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Konsumklima – Kauflaune erwacht Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Juni 2007 Nürnberg, 25. Juni 2007 – Der Aufwärtstrend des Konsumklimas hat sich auch im Juni fortgesetzt: Die Konjunkturerwartung konnte ihren Rekordwert aus dem Vormonat Mai annähernd halten. Die Anschaffungsneigung legte bei ihren Aufholaktivitäten sogar noch einen Gang zu und versetzt die Deutschen in Kauflaune. Lediglich die Einkommenserwartung zeigte sich etwas reservierter. Das Konsumklima prognostiziert nach revidiert 7,4 Punkten im Juni für Juli einen Wert von 8,4 Punkten. Rasche Erfolge auf dem Arbeitsmarkt sowie ein weltwirtschaftlich weiterhin günstiges Umfeld sorgen dafür, dass die positive Konjunkturstimmung auch zum Sommerbeginn anhält. Die Anschaffungsneigung profitiert davon mit dem vierten Anstieg in Folge. Dagegen musste die Einkommenserwartung zum ersten Mal seit Dezember 2006 leichte Einbußen hinnehmen, zeigt aber nach wie vor ein erfreuliches Niveau. Konjunkturerwartung: Rekordwert fast wieder erreicht Der Konjunkturoptimismus der Deutschen bleibt auch im Juni dieses Jahres ungebrochen. Mit einem Wert von 69,0 Punkten konnte der historische Höchststand des Vormonats fast gehalten werden. Der Indikator verzeichnet gegenüber dem Monat Mai nur einen minimalen Verlust von 0,5 Punkten. Im Vorjahresvergleich wird ein Plus von fast 50 Punkten gemessen. Dieses Konjunkturhoch ist auf der einen Seite psychologisch begründet und auf den weit verbreiteten Optimismus bei Politik, Experten und Unternehmen zurückzuführen. Andererseits sind es auch die wirtschaftlichen Fakten, die diese gute Stimmung stützen, wie beispielsweise die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Hier ist es vor allem der deutliche Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse, der neben steigenden Einkommen auch dazu beiträgt, dass die sozialen Sicherungssysteme entlastet werden. Zunehmende Beschäftigung und eine ausgesprochen gute Ertragslage der Unternehmen lassen zudem die Steuereinnahmen wieder sprudeln, was für überraschend schnelle Fortschritte bei der Konsolidierung der Staatsfinanzen sorgt. Auch die positive Entwicklung an den Börsen zeigt die anhaltende Zuversicht in den Aufschwung. Zudem hat die kürzlich beschlossene Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank keinen nachhaltig negativen Eindruck bei den Konsumenten hinterlassen. Damit steht der Aufschwung auf einer soliden Basis. Deshalb wurden zuletzt auch die Wachstumsprognosen für dieses Jahr auf breiter Front nach oben revidiert. So hält zum Beispiel das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel derzeit sogar ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,2 Prozent in diesem Jahr für möglich. Einkommenserwartung: auf hohem Niveau Nachdem die Einkommenserwartung seit Januar 2007 fünfmal nacheinander zulegen konnte, musste der Indikator Einbußen in Höhe von 4,9 Punkten hinnehmen und liegt nun bei 28,7 Punkten. Im Vorjahresvergleich wird jedoch immer noch ein deutliches Plus von knapp 38 Punkten gemessen. Das Niveau des Einkommenserwartungsindikators ist nach wie vor sehr gut. Ähnlich hohe Werte wurden – von April und Mai 2007 einmal abgesehen – zuletzt im Frühjahr 2001 gemessen. Einer der Gründe für die aktuelle Stagnation könnte die wieder entfachte Diskussion um die Reform der Pflegeversicherung sein. Von politischer Seite wird kein Zweifel daran gelassen, dass an einer Beitragserhöhung in der Pflegeversicherung kein Weg vorbeiführt, auch wenn diese Erhöhung durch eine Absenkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung sogar überkompensiert werden soll. Dennoch sind die Aussichten auf die Fortsetzung einer positiven Einkommensstimmung in den kommenden Monaten gegeben. Vor allem die wieder gestiegenen Löhne und Gehälter sorgen dafür, dass einem Großteil der Beschäftigten in diesem Jahr real mehr in den Geldbeuteln verbleibt als in den vergangenen Jahren. Anschaffungsneigung: signifikant aufgeholt Die positive Stimmung hinsichtlich Konjunktur und Einkommen setzt sich nun zunehmend auch bei der Anschaffungsneigung durch. Nach der mehrwertsteuerbedingten Schwächephase zu Beginn dieses Jahres konnte der Indikator nun viermal in Folge zulegen. Mit einem Plus von 13,2 Punkten im Juni fiel der Anstieg höher aus als in den drei Vormonaten. Folglich konnte der Indikator wieder einen positiven Wertebereich erreichen: Dieser liegt mit 9,1 Punkten über seinem langjährigen Durchschnittswert von 0 Punkten. Die Konsumneigung wird zusehends von der guten Einkommenserwartung profitieren. Die Mehrwertsteuerdelle gehört damit offensichtlich endgültig der Vergangenheit an. Konsumklima: weiterhin im Aufwind Der Aufwärtstrend des Konsumklimas setzt sich auch im Sommer dieses Jahres fort. Der Indikator prognostiziert nach revidiert 7,4 Punkten im Juni für Juli 8,4 Punkte. Neben der im Trend positiven Einkommenserwartung leistet nun auch die Anschaffungsneigung wieder einen signifikanten Beitrag zum Anstieg des Konsumklimas. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Rahmenbedingungen darf man davon ausgehen, dass sich die Aufwärtsentwicklung des Konsumklimas auch in den kommenden Monaten weiter fortsetzen wird. Der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und den daraus resultierenden Einkommensverbesserungen wird es in erster Linie zu verdanken sein, dass die besten Zeiten für die Binnennachfrage erst noch bevorstehen. Damit wird die im vergangenen Monat seitens der GfK revidierte Prognose für 2007, ein Wachstum des privaten Verbrauchs um 1 Prozent, bekräftigt. Voraussetzung für eine anhaltend positive Konsumentwicklung sind für Unternehmen und Verbraucher Stabilität und Berechenbarkeit seitens der Politik. Vor allem Störfeuer in Form von Steuererhöhungs- oder sonstigen Belastungsdebatten sowie auch ein drastischer Anstieg der Energiepreise könnten das Konsumklima bremsen. Zur Studie Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie »GfK-Konsumklima MAXX« und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 erhoben. Der nächste Veröffentlichungstermin ist der 27. Juli 2007.
Konsumklima – signifikant erholt Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für April 2007
Nürnberg, 26. April 2007 – Das Konsumklima hat sich nach der erwarteten Schwächephase im ersten Quartal 2007 signifikant erholt. Die Konjunkturerwartung der Verbraucher hat im April einen absoluten Höhepunkt erreicht. Auch die Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung konnten zulegen. Folglich prognostiziert das Konsumklima nach 4,4 Punkten im April einen Wert von 5,5 Punkten für Mai dieses Jahres.
Die deutlichen Hinweise für einen kräftigen Konjunkturaufschwung werden von den Verbrauchern zusehends wahrgenommen. Eine überaus gute Arbeitsmarktbilanz sowie wieder stärker steigende Löhne und Gehälter sorgen dafür, dass neben den generellen Konjunkturaussichten auch die Einkommenserwartungen deutlich nach oben gerichtet sind. Von diesen positiven Fakten kann, nach einer Schwächephase im ersten Quartal, jetzt auch die Anschaffungsneigung profitieren. Konjunkturerwartung: auf Rekordniveau Der Konjunktureuphorie der Bundesdeutschen sind momentan offenbar keine Grenzen gesetzt. Im April konnte der Indikator noch einmal knapp 8 Punkte hinzugewinnen und liegt nun bei 61 Punkten. Bei dem aktuellen Wert handelt es sich um einen Rekordwert, der erstmalig seit Beginn der monatlichen Erhebung der Konsumklimastudie im Jahr 1980, erreicht wurde. Ein wesentlicher Faktor dieses Konjunkturoptimismus ist die überaus positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit geht derzeit schneller vonstatten als dies noch im Herbst letzten Jahres erwartet wurde. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass es sich bei der Zunahme der Erwerbstätigkeit vor allem um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse handelt. Die sehr gute wirtschaftliche Entwicklung spiegelt sich zudem in den sprudelnden Steuereinnahmen wider. Vor diesem Hintergrund werden auch von den Experten die Wachstumsprognosen für dieses Jahr nach oben korrigiert. So haben die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem kürzlich veröffentlichten Frühjahrsgutachten die Voraussage für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf 2,4 Prozent angehoben. Im Herbst letzten Jahres waren sie noch von 1,4 Prozent ausgegangen. Bei der Betrachtung der Konjunkturstimmung hinsichtlich der Lebenswelten fällt auf, dass alle Gruppen bis auf die gehobenen sozialen Schichten zulegen konnten. Bei letzteren ist allerdings anzumerken, dass sie bereits in den vorangegangenen Monaten deutliche Steigerungen zu verzeichnen hatten und ohnehin ein überaus hohes Niveau aufweisen. Einkommenserwartung: kontinuierlicher Anstieg Im Fahrwasser der glänzenden Konjunkturaussichten hat auch die Einkommenserwartung einen Sprung nach oben gemacht. Im April konnte der Indikator um knapp 14 Punkte zulegen. Dies ist bereits der vierte Anstieg in Folge. Aktuell weist die Einkommenserwartung einen Wert von 29,6 Punkten auf. Ein höherer Wert wurde letztmalig im April 2001 gemessen – also vor genau sechs Jahren. Aufgrund des sich verbessernden Arbeitsmarkts hoffen die Verbraucher, dass die Lohnzurückhaltung der letzten Jahre der Vergangenheit angehört und die Arbeitseinkommen in diesem Jahr wieder stärker steigen. Dies belegen auch die ersten Tarifabschlüsse in diesem Frühjahr. Deshalb können die Beschäftigten davon ausgehen, sowohl netto als auch real wieder »mehr in ihren Taschen zu haben«. Damit würden auch die in diesem Jahr wirksam gewordenen finanziellen Belastungen der Haushalte, wie zum Beispiel die höhere Mehrwertsteuer oder der Wegfall der Pendlerpauschale und des Sparerfreibetrages, für die Arbeitnehmer eher kompensiert werden. Hinsichtlich der Lebenswelten zeigt sich, dass Personen in einfacher Lebenslage ihre Einkommensaussichten im April deutlich pessimistischer einschätzen als die übrigen Verbrauchergruppen. In dieser Gruppe befinden sich auch die Hartz IV-Empfänger. Diese profitieren nicht unmittelbar durch höhere Bezüge von dem Konjunkturaufschwung. Anschaffungsneigung: Schwächephase überwunden Im Sog der guten Konjunktur- und Einkommensstimmung konnte auch die Anschaffungsneigung zum zweiten Mal in Folge verhalten zulegen. Diese erholte sich im April um knapp 6 Punkte und liegt nun bei –6,5 Punkten. Das Thema Mehrwertsteuererhöhung spielt offenbar in den Überlegungen der Konsumenten zusehends eine untergeordnete Rolle, zumal die Effekte der Erhöhung auf die Inflationsrate weitaus geringer waren als ursprünglich von vielen befürchtet. Deshalb wird im Jahresverlauf das überaus gute Stimmungsbild hinsichtlich Konjunktur und Einkommen wieder Oberhand gewinnen und die Anschaffungsneigung sich in der Folge vermutlich weiter erholen. Damit zeichnet sich immer stärker ab, dass die erwartete Schwächephase, wie von der GfK prognostiziert, ein zeitlich auf das erste Quartal 2007 beschränktes Phänomen geblieben ist, das in erster Linie durch den Sondereffekt Mehrwertsteuer beeinflusst war. Nachdem das Konsumklima am Ende des ersten Quartals seinen Rückgang gestoppt hatte, setzt sich nun der positive deutliche Trend fort. Der Indikator prognostiziert nach 4,4 Punkten im April 5,5 Punkte für Mai. Vor allem die im Trend deutlich nach oben gerichtete Einkommenserwartung ist hierfür verantwortlich. Dabei stehen die Aussichten gut, dass sich der positive Trend auch in den kommenden Monaten fortsetzt. Dies setzt unter anderem voraus, dass der Konsument in politischer Hinsicht Berechenbarkeit und Stabilität bei den anstehenden Reformen erwarten kann und es zu keinen weiteren finanziellen Belastungen für die Verbraucher kommt. Wünschenswert wäre es zudem, dass sich seitens der Energiepreise keine nennenswerten Störfeuer entfachen. Sollte es zu einem drastischen Anstieg beim Rohölpreis kommen, zum Beispiel aufgrund einer krisenhaften Verschärfung der politischen Lage in der Golfregion, hätte dies sicherlich wieder dämpfende Effekte auf das Konsumklima zur Folge.
Zur Studie Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie »GfK-Konsumklima MAXX« und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 erhoben.
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