neben den für den IT-Einsatz zurzeit immer noch überwiegend vorherrschenden taktischen Überlegungen und Reaktionen auf wettbewerbsspezifische und gesetzliche Anforderungen innovative und strategische Überlegungen ins Blickfeld geraten. Das Kostendenken in den Unternehmen bleibt zwar dominierend und beeinflusst im Wesentlichen die Mehrheit der Projektcharakteristika (Konsolidierung, Standardisierung, Harmonisierung), aber die Frage nach dem wirtschaftlichen Beitrag der IT-Investitionen zur Unternehmensentwicklung bzw. Unternehmenserfolg wird im gleichen Atemzug gestellt und triggert „innovative“ Projekte.

So genießt das Thema Business Alignment, also die Ausrichtung der IT an die Erfordernisse des Business, mittlerweile höchste Priorität in allen CIO-Etagen. Die Umsetzung dieser Zielsetzung ist entgegen mancher Kritik bei vielen Unternehmen schon gut vorangekommen, allerdings mangelt es vielfach noch an der Qualität der Kommunikation dieser Erfolge und der in allen quantitativen Details konkreten erfolgten Nachweise, die auch die kritischen Unternehmens-Controller überzeugen. „An dieser Stelle besteht benahe für jede Unternehmens-IT ein gewisser Nachhol- bzw. Beratungsbedarf, denn die besten Ergebnisse nützen wenig für die Entwicklung der eigenen Position, wenn sie gegenüber Management und Controlling nicht entsprechend kommuniziert und dargestellt werden“, so Andreas Burau, Vorstand und Research Director der Experton Group.

Bei sämtlichen IT-Investitionen und insbesondere bei den in jüngster Zeit vermehrt angegangenen Innovationsprojekten (z.B. in den Bereichen SOA, Mobility, Konvergenz) wird daher auf den konkreten, mess- und damit auch nachweisbaren Wertbeitrag der IT-Investitionen geachtet. Das schlägt sich letztlich auch in konkreten Forderungen gegenüber den IT-Dienstleistern nieder. Von ihnen werden entsprechende Pre-Investmentes bereits in der Vertriebsphase, Risikoübernahmen und schlüssige ROI-Nachweise verlangt.


IT-Risiken werden unterschätzt

Kaum ein Unternehmen weiß, was der Computerausfall wirklich kostet

Frankfurt am Main, November 2005 - Die Risiken im Zusammenhang mit Informationstechnologie (IT) werden in weiten Teilen von der Wirtschaft unterschätzt. Ein IT-Risikomanagement findet nicht einmal in einem Zehntel der Unternehmen statt. Auf diese Missstände weist die Nationale Initiative für Internet-Sicherheit (NIFIS) als Selbsthilfeorganisation der Wirtschaft in Sachen Informationssicherheit hin. NIFIS stützt sich dabei auf Praxisanalysen der unabhängigen Beratungsgesellschaft IT Advisory Group.

"Kaum ein Unternehmen in Deutschland hat jemals errechnet, welche Kosten der Teil- oder gar Totalausfall der IT-Systeme tatsächlich verursachen würde - von Produktivitätsverlusten über Umsatzeinbußen bis hin zur Konkursreife", sagt Tilmann Jourdan, Analyst und Vorstand der IT Advisory Group. Da die Risiken wirtschaftlich nicht bezifferbar seien, würden auch die Investitionen in IT-Sicherheit nach dem Nebelwand-Prinzip ("ganz langsam ins Unbekannte voranschreiten") erfolgen, moniert Jourdan.

Als Hauptrisikoquelle hat die IT Advisory Group nach Infrastrukturausfällen ("Computer geht nicht") firmeninterne Sabotage ausgemacht. "Datenklau und Datenmanipulationen durch die eigenen Mitarbeiter sind in deutschen Unternehmen an der Tagesordnung", sagt Jourdan. Dabei ist nicht immer sicher gestellt, dass eine regelmäßige Überprüfung, die eigentlich vorgeschrieben ist, tatsächlich immer auch stattfindet. "Eines der größten Sicherheitsrisiken stellt der Umgang mit den Systemberechtigungen dar. Der Systemadministrator, der selbst Zugriff auf praktisch alle Daten besitzt, gibt diese Berechtigungen abgestuft an andere Mitarbeiter weiter. Die zugrunde liegenden Berechtigungskonzepte weisen in etwa 70 Prozent der mittelständischen Firmen und 10 Prozent der DAX-30-Unternehmen riesige Sicherheitslöcher auf", berichtet Jourdan aus der Beratungspraxis, und nennt ein typisches Beispiel: "Der Systemadministrator geht in Urlaub und gibt seine Passworte an einen Kollegen, der die Vertretung übernimmt. Die Passworte bleiben über den Urlaub hinaus unverändert, der Kollege ist weiterhin zugangsberechtigt, bei Manipulationen schweigt der Systemadministrator, um dadurch seinen eigenen lockeren Umgang mit der Sicherheit zu vertuschen. Solche und ähnliche Beispiele stellen keinen Einzelfall dar, sondern sind die Regel in vielen Unternehmen."

Dringende Empfehlung: Die Firmen sollten ihre Berechtigungsverfahren mindestens einmal jährlich einer externen Prüfung unterziehen. Außerdem empfiehlt der Experte den Unternehmen, den IT-Risiken Geschäftswertbetrachtungen gegenüberzustellen, um den wirtschaftlichen Schaden von Ausfällen und Manipulationen bewerten und dem entsprechend auch die Wirtschaftlichkeit von Präventions- und Abwehrmaßnahmen kalkulieren zu können.

NIFIS Nationale Initiative für Internet-Sicherheit e.V. ist die Selbsthilfeorganisation der Wirtschaft, um Unternehmen im Kampf gegen die wachsenden Gefahren aus dem Internet technisch, organisatorisch und rechtlich zu stärken. Hierzu will NIFIS Konzepte für den Schutz vor Angriffen aus dem Datennetz entwickeln, in pragmatische Lösungen umsetzen und der Wirtschaft zur Verfügung stellen. NIFIS fällt damit im Datenverkehr eine ähnliche Rolle zu wie einem Automobilclub im Straßenverkehr.

Weitere Informationen: NIFIS Nationale Initiative für Internet-Sicherheit e.V. , Weismüllerstraße 21, 60314 Frankfurt, Tel.: 069 / 40 14 71 42,

Fax: 069 / 40 14 71 59, E-Mail: info@nifis.de, Web: www.nifis.de


Politiker in der Vertrauenskrise?

Internationale GfK-Studie zum Vertrauen der Bürger in Führungskräfte und Institutionen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft

Nürnberg, 10. August 2004 - Um das Image von Politikern steht es nicht gut ? das gilt sowohl für Europa als auch für die USA. Sie werden in 19 europäischen Ländern und den USA, in denen die GfK Ad Hoc Research Worldwide jeweils rund 1000 Personen befragte, von überwältigender Mehrheit als nicht vertrauenswürdig angesehen. Nur wenig besser - aber dennoch weit abgeschlagen hinter Vertrauenschampions wie Lehrern und Ärzten - steht es um die Vertrauenswürdigkeit von Managern großer Unternehmen und Journalisten.

Lehrer und Ärzte genießen in 19 Ländern Europas und den USA, in denen die GfK Ad Hoc Research Worldwide Befragungen durchführte, das Vertrauen der meisten Bürger. Es folgen Armee, Polizei und die Kirchenvertreter, die in den meisten Ländern von der Mehrheit als vertrauenswürdig angesehen werden.

Einzig bei den Russen, Rumänen und den Tschechen ist es um das Image der Polizei etwas weniger gut bestellt. Bei Tschechen, Spaniern, Franzosen, Belgiern und Ungarn ist das Vertrauen gegenüber Kirchenvertretern unterdurchschnittlich positiv ausgeprägt.

Insgesamt äußern sich Dänen, Finnen und Schweden sowie Türken gegenüber Führungskräften und Institutionen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft überdurchschnittlich positiv. Ungarn, Griechen und Franzosen sind in Bezug auf die Vertrauenswürdigkeit dagegen eher besonders kritisch.

Politiker: in punkto Vertrauen überall Schlusslicht

Nur jeder sechste der aus 20 Ländern stammenden Bürger hält Politiker für vertrauenswürdig. Am besten ist es um das Image der Politiker in den Niederlanden, der Türkei, der Schweiz und in Spanien bestellt, in denen jeweils ungefähr drei von zehn Bürgern den Politikern ihr Vertrauen aussprechen. Ganz schlecht um deren Ansehen steht es jedoch in den Ländern Deutschland, Polen und Italien, wo sich nicht einmal einer von zehn Bürgern positiv äußert. Nur wenig besser sieht es in der Tschechischen Republik, Russland und Frankreich aus - hier meint etwa einer von zehn Bürgern, dass man Politikern vertrauen kann.

Führungsriege großer Unternehmen und Journalisten: Mehrheit misstraut ihnen

Nicht ganz so schlecht wie die Politiker schneiden die Manager großer Unternehmen ab. Drei von zehn Bürgern vertrauen ihnen. Nur in Dänemark, Finnland und der Türkei hält mehr als die Hälfte sie für vertrauenswürdig.

Dagegen stellen Deutsche und Polen den Wirtschaftsführern ihres Landes überwiegend ein schlechtes Zeugnis aus. Nur etwa einer von fünf Bürgern hält in diesen Ländern die Manager großer Unternehmen für vertrauenswürdig.

Auch an der Vertrauenswürdigkeit von Journalisten haben viele Bürger Europas und der USA ihre Zweifel. Gut sechs von zehn Bürgern äußern ihre Zweifel. Ein überdurchschnittlich hohes Vertrauen genießen Journalisten in Rumänien, Polen, Spanien und Belgien. Besonders misstrauisch ist man Journalisten gegenüber in Großbritannien, Dänemark und Italien.

Die Einstellungen gegenüber Juristen sind im wahrsten Sinne des Wortes geteilt. Jeweils einem Bürger, der ihnen Vertrauen entgegenbringt, steht ein Bürger gegenüber, der ihnen misstraut. Ein besonders hohes Ansehen haben Rechtsanwälte in Schweden und Finnland. Dagegen trauen ihnen die meisten Bürger Griechenlands, Italiens und der USA nicht über den Weg.

Zur Studie

Mit dem Trust Index erfasst die GfK Ad Hoc Research Worldwide das Vertrauen der Bürger in die Berufsgruppen Anwälte, Journalisten, Kirche, Lehrer, Manager, Mediziner, Militär, Politiker und Polizei. Dazu hat die GfK Ad Hoc Research Worldwide im April und Mai 2004 insgesamt 20.818 Personen in 19 europäischen Ländern und den USA befragt. Die gleiche Studie wurde bereits ein halbes Jahr zuvor durchgeführt. Jedoch beinhaltete die Studie damals nur Fragen nach Ärzten, Journalisten, Juristen, Kirchenvertretern, Managern und Politikern.

Tabelle Trust Index 2004 als PDF

 www.gfk.de

 

 


 


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